Ein Wochenende mit drei Veranstaltungen aber ohne Volltreffer
In Köln und in Mannheim gab es am Sonntag, 27. September, insgesamt 15 Rennen zu sehen. Zuvor wurden am Samstag, 26. September, in Dresden sieben Prüfungen gestartet. Die in Deutschland lizenzierten Besitzertrainer blieben sowohl in Dresden als auch in den sechs Rennen beim Mannheimer Saisonabschluss und ebenso in Köln sieglos.
Der nächste Renntage in Deutschland findet am Freitag, 2. Oktober, in Honzrath (Sandbahn/mit "Trostpflaster-Aktion") statt. Witer geht es am Samstag, 3. Oktober, in Hoppegarten, am Sonntag, 4. Oktober, in Düsseldorf, am Samstag, 10. Oktober, in Mülheim, am Sonntag, 11. Oktober, in Köln, am Freitag, 16. Oktober, in Baden-Baden, am Samstag, 17. Oktober, in Leipzig, am Sonntag, 18. Oktober, in Baden-Baden, am Samstag, 24. Oktober, in München, am Sonntag, 25. Oktober, in Hannover, am Samstag, 31. Oktober, in Köln, am Sonntag, 1. November, in Halle, am Samstag, 7. November, in München, am Samstag, 14. November, in Krefeld, am Mittwoch, 18. November, in Dresden, am Sonntag, 29. November, in Dortmund (Sandbahn), am Sonntag, 6. Dezember, in Dresden, am Sonntag, 13. Dezember, in Dortmund (Sandbahn), am Sonntag, 20. Dezember, in Dortmund (Sandbahn) und am Samstag, 26. Dezember, in Mülheim.
Alle In- und Auslandssiege der in Deutschland lizenzierten Besitzertrainer im September, August, Juli, Juni, Mai, April, März, Februar und Januar 2026 hier. Alle Treffer in den Jahren 2025, 2024, 2023, 2022, 2021, 2020, 2019 und 2018 sind im Archiv (hier) nachzulesen.
Alle Ergebnisse sind unter www.deutscher-galopp.de zu finden. Dort sind auch alle Renntermine eingestellt.
Überlegener Goliath brilliert im Preis von Europa Start/Ziel
Quelle: Pressemitteilung des Kölner Renn-Vereins vom 27. September 2026
Die Frage nach dem Sieger im 64. Preis von Europa am Sonntag, 27. September, hat der vom französischen Spitzentrainer Francis-Henri Graffard vorbereitete Wallach Goliath eindrucksvoll beantwortet. Unter dem belgischen Weltklassejockey Christophe Soumillon hat der in den Rennfarben des Stalles Ullmann (1,50:1) angetretene Wallach das bedeutendste Kölner Rennen der Saison (Gruppe I, 2.400 Meter, 155.000 Euro Preisgeld) gewonnen. Goliath wurde vom Gestüt Schlenderhan (Bergheim) gezüchtet. Der Wallach steht im Besitz von Resolute Bloodstock und Philipp Baron von Ullmann.
Für das französische-belgische Siegerteam Francis-Henri Graffard und Jockey Christophe Soumillon war es ein überlegener Start-Ziel-Erfolg. Auf den Plätzen zwei und drei endeten der englische Gast Dubai Honour (Tom Marquand) vor dem besten deutschen Vertreter Hochkönig (Leon Wolff). Der Derbysieger von 2025 zeigte die beste Leistung seit seinem Sieg im Blauen Band. 12.000 Besucher erlebten einen stimmungsvollen Höhepunkt der Kölner Turfsaison, der auch als World Pool-Rennen in 27 Länder auf der Welt übertragen wurde. Neun Galopprennen fanden beim größten Renntag des Jahres im Weidenpescher Park statt.
Stimmen zum 64. Mehl-Mülhens-Stiftung – Preis von Europa, Gr.1: Christophe Soumillon, Jockey von Goliath: „Es wollte keiner das Tempo machen, dann sind wir eben nach vorne gegangen. Das Pferd macht einfach große Freude.“ Francis-Henri Graffard, Trainer von Goliath: „Er ist das Maskottchen unseres Stalles. Jeder mag ihn, nicht zuletzt wegen seines Hahnenschritts. Goliath muss das Heft in der Hand halten und frei galoppieren, deshalb ist der Jockey nach vorne gegangen. Er hat weltweite Optionen demnächst.“
Traumeinlauf für den Kölner Trainer Waldemar Hickst bei den Zweijährigen. Im Eröffnungsrennen des Kölner Preis von Europa-Renntages gab es einen überlegenen Erfolg von Nightdance Attack (René Piechulek) vor Stallgefährtin Sylvie (Sibylle Vogt). Der auf der Kölner Heimatbahn trainierte Sieger steht im Besitz des Dortmunders Unternehmers Michael Wachowitz.
Mit Fortuna Diamond (5,80:1) unter Jockey Martin Protti gewann eine Stute aus Frankreich in der Dinger`s Gartencenter Köln – Sprint Trophy, Gruppe 3 über 1.400 Meter. Die für das weltweit agierende Vollblutimperium von Scheich Mohammed Al Maktoum angetretene Night of Thunder-Tochter aus dem Quartier von Trainer Henri-Alex Pantall (Beaupreau) hatte sich Mitte der Zielgeraden in Front gekämpft und gab den einmal errungenen Vorteil nicht mehr ab. Auf den Plätzen folgte der noch schnell werdende Favorit Loucas (René Piechulek) vor Bacarda (Eduardo Pedroza). Für Siegjockey Martin Protti war es gleichzeitig der erste Erfolg in einem europäischen Gruppe-Rennen.
Die Siegerin im Kölner Winterkönigin-Trial heißt Martinet (2,20:1) aus dem englischen Denford-Stud. Mit dem Klassejockey Luke Morris im Sattel gewann die Favoritin im Feld das mit 30.000 Euro dotierte Listenrennen über 1.500 Meter. Trainer von Martinet ist Sir Mark Prescott aus dem englischen Newmarket. Siegreiter Luke Morris resümiert: „Die schnelle Bahn kam uns heute sehr entgegen. Eine feine Stute, die ihren Weg machen wird.“ Zweite und Dritte wurden Gypsy Princess (Leon Wolff) vor Dalmera (Thore Hammer-Hansen) aus dem Weidenpescher Stall von Trainer Henk Grewe.
Philipp Hein, Geschäftsführer des Kölner Renn-Vereins, resumiert: „Der Kölner Renn-Verein ist der Mehl-Mülhens-Stiftung sehr dankbar für die erneute Übernahme des Traditionstitels Preis von Europa. Beim größten Renntag des Jahres wurden unsere Hauptereignisse im Rahmen des WORLD POOLS in 27 Ländern live übertragen und auch die Stimmung auf unserer Galopprennbahn war großartig. Wir freuen uns schon jetzt auf den Preis des Winterfavoriten am 11.Oktober.“
AUSBLICK: Mit dem Preis des Winterfavoriten, Gr 3, steht der nächste Hochkaräter für Sonntag, 11. Oktober, an. Das wichtigste Zweijährigen-Rennen des Landes ist mit 155.000 Euro dotiert und führt über 1.600 Meter. Mit dem großen Saisonfinale am Samstag, 31. Oktober, endet die Kölner Galoppsaison 2026 in Köln – Weidenpesch.
Grünes Licht für den Renntag in Düsseldorf am 4. Oktober
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 23. September 2026
Gute Nachrichten aus Düsseldorf: Nach den umfangreichen Arbeiten am Geläuf und einer erneuten Prüfung durch die Rennbahnprüfungskommission von Deutscher Galopp ist die Düsseldorfer Rennbahn wieder offiziell renntauglich. Auch ein abschließender Probegalopp mit erfahrenen Aktiven verlief erfolgreich. Bei der Begehung am 22. September zeigte sich das Geläuf gegenüber der vorherigen Prüfung deutlich verbessert. Die Rennbahnprüfungskommission stellte ein ebenflächiges Bodenprofil, einen dichten und gut verwurzelten Grasbestand, sowie eine befriedigende Scherfestigkeit fest und bewertete das Geläuf aus fachlicher Sicht als renntauglich.
Zur zusätzlichen Absicherung wurde am Mittwoch ein Probegalopp mit Sibylle Vogt, Nicol Oerleking und Pascal Werning durchgeführt. Begleitet wurde dieser von den Trainern Sascha Smrczek und Marcel Weiß. Der Test verlief zur vollen Zufriedenheit der Beteiligten. Die Reiter berichteten von einem guten und sicheren Gefühl auf dem Geläuf.
Andrea Höngesberg, Geschäftsführerin des Düsseldorfer Reiter- und Rennvereins, erklärt: „Die vergangenen Wochen waren für uns eine große Herausforderung. Umso mehr freuen wir uns, dass sich die intensive Arbeit an der Rennbahn ausgezahlt hat und wir nun wieder eine sichere und renntaugliche Bahn präsentieren können. Mein großer Dank gilt allen Mitarbeitern, Fachleuten und Helfern, die mit enormem Einsatz daran gearbeitet haben, dass wir den Renntag der Landeshauptstadt Düsseldorf mit Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller als Schirmherren am 4. Oktober durchführen können. Sehr dankbar sind wir auch für die positive Resonanz der Aktiven auf den neu ausgeschriebenen Sparkassen-Familien-Cup als Premium-Handicap der Kategorie Agl. II.“
Daniel Krüger, Geschäftsführer von Deutscher Galopp, sagt: „Wir sind sehr froh, dass wir nun zu diesem positiven Ergebnis gekommen sind. Ich möchte mich ausdrücklich bei allen Beteiligten bedanken. Hier haben wirklich alle gemeinsam an einem Strang gezogen - der Düsseldorfer Rennverein, unsere Rennbahnprüfungskommission und ganz besonders auch die Aktiven, die uns bei den Prüfungen und mit dem Testgalopp sehr konstruktiv unterstützt haben. Gerade in einer solchen Situation zeigt sich, wie wichtig eine vertrauensvolle und pragmatische Zusammenarbeit im Sinne der Sicherheit von Pferd und Reiter ist. Das war in Düsseldorf wirklich vorbildlich.“
Damit kann der Düsseldorfer Rennverein seinen Renntag am Sonntag, 4. Oktober, wie vorgesehen durchführen.
QUINTETT wird vorerst aus dem deutschen Wettangebot genommen
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 24. September 2026
Nachdem die QUINTETT-Wette in diesem Jahr erstmals in Deutschland angeboten wurde und mit einem attraktiven Jackpot bei der Ausspielung am Dallmayr-Renntag in München den Höhepunkt erreicht hatte, mussten die deutschen Rennvereine in den vergangenen Wochen feststellen, dass das aktuelle Interesse an der QUINTETT nicht ausreicht, um ein dauerhaft attraktives Wettangebot abzubilden.
Die Veranstalter in Baden-Baden und Köln haben sich daher aktuell gegen eine weitere Ausspielung der QUINTETT entschieden. Gemeinsam mit dem Wettanbieter Wettstar.de, den Rennvereinen und dem Dachverband Deutscher Galopp e.V. wurde deshalb beschlossen, die QUINTETT für das laufende Jahr aus dem Wettangebot zu nehmen. Zu welchem Zeitpunkt ein neuer Versuch gestartet wird, die QUINTETT wieder anzubieten, bleibt zunächst offen.
Noch anstehende Termine der Pre-Race Vet Checks 2026
Im Wochenrennkalender von Deutscher Galopp vom 24. Februar wurden die Pre-Race Vet Check-Termine für die Saison 2026 veröffentlicht. Alle Starter haben sich rechtzeitig an diesen Renntagen vor dem jeweiligen Start beim Pre-Race Vet Check einzufinden. Die Stationen sind während des gesamten Renntags besetzt, sodass eine rechtzeitige Untersuchung aller Teilnehmer gewährleistet ist.
Medizinische Vorbefunde oder Besonderheiten, die für die Untersuchungen wichtig sind, sowie allgemeine Rückfragen können vorab per E-Mail an den Sprecher der Rennleitung, Dr. Philipp Biermann (biermann@deutscher-galopp.de), übermittelt werden.
Die noch stattfindenen Termine:
4. Oktober - Düsseldorf - Dr. Gerd Apel
25. Oktober - Hannover - Dr. Rüdiger Beier
7. November - München - Dr. Michael Zeitelhack
14. November - Krefeld - Dr. Jan Carlos Merkt
6. Dezember - Dresden - Dr. Rüdiger Beier
Alles über die Stute Nastaria in der Turf-Times
In der aktuellen Ausgabe von Turf-Times gibt es ab Seite 6 eine lesenswerte Story über die Kultstute von Besitzertrainerin Anna Schleusner-Fruhriep. Hier klicken: https://www.turf-times.de/newsletter/ausgabe-925-2026-07-24
Pferdeverbände drängen auf schnelle Entlastung bei der GOT
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 15. Juli 2026
Pferdesport Deutschland, Deutscher Galopp e.V. und der Hauptverband für Traberzucht e. V. (HVT) haben bei einem gemeinsamen Gespräch mit Bundesminister Alois Rainer ihre Forderung nach einer kurzfristigen Entlastung von Pferdehaltern, Züchtern und Betrieben bekräftigt. Die drei Verbände traten dabei geschlossen auf und machten deutlich, dass die Auswirkungen der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) die gesamte Pferdebranche zunehmend belasten.
Für die drei Verbände nahmen u.a. die Präsidenten Dr. Michael Vesper (Deutscher Galopp e.V.), Prof. Dr. h.c. Martin H. Richenhagen (Pferdesport Deutschland) und Peter Weihermüller (HVT) sowie der Geschäftsführer von Deutscher Galopp, Daniel Krüger, an dem Gespräch teil. Auf Seiten des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) waren neben Bundesminister Alois Rainer auch Silvia Breher, Parlamentarische Staatssekretärin und Beauftragte der Bundesregierung für Tierschutz, sowie weitere leitende Mitarbeiter des Hauses vertreten.
Die Verbände schilderten in dem Austausch die aktuelle Situation in ihren Bereichen und verwiesen auf die deutlichen Rückgänge hin. Sowohl die Anzahl der Pferde als auch die der pferdesportlichen Veranstaltungen ist stark zurückgegangen. Ebenso die Zahl der registrierten Züchter und Bedeckungen. Die Rückmeldungen der Zuchtverbände aus der laufenden Zuchtsaison fallen deutlich dramatischer als bisher aus. Die Verbände sehen die teilweise extrem angestiegenen Tierarztkosten als wesentlichen Belastungsfaktor für Pferdehalter und Zuchtbetriebe an.
Sofortige Entlastung der Pferdehalter gefordert
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die gemeinsamen Forderungen der drei Verbände. Herr Dr. Vesper erinnerte daran, dass die GOT 2022 entgegen § 12 der Bundes-Tierärzteverordnung ohne Beteiligung der Pferdehalter beschlossen wurde; das dürfe sich nicht wiederholen. Daher nahm er positiv die Bereitschaft von Minister Rainer und der parlamentarischen Staatssekretärin Breher auf, die Seite der Tierhalter zu hören, die von den teilweise dramatisch gestiegenen Gebühren erdrückt werden.
Herr Krüger ergänzt: „Eine vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Tierärztinnen und Tierärzten ist für uns von zentraler Bedeutung. Uns verbindet das gemeinsame Ziel, die bestmögliche Versorgung und das Wohlergehen unserer Pferde sicherzustellen. Deshalb müssen wir die bestehenden Probleme offen ansprechen und gemeinsam eine tragfähige Lösung finden, die sowohl eine verlässliche tierärztliche Versorgung als auch die wirtschaftliche Zukunft der Pferdehaltung gewährleistet. Ich bin froh, dass sich das Bundesministerium dieser wichtigen Fragen nun angenommen hat, und hoffe auf einen konstruktiven Prozess mit zeitnahen Ergebnissen.“
Gemeinsames Mindestziel der drei Pferdeverbände ist die Aufhebung der Verbindlichkeit der GOT 2022. Dies sei kurzfristig umzusetzen, sagte Richenhagen, um eine direkte Entlastung der Pferdehalter schnell zu erreichen. In einem gemeinsamen Schreiben an Bundeslandwirtschaftsminister Rainer hatten die drei Pferdeverbände bereits im April 2026 darauf hingewiesen, dass sich in anderen Branchen Modelle längst bewährt haben, die der Orientierung dienen, ohne dabei verbindlich zu wirken (u.a. bei Architekten, Ingenieuren und Steuerberatern).
Nachdrücklich haben die drei Verbände darauf hingewiesen, dass die laufende Evaluierung nach ihrer Auffassung nicht die Anforderungen an eine ergebnisoffene Überprüfung erfüllt. Denn: Eine wissenschaftlich belastbare Evaluation muss ergebnisoffen prüfen, ob die Ziele der GOT 2022 überhaupt erreicht wurden. In der jetzigen Evaluation fehlen die konkreten Auswirkungen auf Tierhalter und Tierwohl, die aktuell negative Entwicklung der Tierzahlen, die Entwicklung von Behandlungen und Euthanasien, die allgemeine Marktentwicklung sowie die Bedeutung von Arzneimittelumsätzen und Rabattstrukturen. Zu prüfen sind auch kartellrechtliche Fragestellungen aufgrund der zunehmenden Bildung großer Gruppen- bzw. Unternehmensverbünde von Tierarztpraxen und -kliniken.
Darüber hinaus fordern die Verbände:
- die Abschaffung der Hausbesuchsgebühr für Pferde sowie ein Bekenntnis zum Pferd als landwirtschaftliches Nutztier,
- eine transparente Begründungspflicht bei der Anwendung von Mehrfachsätzen,
- größere Gestaltungsspielräume bei der Rechnungsstellung, beispielsweise durch Pauschalen, Rabatte oder Paketpreise
- sowie die gleichwertige Berücksichtigung der Perspektive der Tierhalter im Evaluationsprozess.
Erstmals vertraten Pferdesport Deutschland, Deutscher Galopp und HVT ihre Positionen zur GOT gemeinsam gegenüber dem Bundesminister. Die Verbände machten dabei deutlich, dass Pferdesport, Pferdezucht und Pferderennsport in dieser Frage mit einer Stimme sprechen. Trotz unterschiedlicher Aufgaben und Strukturen vertreten sie gemeinsam die Interessen von Pferdesport, Pferdezucht und Pferderennsport in Deutschland. Ihr gemeinsames Ziel ist eine schnelle, tragfähige Lösung, die sowohl die Zukunft der Pferdehaltung und Pferdezucht als auch eine verlässliche tierärztliche Versorgung sichert.
Die Verbände sehen kurzfristigen Handlungsbedarf, um weitere Rückgänge in Pferdehaltung und Pferdezucht zu verhindern. „Tierärzteschaft und Pferdesektor sind aufeinander angewiesen. Unser Ziel ist eine schnelle Rückkehr zu einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit im Interesse aller Beteiligten, insbesondere aber der Pferde“, betonten Pferdesport Deutschland, Deutscher Galopp und HVT gemeinsam. Bundeslandwirtschaftsminister Rainer teilte gegenüber den Verbänden mit, dass zunächst die Ergebnisse aus der laufenden Evaluierung abgewartet werden müssen, bevor das BMLEH weitere Schritte in Angriff nehmen wird. Das Ministerium rechnet mit den Ergebnissen im Oktober 2026.
TurfMatch startete in Iffezheim: Impuls für Rennpferdebesitz in Deutschland
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 5. Juni 2026
Der deutsche Galopprennsport setzt ein starkes Zeichen für die Zukunft: Am Samstag, 6. Juni, fällt in Iffezheim der offizielle Startschuss für TurfMatch – ein neues, gemeinschaftlich getragenes Besitzerprojekt, das den Zugang zum Rennpferdebesitz deutlich vereinfachen und neue Zielgruppen für den Sport begeistern soll. Mit TurfMatch entsteht erstmals eine zentrale Anlaufstelle für Menschen, die sich für den Besitz oder die Beteiligung an Rennpferden interessieren – ganz gleich, ob sie erste Erfahrungen in einem Galoppclub sammeln, sich an einem Syndikat beteiligen oder direkt ein eigenes Rennpferd erwerben möchten.
Der Besitz eines Rennpferdes gehört zu den emotionalsten Formen, den Galopprennsport zu erleben. Der Moment, wenn das eigene Pferd in den Führring kommt, die Spannung vor dem Start, die Atmosphäre auf der Rennbahn und die besondere Verbindung zu Trainer, Jockey und Pferd – all das macht Rennpferdebesitz einzigartig. Gleichzeitig war der Einstieg für Interessierte bislang nicht immer leicht zugänglich. Genau hier setzt TurfMatch an: Das Projekt soll informieren, Orientierung geben, Kontakte herstellen und Hemmschwellen abbauen. Im Mittelpunkt steht die neue digitale Plattform TurfMatch.de, die von der Figge+Schuster AG entwickelt wurde. Sie dient als moderner Marktplatz und Vermittlungsportal für unterschiedliche Formen des Rennpferdebesitzes – von Beteiligungsmodellen über Syndikate bis hin zum direkten Kauf eines Rennpferdes.
Digitaler Marktplatz trifft persönliche Ansprache
TurfMatch verbindet die Möglichkeiten einer digitalen Plattform mit persönlicher Beratung vor Ort. Interessierte sollen nicht allein durch Angebote klicken, sondern aktiv begleitet werden – verständlich, transparent und nah am Sport. Künftig werden Promotion-Teams an ausgewählten Renntagen auf den Rennbahnen präsent sein. Sie stehen Besuchern als persönliche Ansprechpartner zur Verfügung, erklären die verschiedenen Wege in den Rennpferdebesitz und vermitteln den Kontakt zu passenden Angeboten, Trainern, Clubs oder Syndikaten. Damit wird TurfMatch nicht nur zu einer Website, sondern zu einer echten Brücke zwischen Rennbahnbesuchern, Pferdebegeisterten, Neueinsteigern und den Aktiven des Sports.
Getragen wird TurfMatch von einer breiten Kooperation zentraler Institutionen des deutschen Galopprennsports: Deutscher Galopp e.V., Baden-Badener Auktionsgesellschaft (BBAG) e.V., Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e.V. und der Betriebsgesellschaft der Galopp-Rennvereine mbH (BGG). Die Federführung liegt bei der Baden-Badener Auktionsgesellschaft (BBAG) e.V.. Gemeinsam verfolgen die Partner das Ziel, die Basis des Rennpferdebesitzes in Deutschland zu verbreitern und den Sport für neue Zielgruppen sichtbarer, verständlicher und attraktiver zu machen. „Rennpferdebesitz ist eine der faszinierendsten Möglichkeiten, unseren Sport wirklich zu erleben. Mit TurfMatch wollen wir den Einstieg erleichtern, neue Menschen für den Galopprennsport gewinnen und zeigen, dass es heute viele unterschiedliche Wege gibt, Teil dieser besonderen Welt zu werden“, heißt es aus dem Kreis der Projektpartner.
Der Start in Iffezheim ist bewusst gewählt. Die Rennbahn Baden-Baden/Iffezheim zählt zu den traditionsreichsten und bedeutendsten Standorten des deutschen Galopprennsports. Hier treffen sportliche Klasse, internationale Strahlkraft, Auktionen, Besitzer, Züchter, Trainer und Publikum in besonderer Weise zusammen. Damit bietet Iffezheim den idealen Rahmen, um ein Projekt vorzustellen, das Tradition und Zukunft miteinander verbinden soll. TurfMatch versteht sich als langfristige Initiative. Ziel ist es, den Rennpferdebesitz in Deutschland moderner zu kommunizieren, neue Beteiligungsformen sichtbarer zu machen und Menschen einzuladen, den Galopprennsport nicht nur als Zuschauer, sondern als aktive Mitgestalter zu erleben. Denn der Besitz eines Rennpferdes muss nicht unerreichbar sein. Ob als Teil einer Gemeinschaft, in einem Syndikat oder als eigener Besitzer: TurfMatch soll zeigen, wie vielfältig und zugänglich der Weg in diesen Sport sein kann. Mit dem Start am Samstag in Iffezheim beginnt damit ein neues Kapitel für die Besitzergewinnung im deutschen Galopprennsport.
Weitere Informationen unter www.TurfMatch.de
Reitanlage M+M von Michelle Carolin Barthel in Bebra
Michelle Carolin Barthel, seit 2023 nach bestandener Prüfung zur Besitzertrainerin Mitglied im Verein Deutscher Besitzertrainer, hat sich mit einer Reitanlage (M+M) in nordhessischen Bebra selbstständig gemacht. Dort bietet sie für Rennpferde folgendes an:
- Einreiten und Grundausbilden als Vorbereitung auf den Rennstall
- nach der Karriere auf der Rennbahn je nach Talent zu Spring-, Dressur-, Freizeit- und/oder Vielseitigkeitspfer umtrainieren
- Unterstützung beim Verkauf dieser Pferde und die neuen Besitzer ausführlich über die Pferde beraten
- als Winterquartier mit dressurmäßiger Arbeit
- zum Auskurieren von Verletzungen mit Wiederaufbau
- Einspringen von Rennpferden für Hindernisrennen
Michelle Carolin Barthel: "Unsere Anlage bietet eine Reithalle, wo wir witterungsunabhängig reiten können, einen Außenreitplatz, welcher auch im Winter bereitbar ist, ein Roundpen zum Longieren, eine Führmaschine mit neuem Sand. Im Sommer stehen den Pferden Koppeln und im Winter Paddocks zum Ausgleich zur Verfügung."
Michelle Carolin Barthel hat mit sechs Jahren mit dem Reiten angefangen und mit zehn Jahren ihr erstes Pony selber eingeritten. Im Springreiten war sie bei Turnieren bis Klasse M aktiv und ist auch in Italien und Österreich an den Start gegangen. "Mit 23 Jahren habe ich meinen Bachelor in Betriebswirtschaftslehre gemacht und bin danach im Rennstall als angestellte Arbeitsreiterin bei Markus Klug, Andreas Suborics, Marco Angermann, Pavel Vovcenko sowie Marco Klein in Mannheim aktiv gewesen. Zwischenzeitlich habe ich zudem bei Lehrgänge bei Peter Schiergen, Henk Grewe, Carmen Bocskai und Fabian Xaver Weißmeier geritten", so Michelle Carolin Barthel,
Weitere Informationen sind auf ihrer Internetseite https://www.reitanlagemm.de oder hier zu finden. Persönlich kann Michelle Carolin Barthel unter der Telefonnummer +491755704505 oder per E-Mail michelle_carolin@t-online.de kontaktiert werden.
Haftpflichtversicherung der Startpferde wird überprüft
Quelle: Wochenrennkalender von Deutscher Galopp vom 2. September 2025
Aufbauend auf die Mail vom 15. April 2025, kontrolliert Deutscher Galopp ab sofort stichprobenartig das Vorliegen einer gültigen Haftpflichtversicherung der startenden Pferde. Die Trainer werden gebeten, einen entsprechenden Nachweis der Besitzer auf Abruf zügig vorlegen zu können.
Formular für Ständestartprüfung vor dem 1. Lebensstart
Die Renntechnik von Deutscher Galopp teilt mit:
Gemäß Änderung der RO-Nr. 421 sowie Nr. 25 der Besonderen Bestimmungen ist es jedem Trainer gestattet, die Ständestartprüfung vor dem 1. Lebensstart eines jeden Pferdes nunmehr selbst abzunehmen und mithilfe eines Protokolls im Original im Pferdepass zu hinterlegen sowie in Kopie an Deutscher Galopp zu senden. Das Protokoll muss zum Start des Pferdes vorliegen.
Der Vordruck kann auf der Website von Deutscher Galopp unter „Formulare“ heruntergeladen werden oder ist auch hier zu finden. Sollten noch Rückfragen auftreten, ist Anne Horny (horny@deutscher-galopp) gern jederzeit erreichbar.
Auf der Homepage von Deutscher Galopp: Galoppsport-Transparent
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 29. Oktober 2024
Der Galopprennsport ist faszinierend und zieht jedes Jahr hunderttausende Fans auf die Rennbahnen in Deutschland. Trotzdem kursieren häufig Missverständnisse und unbegründete Vorurteile, die ein verzerrtes Bild des Sports zeichnen. Dabei steht das Wohl der Pferde – ob auf der Rennbahn, im Trainingsstall oder auf dem Gestüt – immer an erster Stelle. Mit der neuen, vom Dachverband des deutschen Galopprennsports ins Leben gerufenen Website „Galoppsport-Transparent.de“ (Galopprennsport: Fakten statt Bedenken) gibt es jetzt eine Anlaufstelle, die sich gezielt mit Vorwürfen und Kritikpunkten auseinandersetzt. Die Plattform soll Diskussionen auf eine fundierte Basis stellen und setzt dabei auf wissenschaftliche Fakten und klar belegbare Zahlen.
Zu einigen der häufigsten Kritikpunkte im Galoppsport gibt die Website detaillierte Antworten: Welche Rolle spielt die Peitsche bei Pferderennen? Ist Galoppsport ein Privileg für wenige? Was passiert mit den Pferden nach ihrer Rennkarriere, und wie finden Vollblüter auch in anderen Reitsportarten Verwendung? Zusätzlich werden Themen wie Unfallrisiken, Haltungsbedingungen und weitere Fragestellungen beleuchtet.
„Mit Galoppsport-Transparent.de setzen wir ein klares Zeichen für Offenheit und Transparenz und schaffen eine fundierte Basis für sachliche Auseinandersetzungen. Als Dachverband engagieren wir uns seit jeher dafür, dass Pferderennen in Deutschland so sicher wie möglich für Pferde und Reiterinnen und Reiter ablaufen. Wir laden alle Interessierten ein, sich anhand wissenschaftlicher Fakten ein eigenes Bild des Galopprennsports zu machen“, so Daniel Krüger, Geschäftsführer von Deutscher Galopp e.V, und ergänzt: „Ein besonderer Dank gilt Frau Dr. Monica Venner, unsere unabhängige Beauftragte für Tierschutzfragen. Durch ihre Expertise konnten die behandelten Themen auch aus veterinärmedizinischer Perspektive eingeordnet werden.“
Weitere Anliegen oder Anmerkungen, die bisher nicht thematisiert wurden, können über Galoppsport-Transparent.de per Video, Audio oder Text direkt an Deutscher Galopp gesendet werden. Ziel ist es, mit Vorurteilen gegenüber dem Galopprennsport aufzuräumen und den Sport verständlicher und transparenter zu machen.
Schutz und Förderung des Kulturguts Vollblut
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 23. Oktober 2023
Der Dachverband Deutscher Galopp e.V. hat eine Stiftung ins Leben gerufen. Die neugegründete Stiftung Deutscher Galopp soll mithilfe finanzieller Zuwendungen die wirtschaftliche Zukunft der Vollblutzucht und des Galopprennsports garantieren. Alle in die Stiftung eingebrachten Investitionen kommen in voller Höhe der Förderung und Weiterentwicklung des deutschen Galopprennsports zugute.
Die Stiftung Deutscher Galopp fokussiert sich auf fünf Förderschwerpunkte und Tätigkeitsfelder:
Förderung des Kulturguts Vollblut und seiner wirtschaftlichen Grundlagen
Erhalt und Förderung von Zucht- und Leistungsprüfungen
Tierwohl sowie Sicherheit für Mensch und Pferd
Veterinärmedizinische Forschung
Nachwuchsförderung und Weiterbildung
Durch verschiedenen Stiftungs- und Spendenmodelle können alle finanziellen Unterstützungen, unabhängig vom Umfang der Spende, aktiv zur Verwirklichung der Stiftungsziele und somit in den deutschen Galopprennsport eingebracht werden. „Wir freuen uns über jeden Einzelnen, der unser Engagement hinsichtlich Integrität, Tierwohl und nachhaltiger Werte unterstützt“, sagt Daniel Krüger, Geschäftsführer Deutscher Galopp. „Gleichzeitig bedanken wir uns für das uns erwiesene Vertrauen, die eingebrachten Vermögen sicher und gewinnbringend für den gemeinnützigen Zweck zu verwalten.“
Die deutsche Vollblutzucht genießt durch große Erfolge in den bedeutendsten Rennen der Welt – wie dem Prix de l‘ Arc de Triomphe in Frankreich, den King George VI and Queen Elizabeth Stakes in England, dem Melbourne Cup in Australien oder dem Breeders‘ Cup in den USA – international eine große Anerkennung. Ziel der Stiftung ist es, Erfolgsgeschichten wie die von Acatenango, Lando, Danedream, Torquator Tasso, Shirocco, Novellist oder Protectionist mit vereinten Kräften noch lange fortzuschreiben.
Weitere Informationen oder Rückfragen zur Stiftung Deutscher Galopp unter: Tel. 0221–749816, E-Mail: stiftung@deutscher-galopp.de
Formular "Beanstandungen im Gastboxenbereich"
Aus gegebenen Anlass rät der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer seinen aktiven Mitgliedern, zu jedem Renntag das Formular "Beanstandungen im Gastboxenbereich" (hier herunterladen) mitzuführen. Alle Beanstandungen sollten mit diesem Formular unverzüglich der Rennleitung mitgeteilt werden.