Nastaria soll Titel im Stockholm Cup International verteidigen
Quelle: GaloppOnline vom 16. September 2026
Es ist genau ein Jahr her, da kam die von Anna Schleusner-Fruhriep trainierte Nastaria auf der Rennbahn Bro Park nach zahlreichen Listensiegen zu ihrem ersten Treffer auf Gruppe-Niveau. Mit Jozef Bojko im Sattel gewann die Outstrip-Tochter den Stockholm Cup International, ein mit einer Million Schwedischen Kronen (ca.88.000 Euro) dotiertes Gruppe III-Rennen über 2400 Meter. Am Sonntag, 20. September, tritt die Siebenjährige nun zur Titelverteidigung an, wie bei ihrem damaligen Sieg wird Jozef Bojko ihr Jockey sein. Acht Gegner stellen sich der Vorjahressiegerin in den Weg, darunter mit Jane Chapple-Hyams Claymore und dem Schweden Espen Hill auch der Zweite, bzw. Dritte aus dem vergangenen Jahr.
Nastaria ist am Sonntag in Bro Park allerdings nicht die einzige Starterin aus dem Stall von Anna Schleusner-Fruhriep, denn die Trainerin aus Marlow bietet dort noch Wilddieb und Night Sky auf. Wilddieb, der wie Nastaria von Jozef Bojko geritten wird, ist einer von sechs Startern im Tattersalls Nickes Minneslöp, einem 1600 Meter-Listenrennen auf der Sandbahn, das mit 550.000 Kronen dotiert ist. Night Sky kommt in einem mit 78.000 Kronen dotierten 2100 Meter-Handicap, das als Amateurrennen ausgeschrieben ist, an den Start. Reiterin ist hier Matilde Klöve.
Auktionsrennen am Sonntag, 20. September, in Dortmund und Hannover
Quelle: Pressemitteilung der Baden-Badener Auktionsgesellschaft (BBAG) vom 17. September 2026
Sowohl Dortmund als auch Hannover rücken am Sonntag, 20. September, ins Blickfeld der lukrativen BBAG Auktionsrennen. Es geht jeweils um 52.000 Euro Preisgeld, 25.000 Euro für das Siegerteam. Zuerst sind auf der Galopprennbahn in Dortmund-Wambel am St. Leger-Tag die Zweijährigen gefragt: Zehn Stuten treten im Johanna und Hugo Körver Gedächtnisrennen an. Die Distanz beträgt 1.400 m. Obgleich noch nie gelaufen, wird die Counterattack-Tochter Nouveaute des Gestüts Karlshof mit viel Vertrauen ihr Lebensdebüt geben. Ihr Trainer Henk Grewe hat mit Belle Jument (Rubaiyat) noch ein Eisen im Feuer, sie war zuletzt Vierte im sechsstellig dotierten Auktionsrennen in Iffezheim.
Zwei Gäste kommen an den Start: Die von Philippe Decoux in Frankreich vorbereite Vallaria (Soldier Hollow) debütiert ebenfalls. Mist At Dawn (Inns of Court) reist mit dreifacher Rennerfahrung aus Dänemark an. Ihre Trainerin Veronika Jandova hat vor einer Woche in Köln mit Killian für einen Überraschungserfolg im BBAG Auktionsrennen gesorgt.
Gut eine Stunde nach Dortmund sind in Hannover die Dreijährigen an der Reihe: Ein Dutzend stellt sich im Großer Preis der Privatbank ODDO BHF über 1.750 m. Auch hier steht ein Grewe-Schützling in der Favoritenrolle: Der Best Solution-Sohn Voitton wäre nach drei zweiten Plätzen in Folge, darunter in zwei Auktionsrennen, für einen Sieg überfällig. Im Vorjahr hat er das Auktionsrennen in Köln gewonnen. Mit Bapp (Millowitsch) kommt aber starke Konkurrenz aus dem eigenen Stall, auch der dritte Grewe-Starter Charleston (Gleneagles) ist nicht zu unterschätzen. Zum Favoritenkreis zählen zudem noch der konstante Waladares (Gleneagles) von Sarah Steinberg und die Stute Fast Angel (Anodin), die Waldemar Hickst zuletzt drei Mal auf Listenebene einsetzte.
Seit Dienstag ist der Katalog der zweitägigen Auktion im Rahmen des Sales & Racing Festivals online. Einzusehen ist das Angebot von 249 Vollblütern auf der Website der BBAG www.bbag-sales.de.
10.000 Wettstars on top zum WETTSTAR.de - 142. Deutsches St. Leger
Quelle: Pressemitteilung von WETTSTAR vom 17. September 2026
Es ist ein großer Langstrecken-Contest, der früher sogar als Klassiker galt: Das WETTSTAR.de - 142. Deutsches St. Leger (Gruppe III, 55.000 Euro, 2.800 m) am Sonntag, 20. September, auf der Galopprennbahn in Dortmund wird erneut vom bedeutendsten Vermittler von Pferdewetten in Deutschland gesponsert. Viel Ausdauer wird auf der weiten Distanz verlangt, wenn der Nachfolger des Engländers Caballo de Mar gesucht wird.
Zu diesem besonderen Anlass präsentiert WETTSTAR eine Sonder-Aktion: Wer 3 Sieger am Sonntag, 20. September, in Dortmund trifft, erhält 10.000 Wettstars on top! Bei WETTSTAR werden alle Kunden für ihre Treue belohnt – bei jeder Wettabgabe gibt es automatisch Wettstars! Wer genügend Wettstars auf dem Konto hat, kann diese in exklusive Sachpreise oder hochwertige Erlebnisse im Shop eintauschen. Zusätzlich können Sie auch ihre Wettstars in Wettguthaben umwandeln. Mehr Infos und die Teilnahmebedingungen zur Aktion unter: https://www.wettstar-pferdewetten.de/news?bonusaction
Vor Ort:: WETTSTAR-Wettschule: Am Sonntag, 20. September, ist die WETTSTAR-Wettschule DIE Anlaufstelle für alle Besucher auf der Rennbahn in Dortmund. Hier gibt es die verschiedensten Infos rund ums Wetten im Pferdesport. Neueinsteiger erhalten kompakte Informationen rund um Pferdewetten sowie Unterstützung bei Registrierung und Wettabgabe.
Beim Afterwork-Renntag in München am 14. September ohne Treffer
Sechs Prüfungen gab es beim Afterwork-Renntag am Montag, 14. September, in München. Nach zuletzt je zwei Treffern in Köln und in Magdeburg blieben die in Deutschland lizenzierten Besitzertrainer in der bayerischen Metropole ohne vollen Erfolg.
Der nächste Renntag in Deutschland findet am Samstag, 19. September, in Hoppegarten statt. Weiter geht es am Sonntag, 20. September, in Dortmund, in Hannover und in Billigheim, am Samstag, 26. September, in Dresden, am Sonntag, 27. September, in Mannheim und in Köln, am Freitag, 2. Oktober, in Honzrath (mit "Trostpflaster-Aktion"), am Samstag, 3. Oktober, in Hoppegarten, am Sonntag, 4. Oktober, in Düsseldorf, am Samstag, 10. Oktober, in Mülheim, am Sonntag, 11. Oktober, in Köln, am Freitag, 16. Oktober, in Baden-Baden, am Samstag, 17. Oktober, in Leipzig, am Sonntag, 18. Oktober, in Baden-Baden, am Samstag, 24. Oktober, in München, am Sonntag, 25. Oktober, in Hannover sowie am Samstag, 31. Oktober, in Köln.
Alle In- und Auslandssiege der in Deutschland lizenzierten Besitzertrainer im September, August, Juli, Juni, Mai, April, März, Februar und Januar 2026 hier. Alle Treffer in den Jahren 2025, 2024, 2023, 2022, 2021, 2020, 2019 und 2018 sind im Archiv (hier) nachzulesen.
Alle Ergebnisse sind unter www.deutscher-galopp.de zu finden. Dort sind auch alle Renntermine eingestellt.
Doppelte Heimsiege für Glanz und Hillis
Quelle: Pressemitteilung des Münchener Rennvereins vom 15. September 2026
Der schon traditionelle Wiesn-Renntag in Zusammenarbeit mit Lotto Bayern auf der Galopprennbahn in München-Riem hat sich zumindest für zwei Trainer vor Ort besonders gelohnt: Werner Glanz und John David Hillis, beide seit vielen Jahren eine feste Größe in der Riemer Trainingszentrale, landeten am Montag, 14. September, gleich je zwei Heimsiege. Gleich zum Auftakt des After-Work-Renntags gewann Hillis mit der zweijährigen Stute Rock my Ice für SARL Plersch Breeding den Preis der MIG-Fonds über 1.300 m. Championjockey Thore Hammer-Hansen wartete mit seinem Angriff an der Innenseite und verwies die favorisierten Davia (Gestüt Röttgen) und Great Again (Gestüt Schlenderhan) auf die Plätze. „Die Stute ist super geschult und ich konnte mich lange führen lassen“, so der Siegreiter, der seinen dritten Championatstitel in Folge anstrebt. Mit der bereits siebenjährigen Djariya holte sich Hillis im Preis der Faschingsgesellschaft Hollaria Augsburg noch einen Ausgleich IV über 1.500 m – nach einem packenden Finish gegen den Gast aus Tschechien, Recssio. Im Sattel der Siegerin saß Amateur Swen Straßmeier. Die Siegpreise überreichte das Prinzenpaar der Hollaria in großer Gala-Garderobe – ein sehr farbiges Highlight des Renntags.
Prall gefüllt war das Siegerpodium nach dem Lotto Bayern Grand Prix, einem Ausgleich III über 2.000 m. Denn es siegte die von Werner Glanz für den Galopp Club Süddeutschland trainierte fünfjährige Stute Venezia. Jockey Hammer-Hansen hatte wenig Mühe: „Sie ist ein bisschen speziell, aber ich habe sie inzwischen so oft geritten, dass ich gut mit ihr klarkomme.“ Der in München groß gewordene Martin Seidl sorgte dann mit der vierjährigen Pepperfly für den zweiten Ausgleich-III-Sieg für Glanz an diesem Abend, dieses Mal über 2.400 m im Bayernlos-Preis. Auch hier gab es 4.000 Euro für den Sieg.
Zwei der insgesamt sechs Galopprennen des Tages gingen an Gästetrainer, wobei Gerald Geisler quasi einen Heimvorteil hat. Bevor er 2010 nach Iffezheim bei Baden-Baden wechselte, war er fünf Jahre in Riem tätig. Seitdem kommt er regelmäßig nach München und ist auch immer wieder erfolgreich. Am Montag gewann er mit dem siebenjährigen Santino Corleone den Preis der Glücksspirale, einen Ausgleich IV über 2.000 m. Zugelassen waren nur Amateurreiter, und der amtierende Champion, Kevin Braye, servierte dem Wallach im Besitz von Godfather Racing das ideale Rennen. „Der weiche Boden war perfekt für ihn“, so Braye. „Mein Dank geht an den Trainer. Eigentlich wollte er hier nicht laufen, aber er hat es für mich getan.“
Das vielleicht beste Pferd des Tages war im Preis der Bayerischen Spielbanken zu sehen. Im Sieglosen-Rennen für Dreijährige über 1.600 m gewann die Schimmelstute Chista ganz souverän für Darius Racing und den Münchener Rennvereins-Präsidenten Michael Motschmann. „Die Stute war einfach ein bisschen besser als die anderen“, sagte Jockey Michael Abik, der von der Spitze aus nichts anbrennen ließ. Trainiert wird Chista in Köln von Waldemar Hickst.
Neben sechs Galopprennen stand auch ein Trabrennen auf dem Programm. Nach einem Rennen durch äußere Spuren siegte Stall Wieserhofs Valesco (C. Schwarz) knapp vor dem hartnäckig attackierenden Victory Ares (C. Fischer) und der sehr starken Fortalezza DB (M. Dinzinger). Siegfahrer Christoph Schwarz hob den großen Willen des siegreichen Pferdes hervor, der auch nach aufwändigen Rennverläufen nicht aufsteckt.
Die vom Münchener Rennverein angebotenen V4- und V7-Wetten wurden erfolgreich gespielt. Bei der V7, bei der es galt, die Sieger der sechs Galopprennen – und des Trabrennens zum Abschluss – richtig zu tippen, betrug die Quote 4.166,67 Euro bei einem Grundeinsatz von 5 Cent. Bei der V4 waren es 1.250 Euro bei einem Grundeinsatz von einem Euro.
Der nächste Renntag in Riem steht am Samstag, 24. Oktober, auf dem Programm. Highlight der Karte wird dann der Isfahan – Münchner Herbst-Preis, ein Listenrennen über 1.300 m sein.
Düsseldorf: Grünes Licht für Renntag am 4. Oktober, 30.000 Euro-Handicap!
Quelle: GaloppOnline vom 14. September 2026
Gute Kunde kommt aus Düsseldorf: dem Renntag am Sonntag, 4. Oktober, steht nichts mehr im Wege. Andrea Höngesberg, Geschäftsführerin des Düsseldorfer Reiter- und Rennvereins: „Das Geläuf wird zu diesem Termin wieder hergerichtet sein. Wir danken auch den in Düsseldorf ansässigen Trainern und Besitzern für ihr Verständnis, die für Grasgalopps nun einige Wochen auf andere Standorte ausweichen mussten.“
Aufgrund des abgesagten Sparkassen-Familientags am 23. August 2026 haben Rennverein, Deutscher Galopp und die Stadtsparkasse nach einem passenden Ersatz für den 40. Großen Sparkassen-Familien-Cup gesucht. Andrea Höngesberg: „Zunächst wurde die Verschiebung eines Listenrennens angedacht. Davon hat man nach Rücksprache mit den Trainern Abstand genommen. Wir freuen uns nun sehr, dass wir die Stadtsparkasse Düsseldorf die Idee eines besonderen Premium-Handicaps begeistern und so diese Preisgelder für den deutschen Rennsport erhalten konnten. Mit 30.000 Euro Dotierung ist dieser Ausgleich II über 1400 Meter das höchstdotierte Rennen des Jahres in dieser Klasse und zieht hoffentlich, trotz der Kurzfristigkeit, viele Starter zum Düsseldorfer Saisonabschluss am 4. Oktober.“
Hier geht’s zur Ausschreibung des Rennens: https://www.deutscher-galopp.de/gr/renntage/rennen.php?id=1370460&d=20261004&s=A
Tripadvisor schließt Pferderennen aus, Englands Rennsport fassunglos
Quelle: GaloppOnline vom 15. September 2026
Wer gerne reist und etwas erleben möchte, hat sicher schon einmal die Webseite „Tripadvisor“ benutzt. Hier kann man nach Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Erlebnissen suchen, eingeschlossen Pferderennbahnen, bisher zumindest. Wer in den letzten Wochen auf Tripadvisor nach Rennbahnen gesucht hat, wurde mit der folgenden Meldung konfrontiert: „Dieses Unternehmen erfüllt derzeit nicht die Tierschutzrichtlinie von Tripadvisor.“
Weiter heißt es: „Tripadvisor erlaubt keinen Ticketverkauf über seine Plattform für bestimmte Erlebnisse und erzielt keine Buchungsumsätze aus solchen, bei denen domestizierte Tiere einem erhöhten Verletzungs- oder Todesrisiko ausgesetzt sind, um des Sports oder der Unterhaltung willen. Das bedeutet, Tripadvisor ermöglicht keine Buchungen für Erlebnisse, die Tierrennen beinhalten, wie beispielsweise die meisten Hunde-, Pferde- und Kamelrennen oder Veranstaltungen im Rodeo-Stil, bei denen die Art der Aktivität typischerweise diese Risiken mit sich bringt.“
Laut Recherche von Thoroughbred Daily News, gibt es die Richtlinie schon seit einigen Jahren, allerdings wurden Pferderennen erst Anfang dieses Monats ausgeschlossen. Dies gilt für Rennbahnen weltweit, somit sind auch die deutschen Galopp- und Trabrennbahnen betroffen. Die Entscheidung von Tripadvisor, wurde auch von der British Horseracing Authority als „überraschend und beunruhigend“ bezeichnet. Die BHA hat das Unternehmen schriftlich aufgefordert, diese Einstufung zu überdenken.
In einem Bericht der Racing Post sagte James Given, Direktor für Pferderegulierung, Sicherheit und Tierschutz bei der BHA, dass dieser Schritt „weder die tatsächliche Funktionsweise des britischen Rennsports noch die Sicherheits- und Tierschutzstandards widerspiegele, auf denen dieser Sport basiert“.Given erklärte außerdem, der britische Rennsport arbeite transparent, wobei Informationen zum Tierschutz auf der Plattform HorsePWR veröffentlicht würden, und dass „das Risiko für Pferde, die auf Rennbahnen laufen, durchweg gering ist und der Sport ständig daran arbeitet, vermeidbare Risiken weiter zu reduzieren“. Er fügte hinzu: „Die Millionen von Menschen, die jedes Jahr den britischen Rennsport genießen, tun dies in dem Wissen, dass der Sport auf strengen Standards basiert, die von lizenzierten Fachleuten umgesetzt und durch eine unabhängig überprüfte Tierschutzaufsicht gewährleistet werden.“
Interessant ist die Reaktion der World Horse Welfare (WHW), die als unabhängiger Berater der BHA fungiert und sich für den verantwortungsvollen Einsatz von Pferden im Sport einsetzt. Sie erklärte, Tripadvisor „habe bei diesem Vorgehen auf seinen Markt gehört“. Sowohl die Racecourse Association (RCA) als auch das Horse Welfare Board (HWB) erklärten, Tripadvisor solle seine Einstufung von Rennbahnen überdenken, wobei die HWB-Vorsitzende Baroness Batters erklärte, die Einstufung sei „irreführend und werde den jahrzehntelangen Investitionen, der wissenschaftlichen Forschung und der unabhängigen Aufsicht, die dem Wohlergehen der Pferde im britischen Rennsport zugrunde liegen, nicht gerecht“. Sie fügte hinzu: „Rennpferde werden für den Rennsport gezüchtet, und meine Erfahrungen in diesem Sport haben mir eindeutig gezeigt, dass die 20.000 Pferde, die jedes Jahr an Rennen teilnehmen, ihr ganzes Leben lang hervorragend versorgt werden – was sich auch in der Sicherheitsbilanz des Sports widerspiegelt. Die öffentliche Bewertung des Rennsports muss auf Fakten beruhen, nicht auf Vermutungen, und wir fordern Tripadvisor nachdrücklich auf, diese Entscheidung zu überdenken.“
Wie die Racing Post recherchiert hat, können aber sehr wohl Eintrittskarten für eine Führung sowie für den Zugang zur Stierkampfarena und zum Stierkampfmuseum erworben werden und die Stierkampfarena „Las Ventas“ in Madrid, die sich selbst als „Spaniens größte Stierkampfarena“ bezeichnet, erfüllt laut Webseite von Tripadvisor die Tierschutzrichtlinien.
Auf Anfragen der Racing Post oder auch Thorougbred Daily News hat Tripadvisor bisher nicht reagiert.
Westminster und Liska beenden Zusammenarbeit einvernehmlich
Quelle: GaloppOnline vom 14. September 2026
Die Westminster Stud GmbH und Jockey David Liska gehen getrennte Wege. Das teilte Westminster am Montagvormittag mit. Im Oktober 2025 wurde Liska, der zuvor bei Bohumil Nedorostek tätig war, Nachfolger von Adrie de Vries als Westminster-Stalljockey. „Westminster Race Horses und Jockey David Liska (26) haben sich einvernehmlich dazu entschlossen, ihre Zusammenarbeit zu beenden. Liska war die Saison 2026 bis Ende August als Jockey für den Rennstall im Einsatz und feierte in dieser Zeit zahlreiche gemeinsame Siege – darunter besonders erfolgreiche Auftritte mit Westminster Rocket und Lady Evi. Beide Seiten blicken auf eine erfolgreiche und vertrauensvolle Partnerschaft zurück und bedanken sich für die gemeinsame Zeit“, heißt es hierzu in einer Pressemitteilung.
Marian Ziburske, Founder und Owner der Westminster Group, sagte: „Wir danken David Liska von Herzen für sein außergewöhnliches Engagement und seine Professionalität in dieser Saison. Er hat unsere Pferde mit großem Können und viel Leidenschaft geritten, und wir wünschen ihm für seinen weiteren Weg alles erdenklich Gute.”
„Die Saison 2026 mit Westminster Race Horses war für mich eine besondere Zeit. Ich wünsche dem gesamten Team weiterhin viel Erfolg. Es war mir eine Ehre, mit einem solchen Team zusammenzuarbeiten, auch wenn es nicht so lange war, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich habe mich entschieden, aufgrund erheblicher Schwierigkeiten mit meinem Gewicht eine Pause von meiner Karriere als Jockey zu nehmen. Ich möchte mich zudem beim gesamten Westminster-Team für die Fürsorge und die große Unterstützung bedanken, die man mir entgegengebracht hat“, wird David Liska in der Pressemittelung zitiert.
Neue Sparmaßnahmen im französischen Galopprennsport im Gespräch
Quelle: GaloppOnline vom 12. September 2026
Im Zuge umfangreicher Sparmaßnahmen könnten sich in der französischen Rennbahnlandschaft deutliche Veränderungen ergeben. Besonders interessant aus deutscher Sicht sind die Pläne für Nancy und Straßburg. Beide Bahnen sind regelmäßig Ziele deutscher Trainer. Künftig sollen sich die Rennbahnen jeweils auf eine Sparte konzentrieren.
Nancy soll nach den Vorschlägen einer von France Galop eingesetzten Task Force verstärkt auf den Hindernissport ausgerichtet werden, das berichtete zunächst die Racing Post. Straßburg würde sich dagegen zu einer spezialisierten Flachrennbahn entwickeln. Die bisherigen Renntermine und Prüfungen sollen entsprechend zwischen den beiden Standorten verlagert werden. Gemischte Renntage mit Flach-, Hindernis- oder Trabrennen sollen deutlich reduziert werden.
Hintergrund sind die vergleichsweise hohen Kosten solcher Veranstaltungen. Verschiedene Gruppen von Trainern, Reitern und Stallpersonal müssen anreisen, zudem müssen die Geläufeverantwortlichen mehrere Bahnen für die unterschiedlichen Sparten vorbereiten. Durch die Spezialisierung sollen diese Ausgaben sinken. Für deutsche Quartiere könnte Straßburg dadurch als nahe gelegenes Ziel für Flachpferde noch stärker in den Mittelpunkt rücken.
Deutlich schwerwiegender fallen die Pläne für vier andere Rennbahnen aus. In Saint-Malo, Amiens, Les Sables-d’Olonne und Tarbes könnten die Galopprennen komplett eingestellt werden. France Galop verfolgt das Ziel, den französischen Rennsport bis 2029 finanziell wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Erste Untersuchungen hatten Einsparmöglichkeiten in Höhe von 29,8 Millionen Euro ergeben. Nach weiteren Beratungen in den regionalen und fachbezogenen Gremien soll Ende September über die Vorschläge entschieden werden. Eine Umsetzung wäre bereits ab Januar möglich.
Strafe für Pablo Werder: 3.500 Euro wegen falscher Erlaubnis
Quelle: GaloppOnline vom 10. September 2026
Rennreiter Pablo Werder ist vom Deutscher Galopp-Ordnungsausschuss wegen eines Verstoßes gegen die Rennordnung zu einer Geldbuße von 3.500 Euro verurteilt worden. Das ist dem aktuellen Wochenrennkalender zu entnehmen. Werder hatte im August 2025 bei insgesamt elf Ritten in Deutschland eine Gewichtserlaubnis von drei Kilogramm in Anspruch genommen, obwohl ihm nach seinem 31. Sieg nur noch eine Erlaubnis von zwei Kilogramm zustand. Außerdem muss der Schweizer die Kosten des Verfahrens tragen.
Seit dem Abschluss seiner Ausbildung im Sommer 2023 ist Werder als Rennreiter tätig. Schwerpunktmäßig reitet er in der Schweiz, kam aber auch in Deutschland und Frankreich zum Einsatz. Bis Ende Juli 2025 hatte er insgesamt 31 Rennen gewonnen, davon 25 in der Schweiz, fünf in Deutschland und eines in Frankreich. Während die Gewichtserlaubnis in der Schweiz bereits ab dem 20. Sieg von drei auf zwei Kilogramm sinkt, erfolgt diese Reduzierung nach der deutschen Rennordnung nach dem 30. Erfolg.
Bei den elf Ritten im August meldeten die jeweiligen Trainer nach den Feststellungen des Ordnungsausschusses in Unkenntnis des tatsächlichen Siegstandes eine Erlaubnis von drei Kilogramm an. Werder wäre verpflichtet gewesen, spätestens bis zur Starterangabe eine aktuelle Siegbescheinigung seines Lizenzlandes vorzulegen und über seine korrekte Siegzahl zu informieren. Dieser Verpflichtung sei er nicht nachgekommen. Auch die vom Schweizer Verband übersandte Clearance enthielt seine im Ausland erzielten Siege nicht. Aufgefallen war die Unstimmigkeit erst im Nachhinein. Bei späteren Starterangaben hatten zwei verschiedene Trainer unterschiedliche Gewichtserlaubnisse für Werder gemeldet, woraufhin eine eingehende Überprüfung vorgenommen wurde.
Aus den betreffenden elf Ritten erzielte Werder unter Berücksichtigung von Gewinnprozenten und Reitgeldern laut Entscheidung einen finanziellen Vorteil von 2.336,80 Euro. Die Geldbuße setzt sich aus einem sanktionsrechtlichen Teil von 1.200 Euro und der auf 2.300 Euro abgerundeten Abschöpfung dieses Betrages zusammen. Zu seinen Gunsten wertete der Ausschuss, dass er bislang nicht einschlägig aufgefallen war, sich in seinen schriftlichen Stellungnahmen reuig zeigte und bei den Beteiligten entschuldigte. Werder selbst war zur mündlichen Verhandlung am 18. Juni 2026 nicht erschienen.
Noch anstehende Termine der Pre-Race Vet Checks 2026
Im Wochenrennkalender von Deutscher Galopp vom 24. Februar wurden die Pre-Race Vet Check-Termine für die Saison 2026 veröffentlicht. Alle Starter haben sich rechtzeitig an diesen Renntagen vor dem jeweiligen Start beim Pre-Race Vet Check einzufinden. Die Stationen sind während des gesamten Renntags besetzt, sodass eine rechtzeitige Untersuchung aller Teilnehmer gewährleistet ist.
Medizinische Vorbefunde oder Besonderheiten, die für die Untersuchungen wichtig sind, sowie allgemeine Rückfragen können vorab per E-Mail an den Sprecher der Rennleitung, Dr. Philipp Biermann (biermann@deutscher-galopp.de), übermittelt werden.
Die noch stattfindenen Termine:
20. September - Dortmund - Dr. Gerd Apel
27. September - Köln - Dr. Gerd Apel
4. Oktober - Düsseldorf - Dr. Gerd Apel
25. Oktober - Hannover - Dr. Rüdiger Beier
7. November - München - Dr. Michael Zeitelhack
14. November - Krefeld - Dr. Jan Carlos Merkt
6. Dezember - Dresden - Dr. Rüdiger Beier
Kühlventilatoren auf den Rennbahnen
Quelle: Pressemitteilung der Wettstar GmbH & BGG - Betriebsgesellschaft der Galopprennvereine mbH vom 6. August 2026
Wettstar und die BGG – Betriebsgesellschaft der Galopprennvereine – fördern die Anschaffung von Kühlventilatoren auf den Rennbahnen in Köln, Düsseldorf, Hannover, Berlin-Hoppegarten, Baden-Baden, Hamburg und München. Aufgrund der zunehmend warmen Witterungsbedingungen ist der Einsatz von Kühlvorrichtungen für die Pferde nach dem Einsatz im sportlichen Wettkampf sehr wichtig geworden, um den Tieren auch künftig akzeptable Bedingungen für die Teilnahme am Renngeschehen zu bieten. Ein wesentlicher Bestandteil des vom Verband Deutscher Galopp eingeführten Standards für den Umgang mit großer Hitze ist neben der Verschiebung oder Absage von Veranstaltungen auch die Einrichtung von Kühlquellen für die Tiere.
Die BGG und Wettstar haben sich daher entschieden, für die größten Rennveranstalter des Landes – die zusammen etwas mehr als 50 % der deutschen Rennveranstaltungen ausrichten – Wasserventilatoren der Firma Duralock zu beschaffen. Jedem der sieben Rennvereine werden zwei Geräte zur Verfügung gestellt. Die Ventilatoren arbeiten sehr effizient und kühlen dank ihres großen Wirkradius Flächen zwischen 50 und 100 m².
Die Rennvereine sind angehalten, die Ventilatoren bei Bedarf auch Veranstaltern in der Nachbarschaft zur Verfügung zu stellen, damit im Falle von hohen Temperaturen, alle Veranstalter guten Bedingungen für Mensch und Tier gewährleisten können.
Alles über die Stute Nastaria in der Turf-Times
In der aktuellen Ausgabe von Turf-Times gibt es ab Seite 6 eine lesenswerte Story über die Kultstute von Besitzertrainerin Anna Schleusner-Fruhriep. Hier klicken: https://www.turf-times.de/newsletter/ausgabe-925-2026-07-24
Pferdeverbände drängen auf schnelle Entlastung bei der GOT
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 15. Juli 2026
Pferdesport Deutschland, Deutscher Galopp e.V. und der Hauptverband für Traberzucht e. V. (HVT) haben bei einem gemeinsamen Gespräch mit Bundesminister Alois Rainer ihre Forderung nach einer kurzfristigen Entlastung von Pferdehaltern, Züchtern und Betrieben bekräftigt. Die drei Verbände traten dabei geschlossen auf und machten deutlich, dass die Auswirkungen der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) die gesamte Pferdebranche zunehmend belasten.
Für die drei Verbände nahmen u.a. die Präsidenten Dr. Michael Vesper (Deutscher Galopp e.V.), Prof. Dr. h.c. Martin H. Richenhagen (Pferdesport Deutschland) und Peter Weihermüller (HVT) sowie der Geschäftsführer von Deutscher Galopp, Daniel Krüger, an dem Gespräch teil. Auf Seiten des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) waren neben Bundesminister Alois Rainer auch Silvia Breher, Parlamentarische Staatssekretärin und Beauftragte der Bundesregierung für Tierschutz, sowie weitere leitende Mitarbeiter des Hauses vertreten.
Die Verbände schilderten in dem Austausch die aktuelle Situation in ihren Bereichen und verwiesen auf die deutlichen Rückgänge hin. Sowohl die Anzahl der Pferde als auch die der pferdesportlichen Veranstaltungen ist stark zurückgegangen. Ebenso die Zahl der registrierten Züchter und Bedeckungen. Die Rückmeldungen der Zuchtverbände aus der laufenden Zuchtsaison fallen deutlich dramatischer als bisher aus. Die Verbände sehen die teilweise extrem angestiegenen Tierarztkosten als wesentlichen Belastungsfaktor für Pferdehalter und Zuchtbetriebe an.
Sofortige Entlastung der Pferdehalter gefordert
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die gemeinsamen Forderungen der drei Verbände. Herr Dr. Vesper erinnerte daran, dass die GOT 2022 entgegen § 12 der Bundes-Tierärzteverordnung ohne Beteiligung der Pferdehalter beschlossen wurde; das dürfe sich nicht wiederholen. Daher nahm er positiv die Bereitschaft von Minister Rainer und der parlamentarischen Staatssekretärin Breher auf, die Seite der Tierhalter zu hören, die von den teilweise dramatisch gestiegenen Gebühren erdrückt werden.
Herr Krüger ergänzt: „Eine vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Tierärztinnen und Tierärzten ist für uns von zentraler Bedeutung. Uns verbindet das gemeinsame Ziel, die bestmögliche Versorgung und das Wohlergehen unserer Pferde sicherzustellen. Deshalb müssen wir die bestehenden Probleme offen ansprechen und gemeinsam eine tragfähige Lösung finden, die sowohl eine verlässliche tierärztliche Versorgung als auch die wirtschaftliche Zukunft der Pferdehaltung gewährleistet. Ich bin froh, dass sich das Bundesministerium dieser wichtigen Fragen nun angenommen hat, und hoffe auf einen konstruktiven Prozess mit zeitnahen Ergebnissen.“
Gemeinsames Mindestziel der drei Pferdeverbände ist die Aufhebung der Verbindlichkeit der GOT 2022. Dies sei kurzfristig umzusetzen, sagte Richenhagen, um eine direkte Entlastung der Pferdehalter schnell zu erreichen. In einem gemeinsamen Schreiben an Bundeslandwirtschaftsminister Rainer hatten die drei Pferdeverbände bereits im April 2026 darauf hingewiesen, dass sich in anderen Branchen Modelle längst bewährt haben, die der Orientierung dienen, ohne dabei verbindlich zu wirken (u.a. bei Architekten, Ingenieuren und Steuerberatern).
Nachdrücklich haben die drei Verbände darauf hingewiesen, dass die laufende Evaluierung nach ihrer Auffassung nicht die Anforderungen an eine ergebnisoffene Überprüfung erfüllt. Denn: Eine wissenschaftlich belastbare Evaluation muss ergebnisoffen prüfen, ob die Ziele der GOT 2022 überhaupt erreicht wurden. In der jetzigen Evaluation fehlen die konkreten Auswirkungen auf Tierhalter und Tierwohl, die aktuell negative Entwicklung der Tierzahlen, die Entwicklung von Behandlungen und Euthanasien, die allgemeine Marktentwicklung sowie die Bedeutung von Arzneimittelumsätzen und Rabattstrukturen. Zu prüfen sind auch kartellrechtliche Fragestellungen aufgrund der zunehmenden Bildung großer Gruppen- bzw. Unternehmensverbünde von Tierarztpraxen und -kliniken.
Darüber hinaus fordern die Verbände:
- die Abschaffung der Hausbesuchsgebühr für Pferde sowie ein Bekenntnis zum Pferd als landwirtschaftliches Nutztier,
- eine transparente Begründungspflicht bei der Anwendung von Mehrfachsätzen,
- größere Gestaltungsspielräume bei der Rechnungsstellung, beispielsweise durch Pauschalen, Rabatte oder Paketpreise
- sowie die gleichwertige Berücksichtigung der Perspektive der Tierhalter im Evaluationsprozess.
Erstmals vertraten Pferdesport Deutschland, Deutscher Galopp und HVT ihre Positionen zur GOT gemeinsam gegenüber dem Bundesminister. Die Verbände machten dabei deutlich, dass Pferdesport, Pferdezucht und Pferderennsport in dieser Frage mit einer Stimme sprechen. Trotz unterschiedlicher Aufgaben und Strukturen vertreten sie gemeinsam die Interessen von Pferdesport, Pferdezucht und Pferderennsport in Deutschland. Ihr gemeinsames Ziel ist eine schnelle, tragfähige Lösung, die sowohl die Zukunft der Pferdehaltung und Pferdezucht als auch eine verlässliche tierärztliche Versorgung sichert.
Die Verbände sehen kurzfristigen Handlungsbedarf, um weitere Rückgänge in Pferdehaltung und Pferdezucht zu verhindern. „Tierärzteschaft und Pferdesektor sind aufeinander angewiesen. Unser Ziel ist eine schnelle Rückkehr zu einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit im Interesse aller Beteiligten, insbesondere aber der Pferde“, betonten Pferdesport Deutschland, Deutscher Galopp und HVT gemeinsam. Bundeslandwirtschaftsminister Rainer teilte gegenüber den Verbänden mit, dass zunächst die Ergebnisse aus der laufenden Evaluierung abgewartet werden müssen, bevor das BMLEH weitere Schritte in Angriff nehmen wird. Das Ministerium rechnet mit den Ergebnissen im Oktober 2026.
TurfMatch startete in Iffezheim: Impuls für Rennpferdebesitz in Deutschland
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 5. Juni 2026
Der deutsche Galopprennsport setzt ein starkes Zeichen für die Zukunft: Am Samstag, 6. Juni, fällt in Iffezheim der offizielle Startschuss für TurfMatch – ein neues, gemeinschaftlich getragenes Besitzerprojekt, das den Zugang zum Rennpferdebesitz deutlich vereinfachen und neue Zielgruppen für den Sport begeistern soll. Mit TurfMatch entsteht erstmals eine zentrale Anlaufstelle für Menschen, die sich für den Besitz oder die Beteiligung an Rennpferden interessieren – ganz gleich, ob sie erste Erfahrungen in einem Galoppclub sammeln, sich an einem Syndikat beteiligen oder direkt ein eigenes Rennpferd erwerben möchten.
Der Besitz eines Rennpferdes gehört zu den emotionalsten Formen, den Galopprennsport zu erleben. Der Moment, wenn das eigene Pferd in den Führring kommt, die Spannung vor dem Start, die Atmosphäre auf der Rennbahn und die besondere Verbindung zu Trainer, Jockey und Pferd – all das macht Rennpferdebesitz einzigartig. Gleichzeitig war der Einstieg für Interessierte bislang nicht immer leicht zugänglich. Genau hier setzt TurfMatch an: Das Projekt soll informieren, Orientierung geben, Kontakte herstellen und Hemmschwellen abbauen. Im Mittelpunkt steht die neue digitale Plattform TurfMatch.de, die von der Figge+Schuster AG entwickelt wurde. Sie dient als moderner Marktplatz und Vermittlungsportal für unterschiedliche Formen des Rennpferdebesitzes – von Beteiligungsmodellen über Syndikate bis hin zum direkten Kauf eines Rennpferdes.
Digitaler Marktplatz trifft persönliche Ansprache
TurfMatch verbindet die Möglichkeiten einer digitalen Plattform mit persönlicher Beratung vor Ort. Interessierte sollen nicht allein durch Angebote klicken, sondern aktiv begleitet werden – verständlich, transparent und nah am Sport. Künftig werden Promotion-Teams an ausgewählten Renntagen auf den Rennbahnen präsent sein. Sie stehen Besuchern als persönliche Ansprechpartner zur Verfügung, erklären die verschiedenen Wege in den Rennpferdebesitz und vermitteln den Kontakt zu passenden Angeboten, Trainern, Clubs oder Syndikaten. Damit wird TurfMatch nicht nur zu einer Website, sondern zu einer echten Brücke zwischen Rennbahnbesuchern, Pferdebegeisterten, Neueinsteigern und den Aktiven des Sports.
Getragen wird TurfMatch von einer breiten Kooperation zentraler Institutionen des deutschen Galopprennsports: Deutscher Galopp e.V., Baden-Badener Auktionsgesellschaft (BBAG) e.V., Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e.V. und der Betriebsgesellschaft der Galopp-Rennvereine mbH (BGG). Die Federführung liegt bei der Baden-Badener Auktionsgesellschaft (BBAG) e.V.. Gemeinsam verfolgen die Partner das Ziel, die Basis des Rennpferdebesitzes in Deutschland zu verbreitern und den Sport für neue Zielgruppen sichtbarer, verständlicher und attraktiver zu machen. „Rennpferdebesitz ist eine der faszinierendsten Möglichkeiten, unseren Sport wirklich zu erleben. Mit TurfMatch wollen wir den Einstieg erleichtern, neue Menschen für den Galopprennsport gewinnen und zeigen, dass es heute viele unterschiedliche Wege gibt, Teil dieser besonderen Welt zu werden“, heißt es aus dem Kreis der Projektpartner.
Der Start in Iffezheim ist bewusst gewählt. Die Rennbahn Baden-Baden/Iffezheim zählt zu den traditionsreichsten und bedeutendsten Standorten des deutschen Galopprennsports. Hier treffen sportliche Klasse, internationale Strahlkraft, Auktionen, Besitzer, Züchter, Trainer und Publikum in besonderer Weise zusammen. Damit bietet Iffezheim den idealen Rahmen, um ein Projekt vorzustellen, das Tradition und Zukunft miteinander verbinden soll. TurfMatch versteht sich als langfristige Initiative. Ziel ist es, den Rennpferdebesitz in Deutschland moderner zu kommunizieren, neue Beteiligungsformen sichtbarer zu machen und Menschen einzuladen, den Galopprennsport nicht nur als Zuschauer, sondern als aktive Mitgestalter zu erleben. Denn der Besitz eines Rennpferdes muss nicht unerreichbar sein. Ob als Teil einer Gemeinschaft, in einem Syndikat oder als eigener Besitzer: TurfMatch soll zeigen, wie vielfältig und zugänglich der Weg in diesen Sport sein kann. Mit dem Start am Samstag in Iffezheim beginnt damit ein neues Kapitel für die Besitzergewinnung im deutschen Galopprennsport.
Weitere Informationen unter www.TurfMatch.de
Reitanlage M+M von Michelle Carolin Barthel in Bebra
Michelle Carolin Barthel, seit 2023 nach bestandener Prüfung zur Besitzertrainerin Mitglied im Verein Deutscher Besitzertrainer, hat sich mit einer Reitanlage (M+M) in nordhessischen Bebra selbstständig gemacht. Dort bietet sie für Rennpferde folgendes an:
- Einreiten und Grundausbilden als Vorbereitung auf den Rennstall
- nach der Karriere auf der Rennbahn je nach Talent zu Spring-, Dressur-, Freizeit- und/oder Vielseitigkeitspfer umtrainieren
- Unterstützung beim Verkauf dieser Pferde und die neuen Besitzer ausführlich über die Pferde beraten
- als Winterquartier mit dressurmäßiger Arbeit
- zum Auskurieren von Verletzungen mit Wiederaufbau
- Einspringen von Rennpferden für Hindernisrennen
Michelle Carolin Barthel: "Unsere Anlage bietet eine Reithalle, wo wir witterungsunabhängig reiten können, einen Außenreitplatz, welcher auch im Winter bereitbar ist, ein Roundpen zum Longieren, eine Führmaschine mit neuem Sand. Im Sommer stehen den Pferden Koppeln und im Winter Paddocks zum Ausgleich zur Verfügung."
Michelle Carolin Barthel hat mit sechs Jahren mit dem Reiten angefangen und mit zehn Jahren ihr erstes Pony selber eingeritten. Im Springreiten war sie bei Turnieren bis Klasse M aktiv und ist auch in Italien und Österreich an den Start gegangen. "Mit 23 Jahren habe ich meinen Bachelor in Betriebswirtschaftslehre gemacht und bin danach im Rennstall als angestellte Arbeitsreiterin bei Markus Klug, Andreas Suborics, Marco Angermann, Pavel Vovcenko sowie Marco Klein in Mannheim aktiv gewesen. Zwischenzeitlich habe ich zudem bei Lehrgänge bei Peter Schiergen, Henk Grewe, Carmen Bocskai und Fabian Xaver Weißmeier geritten", so Michelle Carolin Barthel,
Weitere Informationen sind auf ihrer Internetseite https://www.reitanlagemm.de oder hier zu finden. Persönlich kann Michelle Carolin Barthel unter der Telefonnummer +491755704505 oder per E-Mail michelle_carolin@t-online.de kontaktiert werden.
Haftpflichtversicherung der Startpferde wird überprüft
Quelle: Wochenrennkalender von Deutscher Galopp vom 2. September 2025
Aufbauend auf die Mail vom 15. April 2025, kontrolliert Deutscher Galopp ab sofort stichprobenartig das Vorliegen einer gültigen Haftpflichtversicherung der startenden Pferde. Die Trainer werden gebeten, einen entsprechenden Nachweis der Besitzer auf Abruf zügig vorlegen zu können.
Formular für Ständestartprüfung vor dem 1. Lebensstart
Die Renntechnik von Deutscher Galopp teilt mit:
Gemäß Änderung der RO-Nr. 421 sowie Nr. 25 der Besonderen Bestimmungen ist es jedem Trainer gestattet, die Ständestartprüfung vor dem 1. Lebensstart eines jeden Pferdes nunmehr selbst abzunehmen und mithilfe eines Protokolls im Original im Pferdepass zu hinterlegen sowie in Kopie an Deutscher Galopp zu senden. Das Protokoll muss zum Start des Pferdes vorliegen.
Der Vordruck kann auf der Website von Deutscher Galopp unter „Formulare“ heruntergeladen werden oder ist auch hier zu finden. Sollten noch Rückfragen auftreten, ist Anne Horny (horny@deutscher-galopp) gern jederzeit erreichbar.
Auf der Homepage von Deutscher Galopp: Galoppsport-Transparent
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 29. Oktober 2024
Der Galopprennsport ist faszinierend und zieht jedes Jahr hunderttausende Fans auf die Rennbahnen in Deutschland. Trotzdem kursieren häufig Missverständnisse und unbegründete Vorurteile, die ein verzerrtes Bild des Sports zeichnen. Dabei steht das Wohl der Pferde – ob auf der Rennbahn, im Trainingsstall oder auf dem Gestüt – immer an erster Stelle. Mit der neuen, vom Dachverband des deutschen Galopprennsports ins Leben gerufenen Website „Galoppsport-Transparent.de“ (Galopprennsport: Fakten statt Bedenken) gibt es jetzt eine Anlaufstelle, die sich gezielt mit Vorwürfen und Kritikpunkten auseinandersetzt. Die Plattform soll Diskussionen auf eine fundierte Basis stellen und setzt dabei auf wissenschaftliche Fakten und klar belegbare Zahlen.
Zu einigen der häufigsten Kritikpunkte im Galoppsport gibt die Website detaillierte Antworten: Welche Rolle spielt die Peitsche bei Pferderennen? Ist Galoppsport ein Privileg für wenige? Was passiert mit den Pferden nach ihrer Rennkarriere, und wie finden Vollblüter auch in anderen Reitsportarten Verwendung? Zusätzlich werden Themen wie Unfallrisiken, Haltungsbedingungen und weitere Fragestellungen beleuchtet.
„Mit Galoppsport-Transparent.de setzen wir ein klares Zeichen für Offenheit und Transparenz und schaffen eine fundierte Basis für sachliche Auseinandersetzungen. Als Dachverband engagieren wir uns seit jeher dafür, dass Pferderennen in Deutschland so sicher wie möglich für Pferde und Reiterinnen und Reiter ablaufen. Wir laden alle Interessierten ein, sich anhand wissenschaftlicher Fakten ein eigenes Bild des Galopprennsports zu machen“, so Daniel Krüger, Geschäftsführer von Deutscher Galopp e.V, und ergänzt: „Ein besonderer Dank gilt Frau Dr. Monica Venner, unsere unabhängige Beauftragte für Tierschutzfragen. Durch ihre Expertise konnten die behandelten Themen auch aus veterinärmedizinischer Perspektive eingeordnet werden.“
Weitere Anliegen oder Anmerkungen, die bisher nicht thematisiert wurden, können über Galoppsport-Transparent.de per Video, Audio oder Text direkt an Deutscher Galopp gesendet werden. Ziel ist es, mit Vorurteilen gegenüber dem Galopprennsport aufzuräumen und den Sport verständlicher und transparenter zu machen.
Schutz und Förderung des Kulturguts Vollblut
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 23. Oktober 2023
Der Dachverband Deutscher Galopp e.V. hat eine Stiftung ins Leben gerufen. Die neugegründete Stiftung Deutscher Galopp soll mithilfe finanzieller Zuwendungen die wirtschaftliche Zukunft der Vollblutzucht und des Galopprennsports garantieren. Alle in die Stiftung eingebrachten Investitionen kommen in voller Höhe der Förderung und Weiterentwicklung des deutschen Galopprennsports zugute.
Die Stiftung Deutscher Galopp fokussiert sich auf fünf Förderschwerpunkte und Tätigkeitsfelder:
Förderung des Kulturguts Vollblut und seiner wirtschaftlichen Grundlagen
Erhalt und Förderung von Zucht- und Leistungsprüfungen
Tierwohl sowie Sicherheit für Mensch und Pferd
Veterinärmedizinische Forschung
Nachwuchsförderung und Weiterbildung
Durch verschiedenen Stiftungs- und Spendenmodelle können alle finanziellen Unterstützungen, unabhängig vom Umfang der Spende, aktiv zur Verwirklichung der Stiftungsziele und somit in den deutschen Galopprennsport eingebracht werden. „Wir freuen uns über jeden Einzelnen, der unser Engagement hinsichtlich Integrität, Tierwohl und nachhaltiger Werte unterstützt“, sagt Daniel Krüger, Geschäftsführer Deutscher Galopp. „Gleichzeitig bedanken wir uns für das uns erwiesene Vertrauen, die eingebrachten Vermögen sicher und gewinnbringend für den gemeinnützigen Zweck zu verwalten.“
Die deutsche Vollblutzucht genießt durch große Erfolge in den bedeutendsten Rennen der Welt – wie dem Prix de l‘ Arc de Triomphe in Frankreich, den King George VI and Queen Elizabeth Stakes in England, dem Melbourne Cup in Australien oder dem Breeders‘ Cup in den USA – international eine große Anerkennung. Ziel der Stiftung ist es, Erfolgsgeschichten wie die von Acatenango, Lando, Danedream, Torquator Tasso, Shirocco, Novellist oder Protectionist mit vereinten Kräften noch lange fortzuschreiben.
Weitere Informationen oder Rückfragen zur Stiftung Deutscher Galopp unter: Tel. 0221–749816, E-Mail: stiftung@deutscher-galopp.de
Formular "Beanstandungen im Gastboxenbereich"
Aus gegebenen Anlass rät der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer seinen aktiven Mitgliedern, zu jedem Renntag das Formular "Beanstandungen im Gastboxenbereich" (hier herunterladen) mitzuführen. Alle Beanstandungen sollten mit diesem Formular unverzüglich der Rennleitung mitgeteilt werden.