Dreimal Schubert in Erbach und je ein Sieg in München und Bad Harzburg
In Bad Harzburg ging am Sonntag, 26. Juli, die 146. Bad Harzburger Galopprennwoche zuende. Acht Prüfungen standen noch einmal auf dem Programm. Für die in Deutschland lizenzierten Besitzertrainer gab es dabei einen Treffer. In München wurde an diesem Tag ein Premium-Renntag absolviert. Bei nur drei Startern gelang den Besitzertrainern dort ein Sieg.
Beim Finale am 26. Juli in Bad Harzburg schaffte Anna Schleusner-Fruhriep dank Orkan von Marlow ihren sechsten Saisonerfolg. Der Halbblüter setzte sich in einem Ausgleich III über 2.400 Meter unter Jozef Bojko leicht durch. Als längster Außenseiter ließ der 8-jährige Wallach seinen Wettanhang über die stolze Siegquote von 11,20:1 jubeln.
Der Erfolg in München am 26. Juli wird Kim-Lynn Nakelski gutgeschrieben. Für sie siegte in einem Ausgleich IV über 1.600 Meter der 8-jährige Belisaire mit einem hauchdünnen Vorsprung. Im Sattel des Wallachs, der am Toto 7,90:1 zahlte, saß Bertrand Flandrin. Für Kim-Lynn Nakelski war es der dritte Jahrestreffer.
Am Samstag, 25. Juli, fand der vierte und vorletzte Renntag der 146. Bad Harzburger Galopprennwoche mit neun Prüfungen statt. Die in Deutschland lizenzierten Besitzertrainer blieben dabei ohne Sieg. Viel besser lief es dagegen an diesem Tag bei den drei Galopp-Prüfungen in Erbach, denn die wurden allesamt gewonnen.
Was für ein Tag für Alina Schubert! Die Besitzertrainerin aus Gummersbach ging am 25. Juli in Erbach mit ihren vier Schützlingen in den drei Rennen an den Start. Die Bilanz ist ein lupenreiner Hattrick und dazu noch ein zweiter Platz.
Zuerst siegte Alina Schubert in einem Altersgewichtsrennen über 2.150 Meter mit Subway Surfer. Sie saß bei ihrem ersten Jahrestreffer selbst im Sattel des 4-jährigen Wallachs, der überlegen gewann und als Favorit 1,40:1 zahlte. Die Besitzertrainer-Zweierwette (2,20:1) machte Alina Schuberts Made in Pepper (Nina Wagner) perfekt.
Den zweiten Tages- und Saisonerfolg fuhr Alina Schubert dann in einem Ausgleich IV über 2.150 Meter mit Tabularasa ein. Auch bei dem 11-jährigen Wallach war sie selbst die Reiterin. Auch dieser Sieg war als Favorit überlegen. Der Wettanhang erhielt 2,10:1.
Der dritte Streich von Alina Schubert war dann in einem Ausgleich IV über 1.700 Meter fällig. Diesmal gewann sie auf Comedy La Vega sicher. Der 8-jährige Wallach zahlte dafür am Toto 2,60:1.
Der nächste Renntag in Deutschland findet am Freitag, 31. Juli, in Zweibrücken statt. Weiter geht es am Samstag, 1. August, in Köln, am Sonntag, 2. August, in Dresden und in Düsseldorf, am Samstag, 8. August, in Krefeld, am Sonntag, 9. August, in Hoppegaten und Cuxhaven (mit "Trostpflaster-Aktion"), am Samstag, 15. August, in Halle und in Saarbrücken sowie am Sonntag, 16. August, in Hannover und in Dortmund (mit "Trostpflaster-Aktion").
Alle In- und Auslandssiege der in Deutschland lizenzierten Besitzertrainer im Juli, Juni, Mai, April, März, Februar und Januar 2026 hier. Alle Treffer in den Jahren 2025, 2024, 2023, 2022, 2021, 2020, 2019 und 2018 sind im Archiv (hier) nachzulesen.
Alle Ergebnisse sind unter www.deutscher-galopp.de zu finden. Dort sind auch alle Renntermine eingestellt.
Packendes Finish im Großen Dallmayr-Preis - die Gäste dominieren
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 26. Juli 2026
Nicht unerwartet haben die internationalen Gäste den Großen Dallmayr-Preis auf der Galopprennbahn in München-Riem am Sonntag, 26. Juli, dominiert. Die mit 155.000 Euro dotierte Gruppe I-Prüfung über 2.000 m gehört zu den wichtigsten Galopprennen in Deutschland und ist der erste Vergleich der Dreijährigen gegen die älteren Pferde auf höchstem Niveau. Es siegte der in Irland von Jessica Harrington trainierte vierjährige Hengst Hotazhell nach einem Kampf gegen die ein Jahr jüngere Timeforshowcasing aus England. Eine halbe Länge zurück belegte der favorisierte Wimbledon Hawkeye den dritten Rang.
Sechs der zehn Starter kamen aus dem Ausland, und bestes deutsches Pferd war der dreijährige Seguro, den Andreas Suborics in Köln vorbereitet. Seguro wurde Vierter vor der Stute Santagada, die sich das letzte Preisgeld von 3.000 Euro schnappte. Das Siegerteam von Hotazhell, die Silverton Hill Partnership, kassierte 100.000 Euro. „Es war gar nicht der Plan vorne zu gehen, aber er sprang gut ab, und es war kein Tempo“, so Siegjockey Shane Foley, für den es der erste Gruppe I-Sieg in Deutschland war.
Die 78-jährige Jessica Harrington, Trainerin in Irland seit 1989, konzentriert sich vor allem auf Hindernisrennen. Sie gehörte als Reiterin zum olympischen Team in der Vielseitigkeitsprüfung 1984 in Los Angeles. Als Trainerin hat sie den weltbekannten Cheltenham Gold Cup gewonnen, aber auch große Flachrennen wie den Prix de l’Opera in Frankreich. Mit Hotazhell holte sie vor zwei Jahren bereits ein Gruppe I-Rennen.
Der Große Dallmayr-Preis firmiert seit 30 Jahren unter diesem Namen, die Zusammenarbeit des Münchener Rennvereins mit der bekannten Kaffeemarke und Delikatessenhaus geht sogar schon 50 Jahre zurück. Die Prüfung steht in der Tradition des Bayerischen Zuchtrennens, das seit 1866 ausgetragen wird. Es ist der einzige Grand Prix in Deutschland der höchsten Kategorie, der über 2.000 m gelaufen wird. Die Großen Preise von Berlin, Baden und Bayern, wie auch der Preis von Europa, werden über die klassische Derbydistanz von 2.400 m gelaufen.
Der Große Dallmayr-Preis ist auch der Auftakt des „Sommerfestivals des deutschen Galoppsports“ mit drei Gruppe I-Rennen an drei aufeinanderfolgenden Sonntagen. Kommende Woche steht in Düsseldorf das mit einer halben Million Euro dotierte „Stutenderby“ auf dem Programm. Die 168. Henkel-Preis der Diana - German Oaks über 2.200 m steht nur dreijährigen Stuten offen. Den Vergleich Derbyjahrgang gegen ältere Pferde gibt es dann wieder am 9. August auf der Hauptstadt-Rennbahn Berlin-Hoppegarten im Westminster 136. Großer Preis von Berlin.
City of Troy gewinnt unterstütztes Rennen am 25. Juli in Bad Harzburg
Im Rahmen seines jährlichen Zuschussprogramms unterstützte der Verein Deutscher Besitzertrainer am Samstag, 25. Juli, ein Rennen in Bad Harzburg. Zur neunten und letzten Prüfung des Tages um 18.50 Uhr hatte der Verein eine finanzielle Unterstützung geleistet. Den Preis vom Hotel am Eichenberg und vom Verein Deutscher Besitzertrainer e.V., einen Ausgleich IV über die Distanz von 2.000 Metern mit einer Gesamtdotierung von 6.000 € gewann die 5-jährige Stute City of Troy. Der Schützling von Trainer Christian Sprengel siegte unter Leon Wolff sicher und zahlte als Favorit am Toto 3,10:1.
Rang zwei ging an Fabian Xaver Weißmeiers Okiedokie (Yeva Bakalova). Dritter wurde Marco Angermanns Romantic Samurai (Martin Seidl). Die beiden Besitzertrainer-Pferde im 8-köpfigen Feld belegten die Plätze fünf (Dr. Jörg Sagers GoldenSpike/René Piechulek) und sechs (Anneliese Bolliens La Boom/Thore Hammer-Hansen).
Super-Samstag in Bad Harzburg - Sibylle Vogt taucht in den See
Quelle: GaloppOnline vom 25. Juli 2026
Der vierte Tag der 146. Bad Harzburger Galopprennwoche erfüllte alle Erwartungen. Oder übertraf sie vielmehr sogar. Über 12.000 Zuschauer sorgten für einen starken Besuch und dementsprechend herausragenden Wettumsatz. In den neun Rennen des Tages wurden 483.972 Euro gewettet, im vergangenen Jahr waren es bei ebenfalls neun Rennen 363.206 Euro gewesen. Allein 42% dieses Umsatzes wurden auf der Bahn gesetzt, ebenfalls ein hervorragender Wert.
Sibylle Vogt gewinnt Jockey-Cup der Goslarschen Zeitung
Normalerweise wird der Meetings-Champion der Reiter in Bad Harzburg erst nach dem abschließenden Renntag am Sonntag im Rahmen der Feierlichkeiten zum Jockey-Cup der Goslarschen Zeitung in den Salzmann-See geworfen. In diesem Jahr war das jedoch anders. Sibylle Vogt hatte bei den ersten vier Renntagen, an denen sie jeweils vor Ort war, mit fünf Siegritten und zahlreichen weiteren Platzierungen einen so großen Vorsprung herausgeritten, dass sie den letzten Meetingstag ganz entspannt aus München verfolgen kann.
Von den am Sonntag noch in Bad Harzburg antretenden Reitern könnte nur noch Hakim Tabet theoretisch aufschließen. Mit seinen vier geplanten Ritten kann er allerdings maximal 40 Punkte sammeln und würde selbst dann den Rückstand von mehr als 41 Punkten auf Vogt nicht mehr aufholen. Deshalb wurde Sibylle Vogt bereits am Samstag nach dem letzten Rennen traditionsgemäß in den Salzmann-See geworfen. Eine kleine theoretische Hintertür bleibt dennoch: Sollte Hakim Tabet am Sonntag kurzfristig zusätzliche Ritte übernehmen, könnte er in der Theorie noch genügend Punkte sammeln. Praktisch gilt der Titel für Sibylle Vogt aber als sicher – und der „Sprung“ in den See durfte deshalb schon einen Tag früher erfolgen.
La Spezia füllt erneut die Kassen
Quelle: Pressemitteilung der Baden-Badener Auktionsgesellschaft (BBAG) vom 25. Juli 2026
Nur drei Wochen nach ihrem Erfolg im BBAG Auktionsrennen für Steher in Hamburg hat die dreijährige La Spezia erneut Kasse gemacht. Die Time Test-Tochter gewann in Bad Harzburg am Samstag, 25. Juli,das mit 37.000 Euro dotierte BBAG Auktionsrennen über 1.850 m, das als Großer Preis der BLSK das Hauptereignis des Meetings von Bad Harzburg war. Die von Sascha Smrczek trainierte 1,90:1-Favoritin musste sich dabei aber mächtig strecken, denn Voitton (Best Solution) fühlte der Stute auf den Zahn, blieb am Ende aber nach Kampf um eine halbe Länge geschlagen. "Es war ganz schön eng", sagte Siegreiter Leon Wolff. "Aber sie hat ein Kämpferherz. Zudem war der Weg vielleicht ein bisschen kurz für sie."
La Spezia gehört dem Stall Onzo, hinter dem unter anderem der Rennbahn-Moderator und Pressesprecher von Bad Harzburg, Daniel Delius, steckt. Züchter der Stute, die sich nun vermutlich in Black Type-Rennen versuchen wird, ist das Gestüt Fährhof. Sie wurde für 24.000 Euro bei der BBAG ersteigert und hat mittlerweile schon mehr als 60.000 Euro verdient. Hinter dem Führungsduo kam Aktivist (Victor Ludorum) gut vier Längen zurück auf den dritten Platz vor Duchessa (Amaron). Charleston (Gleneagles), Padme (Waldpfad) und Alonia (Japan) belegten die weiteren Geldränge, nur Suresnes (Japan) ging leer aus.
In Köln beginnt dann am nächsten Wochenende die Saison der BBAG Auktionsrennen für die Zweijährigen. Zwei Wochen später ist die August Online Sale, bevor dann am 4. September die wichtigste Auktion des Jahres, die Jährlings-Auktion in Iffezheim im Rahmen der Großen Woche abgehalten wird. Weitere Infos auf der Website der BBAG https://bbag-sales.de/home~de_DE.
Alles über die Stute Nastaria in der Turf-Times
In der aktuellen Ausgabe von Turf-Times gibt es ab Seite 6 eine lesenswerte Story über die Kultstute von Besitzertrainerin Anna Schleusner-Fruhriep. Hier klicken: https://www.turf-times.de/newsletter/ausgabe-925-2026-07-24
Nichts Neues aus Bad Harzburg: Cabot Cliffs gewinnt
Quelle: Pressemitteilung des Harzburger Rennvereins vom 24. Juli 2026
Ein Doppelsieger, dazu Erfolge von Pferden aus Tschechien und Ungarn prägten den dritten Tag der 146. Galopprennwoche in Bad Harzburg am Donnerstag, 23. Juli. Vor 5.600 Zuschauern holte sich der vier Jahre alte Nordstar unter dem vierfachen deutschen Jockey-Champion Bauyrzhan Murzabayev das wichtigste Flachrennen des Tages.
Der Wallach, den Roland Dzubasz in Berlin-Hoppegarten trainiert, setzte sich gegen Done Decision (Thore Hammer-Hansen) und Free Lips (Radek Koplik) durch. Amor Cordis siegte unter Anna Lebuskova für tschechische Interessen, Power Lady, der von dem Münchener Amateur Julian Sixt geritten wurde, gewann für den ungarischen Trainer Pal Csontos.
Einziger Doppelsieger war Trainer Christian von der Recke aus Weilerswist, der Artistic Mission als Sieger stellte und zum Abschluss des Tages das Kultpferd Cabot Cliffs, der beim achten Start in Bad Harzburg seinen achten Sieg schaffte. Mit Hakim Tabet im Sattel gewann er zum vierten Mal in seiner Karriere den Preis der Regionsbeweger, das Hürdenrennen des Tages. 23 Rennen hat er jetzt in seiner bemerkenswerten Laufbahn gewonnen.
226.414 Euro wurden in den sieben Rennen des Tages gewettet, vor einem Jahr waren es in acht Rennen 156.000 Euro gewesen. Der Zuwachs bei den Wettumsätzen hielt somit auch am dritten Meetingstag an. Weiter geht es am Samstag, 25. Juli, mit neun Rennen, der erste Start ist für 14 Uhr vorgesehen.
Deutscher Galopp zu Gast bei „Zügel in der Hand - Verantwortung im Kopf“
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 24. Juli 2026
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag Nordrhein-Westfalen lud zu einer Veranstaltung zum Thema „Zügel in der Hand - Verantwortung im Kopf“ ein, bei der Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Veterinärbehörden sowie den unterschiedlichen Pferdesportverbänden zusammenkamen, um über bestehende Herausforderungen und mögliche Weiterentwicklungen im Tierschutz zu diskutieren. Neben Dr. Henrike Lagershausen und Daniel Stegemann von Pferdesport Deutschland sowie Dr. Gerlinde von Dehn (Landestierschutzbeauftragte NRW) nahmen auch Verbandspräsident Dr. Michael Vesper und Trainerin Yasmin Almenräder für Deutscher Galopp e.V. teil.
Im Mittelpunkt der Gesprächsrunde stand die Frage, welche Maßnahmen die verschiedenen Verbände bereits zum Schutz ihrer Pferde umgesetzt haben und welche Herausforderungen die jeweiligen Disziplinen mit sich bringen. Dabei ging es nicht um die Bewertung von Einzelfällen, sondern um einen fachlichen Austausch über strukturelle Maßnahmen und mögliche Weiterentwicklungen im Pferdesport, was Vesper und Almenräder nutzten, um die Bemühungen von Deutscher Galopp in den letzten Jahren im Einzelnen vorzustellen. In der regen Diskussion ging es um wünschenswerte und machbare Optimierungen im Sinne des Tierwohls unserer Pferde, ohne die Berechtigung des Pferdesports in Zweifel zu ziehen. So gab es in der Versammlung eine klare Tendenz dafür, die Zahl von derzeit noch drei erlaubten Peitscheneinsätzen auf null zu reduzieren.
Bei der Veranstaltung wurde deutlich, dass der regelmäßige Austausch zwischen Politik, Veterinärbehörden und den Verbänden eine wichtige Grundlage für die kontinuierliche Weiterentwicklung des Tierschutzes ist. „Ich begrüße, dass die Grünen das Thema Tierschutz im Pferdesport aufgegriffen haben, um zum einen eine Bestandsaufnahme in den unterschiedlichen Sportarten zu erheben und zum anderen über mögliche Verbesserungen zu diskutieren. Wir haben uns dieser Diskussion gern gestellt“, so Dr. Michael Vesper.
Magdeburger Renn-Verein stellt personelle und strategische Weichen neu
Quelle: Pressemitteilung des Magdeburger Renn-Vereins vom 20. Juli 2026
Der Magdeburger Renn-Verein e.V. von 1906 hat nach dem Rücktritt seines langjährigen Präsidenten Heinz Baltus die personellen und strategischen Weichen für die kommenden Jahre gestellt. In seiner Sitzung am 14. Juli 2026 bestellte das Präsidium den bisherigen Vizepräsidenten Maximilian Leonhardt zum neuen Präsidenten. Bernd Busse übernimmt künftig das Amt des Vizepräsidenten. Mit der Neuordnung schafft das Präsidium klare Verantwortlichkeiten und stellt die kontinuierliche Handlungsfähigkeit des traditionsreichen Vereins sicher. Zugleich bekräftigte das Gremium seinen Willen, an die erfolgreiche Entwicklung der vergangenen Jahre anzuknüpfen und den eingeschlagenen Konsolidierungskurs konsequent fortzusetzen.
Im Mittelpunkt der Sitzung standen neben den personellen Entscheidungen verschiedene Beschlüsse zur organisatorischen, wirtschaftlichen und strukturellen Entwicklung des Vereins. Dabei sollen insbesondere die veränderten finanziellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen stärker berücksichtigt werden. Bewährte Strukturen sollen erhalten, interne Abläufe weiter professionalisiert und die wirtschaftliche Stabilität des Magdeburger Renn-Vereins langfristig gesichert werden. Gleichzeitig will der Verein den Galopprennsport in Magdeburg weiter stärken und die Rennbahn im Herrenkrug als bedeutenden Sport-, Veranstaltungs- und Begegnungsort weiterentwickeln.
Mehr Komfort für Besucher und bessere Bedingungen für Partner
Ein wesentlicher Schwerpunkt der künftigen Arbeit liegt auf der weiteren Verbesserung der Bedingungen für die Besucherinnen und Besucher sowie für die zahlreichen Sponsoren, Partner und VIP-Gäste des Vereins. Organisation, Service, Gastronomie und Aufenthaltsqualität auf dem Rennbahngelände sollen schrittweise weiterentwickelt und professionalisiert werden. Das Erlebnis Pferderennen soll dabei noch stärker als attraktives Freizeitangebot für die gesamte Familie positioniert werden. Hochklassiger Galopprennsport, Unterhaltung, Kinderangebote, Gastronomie und die besondere Atmosphäre der historischen Rennbahn im Herrenkrug sollen künftig noch enger miteinander verbunden werden.
Ein weiterer Schwerpunkt der Neuausrichtung ist die schrittweise Verjüngung und fachliche Erweiterung des Präsidiums. In den kommenden Monaten sollen ausgewiesene Rennsportexperten sowie Fachleute aus weiteren für die Vereinsentwicklung wichtigen Bereichen in das Präsidium kooptiert werden. Sie sollen ihre Erfahrungen, Netzwerke und Fachkenntnisse unmittelbar in die Arbeit des Vereins einbringen. Auf der nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung werden sie sich anschließend dem Votum der Vereinsmitglieder stellen.
Mit der personellen und strategischen Neuaufstellung verbindet das Präsidium das Ziel, Kontinuität und Erneuerung miteinander zu vereinen. Der Magdeburger Renn-Verein bleibt uneingeschränkt handlungsfähig und sieht sich gut aufgestellt, seine sportlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufgaben auch in Zukunft erfolgreich wahrzunehmen. „Wir wollen den erfolgreichen Weg des Vereins fortsetzen, zugleich aber auch neue Impulse setzen und die Rennbahn für Besucher, Familien, Sponsoren und Partner kontinuierlich attraktiver gestalten“, erklärte das Präsidium nach seiner Sitzung. „Unser Ziel ist es, sportliche Qualität, wirtschaftliche Stabilität und ein professionelles Veranstaltungserlebnis miteinander zu verbinden.“
Internationaler Spitzensport beim nächsten Renntag
Eine erste Gelegenheit, diesen Anspruch erneut unter Beweis zu stellen, bietet sich bereits am Sonnabend, 12. September. An diesem Tag stehen auf der Galopprennbahn im Herrenkrug sieben Galopprennen auf dem Programm. Sportlicher Höhepunkt wird das traditionsreiche und hochdotierte BBAG-Auktionsrennen sein. Darüber hinaus erhält der Renntag durch einen Wertungslauf zur FEGENTRI World Championship for Lady Riders eine besondere internationale Bedeutung. Die Austragung eines FEGENTRI-Weltmeisterschaftslaufes unterstreicht zugleich die sportliche Bedeutung des Magdeburger Rennstandortes. Sie zeigt, dass die Rennbahn im Herrenkrug nicht nur ein traditionsreicher Veranstaltungsort für den mitteldeutschen Galopprennsport ist, sondern auch im internationalen Amateur-Rennsport Anerkennung genießt.
Neben den sportlich hochklassigen Galopprennen sind weitere besondere Programmpunkte vorgesehen. Dazu gehört unter anderem das beim Publikum beliebte Kaltblutrennen. Die imposanten Pferde und ihre kraftvollen Auftritte sorgen regelmäßig für Begeisterung und bilden einen reizvollen Kontrast zu den schnellen englischen Vollblütern. Auch das im vergangenen Jahr erfolgreich etablierte Steckenpferdrennen für Kinder soll erneut stattfinden. Dabei können die jüngsten Besucherinnen und Besucher selbst Rennbahnluft schnuppern, auf ihren Steckenpferden um die Wette laufen und sich für einen Moment wie echte Rennreiterinnen und Rennreiter fühlen. Das Angebot steht beispielhaft für den Anspruch des Magdeburger Renn-Vereins, einen Renntag nicht ausschließlich als sportliche Veranstaltung, sondern als gemeinsames Erlebnis für die gesamte Familie zu gestalten. Weitere Angebote für Kinder und Familien befinden sich derzeit in Vorbereitung.
Der 12. September steht in Magdeburg zugleich im Zeichen des Fußballs. Der 1. FC Magdeburg empfängt an diesem Tag den 1. FC Kaiserslautern zu einem Heimspiel. Der Magdeburger Renn-Verein prüft deshalb derzeit eine besondere Aktion für Fußballfans: Besucherinnen und Besucher des FCM-Heimspiels sollen nach dem Abpfiff gegen Vorlage ihrer Tages- oder Dauerkarte die Möglichkeit erhalten, zum vergünstigten Eintrittspreis von fünf Euro auf die Rennbahn im Herrenkrug zu kommen um dort noch einen großen Teil des Renntages mitzuerleben. Mit dieser Aktion möchte der Rennverein zwei bedeutende Magdeburger Sportereignisse miteinander verbinden. Die Fußballfans sollen nach dem Stadionbesuch die Gelegenheit erhalten, ihren Sporttag im Herrenkrug fortzusetzen, die besondere Atmosphäre eines Galopprenntages kennenzulernen und sowohl das BBAG-Auktionsrennen als auch den internationalen FEGENTRI Weltmeisterschaftslauf zu erleben.
Pferdeverbände drängen auf schnelle Entlastung bei der GOT
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 15. Juli 2026
Pferdesport Deutschland, Deutscher Galopp e.V. und der Hauptverband für Traberzucht e. V. (HVT) haben bei einem gemeinsamen Gespräch mit Bundesminister Alois Rainer ihre Forderung nach einer kurzfristigen Entlastung von Pferdehaltern, Züchtern und Betrieben bekräftigt. Die drei Verbände traten dabei geschlossen auf und machten deutlich, dass die Auswirkungen der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) die gesamte Pferdebranche zunehmend belasten.
Für die drei Verbände nahmen u.a. die Präsidenten Dr. Michael Vesper (Deutscher Galopp e.V.), Prof. Dr. h.c. Martin H. Richenhagen (Pferdesport Deutschland) und Peter Weihermüller (HVT) sowie der Geschäftsführer von Deutscher Galopp, Daniel Krüger, an dem Gespräch teil. Auf Seiten des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) waren neben Bundesminister Alois Rainer auch Silvia Breher, Parlamentarische Staatssekretärin und Beauftragte der Bundesregierung für Tierschutz, sowie weitere leitende Mitarbeiter des Hauses vertreten.
Die Verbände schilderten in dem Austausch die aktuelle Situation in ihren Bereichen und verwiesen auf die deutlichen Rückgänge hin. Sowohl die Anzahl der Pferde als auch die der pferdesportlichen Veranstaltungen ist stark zurückgegangen. Ebenso die Zahl der registrierten Züchter und Bedeckungen. Die Rückmeldungen der Zuchtverbände aus der laufenden Zuchtsaison fallen deutlich dramatischer als bisher aus. Die Verbände sehen die teilweise extrem angestiegenen Tierarztkosten als wesentlichen Belastungsfaktor für Pferdehalter und Zuchtbetriebe an.
Sofortige Entlastung der Pferdehalter gefordert
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die gemeinsamen Forderungen der drei Verbände. Herr Dr. Vesper erinnerte daran, dass die GOT 2022 entgegen § 12 der Bundes-Tierärzteverordnung ohne Beteiligung der Pferdehalter beschlossen wurde; das dürfe sich nicht wiederholen. Daher nahm er positiv die Bereitschaft von Minister Rainer und der parlamentarischen Staatssekretärin Breher auf, die Seite der Tierhalter zu hören, die von den teilweise dramatisch gestiegenen Gebühren erdrückt werden.
Herr Krüger ergänzt: „Eine vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Tierärztinnen und Tierärzten ist für uns von zentraler Bedeutung. Uns verbindet das gemeinsame Ziel, die bestmögliche Versorgung und das Wohlergehen unserer Pferde sicherzustellen. Deshalb müssen wir die bestehenden Probleme offen ansprechen und gemeinsam eine tragfähige Lösung finden, die sowohl eine verlässliche tierärztliche Versorgung als auch die wirtschaftliche Zukunft der Pferdehaltung gewährleistet. Ich bin froh, dass sich das Bundesministerium dieser wichtigen Fragen nun angenommen hat, und hoffe auf einen konstruktiven Prozess mit zeitnahen Ergebnissen.“
Gemeinsames Mindestziel der drei Pferdeverbände ist die Aufhebung der Verbindlichkeit der GOT 2022. Dies sei kurzfristig umzusetzen, sagte Richenhagen, um eine direkte Entlastung der Pferdehalter schnell zu erreichen. In einem gemeinsamen Schreiben an Bundeslandwirtschaftsminister Rainer hatten die drei Pferdeverbände bereits im April 2026 darauf hingewiesen, dass sich in anderen Branchen Modelle längst bewährt haben, die der Orientierung dienen, ohne dabei verbindlich zu wirken (u.a. bei Architekten, Ingenieuren und Steuerberatern).
Nachdrücklich haben die drei Verbände darauf hingewiesen, dass die laufende Evaluierung nach ihrer Auffassung nicht die Anforderungen an eine ergebnisoffene Überprüfung erfüllt. Denn: Eine wissenschaftlich belastbare Evaluation muss ergebnisoffen prüfen, ob die Ziele der GOT 2022 überhaupt erreicht wurden. In der jetzigen Evaluation fehlen die konkreten Auswirkungen auf Tierhalter und Tierwohl, die aktuell negative Entwicklung der Tierzahlen, die Entwicklung von Behandlungen und Euthanasien, die allgemeine Marktentwicklung sowie die Bedeutung von Arzneimittelumsätzen und Rabattstrukturen. Zu prüfen sind auch kartellrechtliche Fragestellungen aufgrund der zunehmenden Bildung großer Gruppen- bzw. Unternehmensverbünde von Tierarztpraxen und -kliniken.
Darüber hinaus fordern die Verbände:
- die Abschaffung der Hausbesuchsgebühr für Pferde sowie ein Bekenntnis zum Pferd als landwirtschaftliches Nutztier,
- eine transparente Begründungspflicht bei der Anwendung von Mehrfachsätzen,
- größere Gestaltungsspielräume bei der Rechnungsstellung, beispielsweise durch Pauschalen, Rabatte oder Paketpreise
- sowie die gleichwertige Berücksichtigung der Perspektive der Tierhalter im Evaluationsprozess.
Erstmals vertraten Pferdesport Deutschland, Deutscher Galopp und HVT ihre Positionen zur GOT gemeinsam gegenüber dem Bundesminister. Die Verbände machten dabei deutlich, dass Pferdesport, Pferdezucht und Pferderennsport in dieser Frage mit einer Stimme sprechen. Trotz unterschiedlicher Aufgaben und Strukturen vertreten sie gemeinsam die Interessen von Pferdesport, Pferdezucht und Pferderennsport in Deutschland. Ihr gemeinsames Ziel ist eine schnelle, tragfähige Lösung, die sowohl die Zukunft der Pferdehaltung und Pferdezucht als auch eine verlässliche tierärztliche Versorgung sichert.
Die Verbände sehen kurzfristigen Handlungsbedarf, um weitere Rückgänge in Pferdehaltung und Pferdezucht zu verhindern. „Tierärzteschaft und Pferdesektor sind aufeinander angewiesen. Unser Ziel ist eine schnelle Rückkehr zu einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit im Interesse aller Beteiligten, insbesondere aber der Pferde“, betonten Pferdesport Deutschland, Deutscher Galopp und HVT gemeinsam. Bundeslandwirtschaftsminister Rainer teilte gegenüber den Verbänden mit, dass zunächst die Ergebnisse aus der laufenden Evaluierung abgewartet werden müssen, bevor das BMLEH weitere Schritte in Angriff nehmen wird. Das Ministerium rechnet mit den Ergebnissen im Oktober 2026.
WETTSTAR bleibt auch 2026 Hauptsponsor des Top-Events in Baden-Baden
Quelle: Pressemitteilung von Baden Galopp vom 13. Juli 2026
Eine hocherfolgreiche Partnerschaft wird auch 2026 fortgesetzt: WETTSTAR bleibt der Hauptsponsor des bedeutendsten Rennens auf der Galopprennbahn in Baden-Baden|Iffezheim – des WETTSTAR.de – 156. Großer Preis von Baden. Der wichtigste Vermittler von Pferdewetten in Deutschland unterstützt erneut die traditionsreiche Gruppe 1-Prüfung, die im letzten Jahr das Rennen des Jahres in Deutschland gewesen ist und als einziges inländisches Rennen zu den Top 100-Rennen 2025 gehört.
300.000 Euro beträgt das Preisgeld dieses 2.400 Meter-Rennens, das am 6. September, dem Finaltag der Großen Woche (29. August bis 6. September), ausgetragen wird. 165.000 Euro bekommt der Besitzer des siegreichen Pferdes. Es handelt sich um Deutschlands wichtigste Grand Prix-Prüfung für dreijährige und ältere Spitzenpferde. 43 Pferde sind aktuell startberechtigt für den WETTSTAR.de – 156. Großer Preis von Baden, darunter ein Großaufgebot an internationalen Star-Galoppern mit dem Titelverteidiger Goliath an der Spitze und zahlreiche Asse aus den hiesigen Rennställen.
Riko Luiking, Geschäftsführer von WETTSTAR: „Wir freuen uns, dass wir nun schon zum sechsten Mal der Namensgeber dieses herausragenden sportlichen Ereignisses sein dürfen. Auch in diesem Jahr werden Fans in über 28 Ländern mit ihren Wetten im Rahmen des World Pool dabei sein. Dies unterstreicht den Stellenwert dieser Gruppe 1-Prüfung.“ Stephan Buchner, geschäftsführender Gesellschafter von Baden Galopp: „WETTSTAR ist ein unverzichtbarer Partner der deutschen Rennvereine. Wir freuen uns deshalb sehr über das erneute Engagement für unserer wichtigstes Rennen im Jahr und hoffen auf eine hochkarätige Besetzung.“
Außenseiter Dardanos erobert den Derby-Olymp
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 5. Juli 2026
Mit einer faustdicken Überraschung ist das IDEE 157. Deutsches Derby zu Ende gegangen: Der dreijährige Hengst Dardanos gewann als großer Außenseiter in Hamburg-Horn das wichtigste Galopprennen Deutschlands. Die Siegquote von 84,80:1 ist die höchste in der langen Geschichte des Derbys, das seit 1869 ausgetragen wird. Es zählt zur internationalen Kategorie Gruppe I, führt über die klassische Derbydistanz von 2.400 m und ist mit einem Gesamtpreisgeld von 650.000 Euro verbunden, davon 390.000 Euro für das Siegerteam.
Dardanos erwischte unter Jockey Wlademir Panov einen guten Start, gab dann zwischendurch die Führung ab, lag aber immer im Vorderfeld der 18 Teilnehmer. In der Zielgeraden griff Dardanos frühzeitig an und konnte sich am Ende sicher mit einer Länge Vorsprung gegen Chiefland, Salitos und Kairos durchsetzen. In der griechischen Mythologie gilt Dardanos als der Stammvater der Trojaner, in Hamburg hat er jetzt den Galopp-Olymp erklommen.
Weniger gut lief es für die meisten Favoriten: Der aus England angereiste Bay Of Brilliance, Vierter im Englischen Derby, wurde Vorletzter. Nicht viel besser erging es den hoch eingeschätzten Gostam als Zehnter. Der Gewinner des wichtigsten Derby-Vorbereitungsrennen, der Union-Sieger Englishman, wurde Sechster.
Im Sattel von Dardanos saß Wlademir Panov, seit vielen Jahren eine feste Größe im deutschen Rennsport. Es war allerdings erst sein fünfter Derbyritt, über einen neunten Platz war er bislang noch nicht hinausgekommen. „Es ist der Hammer - der größte Tag in meinem Jockey-Leben“, freute sich Panov, der immer wieder ungläubig den Kopf schüttelte, als er sich auf dem Geläuf mit Dardanos vom Hamburger Publikum feiern ließ.
Für Andreas Wöhler war es als Trainer bereits der sechste Erfolg. „Es bleibt ein einmaliges Erlebnis“, so Wöhler, der sich mit seinen beiden anderen Startern Gostam und Westminster Rocket aber deutlich bessere Chancen ausgerechnet hatte. Im Training habe sich gezeigt, dass sich Dardanos seit seinem zweiten Platz im Derby-Trial in Dortmund vor 14 Tagen enorm gesteigert habe, so Wöhler. „Doch um wie viel, das konnte keiner ahnen.“
Gezüchtet wurde Dardanos von Barbara Holubova aus Tschechien, sein Vater Soldier Hollow zählt zu den erfolgreichsten deutschen Deckhengsten der vergangenen Jahrzehnte. Es ist bereits der dritte Derbysieger für Soldier Hollow. Als Jährling ersteigerte der Stall Bergholz auf der BBAG Auktion im badischen Iffezheim Dardanos für 10.000 Euro. Hinter dem Stall stehen der Hamburger Hans-Wilhelm Jenckel und Friedrich von Lehnte. Der Rechtsanwalt aus Hannover hält zudem Anteile an der Besitzergemeinschaft Liberty Racing und war somit an den ersten vier Plätzen im Deutschen Derby 2026 beteiligt. Ein wahrlich historischer Moment!
TurfMatch startete in Iffezheim: Impuls für Rennpferdebesitz in Deutschland
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 5. Juni 2026
Der deutsche Galopprennsport setzt ein starkes Zeichen für die Zukunft: Am Samstag, 6. Juni, fällt in Iffezheim der offizielle Startschuss für TurfMatch – ein neues, gemeinschaftlich getragenes Besitzerprojekt, das den Zugang zum Rennpferdebesitz deutlich vereinfachen und neue Zielgruppen für den Sport begeistern soll. Mit TurfMatch entsteht erstmals eine zentrale Anlaufstelle für Menschen, die sich für den Besitz oder die Beteiligung an Rennpferden interessieren – ganz gleich, ob sie erste Erfahrungen in einem Galoppclub sammeln, sich an einem Syndikat beteiligen oder direkt ein eigenes Rennpferd erwerben möchten.
Der Besitz eines Rennpferdes gehört zu den emotionalsten Formen, den Galopprennsport zu erleben. Der Moment, wenn das eigene Pferd in den Führring kommt, die Spannung vor dem Start, die Atmosphäre auf der Rennbahn und die besondere Verbindung zu Trainer, Jockey und Pferd – all das macht Rennpferdebesitz einzigartig. Gleichzeitig war der Einstieg für Interessierte bislang nicht immer leicht zugänglich. Genau hier setzt TurfMatch an: Das Projekt soll informieren, Orientierung geben, Kontakte herstellen und Hemmschwellen abbauen. Im Mittelpunkt steht die neue digitale Plattform TurfMatch.de, die von der Figge+Schuster AG entwickelt wurde. Sie dient als moderner Marktplatz und Vermittlungsportal für unterschiedliche Formen des Rennpferdebesitzes – von Beteiligungsmodellen über Syndikate bis hin zum direkten Kauf eines Rennpferdes.
Digitaler Marktplatz trifft persönliche Ansprache
TurfMatch verbindet die Möglichkeiten einer digitalen Plattform mit persönlicher Beratung vor Ort. Interessierte sollen nicht allein durch Angebote klicken, sondern aktiv begleitet werden – verständlich, transparent und nah am Sport. Künftig werden Promotion-Teams an ausgewählten Renntagen auf den Rennbahnen präsent sein. Sie stehen Besuchern als persönliche Ansprechpartner zur Verfügung, erklären die verschiedenen Wege in den Rennpferdebesitz und vermitteln den Kontakt zu passenden Angeboten, Trainern, Clubs oder Syndikaten. Damit wird TurfMatch nicht nur zu einer Website, sondern zu einer echten Brücke zwischen Rennbahnbesuchern, Pferdebegeisterten, Neueinsteigern und den Aktiven des Sports.
Getragen wird TurfMatch von einer breiten Kooperation zentraler Institutionen des deutschen Galopprennsports: Deutscher Galopp e.V., Baden-Badener Auktionsgesellschaft (BBAG) e.V., Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e.V. und der Betriebsgesellschaft der Galopp-Rennvereine mbH (BGG). Die Federführung liegt bei der Baden-Badener Auktionsgesellschaft (BBAG) e.V.. Gemeinsam verfolgen die Partner das Ziel, die Basis des Rennpferdebesitzes in Deutschland zu verbreitern und den Sport für neue Zielgruppen sichtbarer, verständlicher und attraktiver zu machen. „Rennpferdebesitz ist eine der faszinierendsten Möglichkeiten, unseren Sport wirklich zu erleben. Mit TurfMatch wollen wir den Einstieg erleichtern, neue Menschen für den Galopprennsport gewinnen und zeigen, dass es heute viele unterschiedliche Wege gibt, Teil dieser besonderen Welt zu werden“, heißt es aus dem Kreis der Projektpartner.
Der Start in Iffezheim ist bewusst gewählt. Die Rennbahn Baden-Baden/Iffezheim zählt zu den traditionsreichsten und bedeutendsten Standorten des deutschen Galopprennsports. Hier treffen sportliche Klasse, internationale Strahlkraft, Auktionen, Besitzer, Züchter, Trainer und Publikum in besonderer Weise zusammen. Damit bietet Iffezheim den idealen Rahmen, um ein Projekt vorzustellen, das Tradition und Zukunft miteinander verbinden soll. TurfMatch versteht sich als langfristige Initiative. Ziel ist es, den Rennpferdebesitz in Deutschland moderner zu kommunizieren, neue Beteiligungsformen sichtbarer zu machen und Menschen einzuladen, den Galopprennsport nicht nur als Zuschauer, sondern als aktive Mitgestalter zu erleben. Denn der Besitz eines Rennpferdes muss nicht unerreichbar sein. Ob als Teil einer Gemeinschaft, in einem Syndikat oder als eigener Besitzer: TurfMatch soll zeigen, wie vielfältig und zugänglich der Weg in diesen Sport sein kann. Mit dem Start am Samstag in Iffezheim beginnt damit ein neues Kapitel für die Besitzergewinnung im deutschen Galopprennsport.
Weitere Informationen unter www.TurfMatch.de
Noch anstehende Termine der Pre-Race Vet Checks 2026
Im Wochenrennkalender von Deutscher Galopp vom 24. Februar wurden die Pre-Race Vet Check-Termine für die Saison 2026 veröffentlicht. Alle Starter haben sich rechtzeitig an diesen Renntagen vor dem jeweiligen Start beim Pre-Race Vet Check einzufinden. Die Stationen sind während des gesamten Renntags besetzt, sodass eine rechtzeitige Untersuchung aller Teilnehmer gewährleistet ist.
Medizinische Vorbefunde oder Besonderheiten, die für die Untersuchungen wichtig sind, sowie allgemeine Rückfragen können vorab per E-Mail an den Sprecher der Rennleitung, Dr. Philipp Biermann (biermann@deutscher-galopp.de), übermittelt werden.
Die noch stattfindenen Termine:
9. August - Berlin-Hoppegarten - Dr. Rüdiger Beier
15. August - Saarbrücken - Dr. Jan Carlos Merkt
16. August - Hannover - Dr. Rüdiger Beier
29. August - Baden-Baden - Dr. Jan Carlos Merkt
30. August - Baden-Baden - Dr. Rüdiger Beier
12. September - Magdeburg - Dr. Michael Köhler
20. September - Dortmund - Dr. Gerd Apel
27. September - Köln - Dr. Gerd Apel
4. Oktober - Düsseldorf - Dr. Gerd Apel
25. Oktober - Hannover - Dr. Rüdiger Beier
7. November - München - Dr. Michael Zeitelhack
14. November - Krefeld - Dr. Jan Carlos Merkt
6. Dezember - Dresden - Dr. Rüdiger Beier
Reitanlage M+M von Michelle Carolin Barthel in Bebra
Michelle Carolin Barthel, seit 2023 nach bestandener Prüfung zur Besitzertrainerin Mitglied im Verein Deutscher Besitzertrainer, hat sich mit einer Reitanlage (M+M) in nordhessischen Bebra selbstständig gemacht. Dort bietet sie für Rennpferde folgendes an:
- Einreiten und Grundausbilden als Vorbereitung auf den Rennstall
- nach der Karriere auf der Rennbahn je nach Talent zu Spring-, Dressur-, Freizeit- und/oder Vielseitigkeitspfer umtrainieren
- Unterstützung beim Verkauf dieser Pferde und die neuen Besitzer ausführlich über die Pferde beraten
- als Winterquartier mit dressurmäßiger Arbeit
- zum Auskurieren von Verletzungen mit Wiederaufbau
- Einspringen von Rennpferden für Hindernisrennen
Michelle Carolin Barthel: "Unsere Anlage bietet eine Reithalle, wo wir witterungsunabhängig reiten können, einen Außenreitplatz, welcher auch im Winter bereitbar ist, ein Roundpen zum Longieren, eine Führmaschine mit neuem Sand. Im Sommer stehen den Pferden Koppeln und im Winter Paddocks zum Ausgleich zur Verfügung."
Michelle Carolin Barthel hat mit sechs Jahren mit dem Reiten angefangen und mit zehn Jahren ihr erstes Pony selber eingeritten. Im Springreiten war sie bei Turnieren bis Klasse M aktiv und ist auch in Italien und Österreich an den Start gegangen. "Mit 23 Jahren habe ich meinen Bachelor in Betriebswirtschaftslehre gemacht und bin danach im Rennstall als angestellte Arbeitsreiterin bei Markus Klug, Andreas Suborics, Marco Angermann, Pavel Vovcenko sowie Marco Klein in Mannheim aktiv gewesen. Zwischenzeitlich habe ich zudem bei Lehrgänge bei Peter Schiergen, Henk Grewe, Carmen Bocskai und Fabian Xaver Weißmeier geritten", so Michelle Carolin Barthel,
Weitere Informationen sind auf ihrer Internetseite https://www.reitanlagemm.de oder hier zu finden. Persönlich kann Michelle Carolin Barthel unter der Telefonnummer +491755704505 oder per E-Mail michelle_carolin@t-online.de kontaktiert werden.
Haftpflichtversicherung der Startpferde wird überprüft
Quelle: Wochenrennkalender von Deutscher Galopp vom 2. September 2025
Aufbauend auf die Mail vom 15. April 2025, kontrolliert Deutscher Galopp ab sofort stichprobenartig das Vorliegen einer gültigen Haftpflichtversicherung der startenden Pferde. Die Trainer werden gebeten, einen entsprechenden Nachweis der Besitzer auf Abruf zügig vorlegen zu können.
Formular für Ständestartprüfung vor dem 1. Lebensstart
Die Renntechnik von Deutscher Galopp teilt mit:
Gemäß Änderung der RO-Nr. 421 sowie Nr. 25 der Besonderen Bestimmungen ist es jedem Trainer gestattet, die Ständestartprüfung vor dem 1. Lebensstart eines jeden Pferdes nunmehr selbst abzunehmen und mithilfe eines Protokolls im Original im Pferdepass zu hinterlegen sowie in Kopie an Deutscher Galopp zu senden. Das Protokoll muss zum Start des Pferdes vorliegen.
Der Vordruck kann auf der Website von Deutscher Galopp unter „Formulare“ heruntergeladen werden oder ist auch hier zu finden. Sollten noch Rückfragen auftreten, ist Anne Horny (horny@deutscher-galopp) gern jederzeit erreichbar.
Auf der Homepage von Deutscher Galopp: Galoppsport-Transparent
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 29. Oktober 2024
Der Galopprennsport ist faszinierend und zieht jedes Jahr hunderttausende Fans auf die Rennbahnen in Deutschland. Trotzdem kursieren häufig Missverständnisse und unbegründete Vorurteile, die ein verzerrtes Bild des Sports zeichnen. Dabei steht das Wohl der Pferde – ob auf der Rennbahn, im Trainingsstall oder auf dem Gestüt – immer an erster Stelle. Mit der neuen, vom Dachverband des deutschen Galopprennsports ins Leben gerufenen Website „Galoppsport-Transparent.de“ (Galopprennsport: Fakten statt Bedenken) gibt es jetzt eine Anlaufstelle, die sich gezielt mit Vorwürfen und Kritikpunkten auseinandersetzt. Die Plattform soll Diskussionen auf eine fundierte Basis stellen und setzt dabei auf wissenschaftliche Fakten und klar belegbare Zahlen.
Zu einigen der häufigsten Kritikpunkte im Galoppsport gibt die Website detaillierte Antworten: Welche Rolle spielt die Peitsche bei Pferderennen? Ist Galoppsport ein Privileg für wenige? Was passiert mit den Pferden nach ihrer Rennkarriere, und wie finden Vollblüter auch in anderen Reitsportarten Verwendung? Zusätzlich werden Themen wie Unfallrisiken, Haltungsbedingungen und weitere Fragestellungen beleuchtet.
„Mit Galoppsport-Transparent.de setzen wir ein klares Zeichen für Offenheit und Transparenz und schaffen eine fundierte Basis für sachliche Auseinandersetzungen. Als Dachverband engagieren wir uns seit jeher dafür, dass Pferderennen in Deutschland so sicher wie möglich für Pferde und Reiterinnen und Reiter ablaufen. Wir laden alle Interessierten ein, sich anhand wissenschaftlicher Fakten ein eigenes Bild des Galopprennsports zu machen“, so Daniel Krüger, Geschäftsführer von Deutscher Galopp e.V, und ergänzt: „Ein besonderer Dank gilt Frau Dr. Monica Venner, unsere unabhängige Beauftragte für Tierschutzfragen. Durch ihre Expertise konnten die behandelten Themen auch aus veterinärmedizinischer Perspektive eingeordnet werden.“
Weitere Anliegen oder Anmerkungen, die bisher nicht thematisiert wurden, können über Galoppsport-Transparent.de per Video, Audio oder Text direkt an Deutscher Galopp gesendet werden. Ziel ist es, mit Vorurteilen gegenüber dem Galopprennsport aufzuräumen und den Sport verständlicher und transparenter zu machen.
Schutz und Förderung des Kulturguts Vollblut
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 23. Oktober 2023
Der Dachverband Deutscher Galopp e.V. hat eine Stiftung ins Leben gerufen. Die neugegründete Stiftung Deutscher Galopp soll mithilfe finanzieller Zuwendungen die wirtschaftliche Zukunft der Vollblutzucht und des Galopprennsports garantieren. Alle in die Stiftung eingebrachten Investitionen kommen in voller Höhe der Förderung und Weiterentwicklung des deutschen Galopprennsports zugute.
Die Stiftung Deutscher Galopp fokussiert sich auf fünf Förderschwerpunkte und Tätigkeitsfelder:
Förderung des Kulturguts Vollblut und seiner wirtschaftlichen Grundlagen
Erhalt und Förderung von Zucht- und Leistungsprüfungen
Tierwohl sowie Sicherheit für Mensch und Pferd
Veterinärmedizinische Forschung
Nachwuchsförderung und Weiterbildung
Durch verschiedenen Stiftungs- und Spendenmodelle können alle finanziellen Unterstützungen, unabhängig vom Umfang der Spende, aktiv zur Verwirklichung der Stiftungsziele und somit in den deutschen Galopprennsport eingebracht werden. „Wir freuen uns über jeden Einzelnen, der unser Engagement hinsichtlich Integrität, Tierwohl und nachhaltiger Werte unterstützt“, sagt Daniel Krüger, Geschäftsführer Deutscher Galopp. „Gleichzeitig bedanken wir uns für das uns erwiesene Vertrauen, die eingebrachten Vermögen sicher und gewinnbringend für den gemeinnützigen Zweck zu verwalten.“
Die deutsche Vollblutzucht genießt durch große Erfolge in den bedeutendsten Rennen der Welt – wie dem Prix de l‘ Arc de Triomphe in Frankreich, den King George VI and Queen Elizabeth Stakes in England, dem Melbourne Cup in Australien oder dem Breeders‘ Cup in den USA – international eine große Anerkennung. Ziel der Stiftung ist es, Erfolgsgeschichten wie die von Acatenango, Lando, Danedream, Torquator Tasso, Shirocco, Novellist oder Protectionist mit vereinten Kräften noch lange fortzuschreiben.
Weitere Informationen oder Rückfragen zur Stiftung Deutscher Galopp unter: Tel. 0221–749816, E-Mail: stiftung@deutscher-galopp.de
Formular "Beanstandungen im Gastboxenbereich"
Aus gegebenen Anlass rät der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer seinen aktiven Mitgliedern, zu jedem Renntag das Formular "Beanstandungen im Gastboxenbereich" (hier herunterladen) mitzuführen. Alle Beanstandungen sollten mit diesem Formular unverzüglich der Rennleitung mitgeteilt werden.