Start der Dortmunder Grasbahn-Saison: 10.000 Wettstars on top
Quelle: Pressemitteilung von WETTSTAR vom 11. Mai 2026
Start der Dortmunder Grasbahn-Saison an einem Traditions-Termin: Der Himmelfahrts-Renntag am Donnerstag, 14. Mai, steht einmal mehr unter dem Patronat der Sparkasse. Natürlich hat man auch ein Top-Highlight parat – den Großen Preis der Sparkasse Dortmund (Listenrennen, 30.000 Euro, 1.800 m). WETTSTAR präsentiert aus diesem Anlass eine Sonder-Aktion: Wer auf der Website WETTSTAR.de am Donnerstag, 14. Mai, 3 Sieger tippt, erhält 10.000 Wettstars on top.
Außerdem ist die WETTSTAR-Wettschule Dortmund DIE Anlaufstelle für alle Neulinge auf der Rennbahn in Dortmund. Hier bekommen Neueinsteiger interessante Informationen zum Thema Pferdewetten. Mehr Infos und die Teilnahmebedingungen zur Aktion hier: https://www.wettstar-pferdewetten.de/news?bonusaction
Mit dem WETTSTAR Bonusprogramm werden treue Kunden belohnt. Für jeden gewetteten Euro erhalten die Teilnehmer die sogenannten Wettstars, die sie in Wettguthaben oder Shopartikel eintauschen können. Alle Informationen zum Bonusprogramm von WETTSTAR finden Sie hier: https://wettstar-pferdewetten.de/page/teilnahmebedingungen-bonusprogramm
Renngericht am 11. Mai: Bojko-Sperre wird um sechs Tage reduziert
Quelle: GaloppOnline vom 11. Mai 2026
Die Sperre von Jockey Jozef Bojko angesichts des Vorwurfs der Nichtwahrnehmung der Gewinnaussichten mit dem Pferd Iliano am 14. September 2025 in Leipzig ist deutlich reduziert worden. Bojko war gegen eine Entscheidung des Ordnungsausschusses vom 7. Januar 2026 in Berufung gegangen, bei der ihm eine Sperre von 11 Tagen (zwei davon durch einen vorläufigen Lizenzentzug schon verbüßt) aufgebrummt worden war. Aus den zusätzlichen neun Tagen machte das Renngericht nun drei, so dass die Gesamtstrafe für Bojko wegen des Vorwurfs bei fünf Tagen liegt. Die Kosten des gesamten Verfahrens werden zu 50 Prozent vom Beschuldigten, zu 50 Prozent von Deutscher Galopp getragen. Die Entscheidung des Ordnungsausschusses sah vor, dass Bojko alle Kosten trägt.
Vorsitzender des Renngerichts war Frank Heckenbücker, als Beisitzer fungierten Uwe Ostmann, Horst Greis, Gabi Rühl und Reinhold Wolfermann. Bojko wurde auch vom Renngericht eine fahrlässige Nichtwahrnehmung der Gewinnaussichten zur Last gelegt, im wesentlichen resultierend aus einem Reiterfehler, wie man es in der Verhandlung nannte, zu Beginn des Rennens. Da habe Bojko es vermieden, das Pferd ans Feld heranzuführen, was dann in der Folge die Verhaltensweisen von Iliano wie ein zur Seite hängen und einen Drang in Richtung Hecke befördert habe.
Die Verteidigung hatte in der Verhandlung einen Freispruch gefordert, Gottfried Reims als Vorsitzender des Kontrollausschusses von Deutscher Galopp hatte fünf Tage (einschließlich der schon verbüßten zwei Tage) gefordert – und damit auch weniger als die Ordnungsausschuss-Entscheidung. Dies vor dem Hintergrund, dass Bojko eingeräumt habe in einer schriftlichen Stellungnahme, die in der Verhandlung nun auch verlesen wurde, dass er verstehe, dass sein Ritt Fragen aufgeworfen habe. Gleichwohl blieb Bojko bei exakt den gleichen Erläuterungen zu dem Ritt wie in den vorherigen Instanzen.
Siege in Halle im letzten und in Hoppegarten im ersten Rennen
Am Freitag, 8. Mai, wurden in Köln die fünf wegen des Abbruchs ausgefallenen Premium-Rennen vom 3. Mai nachgeholt. Es folgen am Samstag, 9. Mai, sieben Prüfungen in Halle und sechs Rennen in Krefeld. Der Abschluss des verlängerten Wochenendes fand am Sonntag, 10. Mai, in Hoppegarten mit neun Prüfungen statt. Die in Deutschland lizenzierten Besitzertrainer feierten in Hoppegarten und auch in Halle je einen vollen Erfolg.
In Hoppegarten gab es am Sonntag, 10. Mai, gleich zum Auftakt des Programms den zweiten Jahressieg von Anna Schleusner-Fruhriep. In einem Altersgewichtsrennen über 1.800 Meter wurde der 4-jährige Wilddieb seiner Favoritenrolle gerecht und kam unter Leon Wolff zu einem sicheren Erfolg. Der Wettanhang von Wilddieb erhielt 2,50:1.
Es dauerte am Samstag, 9. Mai, in Halle bis zum letzten Rennen. Dann war der Treffer für Marc Timpelan fällig. In einem Ausgleich IV über 1.350 Meter setzte sich für ihn die 6-jährige Olga Gold durch. Die Stute, die von Enzo Crublet geritten wurde, sorgte so nach Kampf für den ersten Saisonsieg ihres Betreuers. Die Siegquote betrug 10,40:1. Für eine Besitzertrainer-Zweierwette (226,70:1) passierte Janina Boysens Chapelhillhart (Miguel Lopez) knapp hinter Olga Gold die Ziellinie.
Die nächsten Renntage in Deutschland finden am Donnerstag, 14. Mai (Himmelfahrt), in Magdeburg und in Dortmund statt. Weiter geht es am Samstag,16. Mai, in Haßloch (mit Trostpflaster-Aktion), am Sonntag, 17. Mai, in Mülheim, am Samstag, 23. Mai, in München, am Pfingstsonntag, 24. Mai, in Hoppegarten, am Pfingstmontag, 25. Mai, in Köln und in Hannover, am Samstag, 30. Mai, in Leipzig, am Sonntag, 31. Mai, in Düsseldorf, am Donnerstag, 4. Juni, Samstag, 6. Juni, und Sonntag, 7. Juni, in Baden-Baden, am Freitag, 12. Juni, in Hannover, am Samstag, 13. Juni, in Dresden, am Sonntag, 14. Juni, in Köln, am Freitag, 19. Juni, in Mannheim (mit Trostpflaster-Aktion), am Samstag, 20. Juni, in Düsseldorf und in Magdeburg, am Sonntag, 21. Juni, in Dortmund, am Montag, 22. Juni, in München, am Samstag, 27. Juni, in Krefeld und in Zweibrücken und am Sonntag, 28. Juni, in Hamburg.
Alle In- und Auslandssiege der in Deutschland lizenzierten Besitzertrainer im Mai, April, März, Februar und Januar 2026 sowie im Dezember, November, Oktober, September, August, Juli, Juni, Mai, April, März, Februar und Januar 2025 hier. Alle Treffer in den Jahren 2024, 2023, 2022, 2021, 2020, 2019 und 2018 sind im Archiv (hier) nachzulesen.
Alle Ergebnisse sind unter www.deutscher-galopp.de zu finden. Dort sind auch alle Renntermine, bei denen schon Ausschreibungen vorliegen, eingestellt.
Lordano sicherte sich souverän den Berlin-Marathon
Quelle: Pressemitteilung der Rennbahn Hoppegarten vom 10. Mai 2026
Der Berlin-Marathon der Galopper (Gruppe II, 3.200 m, 130.000 Euro) am Sonntag, 10. Mai, wurde erwartungsgemäß eine Beute des Gestüt Ittlingen. Schon im Vorfeld konnte man dies erahnen, bot man doch mit Lordano (Trainer Marcel Weiß) und Narrativo (Trainer Peter Schiergen) zwei Top-Pferde auf. Lediglich der englische Gast Prydwen und Distanzspezialist Waldadler waren im Vorfeld als ernsthafte Gegner der beiden Spitzenpferde auszumachen. Im wichtigsten Langstreckenrennen des Landes sollte sich zu den vier Genannten mit Techno Beat noch ein Außenseiter dazugesellen, mit dem Eduardo Pedroza früh die Initiative übernahm und der Stute über lange 3.200 Meter ein perfekt eingeteiltes Rennen von der Spitze aus servierte. Lange konnten die beiden dem Rest des Feldes standhalten, aber als die beiden Ittlinger zur Tat schritten, gelang Techno Beat keine Gegenwehr mehr. Narrativo suchte dabei unter Leon Wolff den kürzesten Weg an der Innenkante und hatte kurz große Chancen, dann aber erschien der unvergleichliche Lordano in vorderster Front, nachdem Sibylle Vogt diesen perfekt hinter Prydwen platziert hatte und Mitte der Geraden ins Geschehen warf.
Der siebenjährige Wallach reagierte umgehend und hatte Narrativo bald sicher im Griff und revanchierte sich für den unglücklichen vierten Platz im Vorjahr, als alles gegen ihn lief, mit einem ungefährdeten Sieg. Das aktuelle Traum-Duo des deutschen Turfs, Jockey Sibylle Vogt und Trainer Marcel Weiß, kam damit in diesem Jahr bereits zum dritten Gruppe-Sieg und heftete somit bisher genau die Hälfte der Rennen der höchsten Kategorie an seine Fahnen. Narrativo bestätigte mit einem ebenso klaren zweiten Platz seinen Ehrenplatz von vor fünf Wochen im Altano-Rennen an gleicher Stelle. Techno Beat übertraf alle Vorleistungen und sicherte sich einen starken dritten Platz vor Waldadler, dem nach Platz 2 (2024) und Platz 3 (2025) als diesmal Vierter nun nur noch ein Sieg in seiner Vita fehlt. Sicherlich wird man nächstes Jahr einen neuen Anlauf starten. Der Engländer Prydwen lief als Fünfter ordentlich ohne größere Chance auf mehr, wohingegen die restlichen Gäste aus Frankreich, Polen und Irland keinen Einfluss nehmen konnten.
Das Rennen ist ein Sprungbrett für große internationale Rennen. So erhält der Sieger eine Einladung inkl. Flug zum mit 250.000 $ dotierten Belmont Gold Cup Invitational in den USA am 7. Juni. Viermal wurde die Chance wahrgenommen, bereits zweimal - Red Cardinal (2017) und Loft (2022) – siegte der Berliner Sieger auch in New York.
Der Andrang auf die Rennbahn Hoppegarten am Renntag ist ungebrochen. 10.100 Besucher markieren einen neuen Besucherrekord beim Irish Raceday. Die Vorfreude steigt nun auf den traditionellen Fashion Raceday, bei dem am Pfingstsonntag, 24. Mai, um 12 Uhr die Tore der Rennbahn öffnen. In Hoppegarten geht’s mit Mode, Musik, Rennen und Wetten heiß her. Die Rennbahn Hoppegarten bietet eine wundervolle Kulisse für einen Renntag unter dem Motto “Fashion”. Machen Sie sich schick und genießen Sie einen herrlichen sommerlichen Sonntag auf der grünen Rennbahn. Jeder kann den schnellen Vollblütern den Rang „ablaufen“ und dabei attraktive Preise gewinnen. Wir suchen die Sieger*innen in den Kategorien BEST OUTFIT und BEST DRESSED GANG. Wichtig: Ein vollständiger Look braucht natürlich auch das passende Accessoire – ein stylischer Hut ist dabei Pflicht und krönt jedes Outfit! Wer am Ende das Rennen um die begehrten Fashion-Titel macht, entscheidet unsere fachkundige und stilbewusste Jury. Zahlreiche Fashion-Aussteller laden dazu ein, in die neuesten Trends der Berliner Modemetropole einzutauchen – zum Stöbern, Entdecken und vielleicht sogar zum Mitnehmen eines neuen Lieblingsteils.
Sportliches Highlight des Tages ist das Diana-Trial (Gruppe III). Deutschlands beste Rennstuten geben sich die Ehre. Über die Distanz von 2.000 Metern ist dieses Spitzenrennen für dreijährige Stuten eine bedeutende Vorprüfung für Deutschlands zweitwertvollstes Pferderennen, den mit 500.000 Euro dotierten Henkel-Preis der Diana am 2. August in Düsseldorf.
Zwei Tage Sperre – Auch Wolff verpasst die German 2000 Guineas
Quelle: GaloppOnline vom 11. Mai 2026
Leon Wolff wird nicht in den Coolmore City of Troy German 2000 Guineas am 25. Mai reiten können. In Hoppegarten kassierte er mit Pericolo im achten Rennen (Preis der Dachdeckerei Ruf) eine zweitägige Sperre wegen Behinderung, steht damit am Pfingstsonntag und am Pfingstmontag am Zaun. Einen Joker kann Wolff nicht mehr ziehen, diesen hat er bereits aufgebraucht.
Damit ist Wolff der zweite Jockey nach Thore Hammer-Hansen, der den Kölner Hengste-Klassiker verpassen wird. Hammer-Hansen wurde zuletzt für fünf Tage gesperrt, er verpasst unter anderem auch noch die German 1000 Guineas. Auch Hammer-Hansen hat keine Chance auf den Joker, denn diese Regelung ist bei einer Strafe in dieser Größenordnung ohnehin nicht vorgesehen.
Danylov siegt für über 80 Besitzer am Krefelder Ladies‘ Day
Quelle: Homepage des Krefelder Rennclubs vom 9. Mai 2026
Bei herrlichem Frühlingswetter fand am Samstag, 9. Mai, im Krefelder Stadtwald der zweite Renntag der Krefelder Galoppsaison 2026 statt. Beim „Krefelder Ladies‘ Day“ konnte der Krefelder Rennclub 1997 e. V. dabei rund 4.200 Besucher auf seiner Bahn begrüßen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Range Rover Evoque Cup, ein Ausgleich II über 2050 Meter.
Das mit 11.500 Euro dotierte Rennen war aus sportlicher Sicht vor allem deshalb interessant, weil mit dem von Peter Schiergen in Köln trainierten All Square ein Dreijähriger gegen die älteren Pferde antrat, der noch eine Nennung für das Deutsche Derby, das wichtigste Dreijährigenrennen des Landes, hat. Der Hengst aus dem traditionsreichen Gestüt Schlenderhan ging als klarer Favorit ins Rennen, musste sich aber mit dem zweiten Platz begnügen. Stärker als er war der von Sascha Smrczek in Düsseldorf trainierte Danylov. Der wenig geprüfte Vierjährige siegte unter Michael Cadeddu als 17,20:1-Außenseiter. Bei der Siegerehrung wurde es dann richtig voll im Absattelring, denn Besitzer ist der Galopp Club Deutschland e. V., Deutschlands bekannteste Besitzergemeinschaft. Rund 20 der über 80 Mitglieder dieses Clubs waren in den Stadtwald gekommen, um ihr Pferd anzufeuern.
Das erste Rennen des Tages, das „Rennen des Winzerkellers Auggener Schäf, Markgräferland“, ein Rennen für dreijährige Pferde über 1200 Meter, ging in den Stall von Trainer Bohumil Nedorostek, für den der Debütant Spartaner unter dem vierfachen deutschen Championjockey Bauyrzhan Murzabayev nach Kampf gegen die Favoritin Dark Brunette siegte. Der einzige Krefelder Starter in diesem Rennen, Marian Falk Weißmeiers Super Marcy, belegte den dritten Platz. In diesem Rennen kamen lediglich vier Pferde an den Start, was natürlich für den Veranstalter wenig erfreulich war, denn dementsprechend war der Umsatz in dieser Prüfung relativ niedrig. „Wir fühlen uns hier schon von den Trainern im Stich gelassen. Einerseits wünschen sie sich, dass wir derartige Rennen ausschreiben, und dann kommen keine, bzw. kaum Nennungen“, heißt es von seitens des Rennclubs, der in Zukunft von seiner Möglichkeit Gebrauch machen wird, bei fünf oder weniger Nennungen ein ausgeschriebenes Rennen ausfallen lassen zu können.
Ein ganz besonderes Rennen war die zweite Tagesprüfung, denn mit dem „Josef Kappel-Erinnerungsrennen“ gedachte man einem erfolgreichen ehemaligen Trainer. Josef Kappel, der als Trainer über 500 Rennen gewann und 2006 an den Folgen eines Autounfalls verstarb, war von 1983 bis 1999 Trainer im Stadtwald. Zu „seinem“ Rennen erschien auch seine Ehefrau Marlies bei der Siegerehrung. Gewonnen wurde das Dreijährigenrennen über 2350 Meter von dem Debütanten Englishman, den Marcel Weiß für das Gestüt Ittlingen von Manfred Ostermann trainiert. So hieß es diesmal nicht „Englishman in New York“ sondern „Englishman in Krefeld“. Geritten wurde der Hengst, der sich damit auch für das Deutsche Derby ins Gespräch brachte, von Sibylle Vogt.
Erfolgreichste Jockeys des Tages waren mit jeweils zwei Siegen Bauyrzhan Murzabayev und Michael Cadeddu. Neben dem Treffer mit Spartaner gelang dem Kasachen noch der Sieg im vierten Rennen, dem Preis des Wachdienst Krefeld Esters, einem Ausgleich IV über 1700 Meter. Hier siegte er mit der von Toni Potters trainierten Dana Delight. Cadeddu schnappte sich noch das letzte Rennen des Tages, einen Ausgleich IV über 2350 Meter, den er mit der in den Niederlanden von Philip Jonkhart trainierten Schimmelstute Fairy Grey gewann. Hier gab es noch eine Platzierung für einen Krefelder Stall, als die von Hans-Albert Blume trainierte Cintaria Platz drei belegte.
Trotz der beiden kopfschwachen Felder zu Beginn der Veranstaltung, kam man am Ende auf einen doch noch sehr positiven Gesamtumsatz von 142.897 Euro. Die erstmals angebotene „Trackside Beats“ am Pavillon auf dem Freigelände fand eine starke Resonanz.
Nora Cronauer mit Zega Top zum zweiten Fegentri-Erfolg
Quelle: GaloppOnline vom 9. Mai 2026
Auch den zweiten Lauf zur Fegentri World Championship for Lady Riders konnte die deutsche Vertreterin Nora Cronauer für sich entscheiden. Im Preis des Preis des VW Autohauses Hüttenstraße gewann sie in Halle mit der von Christian Sprengel trainierten Zega Top völlig überlegen.
Bei hohem Anfangstempo lag Zega Top zunächst einige Längen hinter dem Feld, doch schon im Schlussbogen hatte Cronauer sichtbar jede Menge Pferd unter sich. In dritter Spur schob sie sich im kleinen Siebenerfeld nach vorne, und in der Geraden löste sich die Stute aus dem Besitz von Susanne und Jürgen Kleibömer, deren Rennfarben durch die deutschen Nationalfarben ersetzt wurden, souverän von der Konkurrenz. Trainer Christian Sprengel sagte nach dem Rennen: „Sie ist ein besseres Pferd, von der wir noch einiges erwarten.“
Damit steht Cronauer nach zwei Läufen bei der maximalen Ausbeute von 20 Punkten. Platz zwei ging in Halle an Silke Brüggemann mit dem von Jiri Broz trainierten Arda, allerdings reitet Brüggemann nicht für die Gesamtwertung. Rang drei und damit fünf Punkte sicherte sich Sophie O’Brien mit Bernd Schrödls Slay The Dragon. Francesca Cecchini, in Düsseldorf bereits Fünfte, wurde diesmal Vierte und erhöhte ihr Konto um drei Punkte auf fünf Zähler. Cronauer führt die Gesamtwertung nun mit 20 Punkten vor den punktgleichen Cecchini und O’Brien an.
Luisa Marie Keller gewinnt Auftakt der Fegentri Young Championship
Quelle: GaloppOnline vom 10. Mai 2026
Besser konnte es nicht losgehen. Am Samstag, 9. Mai, stand der Beginn der Nachwuchsserie der Fegentri, die Fegentri Young Championship, an. Und der erste Lauf endete mit einem deutschen Sieg! Für Deutschland ist erneut Luisa Marie Keller mit von der Partie, wie im Vorjahr, und jetzt gab es in Budapest den ersten Treffer.
Einen Tag nach Nora Cronauers Fegentri-Sieg in Halle gab es damit nun einen neuerlichen deutschen Erfolg. Budapest war erste Station der internationalen Nachwuchsserie, bei der junge Reiterinnen und Reiter aus verschiedenen Nationen gegeneinander antreten.
Vorjahressieger Alleno imponierend überlegen beim Nachsitzen in Köln
Quelle: Pressemitteilung des Kölner Renn-Vereins vom 8. Mai 2026
Es war alles andere als eine Überraschung, der Erfolg von Alleno am frühen Abend des After-Work-Renntages in Köln am Freitag, 8. Mai, mit dem Sauren Dachfonds Preis als Höhepunkt der kleinen Karte, welche ausschließlich aus jenen Rennen bestand, die nach dem vorzeitigen Abbruch der jüngsten Kölner Sonntags-Veranstaltung ausgefallen waren. Zu den Startern, die unverrichteter Dinge wieder in ihre Ställe zurückkehren mussten, hatten auch die sieben vierbeinigen Stars des sportlichen Höhepunktes gehört, also die des Sauren Dachfonds Preises, der die Tradition des legendären Gerling-Preises fortführt, der seit Jahrzehnten der sportliche Hochkaräter der domstädtischen Turf-Saison im Frühjahr markiert. Als Gruppe-II-Prüfung mit einer Gesamtdotierung von 70.000 Euro bildete er den absoluten Höhepunkt des kleinen, aber sehr feinen Programms. Allenos Erfolg war insofern keine Überraschung, als er sich jüngst als Dritter des Grand-Prix-Aufgalopps bereits in guter Verfassung präsentiert hatte.
Ein wenig verblüffend wirkte allenfalls die Art und Weise, wie der Fünfjährige des Gestüts Ittlingen in dem 2.400-Meter-Test jetzt mit der Konkurrenz umsprang. Als seine Reiterin Sibylle Vogt, die wie Allenos Trainer Marcel Weiß derzeit in einer absoluten Hochform agiert, innen eine sich kurz auftuende Lücke an der Innenseite clever zu nutzen verstand, gab es keine Halten mehr. Alles war entschieden, mit mehr als vier Längen setzte sich das braune Kraftpaket vom Rest des Feldes ab. Wie schon vor 12 Monaten hieß der Sieger einmal mehr Alleno. Und noch eine Parallele zum Vorjahr war, dass erneut Sibylle Vogt in seinem Sattel agierte.
Allerdings lief überdies Wintertraum, der Zweitplatzierte, ein sehr feines Rennen, da er aus einer längeren Pause kam und somit ein beachtliches Comeback liefern konnte. Gleiches gilt für Hochkönig, den letztjährigen Derby-Sieger und frisch gekürten „Galopper des Jahres 2025“, der mit einem guten Schlussakkord auffiel und hinter dem lange führenden und auf dem dritten Platz endenden Zuckerhut Rang vier besetzen konnte.
Bei herrlichem Frühlingswetter hatten viele Galoppbegeisterte sich die Chance nicht entgehen lassen, der Traditionsprüfung beizuwohnen. Nun wartet am Pfingstmontag, 25. Mai, ein Klassiker auf sie, und zwar die Coolmore City of Troy German 2000 Guineas im Rahmen des Benefiz-Renntags der Stiftung VEREINT!
Fünf Tage Sperre für Jockey Thore Hammer-Hansen
Quelle: GaloppOnline vom 8. Mai 2026
Es war die große Schrecksekunde beim Kölner Abendrenntag am Freitag, 8. Mai. Im fünften und letzten Rennen kam der tschechische Gast Hidden Colony im Ausgleich II über 1200 Meter zu Fall, nachdem es im Endkampf zwischen mehreren Pferden eng geworden war. Nach Ansicht der Rennleitung war Thore Hammer-Hansen für die Situation verantwortlich. Hammer-Hansen saß in der Sprintprüfung auf dem Favoriten Tulpar, der an der Innenseite lange keine freie Passage hatte und auf den letzten Metern nach außen zog, um dort freie Bahn zu bekommen. Im Hintergrund entstand dabei ein Gerangel, in dessen Folge Hidden Colony stürzte.
Für Hammer-Hansen hat die Aktion nun ein Nachspiel. Wegen gefährlicher Reitweise wurde der Reiter von der Rennleitung für fünf Renntage gesperrt. Betroffen sind der 23., 24., 25., 30. und 31. Mai. Damit verpasst Hammer-Hansen unter anderem die Renntage in München und Hoppegarten mit dem Gruppe III Diana-Trial, außerdem den Pfingstmontag mit den deutschen 2000 Guineas. Auch am 31. Mai bei den Wempe 106. German 1000 Guineas sowie tags zuvor in Leipzig darf Hammer-Hansen nicht reiten. Zum Einsatz kommen darf er somit erst wieder Anfang Juni beim Frühjahrs Meeting in Iffezheim. Das zumindest der Stand der Dinge nach dem Aussprechen der Strafe am Freitagabend.
Jockey Lilli-Marie Engels wechselt zu Trainer Marcel Weiß
Quelle: GaloppOnline vom 9. Mai 2026
Neue Aufgabe für Lilli-Marie Engels: Die Reiterin wird Mitte Mai an den Rennstall von Marcel Weiß wechseln. Engels, die im Rennsport bereits verschiedene Stationen durchlaufen hat, war zuletzt bei Roland Dzubasz in Berlin-Hoppegarten beziehungsweise Neuenhagen beschäftigt. Nun erfolgt der Wechsel aus Ostdeutschland zurück in den Westen der Republik in das Mülheimer Quartier. „Ich habe einfach für mich gemerkt, dass ich zurück in den Westen möchte“, erklärt Engels zum anstehenden Stallwechsel. Gleichzeitig bedankt sie sich bei Roland Dzubasz für die gemeinsame Zeit: „Ich danke Roland Dzubasz sehr für die Zusammenarbeit. Wir haben viele schöne Siege zusammen gefeiert.“
Mit Blick auf die neue Aufgabe ergänzt Engels: „Ich freue mich nun auf das neue Abenteuer am Diana-Stall und freue mich genauso darüber, dass ich nun wieder näher bei meinen Freunden und bei meinem Vater bin.“ Engels kommt in ihrer bisherigen Karriere auf insgesamt 207 Siege. Sie feierte ihren größten Erfolg 2024 in Hamburg, als sie mit Atoso den Großen Preis von Lotto Hamburg auf Gruppe III-Ebene gewann. Am Stall von Marcel Weiß sind mittlerweile die Rennreiter Sibylle Vogt, Enzo Crublet, Bayarsaikhan Ganbat und nun auch Engels.
Rennleitungschef Biermann zum Abbruch am 3. Mai in Köln
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 5. Mai 2026
Der Vorsitzender der Kommission nach Rennordnung 427, Dr. Philipp Biermann, zum Renntagsabbruch in Köln am 3. Mai:
"Im dritten Rennen der Veranstaltung, dem Schwarzgold Rennen, hatten fünf der sechs Pferde im Schlussbogen Probleme, weil sie auf der vom Regenschauer feucht gewordenen Grasnarbe rutschten. Die Pferde machten durch das Rutschen Fehler, die sie jeweils noch abfangen und austarieren konnten. Im Anschluss an das Rennen wurden die Reiter zum Zustand des Geläufs gehört, wobei sie berichteten, dass in den ersten beiden Rennen die Situation noch gangbar war, aber durch kurz vor dem dritten Rennen einsetzenden Regenschauer deutlich verschlechtert hatte. Insbesondere ausgangs der Gegenseite und in den Schlussbogen hinein sei die Bahn rutschig, was sich nach Sichtung des Rennfilms an dieser Stelle bestätigte. Daraufhin wurde beschlossen, dass das vierte Rennen (15 Pferde auf 1200 m) an das Ende der Veranstaltung zu setzen, da sich durch erneut absehbaren Regen, mehrere Rennen über das Geläuf bis dahin und eine Aufnahme der Feuchtigkeit aus der Grasnarbe in den Boden der Zustand des potenziell rutschigen Geläufs womöglich verbessern dürfte.
Zu der Frage, ob sich durch die feuchte Grasnarbe ein zu hohes Risiko für die Durchführung des dann anstehenden fünften Rennens bot, wurde die Bahn durch eine Kommission nach 427 RO gebildet und der Schlussbogen in Augenschein genommen. Es war bei der Begehung festzustellen, dass Ende gegenüber bis in den Schlussbogen hinein der Untergrund trocken und die Grasnarbe feucht war, was dazu geführt hatte, dass die Pferde an dieser Stelle nicht in den Boden, sondern lediglich in die Grasnarbe greifen. Auch die Spuren an den Stellen, wo die Pferde in den vorherigen Rennen jeweils gerutscht sind, waren zu sehen. Nach Beratung kam für eine Absicherung des Schlussbogens ein großflächiges Besanden im erforderlichen Ausmaß kurzfristig nicht in Frage. Auch eine Aussteckung mit Stangen war aufgrund der Beschaffenheit der Bahn (insbesondere in den Schlussbogen hinein) nicht sinnvoll möglich, da auch die äußeren Spuren die zuvor beschriebene Situation aufwiesen und weitere Regenschauer anstanden, die die Situation potenziell zu verschärfen drohten, da ein schnelles Aufnehmen des Regens durch den Boden aus der Grasnarbe nicht gegeben war.
In Abwägung der möglichen Maßnahmen und der zu erwartenden Wetterentwicklung kam die Kommission zu dem Ergebnis, dass eine Durchführung der weiteren Rennen nicht ohne ein zu hohes Sicherheitsrisiko möglich war. Die Kommission entschied daher, dass der Renntag nach dem dritten Rennen abgebrochen werden musste."
Pferdesport Deutschland fordert sofortige Entlastung der Pferdehalter
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 15. April 2026
Mit einer gemeinsamen Pressemeldung haben Pferdesport Deutschland, Deutscher Galopp und der Hauptverband für Traberzucht in diesen Tagen auf die zunehmend kritische Entwicklung infolge der Novelle der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) aufmerksam gemacht. In dem gemeinsamen Schreiben an Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer fordern die Verbände eine rasche politische Reaktion und eine spürbare Entlastung der Pferdehalter. Deutscher Galopp unterstützt diese Initiative ausdrücklich und sieht in der veröffentlichten Erklärung ein wichtiges und notwendiges Signal für den gesamten Pferdesektor. Denn auch im Galopprennsport sind die Auswirkungen der seit 2022 deutlich gestiegenen tierärztlichen Kosten in vielen Bereichen spürbar. Die wirtschaftliche Belastung trifft Besitzer, Züchter und Betriebe zunehmend und berührt damit nicht nur einzelne Strukturen, sondern die Zukunftsfähigkeit der gesamten Branche.
Die gemeinsame Pressemeldung (s. u.) macht deutlich, dass die derzeit laufende Evaluierung der GOT aus Sicht der Verbände zu kurz greift. Insbesondere die Perspektive der Tierhalter und die praktischen wirtschaftlichen Folgen der aktuellen Gebührenstruktur werden bislang nicht ausreichend erfasst. Genau darauf weist Deutscher Galopp mit Nachdruck hin. „Die gemeinsame Erklärung von Pferdesport Deutschland, dem Hauptverband für Traberzucht und Deutscher Galopp bringt die Lage sehr klar auf den Punkt. Die Belastungen durch die GOT sind in der Praxis längst Realität und treffen auch zahlreiche Akteure im deutschen Galopprennsport mit voller Wucht. Deshalb war es richtig und wichtig, dieses Thema gemeinsam und mit einer starken Stimme an die Politik heranzutragen“, sagt Daniel Krüger, Geschäftsführer von Deutscher Galopp.
Aus Sicht von Deutscher Galopp geht es dabei ausdrücklich nicht um ein Gegeneinander von Pferdehaltern und Tierärzteschaft. Im Gegenteil: Eine qualitativ hochwertige tierärztliche Versorgung bleibt für den Rennsport wie für die gesamte Pferdebranche unverzichtbar. Notwendig ist jedoch ein belastbarer und ausgewogener Rahmen, der sowohl eine angemessene Vergütung tierärztlicher Leistungen als auch die wirtschaftliche Tragfähigkeit für die Tierhalter sichert. „Wir brauchen jetzt eine ehrliche, umfassende und praxisnahe Betrachtung der tatsächlichen Folgen. Wenn notwendige Behandlungen aus Kostendruck verschoben oder unterlassen werden, ist niemandem geholfen – weder den Menschen noch den Tieren. Gerade deshalb ist das Thema nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine tierschutzrelevante Frage“, so Krüger weiter.
Mit der gemeinsamen Pressemeldung und dem Schreiben an den Bundeslandwirtschaftsminister haben die beteiligten Verbände ihre Erwartung klar formuliert: Die laufende Evaluierung muss inhaltlich erweitert und um die tatsächlichen Auswirkungen auf Pferdehalter, Zucht, Ausbildung, Sport und Versorgungspraxis ergänzt werden. Nur so kann eine tragfähige Grundlage für politische Entscheidungen geschaffen werden. Deutscher Galopp wird sich auch weiterhin gemeinsam mit den Partnerverbänden dafür einsetzen, dass die Interessen des Pferdesektors in dieser für viele Betriebe und Halter existenziellen Frage klar und geschlossen vertreten werden.
Die Pressemitteilung im Wortlaut:
Die Lage im deutschen Pferdesektor spitzt sich dramatisch zu – die Folgen der gestiegenen Tierarztkosten durch die Novelle der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) im Jahr 2022 sind inzwischen überall spürbar. Pferdesport Deutschland, Deutscher Galopp und der Hauptverband für Traberzucht haben Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer daher gemeinsam einen Brief übermittelt, der den sofortigen Handlungsbedarf herausstellt. Hintergrund ist die laufende Evaluierung der GOT, die aus Sicht der Branche weder umfassend noch realitätsnah angelegt ist und die Pferdebranche vor erhebliche Probleme stellt.
„Deutschland ist als Pferdeland in eine nie dagewesene Krise geraten. Weitere Anstiege bei den tierärztlichen Gebühren sind nicht verkraftbar. Ein Abwarten auf die Ergebnisse der nicht allumfassenden Evaluierung ist nicht hinnehmbar“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. „Eines möchten wir vorwegschicken. Tierärztliche Leistungen müssen angemessen vergütet werden. Jedoch ist an vielen Stellen die Grenze der Belastbarkeit erreicht und überschritten“, betonen die drei Präsidenten Prof. Dr. h.c. Martin Richenhagen (Pferdesport Deutschland), Dr. Michael Vesper (Deutscher Galopp) und Peter Weihermüller (Hauptverband für Traberzucht) gemeinsam.
Auslöser für das gemeinsame Vorgehen ist ein Gruppeninterview im Rahmen der Evaluation, das deutlich machte, wie gravierend die negativen Auswirkungen der GOT-Novelle 2022 auf den Pferdesektor sind. Die Vertreter der AFC Public Services, die die Evaluierung im Auftrag des Bundesministeriums durchführen, zeigten sich im Gespräch sichtbar überrascht von Ausmaß und Tiefe der Problematik. Für die Verbände wurde damit unmissverständlich klar: Die derzeitige Evaluierung greift zu kurz, sie untersucht die Folgen für Tierhalterinnen und Tierhalter nicht und sie beantwortet nicht die zentrale Frage, wie eine wirtschaftlich tragfähige tierärztliche Versorgung für alle Beteiligten langfristig gesichert werden kann.
Die Präsidenten der drei Verbände machen deutlich, dass die Probleme weit über steigende Behandlungskosten hinausgehen. Die Pferdezucht verzeichnet dramatische Rückgänge bei den Bedeckungszahlen, Reitschulen schließen in alarmierender Häufigkeit, und immer mehr Pferdehalter stehen vor der Existenzfrage, ob sie sich ihr Pferd überhaupt noch leisten können. Fachleute berichten von zunehmenden wirtschaftlich bedingten Einschläferungen und Schlachtungen sowie einer wachsenden Zahl von Tieren, die verzweifelt an Hilfsorganisationen abgegeben werden. Gleichzeitig werden notwendige tierärztliche Behandlungen häufiger aufgeschoben – ein klarer Rückschritt für den Tierschutz. Zudem sehen die Verbände den Umstand, dass die Tierärzteschaft selbst zunehmend die Folgen bemerkt. Viele Pferdehalter wenden sich aus Kostengründen ab, Praxen verlieren Kundschaft.
Die Präsidenten beschreiben noch eine weitere Entwicklung: Der steigende Anteil von Praxen in Fremdbesitz führt dazu, dass ein großer Teil der finanziellen Last nicht der veterinärmedizinischen Versorgung, sondern Kapitalgesellschaften zugutekommt. Die Folgen dieser Entwicklung werden in der laufenden Evaluierung jedoch bislang nicht untersucht. Die drei Verbände fordern deshalb eine Erweiterung des Evaluationsauftrags. Nur eine umfassende Analyse könne gewährleisten, dass sowohl die Interessen der Tierärzteschaft als auch die derjenigen, die die Gebühren bezahlen müssen, berücksichtigt werden – so wie es § 12 der Bundes-Tierärzteordnung auch vorschreibt. Diese Interessen wurden bereits 2022 nicht erhoben; ein erneutes Versäumnis wäre aus Sicht der Branche nicht nur sachlich falsch, sondern politisch unverantwortlich.
Deutschland ist das einzige Land in der Europäischen Union, das eine bindende Gebührenordnung für tierärztliche Leistungen vorschreibt. In anderen Branchen – etwa bei Architekten und Ingenieuren – haben sich in Deutschland unverbindliche Honorarstrukturen längst bewährt. „Wir fordern die umgehende Aufhebung der Verbindlichkeit der Gebührenordnung, um eine sofortige Entlastung der Verbraucher zu erreichen. Unserer Auffassung nach sollte die Vergütung tierärztlicher Leistungen Abstimmungssache zwischen Pferdehalter und Tierarzt sein“, erklären die Präsidenten und fahren fort: „Die GOT kann bei dabei einen orientierenden, aber nicht verbindlichen Rahmen bieten. So ist es beispielsweise in Österreich geregelt.“
Die Präsidenten betonen in ihrem Schreiben die enge Verbundenheit der Pferdebranche mit der Tierärzteschaft. Das Ziel sei kein Gegeneinander, sondern ein verlässlicher Rahmen, der es beiden Seiten ermöglicht, ihrer Verantwortung gegenüber Tier und Mensch gerecht zu werden. Die Verbände bieten dem Minister deshalb ein kurzfristiges persönliches Gespräch an, um die Lage umfassend darzustellen und Lösungsschritte gemeinsam zu erarbeiten.
25 Renntage in der Saison 2026 mit Pre-Race Vet Checks
Im Wochenrennkalender von Deutscher Galopp vom 24. Februar wurden die Pre-Race Vet Check-Termine für die Saison 2026 veröffentlicht. An 24 Renntagen finden sie statt und werden von erfahrenen Tierärzten durchgeführt. Alle Starter haben sich rechtzeitig an diesen Renntagen vor dem jeweiligen Start beim Pre-Race Vet Check einzufinden. Die Stationen sind während des gesamten Renntags besetzt, sodass eine rechtzeitige Untersuchung aller Teilnehmer gewährleistet ist.
Medizinische Vorbefunde oder Besonderheiten, die für die Untersuchungen wichtig sind, sowie allgemeine Rückfragen können vorab per E-Mail an den Sprecher der Rennleitung, Dr. Philipp Biermann (biermann@deutscher-galopp.de), übermittelt werden.
Alle Termine:
8. März - Dortmund - Dr. Jan Carlos Merkt
5. April - Berlin-Hoppegarten - Dr. Michael Köhler
1. Mai - München - Dr. Michael Zeitelhack
3. Mai - Köln - Dr. Jan Carlos Merkt
10. Mai - Berlin-Hoppegarten - Dr. Michael Köhler
31. Mai - Düsseldorf - Dr. Gerd Apel
19. Juni - Mannheim - Dr. Michael Zeitelhack
28. Juni - Hamburg - Dr. Michael Köhler
5. Juli - Hamburg - Dr. Michael Köhler
12. Juli - Mülheim - Dr. Jan Carlos Merkt
18. Juli - Bad Harzburg - Dr. Rüdiger Beier
19. Juli - Bad Harzburg - Dr. Rüdiger Beier
9. August - Berlin-Hoppegarten - Dr. Rüdiger Beier
15. August - Saarbrücken - Dr. Jan Carlos Merkt
16. August - Hannover - Dr. Rüdiger Beier
29. August - Baden-Baden - Dr. Jan Carlos Merkt
30. August - Baden-Baden - Dr. Rüdiger Beier
12. September - Magdeburg - Dr. Michael Köhler
20. September - Dortmund - Dr. Gerd Apel
27. September - Köln - Dr. Gerd Apel
4. Oktober - Düsseldorf - Dr. Gerd Apel
25. Oktober - Hannover - Dr. Rüdiger Beier
7. November - München - Dr. Michael Zeitelhack
14. November - Krefeld - Dr. Jan Carlos Merkt
6. Dezember - Dresden - Dr. Rüdiger Beier
Reitanlage M+M von Michelle Carolin Barthel in Bebra
Michelle Carolin Barthel, seit 2023 nach bestandener Prüfung zur Besitzertrainerin Mitglied im Verein Deutscher Besitzertrainer, hat sich mit einer Reitanlage (M+M) in nordhessischen Bebra selbstständig gemacht. Dort bietet sie für Rennpferde folgendes an:
- Einreiten und Grundausbilden als Vorbereitung auf den Rennstall
- nach der Karriere auf der Rennbahn je nach Talent zu Spring-, Dressur-, Freizeit- und/oder Vielseitigkeitspfer umtrainieren
- Unterstützung beim Verkauf dieser Pferde und die neuen Besitzer ausführlich über die Pferde beraten
- als Winterquartier mit dressurmäßiger Arbeit
- zum Auskurieren von Verletzungen mit Wiederaufbau
- Einspringen von Rennpferden für Hindernisrennen
Michelle Carolin Barthel: "Unsere Anlage bietet eine Reithalle, wo wir witterungsunabhängig reiten können, einen Außenreitplatz, welcher auch im Winter bereitbar ist, ein Roundpen zum Longieren, eine Führmaschine mit neuem Sand. Im Sommer stehen den Pferden Koppeln und im Winter Paddocks zum Ausgleich zur Verfügung."
Michelle Carolin Barthel hat mit sechs Jahren mit dem Reiten angefangen und mit zehn Jahren ihr erstes Pony selber eingeritten. Im Springreiten war sie bei Turnieren bis Klasse M aktiv und ist auch in Italien und Österreich an den Start gegangen. "Mit 23 Jahren habe ich meinen Bachelor in Betriebswirtschaftslehre gemacht und bin danach im Rennstall als angestellte Arbeitsreiterin bei Markus Klug, Andreas Suborics, Marco Angermann, Pavel Vovcenko sowie Marco Klein in Mannheim aktiv gewesen. Zwischenzeitlich habe ich zudem bei Lehrgänge bei Peter Schiergen, Henk Grewe, Carmen Bocskai und Fabian Xaver Weißmeier geritten", so Michelle Carolin Barthel,
Weitere Informationen sind auf ihrer Internetseite https://www.reitanlagemm.de zu finden. Persönlich kann Michelle Carolin Barthel unter der Telefonnummer +491755704505 oder per E-Mail michelle_carolin@t-online.de kontaktiert werden.
Haftpflichtversicherung der Startpferde wird überprüft
Quelle: Wochenrennkalender von Deutscher Galopp vom 2. September 2025
Aufbauend auf die Mail vom 15. April 2025, kontrolliert Deutscher Galopp ab sofort stichprobenartig das Vorliegen einer gültigen Haftpflichtversicherung der startenden Pferde. Die Trainer werden gebeten, einen entsprechenden Nachweis der Besitzer auf Abruf zügig vorlegen zu können.
Formular für Ständestartprüfung vor dem 1. Lebensstart
Die Renntechnik von Deutscher Galopp teilt mit:
Gemäß Änderung der RO-Nr. 421 sowie Nr. 25 der Besonderen Bestimmungen ist es jedem Trainer gestattet, die Ständestartprüfung vor dem 1. Lebensstart eines jeden Pferdes nunmehr selbst abzunehmen und mithilfe eines Protokolls im Original im Pferdepass zu hinterlegen sowie in Kopie an Deutscher Galopp zu senden. Das Protokoll muss zum Start des Pferdes vorliegen.
Der Vordruck kann auf der Website von Deutscher Galopp unter „Formulare“ heruntergeladen werden oder ist auch hier zu finden. Sollten noch Rückfragen auftreten, ist Anne Horny (horny@deutscher-galopp) gern jederzeit erreichbar.
Auf der Homepage von Deutscher Galopp: Galoppsport-Transparent
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 29. Oktober 2024
Der Galopprennsport ist faszinierend und zieht jedes Jahr hunderttausende Fans auf die Rennbahnen in Deutschland. Trotzdem kursieren häufig Missverständnisse und unbegründete Vorurteile, die ein verzerrtes Bild des Sports zeichnen. Dabei steht das Wohl der Pferde – ob auf der Rennbahn, im Trainingsstall oder auf dem Gestüt – immer an erster Stelle. Mit der neuen, vom Dachverband des deutschen Galopprennsports ins Leben gerufenen Website „Galoppsport-Transparent.de“ (Galopprennsport: Fakten statt Bedenken) gibt es jetzt eine Anlaufstelle, die sich gezielt mit Vorwürfen und Kritikpunkten auseinandersetzt. Die Plattform soll Diskussionen auf eine fundierte Basis stellen und setzt dabei auf wissenschaftliche Fakten und klar belegbare Zahlen.
Zu einigen der häufigsten Kritikpunkte im Galoppsport gibt die Website detaillierte Antworten: Welche Rolle spielt die Peitsche bei Pferderennen? Ist Galoppsport ein Privileg für wenige? Was passiert mit den Pferden nach ihrer Rennkarriere, und wie finden Vollblüter auch in anderen Reitsportarten Verwendung? Zusätzlich werden Themen wie Unfallrisiken, Haltungsbedingungen und weitere Fragestellungen beleuchtet.
„Mit Galoppsport-Transparent.de setzen wir ein klares Zeichen für Offenheit und Transparenz und schaffen eine fundierte Basis für sachliche Auseinandersetzungen. Als Dachverband engagieren wir uns seit jeher dafür, dass Pferderennen in Deutschland so sicher wie möglich für Pferde und Reiterinnen und Reiter ablaufen. Wir laden alle Interessierten ein, sich anhand wissenschaftlicher Fakten ein eigenes Bild des Galopprennsports zu machen“, so Daniel Krüger, Geschäftsführer von Deutscher Galopp e.V, und ergänzt: „Ein besonderer Dank gilt Frau Dr. Monica Venner, unsere unabhängige Beauftragte für Tierschutzfragen. Durch ihre Expertise konnten die behandelten Themen auch aus veterinärmedizinischer Perspektive eingeordnet werden.“
Weitere Anliegen oder Anmerkungen, die bisher nicht thematisiert wurden, können über Galoppsport-Transparent.de per Video, Audio oder Text direkt an Deutscher Galopp gesendet werden. Ziel ist es, mit Vorurteilen gegenüber dem Galopprennsport aufzuräumen und den Sport verständlicher und transparenter zu machen.
Schutz und Förderung des Kulturguts Vollblut
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 23. Oktober 2023
Der Dachverband Deutscher Galopp e.V. hat eine Stiftung ins Leben gerufen. Die neugegründete Stiftung Deutscher Galopp soll mithilfe finanzieller Zuwendungen die wirtschaftliche Zukunft der Vollblutzucht und des Galopprennsports garantieren. Alle in die Stiftung eingebrachten Investitionen kommen in voller Höhe der Förderung und Weiterentwicklung des deutschen Galopprennsports zugute.
Die Stiftung Deutscher Galopp fokussiert sich auf fünf Förderschwerpunkte und Tätigkeitsfelder:
Förderung des Kulturguts Vollblut und seiner wirtschaftlichen Grundlagen
Erhalt und Förderung von Zucht- und Leistungsprüfungen
Tierwohl sowie Sicherheit für Mensch und Pferd
Veterinärmedizinische Forschung
Nachwuchsförderung und Weiterbildung
Durch verschiedenen Stiftungs- und Spendenmodelle können alle finanziellen Unterstützungen, unabhängig vom Umfang der Spende, aktiv zur Verwirklichung der Stiftungsziele und somit in den deutschen Galopprennsport eingebracht werden. „Wir freuen uns über jeden Einzelnen, der unser Engagement hinsichtlich Integrität, Tierwohl und nachhaltiger Werte unterstützt“, sagt Daniel Krüger, Geschäftsführer Deutscher Galopp. „Gleichzeitig bedanken wir uns für das uns erwiesene Vertrauen, die eingebrachten Vermögen sicher und gewinnbringend für den gemeinnützigen Zweck zu verwalten.“
Die deutsche Vollblutzucht genießt durch große Erfolge in den bedeutendsten Rennen der Welt – wie dem Prix de l‘ Arc de Triomphe in Frankreich, den King George VI and Queen Elizabeth Stakes in England, dem Melbourne Cup in Australien oder dem Breeders‘ Cup in den USA – international eine große Anerkennung. Ziel der Stiftung ist es, Erfolgsgeschichten wie die von Acatenango, Lando, Danedream, Torquator Tasso, Shirocco, Novellist oder Protectionist mit vereinten Kräften noch lange fortzuschreiben.
Weitere Informationen oder Rückfragen zur Stiftung Deutscher Galopp unter: Tel. 0221–749816, E-Mail: stiftung@deutscher-galopp.de
Formular "Beanstandungen im Gastboxenbereich"
Aus gegebenen Anlass rät der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer seinen aktiven Mitgliedern, zu jedem Renntag das Formular "Beanstandungen im Gastboxenbereich" (hier herunterladen) mitzuführen. Alle Beanstandungen sollten mit diesem Formular unverzüglich der Rennleitung mitgeteilt werden.