Ein voller Erfolg am 30. Mai in Leipziger Scheibenholz
Der zweite Renntag 2026 in Leipzig stand am Samstag, 30. Mai, auf dem Programm. Sieben Prüfungen wurden im Scheibenholz gestartet. Für die in Deutschland lizenzierten Besitzertrainer gab es einen Sieg.
Der Treffer ging auf das Konto von Anna Schleusner-Fruhriep, die zu ihrem dritten Saisonerfolg kam. Den Sieg galoppierte in einem Ausgleich IV für Amateurrennreiter über 1.600 Meter der 6-jährige Night Sky ein. Der Wallach gewann unter Adam Sebesta nach Kampf und zahlte an seinem Wettanhang als Favorit auf Sieg 3,90:1.
Der nächste Renntag in Deutschland findet am Sonntag, 31. Mai, in Düsseldorf statt. Weiter geht es dann in Baden-Baden am Donnerstag, 4. Juni, Samstag, 6. Juni, und Sonntag, 7. Juni, am Freitag, 12. Juni, in Hannover, am Samstag, 13. Juni, in Dresden, am Sonntag, 14. Juni, in Köln, am Freitag, 19. Juni, in Mannheim (mit Trostpflaster-Aktion), am Samstag, 20. Juni, in Düsseldorf und in Magdeburg, am Sonntag, 21. Juni, in Dortmund, am Montag, 22. Juni, in München, am Samstag, 27. Juni, in Krefeld und in Zweibrücken und am Sonntag, 28. Juni, in Hamburg.
Alle In- und Auslandssiege der in Deutschland lizenzierten Besitzertrainer im Mai, April, März, Februar und Januar 2026 sowie im Dezember, November, Oktober, September, August, Juli, Juni, Mai, April, März, Februar und Januar 2025 hier. Alle Treffer in den Jahren 2024, 2023, 2022, 2021, 2020, 2019 und 2018 sind im Archiv (hier) nachzulesen.
Alle Ergebnisse sind unter www.deutscher-galopp.de zu finden. Dort sind auch alle Renntermine, bei denen schon Ausschreibungen vorliegen, eingestellt.
Gratis-Quick Pick bei WETTSTAR am 31. Mai in Düsseldorf
Quelle: Pressemitteilung von WETTSTAR vom 28. Mai 2026
Düsseldorf hat auch 2026 ein Herz für Stuten. Nicht nur der Henkel – Preis der Diana im August ist ein Top-Highlight für die Pferdedamen. Auch der erste Klassiker für die dreijährigen Ladies geht auf dem Grafenberg-Kurs über die Bühne. Am Sonntag, 31. Mai, werden die Horn & Company 106. German 1.000 Guineas (Gruppe II, 125.000 Euro, 1.600 m) wieder die Zuschauer begeistern. Vor einem Jahr triumphierte die von Andreas Wöhler für die Westminster Race Horses GmbH trainierte Lady Ilze unter Adrie de Vries.
Am Tag der Neuauflage des Klassikers erfolgt der Start zu einer neuen Wette im deutschen Galopprennsport: Mit der „QUINTETT"-Wette bieten WETTSTAR und Deutscher Galopp ab Sonntag, 31. Mai, auf der Galopprennbahn in Düsseldorf, ein zusätzliches Premiumprodukt und erweitern das bestehende Angebot. Da der ursprünglich für den 3. Mai in Köln geplante Auftakt wegen des wetterbedingten Renntagsabbruchs nicht zustande kam, geht es nun in Düsseldorf los.
Die QUINTETT-Wette ist eine Fünferwette, bei der die ersten fünf Pferde eines Rennens mit mindestens 14 Startern in der richtigen Reihenfolge gewettet werden müssen. Sie ist vergleichbar mit der Quinté+-Wette in Frankreich, die täglich im Nachbarland ausgespielt wird und dort die beliebteste Wettart ist.
Der Mindesteinsatz in der QUINTETT beträgt 0,50 Euro. Eine Auszahlung von mindestens 25.000 Euro ist garantiert, außerdem besteht die Möglichkeit eines von Rennbahn zu Rennbahn rollierenden Jackpots, der bei der nächsten Austragung gewonnen werden kann, wenn die Wette nicht getroffen wurde. Künftig wird die QUINTETT-Wette an allen Premium-Renntagen (hier sind alle Rennen mit mindestens 15.000 Euro dotiert) auf den Rennbahnen in Düsseldorf, Hoppegarten, München, Baden-Baden, Köln, Hannover und Dortmund ausgespielt, sofern man ein dazu notwendiges Starterfeld mit mindestens 14 Pferden in einem passenden Rennen präsentieren kann.
Mit der neuen Wettart reagiert der deutsche Galopprennsport auf die Nachfrage nach attraktiven, spannenden Wettprodukten mit hohen Gewinnmöglichkeiten. Außerdem freut sich WETTSTAR sehr, für die Quintett auch einen Quick Pick anbieten zu können. Nach Eingabe des gewünschten Einsatzes stellt das System die Wette automatisch zusammen – basierend auf der aktuellen Form der Pferde. Somit steht der Quick Pick ab sofort nicht nur für die Viererwette, sondern auch für die QUINTETT sowie für sämtliche V‑Wetten zur Verfügung. Alle Quick‑Pick‑Optionen sind übersichtlich auf der WETTSTAR‑Website unter Spezialwetten aufgeführt und ermöglichen eine schnelle und unkomplizierte Wettabgabe.
Zur Premiere der QUINTETT präsentiert WETTSTAR eine Sonder-Aktion auf der Website WETTSTAR.de: Jeder Kunde, der in den ersten sechs Rennen am 31. Mai in Düsseldorf mindestens 50 Euro an Wetten getätigt hat, erhält einen 5 Euro-QUINTETT-Quick Pick gratis. Natürlich werden zur QUINTETT auch Teamwetten angeboten. WETTSTAR wünscht Hals & Bein! WETTSTAR-Wettschule Düsseldorf: Am Sonntag, 31. Mai, ist die WETTSTAR-Wettschule DIE Anlaufstelle für alle Neulinge auf der Rennbahn in Düsseldorf. Hier bekommen Neueinsteiger interessante Informationen rund um das Thema Pferdewetten. Auch unsere Promotoren sind wieder am Start. Mehr Infos und die Teilnahmebedingungen zur Aktion gibt es hier: https://wettstar-pferdewetten.de/page/bonusactio
Hans-Ludolf Matthiessen ist verstorben
Quelle: GaloppOnline vom 23. Mai 2026
Im Alter von 85 Jahren ist in der Nacht zum Freitag Hans-Ludolf Matthiessen verstorben, der erste Vorsitzende des Hamburger Renn-Clubs, dem Veranstalter des Deutschen Derbys. Matthiessen verstarb nach langer, mit viel Geduld ertragener Krankheit. Bis zuletzt war er nicht nur beim HRC aktiv, sondern auch als Berater bei WETTSTAR.de und Rennvereinen wie beispielsweise in Hoppegarten, wo er viele Aspekte der Renntechnik wie die Starterangaben abdeckte.
Matthiessen war seit 2020 erster Vorsitzender des HRC, als Nachfolger von Eugen-Andreas Wahler. Zuvor war er über viele Jahre Vize beim Derby-Veranstalter gewesen. Viele Jahre lang lenkte er auch die Geschicke bei den Trabern in Bahrenfeld, war auf beiden Gebieten, Galopp wie Trab, bewandert.
Mit Hans-Ludolf Matthiessen verliert der deutsche Rennsport eine prägende Persönlichkeit und einen der größten Fachleute vor allem in Renntechnik und Wettgeschäft.
Versammlung und Fortbildung am 16. Mai in Haßloch
Die Mitgliederversammlung 2026 des Vereins Deutscher Besitzertrainer fand am Samstag, 16. Mai, ab 10.30 Uhr in Haßloch statt. Der Pfälzische Rennverein Haßloch war ausgewählt worden, da er an diesem Tag sein 140-jähriges Bestehen feierte und nach dem Ausfall 2025 wieder seinen jährlichen Renntag veranstaltet. Vorsitzender Armin Weidler bedankte sich dafür, dass der Rennverein um Präsident Christian Keller die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hat und überreichte einen Scheck als Geburtstagsgeschenk.
In gewohnt überschaubarer Runde von 24 Teilnehmern wurde dann zügig die Tagesordnung des Vereins Deutscher Besitzertrainer abgehandelt. Noch einmal wurden die wichtigsten Änderungen im Rennbetrieb von Deutscher Galopp von Armin Weidler und Geschäftsführer Detlef Kaczmarek angesprochen, auch die Probleme mit der Gebührenordnung der Tierärzte (GOT) und die aufgekommenen Fragen zum Transport von Rennpferden wurden behandelt. Nach der Vorstellung der weiterhin positiven Finanzen durch Schatzmeisterin Sabrina Schön und dem Bericht der Kassenprüferinnen erteilte die Versammlung dem gesamten Vorstand einstimmig Entlastung.
Ab 11.15 Uhr folgten zwei Fortbildungsthemen. Zuerst gab Armin Weidler noch einmal wichtige Informationen zum Thema „Pferdetransport“ mit besonderem Blick auf Besitzertrainer. Ab 11.30 Uhr schloss sich dann ein Fachvortrag zum Thema "Fütterung unter besonderer Berücksichtigung des Pferdemagens und der Muskulatur“ an. Referentin war Lisa Suzuki-Ott, Tierwissenschaftlerin Master of Science, Fachberatung & Seminare bei St. Hippolyt Mühle Ebert GmbH. In dem gut einstündigen anschaulichen Vortrag erhielten die Zuhörer wichtige Informationen, wie durch bewusste Fütterung für das Wohl und die Leistungsfähigkeit ihrer Schützlinge gesorgt werden kann. Abschließend beantwortete die Referentin die Fragen der Teilnehmer dieser von Deutscher Galopp anerkannten Fortbildungsveranstaltung.
Wichtige Informationen zum Frühjahrsmeeting in Baden-Baden
Quelle: Baden Galopp vom 20. Mai 2026
Baden Galopp weist auf folgende Nennungsschlüsse sowie auf die Daten der Vor- und Starterangaben für das Frühjahrsmeeting vom 4. bis 7. Juni hin:
Allgemeiner Nennungsschluss ist am Dienstag, 26. Mai. Für den Renntag am Donnerstag, 4. Juni, hat die Vor- und auch die Starterangabe am Montag, 1. Juni, zu erfolgen. Für den Renntag am Samstag, 6. Juni, sind die Vor- und die Starterangabe beide am Dienstag, 2. Juni. Für den Renntag am Sonntag, 7. Juni, ist Vorstarterangabe am Dienstag, 2. Juni, sowie Starterangabe am Mittwoch, 3. Juni. Die Uhrzeiten der Vor- und Starterangaben sind dem Trainerservice zu entnehmen.
Auch in diesem Jahr wird es in Baden-Baden wieder das Volksbank pur Meetings-Championat geben. Für den Meetingschampion (Jockey und Trainer) winkt ein Preisgeld von 300,00 €. Ebenso werden Sponsoren in jedem Rennen das Best turnend out Couple wählen. Diese erhalten ebenfalls einen Geldpreis. Dabei wird auf das Erscheinungsbild von Pferd und Pferdeführer/in geachtet.
Wie in den vergangenen Jahren dürfen sich Aktive und Besucher auf ein besonders vielfältiges und stimmungsvolles Rahmenprogramm an den Renntagen freuen. Den Auftakt bildet traditionell der beliebte Familien- und Kindertag zur Saisoneröffnung. Ein buntes Angebot für Groß und Klein, strahlende Kinderaugen sowie das mit Spannung erwartete Maskottchenrennen inklusive Kinderwette sorgen für einen rundum gelungenen Start in die neue Saison. Darüber hinaus wartet auf alle Rennbahnbesuchern am Donnerstag, 4. Juni, eine After Race Party im Beachbereich an.
Pferdesport Deutschland fordert sofortige Entlastung der Pferdehalter
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 15. April 2026
Mit einer gemeinsamen Pressemeldung haben Pferdesport Deutschland, Deutscher Galopp und der Hauptverband für Traberzucht in diesen Tagen auf die zunehmend kritische Entwicklung infolge der Novelle der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) aufmerksam gemacht. In dem gemeinsamen Schreiben an Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer fordern die Verbände eine rasche politische Reaktion und eine spürbare Entlastung der Pferdehalter. Deutscher Galopp unterstützt diese Initiative ausdrücklich und sieht in der veröffentlichten Erklärung ein wichtiges und notwendiges Signal für den gesamten Pferdesektor. Denn auch im Galopprennsport sind die Auswirkungen der seit 2022 deutlich gestiegenen tierärztlichen Kosten in vielen Bereichen spürbar. Die wirtschaftliche Belastung trifft Besitzer, Züchter und Betriebe zunehmend und berührt damit nicht nur einzelne Strukturen, sondern die Zukunftsfähigkeit der gesamten Branche.
Die gemeinsame Pressemeldung (s. u.) macht deutlich, dass die derzeit laufende Evaluierung der GOT aus Sicht der Verbände zu kurz greift. Insbesondere die Perspektive der Tierhalter und die praktischen wirtschaftlichen Folgen der aktuellen Gebührenstruktur werden bislang nicht ausreichend erfasst. Genau darauf weist Deutscher Galopp mit Nachdruck hin. „Die gemeinsame Erklärung von Pferdesport Deutschland, dem Hauptverband für Traberzucht und Deutscher Galopp bringt die Lage sehr klar auf den Punkt. Die Belastungen durch die GOT sind in der Praxis längst Realität und treffen auch zahlreiche Akteure im deutschen Galopprennsport mit voller Wucht. Deshalb war es richtig und wichtig, dieses Thema gemeinsam und mit einer starken Stimme an die Politik heranzutragen“, sagt Daniel Krüger, Geschäftsführer von Deutscher Galopp.
Aus Sicht von Deutscher Galopp geht es dabei ausdrücklich nicht um ein Gegeneinander von Pferdehaltern und Tierärzteschaft. Im Gegenteil: Eine qualitativ hochwertige tierärztliche Versorgung bleibt für den Rennsport wie für die gesamte Pferdebranche unverzichtbar. Notwendig ist jedoch ein belastbarer und ausgewogener Rahmen, der sowohl eine angemessene Vergütung tierärztlicher Leistungen als auch die wirtschaftliche Tragfähigkeit für die Tierhalter sichert. „Wir brauchen jetzt eine ehrliche, umfassende und praxisnahe Betrachtung der tatsächlichen Folgen. Wenn notwendige Behandlungen aus Kostendruck verschoben oder unterlassen werden, ist niemandem geholfen – weder den Menschen noch den Tieren. Gerade deshalb ist das Thema nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine tierschutzrelevante Frage“, so Krüger weiter.
Mit der gemeinsamen Pressemeldung und dem Schreiben an den Bundeslandwirtschaftsminister haben die beteiligten Verbände ihre Erwartung klar formuliert: Die laufende Evaluierung muss inhaltlich erweitert und um die tatsächlichen Auswirkungen auf Pferdehalter, Zucht, Ausbildung, Sport und Versorgungspraxis ergänzt werden. Nur so kann eine tragfähige Grundlage für politische Entscheidungen geschaffen werden. Deutscher Galopp wird sich auch weiterhin gemeinsam mit den Partnerverbänden dafür einsetzen, dass die Interessen des Pferdesektors in dieser für viele Betriebe und Halter existenziellen Frage klar und geschlossen vertreten werden.
Die Pressemitteilung im Wortlaut:
Die Lage im deutschen Pferdesektor spitzt sich dramatisch zu – die Folgen der gestiegenen Tierarztkosten durch die Novelle der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) im Jahr 2022 sind inzwischen überall spürbar. Pferdesport Deutschland, Deutscher Galopp und der Hauptverband für Traberzucht haben Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer daher gemeinsam einen Brief übermittelt, der den sofortigen Handlungsbedarf herausstellt. Hintergrund ist die laufende Evaluierung der GOT, die aus Sicht der Branche weder umfassend noch realitätsnah angelegt ist und die Pferdebranche vor erhebliche Probleme stellt.
„Deutschland ist als Pferdeland in eine nie dagewesene Krise geraten. Weitere Anstiege bei den tierärztlichen Gebühren sind nicht verkraftbar. Ein Abwarten auf die Ergebnisse der nicht allumfassenden Evaluierung ist nicht hinnehmbar“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. „Eines möchten wir vorwegschicken. Tierärztliche Leistungen müssen angemessen vergütet werden. Jedoch ist an vielen Stellen die Grenze der Belastbarkeit erreicht und überschritten“, betonen die drei Präsidenten Prof. Dr. h.c. Martin Richenhagen (Pferdesport Deutschland), Dr. Michael Vesper (Deutscher Galopp) und Peter Weihermüller (Hauptverband für Traberzucht) gemeinsam.
Auslöser für das gemeinsame Vorgehen ist ein Gruppeninterview im Rahmen der Evaluation, das deutlich machte, wie gravierend die negativen Auswirkungen der GOT-Novelle 2022 auf den Pferdesektor sind. Die Vertreter der AFC Public Services, die die Evaluierung im Auftrag des Bundesministeriums durchführen, zeigten sich im Gespräch sichtbar überrascht von Ausmaß und Tiefe der Problematik. Für die Verbände wurde damit unmissverständlich klar: Die derzeitige Evaluierung greift zu kurz, sie untersucht die Folgen für Tierhalterinnen und Tierhalter nicht und sie beantwortet nicht die zentrale Frage, wie eine wirtschaftlich tragfähige tierärztliche Versorgung für alle Beteiligten langfristig gesichert werden kann.
Die Präsidenten der drei Verbände machen deutlich, dass die Probleme weit über steigende Behandlungskosten hinausgehen. Die Pferdezucht verzeichnet dramatische Rückgänge bei den Bedeckungszahlen, Reitschulen schließen in alarmierender Häufigkeit, und immer mehr Pferdehalter stehen vor der Existenzfrage, ob sie sich ihr Pferd überhaupt noch leisten können. Fachleute berichten von zunehmenden wirtschaftlich bedingten Einschläferungen und Schlachtungen sowie einer wachsenden Zahl von Tieren, die verzweifelt an Hilfsorganisationen abgegeben werden. Gleichzeitig werden notwendige tierärztliche Behandlungen häufiger aufgeschoben – ein klarer Rückschritt für den Tierschutz. Zudem sehen die Verbände den Umstand, dass die Tierärzteschaft selbst zunehmend die Folgen bemerkt. Viele Pferdehalter wenden sich aus Kostengründen ab, Praxen verlieren Kundschaft.
Die Präsidenten beschreiben noch eine weitere Entwicklung: Der steigende Anteil von Praxen in Fremdbesitz führt dazu, dass ein großer Teil der finanziellen Last nicht der veterinärmedizinischen Versorgung, sondern Kapitalgesellschaften zugutekommt. Die Folgen dieser Entwicklung werden in der laufenden Evaluierung jedoch bislang nicht untersucht. Die drei Verbände fordern deshalb eine Erweiterung des Evaluationsauftrags. Nur eine umfassende Analyse könne gewährleisten, dass sowohl die Interessen der Tierärzteschaft als auch die derjenigen, die die Gebühren bezahlen müssen, berücksichtigt werden – so wie es § 12 der Bundes-Tierärzteordnung auch vorschreibt. Diese Interessen wurden bereits 2022 nicht erhoben; ein erneutes Versäumnis wäre aus Sicht der Branche nicht nur sachlich falsch, sondern politisch unverantwortlich.
Deutschland ist das einzige Land in der Europäischen Union, das eine bindende Gebührenordnung für tierärztliche Leistungen vorschreibt. In anderen Branchen – etwa bei Architekten und Ingenieuren – haben sich in Deutschland unverbindliche Honorarstrukturen längst bewährt. „Wir fordern die umgehende Aufhebung der Verbindlichkeit der Gebührenordnung, um eine sofortige Entlastung der Verbraucher zu erreichen. Unserer Auffassung nach sollte die Vergütung tierärztlicher Leistungen Abstimmungssache zwischen Pferdehalter und Tierarzt sein“, erklären die Präsidenten und fahren fort: „Die GOT kann bei dabei einen orientierenden, aber nicht verbindlichen Rahmen bieten. So ist es beispielsweise in Österreich geregelt.“
Die Präsidenten betonen in ihrem Schreiben die enge Verbundenheit der Pferdebranche mit der Tierärzteschaft. Das Ziel sei kein Gegeneinander, sondern ein verlässlicher Rahmen, der es beiden Seiten ermöglicht, ihrer Verantwortung gegenüber Tier und Mensch gerecht zu werden. Die Verbände bieten dem Minister deshalb ein kurzfristiges persönliches Gespräch an, um die Lage umfassend darzustellen und Lösungsschritte gemeinsam zu erarbeiten.
25 Renntage in der Saison 2026 mit Pre-Race Vet Checks
Im Wochenrennkalender von Deutscher Galopp vom 24. Februar wurden die Pre-Race Vet Check-Termine für die Saison 2026 veröffentlicht. An 24 Renntagen finden sie statt und werden von erfahrenen Tierärzten durchgeführt. Alle Starter haben sich rechtzeitig an diesen Renntagen vor dem jeweiligen Start beim Pre-Race Vet Check einzufinden. Die Stationen sind während des gesamten Renntags besetzt, sodass eine rechtzeitige Untersuchung aller Teilnehmer gewährleistet ist.
Medizinische Vorbefunde oder Besonderheiten, die für die Untersuchungen wichtig sind, sowie allgemeine Rückfragen können vorab per E-Mail an den Sprecher der Rennleitung, Dr. Philipp Biermann (biermann@deutscher-galopp.de), übermittelt werden.
Alle Termine:
8. März - Dortmund - Dr. Jan Carlos Merkt
5. April - Berlin-Hoppegarten - Dr. Michael Köhler
1. Mai - München - Dr. Michael Zeitelhack
3. Mai - Köln - Dr. Jan Carlos Merkt
10. Mai - Berlin-Hoppegarten - Dr. Michael Köhler
31. Mai - Düsseldorf - Dr. Gerd Apel
19. Juni - Mannheim - Dr. Michael Zeitelhack
28. Juni - Hamburg - Dr. Michael Köhler
5. Juli - Hamburg - Dr. Michael Köhler
12. Juli - Mülheim - Dr. Jan Carlos Merkt
18. Juli - Bad Harzburg - Dr. Rüdiger Beier
19. Juli - Bad Harzburg - Dr. Rüdiger Beier
9. August - Berlin-Hoppegarten - Dr. Rüdiger Beier
15. August - Saarbrücken - Dr. Jan Carlos Merkt
16. August - Hannover - Dr. Rüdiger Beier
29. August - Baden-Baden - Dr. Jan Carlos Merkt
30. August - Baden-Baden - Dr. Rüdiger Beier
12. September - Magdeburg - Dr. Michael Köhler
20. September - Dortmund - Dr. Gerd Apel
27. September - Köln - Dr. Gerd Apel
4. Oktober - Düsseldorf - Dr. Gerd Apel
25. Oktober - Hannover - Dr. Rüdiger Beier
7. November - München - Dr. Michael Zeitelhack
14. November - Krefeld - Dr. Jan Carlos Merkt
6. Dezember - Dresden - Dr. Rüdiger Beier
Reitanlage M+M von Michelle Carolin Barthel in Bebra
Michelle Carolin Barthel, seit 2023 nach bestandener Prüfung zur Besitzertrainerin Mitglied im Verein Deutscher Besitzertrainer, hat sich mit einer Reitanlage (M+M) in nordhessischen Bebra selbstständig gemacht. Dort bietet sie für Rennpferde folgendes an:
- Einreiten und Grundausbilden als Vorbereitung auf den Rennstall
- nach der Karriere auf der Rennbahn je nach Talent zu Spring-, Dressur-, Freizeit- und/oder Vielseitigkeitspfer umtrainieren
- Unterstützung beim Verkauf dieser Pferde und die neuen Besitzer ausführlich über die Pferde beraten
- als Winterquartier mit dressurmäßiger Arbeit
- zum Auskurieren von Verletzungen mit Wiederaufbau
- Einspringen von Rennpferden für Hindernisrennen
Michelle Carolin Barthel: "Unsere Anlage bietet eine Reithalle, wo wir witterungsunabhängig reiten können, einen Außenreitplatz, welcher auch im Winter bereitbar ist, ein Roundpen zum Longieren, eine Führmaschine mit neuem Sand. Im Sommer stehen den Pferden Koppeln und im Winter Paddocks zum Ausgleich zur Verfügung."
Michelle Carolin Barthel hat mit sechs Jahren mit dem Reiten angefangen und mit zehn Jahren ihr erstes Pony selber eingeritten. Im Springreiten war sie bei Turnieren bis Klasse M aktiv und ist auch in Italien und Österreich an den Start gegangen. "Mit 23 Jahren habe ich meinen Bachelor in Betriebswirtschaftslehre gemacht und bin danach im Rennstall als angestellte Arbeitsreiterin bei Markus Klug, Andreas Suborics, Marco Angermann, Pavel Vovcenko sowie Marco Klein in Mannheim aktiv gewesen. Zwischenzeitlich habe ich zudem bei Lehrgänge bei Peter Schiergen, Henk Grewe, Carmen Bocskai und Fabian Xaver Weißmeier geritten", so Michelle Carolin Barthel,
Weitere Informationen sind auf ihrer Internetseite https://www.reitanlagemm.de zu finden. Persönlich kann Michelle Carolin Barthel unter der Telefonnummer +491755704505 oder per E-Mail michelle_carolin@t-online.de kontaktiert werden.
Haftpflichtversicherung der Startpferde wird überprüft
Quelle: Wochenrennkalender von Deutscher Galopp vom 2. September 2025
Aufbauend auf die Mail vom 15. April 2025, kontrolliert Deutscher Galopp ab sofort stichprobenartig das Vorliegen einer gültigen Haftpflichtversicherung der startenden Pferde. Die Trainer werden gebeten, einen entsprechenden Nachweis der Besitzer auf Abruf zügig vorlegen zu können.
Formular für Ständestartprüfung vor dem 1. Lebensstart
Die Renntechnik von Deutscher Galopp teilt mit:
Gemäß Änderung der RO-Nr. 421 sowie Nr. 25 der Besonderen Bestimmungen ist es jedem Trainer gestattet, die Ständestartprüfung vor dem 1. Lebensstart eines jeden Pferdes nunmehr selbst abzunehmen und mithilfe eines Protokolls im Original im Pferdepass zu hinterlegen sowie in Kopie an Deutscher Galopp zu senden. Das Protokoll muss zum Start des Pferdes vorliegen.
Der Vordruck kann auf der Website von Deutscher Galopp unter „Formulare“ heruntergeladen werden oder ist auch hier zu finden. Sollten noch Rückfragen auftreten, ist Anne Horny (horny@deutscher-galopp) gern jederzeit erreichbar.
Auf der Homepage von Deutscher Galopp: Galoppsport-Transparent
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 29. Oktober 2024
Der Galopprennsport ist faszinierend und zieht jedes Jahr hunderttausende Fans auf die Rennbahnen in Deutschland. Trotzdem kursieren häufig Missverständnisse und unbegründete Vorurteile, die ein verzerrtes Bild des Sports zeichnen. Dabei steht das Wohl der Pferde – ob auf der Rennbahn, im Trainingsstall oder auf dem Gestüt – immer an erster Stelle. Mit der neuen, vom Dachverband des deutschen Galopprennsports ins Leben gerufenen Website „Galoppsport-Transparent.de“ (Galopprennsport: Fakten statt Bedenken) gibt es jetzt eine Anlaufstelle, die sich gezielt mit Vorwürfen und Kritikpunkten auseinandersetzt. Die Plattform soll Diskussionen auf eine fundierte Basis stellen und setzt dabei auf wissenschaftliche Fakten und klar belegbare Zahlen.
Zu einigen der häufigsten Kritikpunkte im Galoppsport gibt die Website detaillierte Antworten: Welche Rolle spielt die Peitsche bei Pferderennen? Ist Galoppsport ein Privileg für wenige? Was passiert mit den Pferden nach ihrer Rennkarriere, und wie finden Vollblüter auch in anderen Reitsportarten Verwendung? Zusätzlich werden Themen wie Unfallrisiken, Haltungsbedingungen und weitere Fragestellungen beleuchtet.
„Mit Galoppsport-Transparent.de setzen wir ein klares Zeichen für Offenheit und Transparenz und schaffen eine fundierte Basis für sachliche Auseinandersetzungen. Als Dachverband engagieren wir uns seit jeher dafür, dass Pferderennen in Deutschland so sicher wie möglich für Pferde und Reiterinnen und Reiter ablaufen. Wir laden alle Interessierten ein, sich anhand wissenschaftlicher Fakten ein eigenes Bild des Galopprennsports zu machen“, so Daniel Krüger, Geschäftsführer von Deutscher Galopp e.V, und ergänzt: „Ein besonderer Dank gilt Frau Dr. Monica Venner, unsere unabhängige Beauftragte für Tierschutzfragen. Durch ihre Expertise konnten die behandelten Themen auch aus veterinärmedizinischer Perspektive eingeordnet werden.“
Weitere Anliegen oder Anmerkungen, die bisher nicht thematisiert wurden, können über Galoppsport-Transparent.de per Video, Audio oder Text direkt an Deutscher Galopp gesendet werden. Ziel ist es, mit Vorurteilen gegenüber dem Galopprennsport aufzuräumen und den Sport verständlicher und transparenter zu machen.
Schutz und Förderung des Kulturguts Vollblut
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 23. Oktober 2023
Der Dachverband Deutscher Galopp e.V. hat eine Stiftung ins Leben gerufen. Die neugegründete Stiftung Deutscher Galopp soll mithilfe finanzieller Zuwendungen die wirtschaftliche Zukunft der Vollblutzucht und des Galopprennsports garantieren. Alle in die Stiftung eingebrachten Investitionen kommen in voller Höhe der Förderung und Weiterentwicklung des deutschen Galopprennsports zugute.
Die Stiftung Deutscher Galopp fokussiert sich auf fünf Förderschwerpunkte und Tätigkeitsfelder:
Förderung des Kulturguts Vollblut und seiner wirtschaftlichen Grundlagen
Erhalt und Förderung von Zucht- und Leistungsprüfungen
Tierwohl sowie Sicherheit für Mensch und Pferd
Veterinärmedizinische Forschung
Nachwuchsförderung und Weiterbildung
Durch verschiedenen Stiftungs- und Spendenmodelle können alle finanziellen Unterstützungen, unabhängig vom Umfang der Spende, aktiv zur Verwirklichung der Stiftungsziele und somit in den deutschen Galopprennsport eingebracht werden. „Wir freuen uns über jeden Einzelnen, der unser Engagement hinsichtlich Integrität, Tierwohl und nachhaltiger Werte unterstützt“, sagt Daniel Krüger, Geschäftsführer Deutscher Galopp. „Gleichzeitig bedanken wir uns für das uns erwiesene Vertrauen, die eingebrachten Vermögen sicher und gewinnbringend für den gemeinnützigen Zweck zu verwalten.“
Die deutsche Vollblutzucht genießt durch große Erfolge in den bedeutendsten Rennen der Welt – wie dem Prix de l‘ Arc de Triomphe in Frankreich, den King George VI and Queen Elizabeth Stakes in England, dem Melbourne Cup in Australien oder dem Breeders‘ Cup in den USA – international eine große Anerkennung. Ziel der Stiftung ist es, Erfolgsgeschichten wie die von Acatenango, Lando, Danedream, Torquator Tasso, Shirocco, Novellist oder Protectionist mit vereinten Kräften noch lange fortzuschreiben.
Weitere Informationen oder Rückfragen zur Stiftung Deutscher Galopp unter: Tel. 0221–749816, E-Mail: stiftung@deutscher-galopp.de
Formular "Beanstandungen im Gastboxenbereich"
Aus gegebenen Anlass rät der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer seinen aktiven Mitgliedern, zu jedem Renntag das Formular "Beanstandungen im Gastboxenbereich" (hier herunterladen) mitzuführen. Alle Beanstandungen sollten mit diesem Formular unverzüglich der Rennleitung mitgeteilt werden.