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Besitzertrainer e.V.

Derby-Startzeit am 12. Juli auf 16.07 Uhr festgelegt

Quelle: GaloppOnline vom 2. Juli 2020

 

Das IDEE 151. Deutsche Derby soll am 12. Juli in Hamburg um 16.10 Uhr gestartet werden. Das hat Rüdiger Schmanns, Technikleiter bei Deutscher Galopp, am Donnerstag in einer Pressekonferenz mitgeteilt. „Offiziell sogar um 16.07 Uhr“, wie Schmanns sagt, „mit dieser Zeit geht es ins PMU-Programm, „aber ich denke es wird dann 16.10 Uhr werden.“

Der Derbytag, an dem zwölf Rennen anstehen, wird um 11.25 Uhr mit dem ersten Rennen beginnen. Ob das Blaue Band im TV übertragen wird ist unklar. Es gibt an diesem Tag keine Sportschau in der ARD, man ist in Gesprächen mit dem ZDF.

Rund 400 Pferde sind für die Rennen der drei Tages des Derby-Meetings 2020 genannt worden. Damit ist die Resonanz auf die Hamburger Renntage von Seiten der Aktiven sehr positiv ausgefallen. „Am Mittwoch hat die Rennbahnbegehung stattgefunden“, sagte Rüdiger Schmanns von Deutscher Galopp am Donnerstag, „die Bahn ist in einem sehr guten Zustand.“

Am Freitag wird es mit drei PMU-Rennen um 11.45 Uhr losgehen, danach könnte es einige Stunden Pause geben bis zu den folgenden Rennen des Tages. Am Samstag öffnen sich die Boxen erstmals um 11 Uhr zu elf Rennen, sechs davon werden bei der PMU bewettbar sein. Am Derbytag geht es um 11.25 Uhr los, viermal PMU heißt es dann und zusätzlich wird noch das Derby selbst mit im PMU-Programm vertreten sein.

Hamburgs Derby-Meeting ohne Zuschauer

Quelle: Hamburger Renn-Club vom 2. Juli 2020

"Liebe Rennsportfreunde, das IDEE Derby-Meeting vom 10. - 12. Juli wird ohne Zuschauer stattfinden. Wir freuen uns, dass der Senat der Hansestadt Hamburg unter Auflagen einen nächsten Schritt gegangen ist und wünschen allen Veranstaltern viel Erfolg, das Derby-Meeting muss gleichwohl ohne Zuschauer stattfinden.

Die Genehmigung für das Derby-Meeting liegt bereits vor und konzentriert sich im Gegensatz z.B. zu Kulturveranstaltungen im Freien, auf die Durchführung der Leistungsprüfungen, also der Rennen. Erlaubt sind dafür alle involvierten Personen (z.B. Trainer, Besitzer, Jockey etc.), sowie die zur Durchführung notwendigen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Organisation und des Veranstalters Hamburger Renn-Club e.V. und - in begrenzter Zahl - Medienvertreter. Diese Genehmigung hat weiterhin Bestand und wird von uns sorgfältig umgesetzt.

Wir alle wünschen uns Normalität zurück, doch dies wird nur in kleinen, durchdachten Schritten gehen. Wir wünschen allen Fans des Derby-Meetings, dass sie gesund bleiben und wir uns im nächsten Jahr alle wiedersehen."

Positiver Dopingbefund bei Wirbelsturm

Wie Deutscher Galopp im Wochenrennkalender 27 vom 30. Juni 2020 veröffentlicht, ergab die von dem Pferd Wirbelsturm in Hannover am 21. Mai 2020 entnommene Dopingprobe sowohl in der ersten als auch in der zweiten Analyse einen positiven Befund.


Protestverfahren von Deutscher Galopp:

 

1. Der Deutsche Galopp hat gegen das Pferd Wirbelsturm, zweitplatziertes Pferd im 5. R. Manfred "Mecki" Biermann-Memorial am 21. Mai 2020 in Hannover Protest wegen Feststellung eines unerlaubten Mittels gem. Nr. 623/3 RO i.V.m. Nr. 412 RO und Nr. 535 RO eingelegt.


2. Der Deutsche Galopp hat gegen das Pferd Wirbelsturm Sieger im 12. R. Preis von Wettstar.News am 7. Juni 2020 in Hannover Protest wegen Feststellung eines unerlaubten Mittels beim vorherigen Start gem. Nr. 623/3 RO i.V.m. Nr. 412 RO eingelegt.

Gem. Nr. 536 RO hat Trainerin A.Schleusner-Fruhriep eine Vertragsstrafe in Höhe von 600 Euro an Deutscher Galopp zu zahlen.

In Köln am Montag ein super Abschluss des verlängerten Wochenendes

In Köln schaffte Jean Valjean am 29. Juni für Matthias Schwinn den ersten Saisonerfolg. Foto: privat

Sieben Erfolge feierten die Besitzertrainer des Vereins am verlängerten Wochenende. Nach zwei Treffern am Samstag, 27. Juni, in Leipzig, einem Sieg am Sonntag, 28. Juni, in Hannover kamen am Montag, 29. Juni, in Köln sensationelle vier Erfolge bei den dortigen neun Prüfungen dazu.

 

In Köln durfte sich Matthias Schwinn zuerst über seinen ersten Jahreserfolg freuen. Erfolgreich war für ihn der 4-jährige Wallach Jean Valjean, der von Maxim Pecheur geritten wurde.

 

Dann setzte Charlie's Dreamer ihre eindrucksvolle Siegesserie fort. Zum dritten Mal innerhalb von 18 Tagen passierte die 6-jährige Stute als Gewinner die Ziellinie und sorgte für den dritten Treffer 2020 von Philipp Berg. Im Sattel saß wie bei allen anderen Erfolgen Miguel López.

 

Zu seinem elften Sieg in diesem Jahr kam anschließend Lucien W. J. van der Meulen. Dutch Devil sorgte dafür. Gesteuert wurde der 4-jährige Wallach von Leon Wolff. Gleichzeitig war es der 50. Erfolg eines Besitzertrainer des Vereins im Corona-Jahr 2020.

 

Doch damit nicht genug. Denn der 6-jährige Wallach Monte Cinq setzte noch einen darauf und sorgte für den ersten Jahrestreffer von Janine Beckmann. Im Sattel saß Michael Cadeddu.

 

Bei der Mammutkarte von 14 Prüfungen in Hannover am Sonntag waren die Besitzertrainer des Vereins bereits im dritten Rennen an der Reihe. Zu seinem zehnten Saisontreffer kam dabei Lucien W. J. van der Meulen. Für den amtierenden Champion der Besitzertrainer, der auch die diesjährige Rangliste klar anführt, setzte sich Jolene knapp durch. Im Sattel der 4-jährigen Stute saß Maxim Pecheur.

 

Bis zum siebten Rennen mussten die Besitzertrainer des Vereins dagegen am Samstag in Leipzig warten. Dann war der Knoten geplatzt und es gab sowohl in dieser als auch in der abschließenden achten Prüfung je einen Sieg.

 

Zu ihrem ersten Saisonerfolg kam zuerst Isabell Kreger. Für sie gewann der 5-jährige Wallach Vinnie's Wish. Im Sattel saß Wladimir Panov.

 

Den zweiten Tagessieg und damit den dritten Treffer in diesem Jahr sicherte sich zum Abschluss des Renntages Daniel Paulick. Für Paulick passierte der 4-jährige Wallach Manjolo unter Bayarsaikhan Ganbat als Erster die Ziellinie. Die Besitzertrainer-Zweierwette machte Antipolis (Christian Zschach/Filip Minarik) perfekt.

 

Der nächste "Geisterrenntag" in Deutschland findet am Freitag, 3. Juli, in Mannheim statt. Weiter geht es dann am Samstag, 4. Juli, in Dresden und am Sonntag, 5. Juli, in Mülheim bevor das Corona-Derby-Meeting in Hamburg am Freitag, 10. Juli, am Samstag, 11. Juli und am Sonntag, 12. Juli, auf dem Programm steht .

 

Alle Siege von Besitzertrainern des Vereins im Juni und Mai 2020 hier. Die Treffer im Januar, Februar und März 2020 sowie alle Erfolge im Jahr 2019 und 2018 sind im Archiv (hier) nachzulesen.

 

Weitere Ergebnisse und die geplanten Renntermine 2020 sind unter https://www.deutscher-galopp.de zu finden.

Charlie's Dreamer schaffte den dritten Sieg in Folge und damit auch den dritten Erfolg für Philipp Berg am 29. Juni in Köln. Foto: privat
Dutch Devil sorgte am 29. Juni in Köln für den elften Saisonsieg von Lucioen W. J. van der Meulen. Foto: screenshot
Zu ihrem ersten Treffer 2020 kam am 29. Juni in Köln Janine Beckmann durch Monte Cinq. Foto: screenshot
Jolene sicherte Lucien W. J. van der Meulen am 28. Juni in Hannover den zehnten Jahreserfolg. Foto: screenshot
Zu ihrem ersten Treffer 2020 kam Isabell Kreger durch Vinnie's Wish am 27. Juni in Leipzig. Foto: screenshot
Manjolo sicherte Daniel Paulick am 27. Juni in Leipzig den dritten Saisonerfolg. Foto: screenshot

Spannendes Auftaktrennen am Abendrenntag in Köln

Quelle: Deutscher Galopp vom 29. Juni 2020


Erster Abendrenntag der Kölner Rennsaison 2020 am Montag, 29. Juni, mit neun Leistungsprüfungen (ohne Zuschauer vor Ort, Besitzer waren zugelassen). Der Wettumsatz belief sich auf 186.650,51 Euro. Gleich zu Beginn des Programms gab es einen besonderen sportlichen Leckerbissen. Denn in einer 1600 Meter-Prüfung starten zwar nur drei, aber dafür allesamt hochkarätige Pferde.

Ramazotti gab nach einer Pause seit seinem Erfolg im Ferdinand Leisten-Memorial im Oktober 2018 – er hatte eine schwere Nierenerkrankung - sein mit Spannung erwartetes Comeback. Julio (im Mitbesitz von Fußball-Profi Timo Horn) war vor zwei Jahren Gruppesieger. Und Eckhard Saurens Degas triumphierte ebenfalls schon auf Gruppe-Parkett. Und trotz des kleinen Feldes gab es viel Spannung. Julio führte das Feld bis in die Zielgerade, dann ergriff Andrasch Starke mit dem 1,7:1-Favoriten Degas die Initiative. Doch Ramazotti wurde am Ende immer stärker und kam bis auf einen Kopf heran, aber Degas hielt den knappen Vorteil mit der Kondition eisern fest.

„Degas hat immer wieder angezogen, auch wenn er hundert Meter vor dem Ziel zur Seite geguckt hat“, erklärte Andrasch Starke. Trainer Henk Grewe fügte hinzu: „Das war gut genug, wir sind glücklich mit dieser Leistung und steuern nun einen Ausgleich I in Hamburg an.“

Ramazotti gab ohne Frage ein ausgezeichnetes Comeback, schien kurz sogar gewinnen zu können. Es ist sehr erfreulich, dass er seine Rennkarriere nun fortsetzen kann. „Wir sind mehr als zufrieden. Sein Wille ist weiterhin da, er kann es immer noch. Dieses Rennen wird ihn deutlich gefördert haben“, versicherte Gestüt Fährhofs Racing Manager Simon Stokes. Julio musste am Ende deutlich abreißen lassen.

French Conte deutlich verbessert

Bei einer Quote von 10,6:1 galt Capricorn Studs French Conte in einer 1.600 Meter-Konkurrenz als großer Außenseiter, doch der dreijährige Wallach aus dem Krefelder Stall von Erika Mäder überbot sein Debüt erheblich, wobei ihm die deutlich kürzere Distanz diesmal entgegenkam. Unter Martin Seidl machte sich der Reliable Man-Sohn von Byteria und Vancuro frei, als er freie Bahn gefunden hatte. „Beim letzten Mal war er Debütant. Ich hatte der Trainerin damals gesagt, dass er das Rennen noch gebraucht hatte. Heute hat er nach einem perfekten Rennverlauf gezeigt, was er kann. Ich sollte mit ihm lange warten und ihn verstecken, am Ende wurde es ihm fast noch etwas weit“, kommentierte der Jockey.

Gleich beim zweiten Deutschland-Start gab es in einem 1.400 Meter-Rennen den ersten Sieg für den England-Import Jean Valjean aus dem Honzrather Quartier von Besitzertrainer Matthias Schwinn, der seinen ersten Saisontreffer erzielte. Maxim Pecheur musste allerdings immer auf der Hut sein, da der vierjährige Wallach stets etwas zur Seite tendierte. Mit viel Speed kam die 5,8:1-Chance noch an Latino und Ilva vorbei. „Das war ein schwieriger Ritt. Ich hatte schon gesehen, dass er in England und auch zuletzt in Mannheim stets zur Seite hing und auch Probleme mit den Bögen hatte“, ließ der Siegreiter durchblicken.

Der nächste Traum geht in Erfüllung

Der nächste Traum ging für Besitzertrainer Philipp Berg aus Böckweiler in Erfüllung: Seine Stute Charlie`s Dreamer (6,8:1) brachte in einem 1.200 Meter-Ausgleich III das Kunststück fertig, ihr drittes Rennen hintereinander zu gewinnen und damit den Hattrick zu landen. Start-Ziel marschierte die sechsjährige Stute des Stalles Dreamer weiter und wehrte auch die Favoritin Yogiyogiyogi und die nach sehr unglücklichem Rennverlauf groß anziehende Außenseiterin Anyway ab. „Eine Super-Stute, der es am Ende etwas weit wurde, aber mit ihrem Riesenherz ging sie immer weiter“, sagte Jockey Miguel Lopez.

Es vergeht kaum ein Renntag ohne einen Erfolg der Dutch Master Stables des Niederländers Lucien van der Meulen. Diesmal erkämpfte sich der 2,7:1-Favorit Dutch Devil für den Champion der Besitzertrainer den Sieg in der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 1.850 m). Der 16-jährige Leon Wolff, Auszubildender bei Peter Schiergen in Köln, zeichnete sich mit einem couragierten Fight aus. Lovely Dream bot bis zuletzt Paroli, dahinter komplettierten Mister Mowgli und Warda die Viererwette, die 1.042,3:1 Euro brachte.

Bei den Wattrennen 2019 in Cuxhaven hatte er sein letztes Rennen gewonnen, nun meldete sich Monte Cinq untermittelt wieder zurück. In einem 1.300 Meter-Handicap spurtete der 17,1:1-Außenseiter unter Michael Cadeddu in den Farben der Versmolder Besitzertrainerin Janine Beckmann zum Sieg gegen Sussex Solo und Hurricane Harry. Die Dreierwette wurde nicht getroffen, so dass es bald einen Jackpot geben wird.

Sea Of Marengo gleich noch einmal


Wie ein Pferd, das noch einiges vor sich hat, triumphierte Sea Of Marengo in einem 1.850 Meter-Ausgleich III. Unter Alexander Pietsch machte sich der schon zuletzt in Düsseldorf erfolgreiche Wallach, den Hugo Anton Peeters in den Niederlanden betreut, von den Außenseitern Elsie’s Kap und Haarib frei. „Er hat noch leichter gewonnen als beim letzten Jahr“, fasste Alexander Pietsch zusammen.

Für die Gäste aus den Niederlanden schloss sich direkt der dritte Erfolg an – durch den von Lize Dieteren (erster Treffer im Rennsattel) spät eingesetzten Riesenaußenseiter Sensible Friend (Quote: 37,6:1), der für Trainer Andries Mulder aus Den Haag auch durch eine lange Pause nicht aufzuhalten war und das Amateurreiten (Ausgleich IV, 2.200 m) locker vor Schnucki und Dutch Master gewann.

Der scheidende Kölner Trainer Karl Demme (er beendet Ende August seine Karriere) durfte sich im abschließenden Ausgleich III über 2.400 Meter über einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg von Stall Heymanns Irish Poseidon freuen. Unter Maxim Pecheur stiefelte der 3,6:1-Mitfavorit gegen Salve Annetta und Dolcetta immer weiter. „Eigentlich war es nicht der Plan, vorne zu gehen, aber der Trainer lässt mir seit Jahren freie Hand. Ich habe die Entscheidung selbst getroffen, und sie war goldrichtig“, berichtete der Jockey.

Kellahen nach Hannover-Gala mit Derby-Nachnennung?

Quelle: Deutscher Galopp vom 28. Juni 2020

Der längste Renntag seit 2001 auf einer deutschen Galopprennbahn mit 14 Leistungsprüfungen ging am Sonntag, 28. Juni, (ohne Zuschauer) in Hannover über die Bühne. Höhepunkt waren der letzte Testlauf für das IDEE 151. Deutsche Derby am 12. Juli in Hamburg und ein Stuten-Event. Beide Großereignisse gingen an kleine Quartiere. Der Umsatz belief sich auf 380.542,10 Euro (39.667,87 Euro kamen aus dem Ausland).

Der von Sarka Schütz für Kerstin Brieskorn trainierte Wiesenpfad-Sohn Kellahen brachte im Brümmerhof-Derby-Trial (Listenrennen, 12.500 Euro, 2.200 m) ein besonderes Kunststück fertig. Der Dreijährige feierte mit Jockey Andre Best seinen vierten Erfolg hintereinander in dieser Saison! 7.000 Euro Prämie waren der Lohn für diese starke Vorstellung von Kellahen, der keine Nennung für das Derby besitzt und nur über eine 65.000 Euro teure Nachnennung noch ins Feld kommen könnte.

Start-Ziel dominierte der 5,6:1-Mitfavorit in beeindruckender Manier. Nie kam ein Konkurrent in die Nähe des Hengstes. „Er ist eine Maschine. Kellahen wird von Rennen zu Rennen besser. Sobald ein Pferd in seine Nähe kam, hatte er die passende Antwort. Mein Gefühl war immer gut“, berichtete Jockey Andre Best.

Man darf gespannt sein, ob Kellahen im Derby antritt. Trainerin Sarka Schütz, die in Hoppegarten 18 Pferde vorbereitet, hielt sich noch bedeckt: „Die Entscheidung trifft der Besitzer. Kellahen arbeitet wahnsinnig gerne. Ich hatte heute Bedenken, da etwas aufgeregt war. Solch eine Demonstration war schon krass. Mir fehlen fast die Worte.“

Gestüt Ittlingens Slogan machte als Zweiter viel Boden gut, doch Kellahen schaltete nochmal einen Gang höher und war auch von ihm nie zu erreichen. Dreidreiviertel Längen Vorsprung hatte der der Gewinner im Ziel. Die favorisierte Gruppesiegerin Kalifornia Queen verbesserte sich noch auf Rang drei vor dem stets mitmischenden Brian Boru. Die anderen Pferde hatten bald keine Chance mehr.

Sensation durch Arktis

Im anderen Höhepunkt, der Taxi 4 Horses Fillies Trophy (Listenrennen, 12.500 Euro, 2.200 m), gesondert von Günther Schmidts Transport-Unternehmen, galt die von Lennart Hammer-Hansen in Iffezheim für Valentin Burgard trainierte Arktis als größte Außenseiterin, doch die sechsjährige Jukebox Jury-Tochter verblüffte zur Quote von 28,7:1 alle. Mit einer fulminanten Speedleistung stürmte die Schimmelstute noch an der vom Start bis kurz vor dem Ziel führenden Akribie vorbei. 7.000 Euro gab es als Prämie für den sechsten und mit Abstand bedeutendsten Karrieresieg von Arktis, die von Martin Seidl auf den Punkt genau eingesetzt wurde.
„Mein Dank gilt dem Besitzer und Trainer. Ich habe Arktis schon öfter geritten. Das Ziel war immer eine Platzierung in einem Black Type-Rennen. Als wir uns unterwegs auf Platz drei vorgearbeitet hatten, war ich schon happy, ehe sie auf einmal den Turbo zündete“, schilderte Seidl.

Trainer Lennart Hammer-Hansen sagte nach dem größten Erfolg seiner Laufbahn: „Ihre Form aus Baden-Baden war enorm aufgewertet worden, zuletzt waren hier die 1.900 Meter zu kurz gewesen. Martin hat sie super geritten. Wir wollten immer mit ihr in solch einem Rennen platziert sein.“

Liberty London hielt aus dem Vordertreffen immer gut mit und wurde Dritte vor Perfect Pitch und Quita, während von den höher gehandelten Lips Queen, Nathan Mnm und Freedom Rising nie eine Gefahr ausging.

Doppelsieg für Auenquelle

Begonnen hatte der Mammutrenntag mit einem Doppelsieg für das Gestüt Auenquelle in einem 1.600 Meter-Rennen. Hier bekam Daring Light (2,2:1) unter Adrie de Vries mit starker Schlussoffensive unter Adrie de Vries noch Vallee des Fleurs zu fassen. Blue Dream schob sich auf Platz drei vor Queensland. Damit landete der Hoppegartener Trainer Roland Dzubasz nach seinen fünf Treffern am Samstag in Leipzig gleich wieder einen Erfolg. Siegjockey Adrie de Vries über die noch ungeschlagene Daring Light: „Sie hatte den Start etwas verpasst, am Schluss aber noch alles locker geschafft.“

Einen weiteren Auenquelle-Sieg mit Linaria verhinderte die von Friederike Schloms in Hoppegarten trainierte Louna Amica (8,6:1) in einer 1.600 Meter-Prüfung. Souverän hielt die von Andre Best gerittene Stute Linaria und Turftiger ab.

In einem enorm packenden Dreikampf klang der 1.750 Meter-Ausgleich III aus. Mit mächtigem Speed schaffte Jolene (6,7:1) unter Maxim Pecheur noch die Wende gegen den Favoriten Artistico sowie Irida. Siegtrainer Lucien van der Meulen aus den Niederlanden setzte damit seine große Form fort.

Hohe Quote für Frances

Die erste große Überraschung des Tages gab es in einer 2.200 Meter-Konkurrenz. Hier überspurtete Capricorn Studs dreijährige Stute Frances, die noch eine Nennung für den Henkel – Preis der Diana hat, zur Quote von 27,6:1 mit Alexander Pietsch noch Vivienne Wells und Italia. Bei Siegcoach Marcel Weiß aus Mülheim läuft es immer besser. „Sie hatte niemand auf dem Zettel, aber das Debüt hatte die Stute sehr weitergebracht“, analysierte Pietsch.

Bishapur meldet sich zurück

Fünf Pferde trainiert Christian Sprengel in Hannover. Nun durfte er sich wieder einmal über einen Treffer freuen, denn der von ihm betreute Bishapur (11,2:1-Außenseiter) war in der Endphase des 1.300 Meter-Ausgleich II mit Michael Cadeddu das schnellste Pferd. Kilimanjaro und Circuskind sicherten sich die Plätze zwei bzw. drei. Filip Minarik geriet aus dem Sattel von Lumsden, war aber schnell wieder auf den Beinen.

Hochspannung in der „Wetten, dass…?!?“ 2.0 Mega-Viererwette der Woche


In der „Wetten, dass…?!?“ 2.0 Mega-Viererwette der Woche (Ausgleich III, 1.400 m) rettete sich der von Pavel Vovcenko in Bremen-Mahndorf mit Marco Casamento für den Stall Cacique vorbereitete Boy Charlton (7,4:1) hauchdünn vor Star Gypsy ins Ziel. Sir Theodore und Dumas vervollständigten die Viererwette, die 2.856,2:1 Euro bezahlte. Sie wurde 24 mal getroffen (mit insgesamt 12 Euro).

Überraschend war der Ausgang in einer 1.900 Meter-Konkurrenz für dreijährige Pferde. Hier streckte Stall Heymanns Fidelius unter Maxim Pecheur als 26,5:1-Riesenaußenseiter gegen Twilight’s Baby und die Favoritin Iringa am Ende die Nase in Front. Siegtrainer Karl Demme beendet am 31. August seine Karriere.

Der Bahnspezialist Igneo (7,9:1) holte sich für Lokalmatador Hans-Jürgen Gröschel mit Filip Minarik locker ein 2.400 Meter-Handicap vor Miss Tick und Dolasilla.

Nach fast zwei Jahren landete der neunjährige Veteran Amparo (29,4:1) aus dem Stall des Bremers Günter Lentz wieder einen Treffer – in einem 1.600 Meter-Ausgleich IV schnappte er unter Marco Casamento ganz spät noch L‘ Utopie und Alma Mater.

Das i-Tüpfelchen auf ihren Glanztag setzten Trainerin Sarka Schütz und Jockey Andre Best im 1.900 Meter-Ausgleich II: Moon power (9:1), der zuletzt schon in Hoppegarten vorne war, setzte sich aus dem Vordertreffen leicht gegen La Pradera und Luciani durch. „Er hat nur gute Formen gezeigt. Es macht Spaß, solche Pferde zu reiten.“

Für ihr großes Pech in den vorangegangenen Rennen entschädigte sich Stall Erzgebirges Kölner Kimberley, die Gunter Richter in Hoppegarten trainiert, in einem 2.000 Meter-Handicap. Bayarsaikhan Ganbat ließ Ragazza und Royal Roxana nicht mehr an der 2,9:1-Favoritin vorbei.

Im abschließenden 14. Rennen über 2.000 Meter teilte Maxim Pecheur dem 3,3:1-Co-Favoriten So Chivalry alles perfekt ein. Start-Ziel hatte der von Werner Haustein für das Gestüt Aesculap aufgebotene Ex-Derby-Starter gegen Wildfang und Wesenberg keine Mühe.

Murzabayev und Dzubasz dominieren in Leipzig

Quelle: Deutscher Galopp vom 27. Juni 2020

Der mit Spannung erwartete Saisonauftakt am Samstag, 27. Juni, auf der Galopprennbahn in Leipzig umfasste acht Leistungsprüfungen, die ohne Zuschauer ausgetragen wurden. Der Wettumsatz belief sich auf 137.093,89 Euro. Es war ein Mega-Tag für Championjockey Bauyrzhan Murzabayev und den Hoppegartener Trainer Roland Dzubasz, die vier Rennen als Team für sich entschieden. Dzubasz feierte sogar fünf Siege.

Enorm spannend verlief das einleitende Dreijährigen-Rennen, ehe sich die erstmals aufgebotene Görlsdorferin Tansania aus dem Hoppegartener Stall von Roland Dzubasz hauchdünn gegen Key To Success durchsetzte. Victorio hielt weit zurück Platz drei. „Sie wird sich nach diesem Start um einiges verbessern“, erklärte Siegreiterin Sibylle Vogt nach ihrem 16. Saisontreffer über die Sea The Moon-Tochter, die als 1,6:1-Favoritin galt.

Trainer Roland Dzubasz stellte auch im anschließenden 2.000 Meter-Handicap die Siegerin, als die fünfjährige Stute Mademoiselle (3,8:1) mit Bauyrzhan Murzabayev sehr sicher Napston und Arabian Dreamer in Schach hielt. Die Erfolgsform von Bauyrzhan Murzabayev und Roland Dzubasz kannte keine Grenzen, denn durch die 2,1:1-Favoritin Vendetta gab es in einer 2.000 Meter-Prüfung gleich den nächsten Sieg. Die Stute schaffte gegen Kumari und Oseleta beim 14. Start den ersten Erfolg.

Vatenko und Kliff erfreuen die Favoritenwetter

Der Murzabayev-Hattrick und der Dzubasz-Vierer wurde in einem Ausgleich III über die Meile perfekt – durch Peter Schrades Vatenko, der in im reifen Alter von sieben Jahren als 2,8:1-Favorit Start-Ziel vor Lessing und Kool And The Gang nichts anbrennen ließ. Der achte Sieg für den siebenjährigen Wallach, der abgetrockneten Boden bevorzugt, stand schon frühzeitig fest. „Ich wollte eigentlich nicht vorne gehen, aber da kein anderer das Tempo machte, habe ich das selbst übernommen“, schilderte Bauyrzhan Murzabayev die Taktik.

Doch damit noch nicht genug – denn im Ausgleich III über 2.300 Meter baute das Dream Team die Erfolgsbilanz weiter aus: Mit Stall Zasters Kliff (1,8:1-Favorit) wanderte auch dieses Handicap auf ihr Konto. Locker stiefelte der Schimmel an der Innenseite Oscar und Future Hollow davon. Roland Dzubasz kam zum fünften (!) Tagestreffer, was ihm in seiner Laufbahn noch nie zuvor gelungen war, Bauyrzhan Murzabayev zu Erfolg Nummer vier. „Das war heute meine beste Chance“, versicherte der Jockey.

Leipzig ist die Lieblingsbahn von Humita aus dem Halle-Stall von Angelika Glodde. Hier beendete die siebenjährige Stute mit Jockey Michael Cadeddu zur Quote von 7:1 auch eine gut einjährige Durststrecke. In einem 1.600 Meter-Ausgleich IV entwickelte sie gegen Captain Murtek, Top Gun und Jackontherocks die stärksten Reserven. Die Viererwette bezahlte 7.047,5:1 Euro.

Im 1.000 Meter-Ausgleich IV rettete Wladimir Panov mit Vinnie’s Wish für Besitzertrainerin Isabell Kreger aus Staufenberg als 8,3:1-Chance einen knappen Vorsprung gegen die Favoritin Killerbiene und Poet’s Rock ins Ziel.

Auch im abschließenden Handicap über 3.050 Meter gab es eine packende Entscheidung. Hier hielt Bayarsaikhan Ganbat mit Manjolo (5,9:1) Antipolis sowie Loop Love gerade noch in Schach.

Zwei Besitzer pro Starter am 3. Juli in Mannheim zugelassen

Quelle: GaloppOnline vom 26. Juni 2020

 

Am 3. Juli steht auf der Waldrennbahn Mannheim-Seckenheim der nächste Renntag an und auch hier dürfen nun Besitzer auf das Rennbahn-Gelände. Dies teilte der Badische Rennverein am Freitag, 26. Juni, mit. Auch in Mannheim gilt: Zwei Besitzer pro Starter.


Diese müssen sich unter Angabe des Namens des Pferdes und des Trainers per Mail beim Rennverein melden. Die Besitzer bekommen dann eine Zutrittserklärung zugeschickt.

34 Leistungsprüfungen beim Derby-Meeting 2020 geplant

Quelle: GaloppOnline vom 26. Juni 2020

 

Der Ablauf des diesjährigen Derby-Meetings in Hamburg, welches am Freitag, 10. Juli, beginnt wird konkreter. So gab Deutscher Galopp am Freitag, 26. Juni, bekannt, dass man an den drei Renntagen insgesamt 34 Leistungsprüfungen plant. Zehn Rennen am Freitag und jeweils zwölf Rennen am Samstag und Sonntag, so der Plan. Am Freitag zählen die ersten drei Rennen dann zum Programm der PMU (ab 11.45 Uhr). Vorstellbar ist, dass man nach den ersten drei Rennen eine Pause macht und die Veranstaltung dann später am Tag fortsetzen wird.


Darüber hinaus wurde auch bekanntgegeben, dass auch in Horn zwei Besitzer pro Pferd, sowie Mitglieder des Hamburger Rennclubs (HRC) auf die Bahn dürfen. Und auch Wettkassen sollen beim Derby-Meeting, wie zuletzt bereits in Düsseldorf geschehen, geöffnet sein.

Bald wieder Zuschauer in Baden-Württemberg?!?

Quelle: GaloppOnline vom 26. Juni 2020

 

Der Sport in Baden-Württemberg bekommt seine Zuschauer langsam, aber sicher zurück. So dürfen Sportveranstaltungen ab dem 1. Juli von bis zu 250 Menschen besucht werden. Jedoch unter der Auflage, dass "den Teilnehmenden für die gesamte Dauer der Veranstaltung feste Sitzplätze zugewiesen werden müssen und die Veranstaltung einem im Vorhinein festgelegten Programm folgt". Dies ist der neuen Landesverordnung zu entnehmen, die am 1. Juli in Kraft tritt. Ab August dann soll die zulässige Besucherzahl auf 500 verdoppelt werden. Daran wird sich dann bis Ende Oktober nichts mehr ändern.


Diese Neuregelung in Baden-Württemberg war am Freitag, 26. Juni, auch Thema beim regelmäßigen telefonischen Pressegespräch mit Deutscher Galopp. Von Seiten des Dachverbandes hofft man die neue Verordnung auch für den Galopprennsport nutzen zu können, denn immerhin startet am 5. September die Große Woche in Baden-Baden, allerdings mahnte Präsident Dr. Michael Vesper: „Es ist eine Illusion zu glauben, dass im Herbst wieder alles so ist, wie vor Corona. Fälle, wie jetzt in Gütersloh, haben gezeigt, dass man sich nie sicher sein kann.“

Deutscher Galopp: Bilanz für Phase I und Ausblick auf Phase II

Quelle: GaloppOnline vom 18. Juni 2020

 

In einer Pressekonferenz hat Deutscher Galopp am Donnerstag, 18. Juni, noch einmal abschließend Bilanz der Phase I des Neustarts der deutschen Rennen gezogen. 21 Renntage mit 227 Rennen haben zu einem Gesamtumsatz von 7.917.513,44 Euro geführt, 6,7 Millionen davon sind im Inland gewettet worden, der Rest kam von ausländischen Partnern in den deutschen Toto.

Im Schnitt je Rennen war es in Summe ein Umsatz von 34.879 Euro. „Das waren Wochen mit hohen Umsätzen und Erträgen“, sagt Michael Vesper, Präsident von Deutscher Galopp, „unsere internen Umsatzerwartungen, die bei maximal 20.000 Euro je Rennen lagen, sind deutlich übertroffen worden.“ Das sei vor allem auf die Wetten, dass…?!?-Initiative zurückzuführen.

Im Durchschnittsumsatz je Rennen ist Baden-Baden Spitzenreiter der Veranstalter. Die Top 5 sieht wie folgt aus:

Baden-Baden – rund 41.500 Euro
Hoppegarten – rund 32.600 Euro
Dortmund – rund 31.000 Euro
Hannover – rund 30.600 Euro
Köln – rund 30.000 Euro

 

Auch für die Phase II des Neustarts des Rennsports hat sich Deutscher Galopp mit den Buchmachern auf eine Komplett-Vermittlung der Wetten – bis auf Festkurse – in den Toto der Rennbahnen geeinigt.
Das hat Deutscher Galopp-Präsident Michael Vesper mitgeteilt. Im Unterschied zu Phase I wird dies jedoch nicht provisionsfrei geschehen. „Die Provision wird indes um ein Viertel des Üblichen gesenkt“, so Vesper.

4,5 Prozent beträgt diese nun auf Sieg und Platz, 9 Prozent in den übrigen Wettarten. Die kompletten Wetten, dass…?!? 2.0-Umsätze in der Vierer- und der Siegwette bleiben jedoch provisionsfrei. Auch das ist ein Ergebnis der Verhandlungen mit den Bookies. Diese Vereinbarung betrifft die Internet-Buchmacher, wie Geschäftsführer Jan Pommer ausführte, nicht alle stationären Buchmacher mit eigenen Geschäften.

Wie sich diese neue Sachlage auf die Erträge der Rennvereine auswirkt, werden die ersten Renntage zeigen. In internen Berechnungen wird mit einem Durchschnittsumsatz je Rennen von 29.000 Euro kalkuliert. Das ist weniger als die in Phase I erzielten Umsätze, weil die Wetten, dass…?!?-Umsätze in Summe in der 2.0-Variante geringer ausfallen könnten als in der ersten Challenge.

Für die zweite Phase ist laut Präsident Michael Vesper ein Förderprogramm von rund 1 Million Euro aufgelegt worden. Grundsätzlich bleiben die Rennpreise bei 50% des ursprünglichen Betrages, mit folgenden Ausnahmen:

- Derby und Diana mit vollem Rennpreis
- Rennpreise in den PMU-Rennen mindestens 4.000 Euro
- Rennpreise in Rennen für zweijährige und dreijährige Sieglose mindestens 5.100 Euro

Deutscher Galopp optimistisch bei Zuschauerzulassung

Quelle: GaloppOnline vom 18. Juni 2020

 

Obwohl Großveranstaltungen nach einem Beschluss aus den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Länderchefs nun bis Ende Oktober verboten bleiben, bleibt Deutscher Galopp verhalten optimistisch, was die sukzessive Zulassung von Zuschauern zu den Rennen angeht.

„Zunächst einmal ist es so, dass das Verbot von Ende August bis Ende Oktober verlängert wurde“, sagte Deutscher Galopp-Präsident Dr. Michael Vesper am Donnerstag. Nach wie vor sei aber unklar, was eine Großveranstaltung sei. Das sei unglücklich, dass man von Seiten der Politik keine konkrete Definition liefere.

„Es gibt zu dieser Ausweitung des Verbotes aber auch eine gegenläufige Entwicklung zum Beispiel in NRW, dass der Platz, der für eine Person vorgehalten werden muss, von 10 auf 7 Quadratmeter reduziert wurde. Eine Rennbahn könnte aufgrund dieser Vorschrift 3000 bis 4000 Zuschauer zulassen, ohne die Social Distancing-Regeln zu verletzen“, so Vesper.

Es sei nun die Aufgabe von Deutscher Galopp in Zusammenarbeit mit den Veranstaltern und den Behörden, entsprechende Konzepte in Sachen Besucher auszuarbeiten. Anfang Juli nannte Vesper hier als Zeitrahmen der entsprechenden Ausarbeitungen und Gespräche. Das Verbot der Großveranstaltungen bis Ende Oktober bedeute für ihn nicht, dass Baden-Baden zum Beispiel ohne Zuschauer veranstalten müsse. „Das heißt das für mich nicht“, so Vesper explizit. Sprich: es kommt auf die Konzepte und Argumente an.

Jan Pommer sagt zu diesem Thema: „Wir haben gute Argumente an der Hand, Besucher wieder auf die Rennbahnen zu bringen. Wenn der Kölner Zoo offen hat und der Europapark Rust an einem Tatg 8.000 Besucher zulassen darf, sind das gute Beispiele, die uns sicherlich helfen. Rennveranstaltungen haben ein sehr spezielles Gepräge, das ist ja kein Volksfest-Charakter.“ Auf derartige Veranstaltungen bezog sich die Politik in ihrer Argumentation gestern ja in erster Linie.

Es mache, so erneut Michael Vesper, wenig Sinn mit unter 1.000 Zuschauern zu agieren, da in einem solchen Fall aufgrund der so genannten Aufschließkosten der Bahn die Kosten die Einnahmen in den meisten Fällen übersteigen würden. In Sachen der Wiederzulassung der Besucher zu den Rennen beobachtet Deutscher Galopp aktuell, wie es heißt, eine Beobachtung als Präzedenzfall auch für andere Sportarten. „Es werden durchaus Befürchtungen an uns heran getragen, dass mit der Zulassung des Publikums ein solcher Präzedenzfall geschaffen werden könne“, so Michael Vesper.

Beim Neustart der Rennen hatte man vermeiden können, ein solcher Präzedenzfall zu sein. Offenbar steht man nun erneut vor der Aufgabe, die expliziten Besonderheiten des Rennsports und seiner Veranstaltungen herauszustellen.

Botschaft an alle Rennsportangehörigen und Rennsportfans

Michael Vesper. Foto: Sabine Effgen


Quelle: Deutscher Galopp vom 17. Juni 2020

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Rennsportgemeinde, ich schreibe Ihnen in diesen für uns alle sehr schweren Zeiten und hoffe zunächst, dass es Ihnen und Ihren Angehörigen gut geht und dass dies so bleiben möge.

Die Corona-Pandemie hat den gesamten Rennsport schwer getroffen. Er befindet sich in der schwersten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg. Nach zwei Monaten vollständigen Lockdowns finden unsere Rennen jetzt ohne Publikum statt, mit gekürzten Rennpreisen und Zuschüssen. Einnahmemöglichkeiten durch Veranstaltungen brechen weg, Sponsoren können keine Gäste einladen und ziehen sich teilweise zurück.

Freilich gibt es auch Ermutigendes: So waren wir am 7. Mai national und sogar europaweit sportartenübergreifend der erste Verband, der seinen Sport wieder aufnehmen konnte. Die TV-Bilder, die wir seit dem Neustart frei empfangbar produzieren, finden großen Anklang. Medial sind wir so präsent wie seit Jahren nicht mehr. Alle Beteiligten – die Rennvereine, die Besitzer, die Aktiven, auch die rennsportaffinen Medien – haben hier kraftvoll zusammengewirkt. Dafür bin ich sehr dankbar.

In dieser Krise spüren wir ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl. Die Buchmacher vermitteln ausschließlich in den Totalisator und verzichten auf Provisionen. Unsere Rennsportenthusiasten Baumgarten, Schmitt und Sundermann haben die großartige Initiative „Wetten, dass…“ gestartet und dafür viele Mitstreiter gefunden – und sie führen sie jetzt bis zum Jahresende als „Wetten, dass… 2.0“ fort. Dies alles sorgt für die Stärkung unserer aktuell einzigen wesentlichen Ertragsquelle, den Wettumsatz. Das ist ein starkes Signal: Wir lassen unseren Rennsport nicht im Stich. Wann, wenn nicht jetzt müssen wir zusammenhalten?

Finanziell stehen wir mit dem Rücken zur Wand. Denn alle anderen Erträge sind weggefallen. Unsere Zucht, unser Rennsport, die Gestüte, die Arbeitsplätze der Aktiven – das alles ist in großer Gefahr. Nur wenn wir diese Krise gemeinsam meistern, haben wir eine Chance.

Darum müssen wir weiterhin alles dafür tun, uns selbst zu helfen, und ich appelliere ebenso herzlich wie eindringlich an Sie: Wetten Sie, was das Zeug hält! Ermuntern Sie bitte auch Menschen in Ihrem persönlichen Umfeld und Ihrem Netzwerk, sprechen Sie über den Spaß, den die Pferdewette bereitet, und über ihre Bedeutung gerade jetzt. Ich stelle gelegentlich fest, dass einige von uns – auch in unseren Führungsgremien – der Pferdewette mit einer gewissen Zurückhaltung begegnen. Nun ist es an der Zeit, diese Zurückhaltung abzulegen!

Wenn jeder Besitzer, jeder Züchter, jeder in einem Rennverein Engagierte nur 5 oder 10 Euro in jedem Rennen bis zum Jahresende wettet, wird das die Umsätze um einen Millionenbetrag steigern. Ich bitte Sie: Lassen Sie uns gemeinsam für unseren faszinierenden Sport kämpfen und diese Krise zu einer Chance machen. Wir schulden es den Vollblütern, allen Akteuren und uns selbst, für die Zukunft des Rennsports zu streiten – und haben es durch die Wette zu einem gerüttelt Maß selbst in der Hand.

Ich danke Ihnen für Ihre Unterstützung, wünsche Ihnen Hals und Bein und grüße Sie „mit Herzblut für Vollblut“

Ihr
Michael Vesper

Neues, leicht korrigiertes Hygiene-Konzept für die Leistungsprüfungen

Deutscher Galopp hat am Freitag, 5. Juni, ein leicht korrigiertes neues Hygiene-Konzept zur Durchführung von Leistungsprüfungen ohne Zuschauer vor Ort unter Berücksichtigung behördlicher Vorgaben herausgegeben.

 

Hier das komplette Konzept

Große Woche in Baden-Baden und keine Superhandicaps

Quelle: GaloppOnline vom 4. Juni 2020

 

Der Termin der Großen Woche in Iffezheim steht nun final fest. In der Vorstandssitzung von Deutscher Galopp wurde am Mittwoch, 3. Juni, der Beschluss gefasst, dass die Rennwoche zwischen dem 5. September und dem 13. September stattfinden wird. Es kann noch eine Verschiebung unterhalb der Woche geben, die beiden Wochenenden sind gesetzt. Samstag 5. September und Sonntag 6. September sind ebenso fix wie Samstag 12. September und Sonntag 13. September.

Aktuell sind die Wochenrenntage für Mittwoch und Donnerstag vorgesehen, es kann sein dass einer der Tage noch auf den Freitag wandert. Man hofft, dass zur Großen Woche wieder Zuschauer erlaubt sind. „Sicher ist das aber noch nicht“, wie Präsident Michael Vesper am Donnerstag, 4. Juni, sagte, „wie leider so vieles in der Corona-Krise. Es gibt aber gute Signale.“

Großveranstaltungen, angesichts der Zuschauerzahlen zählt die Große Woche wie eigentlich alle Renntage hinzu, sind bis 31. August verboten. Wie es danach weitergehen wird, welche Regelungen die Politik erlässt, ist noch offen.

 

Keine Superhandicaps im Jahr 2020

Die Superhandicaps der Saison 2020 fallen aus. Das hat Deutscher Galopp am Donnerstag, 4. Juni, im Rahmen einer Pressekonferenz auf Nachfrage bestätigt. Die Rennen hätten in Bad Harzburg mit Sponsor ausgetragen werden sollen, aufgrund der Corona-Krise musste die Rennwoche dort abgesagt werden, weil keine Zuschauer zugelassen sind im Juli.

 

Rüdiger Schmanns, Technischer Leiter bei Deutscher Galopp, sagte am Donnerstag: „Hoppegarten und Hannover hatten Interesse signalisiert, die Rennen auszutragen, es war aber am Ende nicht darstellbar und deshalb müssen diese Rennen in diesem Jahr ausfallen.“

Leistungsprüfungen vom 16. Juni bis 30. August

Deutscher Galopp hat die Termine für die Leistungsprüfungen ohne Zuschauer vor Ort vom 16. Juni bis zum 30. August 2020 bekannt gegeben. Weiterhin findet immer nur ein Veranstaltung an einem Tag statt. Das Derby-Meeting in Hamburg ist für den 10. bis 12. Juli mit drei Renntagen terminiert. Das IDEE 151 Deutsche Derby findet am 12. Juli statt.

 

Hier alle Termine

Neue Seminartermine für die Besitzertrainerausbildung

Unter https://www.deutscher-galopp.de/gr/galopprennsport/jobs-im-rennsport/lehrgaenge.php können immer die aktuellen Lehrgangsangebote von Deutscher Galopp eingesehen werden. Dort stehen auch aktuelle neue Termine für Basismodule der Besitzertrainerausbildung. 

 

Weitere Informationen sind dort einzusehen. Die Anmeldeformulare sind dort ebenfalls hinterlegt und können ausgefüllt per E-Mail (bianca.wagner(at)t-online.de) weitergeleitet werden.

 

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