Rang zwei für Nora Cronauer beim Fegentri-Rennen in Frauenfeld
Quelle: GaloppOnline vom 26. Mai 2026
Es läuft weiter gut für die deutsche Fegentri-Reiterin Nora Cronauer im diesjährigen Wettbewerb um die Fegentri World Championship for Lady Riders. Durch ihre Siege in Düsseldorf und Halle hatte sich die Reiterin aus Münchweiler mit 20 Punkten bekanntlich an die Spitze gesetzt. Und ihre Führung konnte die 22-jährige am Pfingstmontag im schweizerischen Frauenfeld sogar noch ausbauen.
Denn im fünften Wertungslauf, der dort anstand, belegte sie mit Sogno Giallorosso den zweiten Platz hinter der Lokalmatadorin Sally Langhard, die auf Theworldsnotenough siegte. Sieben Punkte wurden der deutschen Reiterin dafür gutgeschrieben. Nora Cronauer steht in der Gesamtwertung nun somit bei 27 Punkten und liegt acht Zähler vor der Belgierin Lize Ghys-Dieteren, die bei 19 Punkten steht. Auf Platz drei ist Sally Langhard mit 15 Punkten.
Nach Hannover-Schock: Pancsik noch in der Nacht aus dem KH entlassen
Quelle: GaloppOnline vom 26. Mai 2026
Zu einem echten Schockmoment kam es bei der Veranstaltung am Pfingstmontag in Hannover im Vorfeld des neunten Rennens. Im Amateurrennen wollte die in Iffezheim bei Karoly Kerekes reitende Zsofia Pancsik in den Sattel von Fumagalli steigen. Der Wallach zeigte sich dabei etwas aufgedreht, und noch bevor Pancsik richtig im Sattel saß, stürzte sie hart zu Boden und fiel auf den Rücken. Die junge Reiterin klagte zunächst darüber, sich nach dem Sturz nicht bewegen zu können. Daraufhin wurde sie natürlich sofort ins Krankenhaus gebracht. Nach zahlreichen Untersuchungen konnte zum Glück Entwarnung gegeben werden. Pancsik wurde noch in der Nacht entlassen.
Die Fahrt nach Hannover hatte sie gemeinsam mit Jacqueline Laquai angetreten, die ebenfalls aus Iffezheim angereist war. Nach ihrem dritten Platz mit Terratino Fire im Rennen machte sich Laquai direkt auf den Weg ins Krankenhaus zu ihrer Kollegin. Gegen ein Uhr in der Nacht konnte das Duo schließlich gemeinsam die Heimreise nach Iffezheim antreten. Wir wünschen Zsofia Pancsik auf diesem Weg eine weiterhin gute und schnelle Genesung.
Fünf Treffer auf drei Rennplätzen am Pfingstwochenende
Das Pfingstwochenende im deutschen Galopprennsport begann am Samstag, 23. Mai, in München. Sieben Prüfungen fand dort statt. Weiter ging es am Pfingstsonntag, 24. Mai, mit acht Prüfungen in Hoppegarten. Der Abschluss war am Pfingstmontag, 25. Mai, mit zehn Rennen in Hannover und neun Prüfungen in Köln. Für die in Deutschland lizenzierten Besitzertrainer gab es am Pfingstwochenende insgesamt fünf Siege sowie zahlreiche gute Platzierungen zu feiern. Ohne vollen Erfolg blieben sie lediglich in Köln.
In Hannover holte Alicia Baum wie bereits am 1. Mai zu einem Doppelschlag aus. Zuerst setzte sich für sie in einem Altersgewichtsrennen für 3-jährige Pferde über 1.400 Meter ihre Stute Dallas nach Kampf durch. Im Sattel saß Wladimir Panov. Die Siegquote betrug stolze 12,50:1. Danach machte den vierten Saisontreffer für Alicia Baum ebenfalls in einem Altersgewichtsrennen für 4-jährige und ältere Pferde über 1.400 Meter die 4-jährige Stute Sean Emily Run perfekt. Siegreiter war erneut Wladimir Panov. Der Wettanhang von Sean Emily Run, die leicht zum Treffer kam, erhielt 4,20:1.
In Hoppegarten dauerte es bis zum vorletzten Rennen des Tages, dann war der Besitzertrainererfolg perfekt. Der Treffer ging auf das Konto von Bernd Schrödl, der damit seine Jahresbilanz auf zwei Siege ausbaute. Für Bernd Schrödl passierte sein 6-jähriger Arames die Ziellinie als Erster in einem Ausgleich IV über 1.800 Meter. Geritten wurde der Hengst, der leicht gewann, von Andrea Ricupa, der damit seinen 50. Karrieretreffer erzielte und jetzt vom Rennreiter zum Jockey aufgestiegen ist. Arames zahlte am Toto auf den Sieg 5,40:1.
Zu ihrem dritten Erfolg 2026 kam in München zuerst Birgit Wagner. Ihr 5-jähriger Invincible Royale setzte sich in einem Ausgleich III über 1.300 Meter Start-Ziel durch. Der Wallach, der auch schon für die beiden anderen Siege von Birgit Wagner in diesem Jahr gesorgt hatte, gewann unter Esentur Turganaaly Uulu sicher und erfreute seinen Wettanhang mit der Quote von 6,50:1.
In der Abschlussprüfung des Tages in München schaffte dann Swen Straßmeier seinen ersten Jahressieg. Für und mit ihm im Sattel war der 5-jährige Wallach Superjet in einem Ausgleich IV - Amateurrennen- über 2.000 Meter sicher durch. Die Siegquote betrug 7,50:1.
Der nächste Renntag in Deutschland findet am Samstag, 30. Mai, in Leipzig statt. Weiter geht es am Sonntag, 31. Mai, in Düsseldorf, am Donnerstag, 4. Juni, Samstag, 6. Juni, und Sonntag, 7. Juni, in Baden-Baden, am Freitag, 12. Juni, in Hannover, am Samstag, 13. Juni, in Dresden, am Sonntag, 14. Juni, in Köln, am Freitag, 19. Juni, in Mannheim (mit Trostpflaster-Aktion), am Samstag, 20. Juni, in Düsseldorf und in Magdeburg, am Sonntag, 21. Juni, in Dortmund, am Montag, 22. Juni, in München, am Samstag, 27. Juni, in Krefeld und in Zweibrücken und am Sonntag, 28. Juni, in Hamburg.
Alle In- und Auslandssiege der in Deutschland lizenzierten Besitzertrainer im Mai, April, März, Februar und Januar 2026 sowie im Dezember, November, Oktober, September, August, Juli, Juni, Mai, April, März, Februar und Januar 2025 hier. Alle Treffer in den Jahren 2024, 2023, 2022, 2021, 2020, 2019 und 2018 sind im Archiv (hier) nachzulesen.
Alle Ergebnisse sind unter www.deutscher-galopp.de zu finden. Dort sind auch alle Renntermine, bei denen schon Ausschreibungen vorliegen, eingestellt.
Engländer Title Role gewinnt den Kölner Klassiker
Quelle: Pressemitteilung des Kölner Renn-Vereins vom 25. Mai 2026
Im ersten Klassiker der deutschen Galoppsaison hat es auf der Kölner Galopprennbahn in Weidenpesch am Pfingstmontag eine grandiose Siegvorstellung eines englischen Pferdes gegeben. Title Role aus dem Besitz und der Zucht des Titelsponsors COOLMORE hat die mit 125.000 Euro dotierten COOLMORE CITY OF TROY – German 2.000 Guineas, eine Gruppe 2-Prüfung für dreijährige Hengste und Stuten über 1.600 Meter, gewonnen. Der Hengst aus England , im Training bei Simon und Ed Crisford in Newmarket, verwies dabei in einem packendem Finish den von Karl Burke trainierten Shayem (Clifford Lee) auf den zweiten Rang. Als bester Deutscher endete als Dritter der Ittlinger Loucas (Waldemar Hickst / René Piechulek), der im Einlauf vom späteren Sieger behindert wurde. Eine Überprüfung folgte, das Ergebnis blieb aber unverändert. Vierter wurde der mitfavorisierte Franzose Lord Clover, der nach mäßigem Start lange in hinteren Regionen gelegen hatte.
Stimmen nach dem COOLMORE CITY OF TROY – German 2.000 Guineas: Sean Levey (Jockey von Sieger Title Role): „Ich hatte immer an der Innenseite eine gute Lage. Und er konnte dann im Finish super beschleunigen.“ Waldemar Hickst (Trainer des Drittplatzierten und besten deutschen Pferdes Loucas): „Wir wären immer Zweiter geworden. Das Pferd hat trotz Behinderung ein tolles Rennen gelaufen, er hat noch nichts falsch gemacht.“
Die Sonne küsste den Weidenpescher Park an diesem ereignisreichen Pfingstmontag beim BENEFIZ-RENNTAG und auch Guido Cantz zeigte sich als Botschafter der Stiftung VEREINT! von der Atmosphäre auf dem Kölner Hippodrom sehr beeindruckt. „Ich bin immer wieder gerne hier und freue mich über die tolle Stimmung, die in Weidenpesch herrscht. Und auch, weil es etwas Wunderbares für die ganze Familie ist, die Kinder kommen hier voll auf ihre Kosten. Das gefällt meiner Frau und mir ganz besonders.“ Und es wurden stolze 20.000 Euro für den Verein Kölsche Fründe gesammelt.
Je älter, desto besser. Dies gilt besonders für den fünfjährigen Wallach Stingray aus dem Besitz und der Zucht von Günter Schmidt. Unter der Ägide des Mülheimer Trainers Marcel Weiß kämpfte der Jahresdebütant mit der Schweizerin Sibylle Vogt im Sattel seinen Gegner Montanus im Endkampf nieder im mit 30.000 Euro dotierten MERKUR Spielbanken Cup über 1.850 m, dem zweiten sportlichen Höhepunkt des Tages. Siegbesitzer Günter Schmidt spendete spontan 10 Prozent seines Siegpreises (18.000 Euro) für den guten Zweck.
Mit einem spektakulären Kampf-Erfolg im Eröffungsrennen hat sich der dreijährige Dom Bosco unter Jockey René Piechulek eindrucksvoll aus der Sieglosenklasse verabschiedet. Ziel für den Alson-Sohn der Besitzer Klaus und Marc Bert sind diverse Auktionsrennen, so sein Trainer Axel Kleinkorres. Eine halbe Stunde später profitierte der ebenfalls dreijährige Four Seasons des Stalles Hanse von einem taktisch klugen Ritt von Essentur Turganaaly Uulu. Dabei machte der Schützling von Asterblüte-Trainer Peter Schiergen einigen Eindruck und könnte demnächst noch auf den Derbyzug aufspringen.
Ausblick: Der nächste Renntag im Weidenpescher Park findet am Sonntag, 14. Juni, mit dem sportlichen Höhepunkt Sparkasse KölnBonn – Union-Rennen, Gr. 2, statt.
Alpenveilchen im Großen Preis der Hannoverschen Volksbank voraus
Quelle: Pressemitteilung des Hannoverschen Rennvereins vom 25. Mai 2026
Strahlender Sonnenschein, hochklassiger Galopprennsport und ein buntes Familienprogramm lockten am Pfingstmontag 14.400 Besucherinnen und Besucher auf die Galopprennbahn Neue Bult. Bei sommerlicher Atmosphäre genossen die Besucher einen erlebnisreichen Renntag mit zehn spannenden Pferderennen sowie zahlreichen Aktionen abseits der Bahn. Sportlicher Höhepunkt war der mit 30.000 Euro dotierte Große Preis der Hannoverschen Volksbank – Preis der Neuen Bult über 2200 Meter. In dem Listenrennen für dreijährige Stuten setzte sich am Ende Alpenveilchen aus dem Stall von Trainer Peter Schiergen durch. „Sie ist eine ganz ehrliche Stute, die alles richtig macht. Man muss sie unterwegs immer etwas verstecken“, erklärte Siegjockey Bauyrzhan Murzabayev nach dem Rennen.
Trotz des kleinen Starterfeldes entwickelte sich ein packender Endkampf, der die Zuschauerinnen und Zuschauer bis zur Ziellinie fesselte. Die zweite Favoritin Lady Evi musste sich in der Bahnmitte nur knapp geschlagen geben. Rang drei belegte mit Quibia die zweite Schiergen-Stute vor der Lokalmatadorin Chista aus dem Stall von Bohumil Nedorostek. Nedorostek durfte sich zuvor bereits über einen Erfolg im meravis Championat freuen. Im Rennen für dreijährige Stuten siegte Beautiful World unter Bauyrzhan Murzabayev, der damit einen Doppelerfolg feiern konnte. Ebenfalls doppelt erfolgreich waren Alicia Baum und Wladimir Panov: Mit der Debütantin Dallas sowie Sea Emily Run gelangen zwei Siege für das Gestüt Brümmerhof.
Im Ausgleich II, dem zweiten sportlichen Hauptrennen des Tages, setzte sich der von Sarka Schütz trainierte Big Secret unter Michaela Malacova nach einem offensiven Ritt durch. Besonders eng wurde es auf den Platzrängen der R+V-Trophy: Zwischen gleich fünf Pferden musste das Zielfoto entscheiden. Am Ende wurde auf Rang zwei sogar ein totes Rennen festgestellt – West Man und Nightdance Wood teilten sich den zweiten Platz. In den zehn Rennen wurden insgesamt 331.151,61 Euro umgesetzt.
Der dritte Saisonrenntag auf der Neuen Bult findet am Freitag, 12. Juni, statt. Die After-Work-Veranstaltung lädt dazu ein, gemeinsam mit Kolleginnen, Kollegen, Freunden und Bekannten entspannt ins Wochenende zu starten. Sportlicher Höhepunkt wird ein mit 30.000 Euro dotiertes Listenrennen über die weite Distanz von 3000 Metern sein. Tickets sind bereits jetzt online zum Preis von 12 Euro erhältlich. Kinder bis 12 Jahre erhalten freien Eintritt. Weitere Informationen sowie Zugang zum Ticketshop gibt es auf unserer Website.
Gua Lipa überrascht im Dina-Trial in Hoppegarten
Quelle: Pressemitteilung der Rennbahn Hoppegarten vom 25. Mai 2026
Schon seit vielen Jahren ist das Diana-Trial (Gruppe III, 2.000 m, 55.000 Euro) in Hoppegarten ein echter Gradmesser für das wichtigste Stutenrennen des Jahres. Zuletzt konnte 2024 die Berliner Siegerin Erle auch rund zehn Wochen später in Düsseldorf im Preis der Diana triumphieren. Und auch dieses Mal darf sich die Siegerin Gua Lipa (Jockey: Andrea Ricupa / Trainer: Andreas Suborics) im Rheinland einiges ausrechnen, wenngleich der Sieg in Hoppegarten durchaus eine Überraschung war.
Knapp konnte sich die 18,40:1-Außenseiterin gegen die ebenfalls überraschende Believe in Me in einem spannenden Endkampf durchsetzen. Auch dahinter kämpften mit Alsterperle und der größten Außenseiterin des Rennens, Salonglaenzende, zwei weniger beachtete Stuten um das dritte Geld. Die Favoritin Santa Catarina konnte zwar zwischenzeitlich das Tempo bestimmen, hatte am Schluss aber nichts mehr zuzusetzen. Die Co-Favoritin Soreanga blieb auch blass und konnte überraschend kaum Akzente setzen. Kein Wunder, dass die Dreierwette stolze 2.587:1 zahlte.
Beim Fashion Raceday ist es Tradition, dass die Besucher in tollen modischen Outfits auf die Rennbahn Hoppegarten kommen. Eine Promi-Jury mit Entertainerin Dagmar Frederic, Hutdesignerin Pauline Stolze und Moderatorin Martina Conradt kürte gemeinsam mit Tini Gräfin Rothkirch die besten Outfits des Tages. In der Kategorie BEST DRESSED GANG haben Ute Bernier und Britta Rudolph den ersten Platz belegt. In der Kategorie BEST DRESSED YOU hat Paul Louis mit seinem Outfit alle anderen Besucher übertroffen.
Die Rennbahn Hoppegarten veranstaltet unter der Schirmherrschaft der Senatorin für Inneres und Sport Iris Spranger am Sonntag, 19. Juli, den Renntag des Sports. Neben spannenden Galopprennen steht hier der Profi- und Breitensport der Metropolregion Berlin-Brandenburg im Mittelpunkt. Auf dem Besucherplatz präsentieren sich die großen Profi-Clubs und Sportveranstalter aus Berlin und Brandenburg mit Autogrammstunden und interaktiven Infoständen. Immer spannend und extrem lustig: das Maskottchen-Rennen auf dem Geläuf vor der Haupttribüne. Der am Platz trainierte Hoppi tritt an gegen Berlino, Blaufuchs, Bully, Charly, Fuchsi, Jolinchen, Ritter Keule, Lenny, Portafant, Rudi Rotfell, Sparki und Tippel Tom. Wer schnappt sich den Pokal?
Sportlicher Höhepunkt ist das zur Gruppe III zählende und mit 55.000 € dotierte Großer Preis der BBF-Gruppe – Fürstenberg-Rennen über 2.400 Meter. Es gilt als der erste Saisonvergleich des Dreijährigen-Jahrgangs mit den älteren Pferden auf hohem Niveau. Besonderes Highlight: der Start direkt vor den Tribünen.
Hans-Ludolf Matthiessen ist verstorben
Quelle: GaloppOnline vom 23. Mai 2026
Im Alter von 85 Jahren ist in der Nacht zum Freitag Hans-Ludolf Matthiessen verstorben, der erste Vorsitzende des Hamburger Renn-Clubs, dem Veranstalter des Deutschen Derbys. Matthiessen verstarb nach langer, mit viel Geduld ertragener Krankheit. Bis zuletzt war er nicht nur beim HRC aktiv, sondern auch als Berater bei WETTSTAR.de und Rennvereinen wie beispielsweise in Hoppegarten, wo er viele Aspekte der Renntechnik wie die Starterangaben abdeckte.
Matthiessen war seit 2020 erster Vorsitzender des HRC, als Nachfolger von Eugen-Andreas Wahler. Zuvor war er über viele Jahre Vize beim Derby-Veranstalter gewesen. Viele Jahre lang lenkte er auch die Geschicke bei den Trabern in Bahrenfeld, war auf beiden Gebieten, Galopp wie Trab, bewandert.
Mit Hans-Ludolf Matthiessen verliert der deutsche Rennsport eine prägende Persönlichkeit und einen der größten Fachleute vor allem in Renntechnik und Wettgeschäft.
Versammlung und Fortbildung am 16. Mai in Haßloch
Die Mitgliederversammlung 2026 des Vereins Deutscher Besitzertrainer fand am Samstag, 16. Mai, ab 10.30 Uhr in Haßloch statt. Der Pfälzische Rennverein Haßloch war ausgewählt worden, da er an diesem Tag sein 140-jähriges Bestehen feierte und nach dem Ausfall 2025 wieder seinen jährlichen Renntag veranstaltet. Vorsitzender Armin Weidler bedankte sich dafür, dass der Rennverein um Präsident Christian Keller die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hat und überreichte einen Scheck als Geburtstagsgeschenk.
In gewohnt überschaubarer Runde von 24 Teilnehmern wurde dann zügig die Tagesordnung des Vereins Deutscher Besitzertrainer abgehandelt. Noch einmal wurden die wichtigsten Änderungen im Rennbetrieb von Deutscher Galopp von Armin Weidler und Geschäftsführer Detlef Kaczmarek angesprochen, auch die Probleme mit der Gebührenordnung der Tierärzte (GOT) und die aufgekommenen Fragen zum Transport von Rennpferden wurden behandelt. Nach der Vorstellung der weiterhin positiven Finanzen durch Schatzmeisterin Sabrina Schön und dem Bericht der Kassenprüferinnen erteilte die Versammlung dem gesamten Vorstand einstimmig Entlastung.
Ab 11.15 Uhr folgten zwei Fortbildungsthemen. Zuerst gab Armin Weidler noch einmal wichtige Informationen zum Thema „Pferdetransport“ mit besonderem Blick auf Besitzertrainer. Ab 11.30 Uhr schloss sich dann ein Fachvortrag zum Thema "Fütterung unter besonderer Berücksichtigung des Pferdemagens und der Muskulatur“ an. Referentin war Lisa Suzuki-Ott, Tierwissenschaftlerin Master of Science, Fachberatung & Seminare bei St. Hippolyt Mühle Ebert GmbH. In dem gut einstündigen anschaulichen Vortrag erhielten die Zuhörer wichtige Informationen, wie durch bewusste Fütterung für das Wohl und die Leistungsfähigkeit ihrer Schützlinge gesorgt werden kann. Abschließend beantwortete die Referentin die Fragen der Teilnehmer dieser von Deutscher Galopp anerkannten Fortbildungsveranstaltung.
Sechs deutsche Pferde für Prix de l’Arc de Triomphe genannt
Quelle: GaloppOnline vom 20. Mai 2026
Der Prix de l’Arc de Triomphe wirft seine Schatten voraus. Am Mittwoch, 20. Mai, stand nämlich der Nennungsschluss für das immer noch bedeutendste Galopprennen der Welt an, das in diesem Jahr am 4. Oktober, natürlich auf der Rennbahn ParisLongchamp im Bois de Boulogne, ausgetragen wird. Wir in jedem Jahr waren die deutschen Turf-Fans gespannt darauf, welche Pferde aus hiesigen Quartieren für das über 2400 Meter führende Gruppe I-Rennen, das in diesem Jahr mit fünf Millionen Euro dotiert ist, eingeschrieben wurden.
Und letztlich sind es sechs in Deutschland trainierte Galopper, die man in der insgesamt nur 73-köpfigen Nennungsliste des Pariser Monstre-Rennens findet (im vergangenen Jahr waren es 78 Nennungen, 73 eingeschriebene Pferde sind ein historischer Tiefstand für dieses Rennen, die gleiche Anzahl wie vor zwei Jahren). Dabei handelt es sich um zwei Vierjährige, und vier Vertreter des Derbyjahrgangs. Bei den beiden älteren Pferden handelt es sich um den letztjährigen Derbysieger und Galopper des Jahres 2025, Hochkönig, den Yasmin Almenräder für den Stall Cloverleaf trainiert, und die von Peter Schiergen für das Gestüt Park Wiedingen von Helmut von Finck trainierte Santagada. Bei den vier Dreijährigen handelt es sich um Darius Racing und Michael Motschmanns Jahrgangsprimus Gostam aus dem Stall von Andreas Wöhler, dessen Trainingsgefährten Westminster Rocket, der für Marian Ziburskes Westminster Stud GmbH startet, Pashang (Darius Racing) aus dem Quartier von Championtrainer Henk Grewe, und den von Andreas Suborics für den Stall Melfi vorbereitete Bright Light.
Jede Nennung hat exakt 8.300 Euro gekostet, es wird jetzt keine Zwischenstufen mit Streichungen und entsprechend weiteren Nenngeldern mehr geben. Ins Rennen kann man nun nur noch per Nachnennung gelangen, für die am 30. September in der Woche vor dem Rennen 120.000 Euro fällig wären. Die Preisgelder verteilen sich wie folgt: Sieger 2.857.000 Euro, Zweiter 1.143.000 Euro, Dritter 571.500 Euro, Vierter 285.500 Euro, Fünfter 143.000 Euro.
Wichtige Informationen zum Frühjahrsmeeting in Baden-Baden
Quelle: Baden Galopp vom 20. Mai 2026
Baden Galopp weist auf folgende Nennungsschlüsse sowie auf die Daten der Vor- und Starterangaben für das Frühjahrsmeeting vom 4. bis 7. Juni hin:
Allgemeiner Nennungsschluss ist am Dienstag, 26. Mai. Für den Renntag am Donnerstag, 4. Juni, hat die Vor- und auch die Starterangabe am Montag, 1. Juni, zu erfolgen. Für den Renntag am Samstag, 6. Juni, sind die Vor- und die Starterangabe beide am Dienstag, 2. Juni. Für den Renntag am Sonntag, 7. Juni, ist Vorstarterangabe am Dienstag, 2. Juni, sowie Starterangabe am Mittwoch, 3. Juni. Die Uhrzeiten der Vor- und Starterangaben sind dem Trainerservice zu entnehmen.
Auch in diesem Jahr wird es in Baden-Baden wieder das Volksbank pur Meetings-Championat geben. Für den Meetingschampion (Jockey und Trainer) winkt ein Preisgeld von 300,00 €. Ebenso werden Sponsoren in jedem Rennen das Best turnend out Couple wählen. Diese erhalten ebenfalls einen Geldpreis. Dabei wird auf das Erscheinungsbild von Pferd und Pferdeführer/in geachtet.
Wie in den vergangenen Jahren dürfen sich Aktive und Besucher auf ein besonders vielfältiges und stimmungsvolles Rahmenprogramm an den Renntagen freuen. Den Auftakt bildet traditionell der beliebte Familien- und Kindertag zur Saisoneröffnung. Ein buntes Angebot für Groß und Klein, strahlende Kinderaugen sowie das mit Spannung erwartete Maskottchenrennen inklusive Kinderwette sorgen für einen rundum gelungenen Start in die neue Saison. Darüber hinaus wartet auf alle Rennbahnbesuchern am Donnerstag, 4. Juni, eine After Race Party im Beachbereich an.
Nächster Renntag im Leipziger Scheibenholz am 30. Mai
Quelle: Pressemitteilung von Galopp Leipzig vom 21. Mai 2026
Die Leipziger Galopprennbahn Scheibenholz lädt am Samstag, 30. Mai, zum zweiten Renntag der Saison. Beim großen Frühlingsfestrenntag, präsentiert von Sachsenlotto, erwartet die Besucher ein abwechslungsreicher Mix aus spannendem Galopprennsport, Familienunterhaltung und einer besonderen Premiere auf dem traditionsreichen Leipziger Rennbahngelände. Insgesamt sieben spannende Rennen mit einer Gesamtdotierung in Höhe von 53.000 Euro stehen auf dem Programm. Hauptrennen des Tages ist der SACHSENLOTTO-Cup, ein mit 10.000 Euro dotierter Ausgleich III über 2.000 Meter für dreijährige und ältere Pferde.
Der Galopp Leipzig e.V. darf sich mit rund 70 genannten Pferden in sieben Rennen über volle Felder freuen. Namhafte Trainingsquartiere satteln ihre Schützlinge für packende Wettkämpfe auf dem Leipziger Rasen. Spitzenjockeys wie Sibylle Vogt, Leon Wolff und Bauyrzhan Murzabayev haben ihr Kommen angekündigt. Auch abseits des sportlichen Programms dürfen sich Besucher auf zahlreiche Attraktionen freuen. Das große AOK PLUS-Kinderland „Dein PLUS für´s gesündere Ich“ bietet Unterhaltung für die ganze Familie – unter anderem mit Ponyreiten, Bungee-Trampolin, Karussell sowie vielen weiteren Spiel- und Mitmachaktionen für die kleinen Rennbahngäste. 20 Foodtrailer und Getränkebars laden zum Flanieren, Verweilen und Schlemmen ein.
Ein besonderes Highlight erwartet die Besucher bereits vor dem ersten Rennen: Der unter Denkmalschutz stehende und aufwendig modernisierte Gebäudekomplex im Innenraum der Rennbahn wird in Anwesenheit von Vertretern aus Politik und Wirtschaft feierlich eingeweiht und erstmals für Besucher geöffnet. Künftig stehen den Gästen dort eine neue Wetthalle sowie eine moderne Sattelplatzterrasse mit Panoramablick über das gesamte Rennbahngelände zur Verfügung. Begleitet wird die Eröffnungszeremonie musikalisch von den ISKRA Oldstars des Jugend- und Blasorchesters Leipzig e.V., die moderne Hits aus den Charts in mitreißendem Blaskapellen-Sound präsentieren werden. Für zusätzliche Feststimmung sorgen ein traditioneller Fassbieranstich sowie Freibier – solange der Vorrat reicht.
Wer sich erstmals an den Galopprennsport heranwagen möchte, kann an der Wettschule von Wettstar.de wertvolle Tipps rund um das Platzieren von Pferdewetten erhalten. Darüber hinaus wartet mit der beliebten Aktion „Zweite Chance“ eine zusätzliche Gewinnmöglichkeit auf die Besucher: Wettnieten mit einem Mindesteinsatz von fünf Euro können am Führring in eine Lostrommel eingeworfen werden. Zu gewinnen gibt es attraktive Preise. Der Einlass zum Renntag beginnt um 12 Uhr. Das erste von sieben Rennen startet gegen 14 Uhr. Tickets sind bequem im Online-Vorverkauf auf www.scheibenholz.com oder in den bekannten Vorverkaufsstellen im Leipziger Stadtgebiet erhältlich und bis zu vier Euro günstiger als an der Tageskasse. Kinder bis fünf Jahre haben freien Zutritt, Kinder bis 13 Jahre zahlen die Hälfte. Weitere Informationen unter: www.scheibenholz.com.
Königsallee-Renntag 2026 am 31. Mai auf dem Grafenberg
Quelle: Pressemitteilung des Düsseldorfer Reiter- und Rennvereins vom 21. Mai 2026
Galopp-Europa schaut am 31. Mai gespannt nach Düsseldorf. Auf der Rennbahn der Landeshauptstadt findet an diesem Tag ab 10 Uhr das internationale Frühjahrs-Highlight statt, die Horn & Company 106. German 1000 Guineas (Gr. 2, 125.000 €, 1600 m). Das Rahmenprogramm im Zeichen der Königsallee wird glamourös und extravagant, genauso wie die Garderobe der VIP-Gäste und die Präsentation der Sponsoring-Partner. Zum Abschluss des Renntags sorgt DJ AXLNT für die passenden Beats zur After Race Party.
Der Königsallee-Renntag hat sich zu einem gesellschaftlichen Ereignis etabliert, zu dem jährlich neben Größen des internationalen Galopprennsports auch Düsseldorfer Prominenz sowie Vertreter von Politik und Wirtschaft erwartet werden. Mit dabei sind in diesem Jahr die Schauspieler Mariella Ahrens, Friederike Linke und Patrick Mölleken, Influencerin Alexandra Lapp und Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller. Partner des Renntags ist die Interessengemeinschaft Königsallee, in der rund 100 Unternehmen zusammengeschlossen sind.
Viel zu sehen gibt es aber nicht nur im VIP-Bereich. Die Düsseldorfer Designerin Ruth Heinen, die mit ihrem Label „Rita Lagune“ auch mit einer großen Modestrecke im diesjährigen Saison-Magazin der Rennbahn „#1844“ präsent ist, zeigt ausgewählte Entwürfe in mobilen Schaufenstern. Eine besondere Fashion & Art-Show für die Besucher gestaltet Designer Seyit Ares, der zurzeit einen Pop Up-Store auf der Königsstraße betreibt. Beide sind zudem gemeinsam mit Star-Stylistin Laila Hamidi und Journalistin Anke Kronemeyer Jury-Mitglieder des Wettbewerbs „Outfit of the Day“. Hier können alle Besucher teilnehmen und hochwertige Preise gewinnen: Vom 1000 €-Fashion-Gutschein bis zum Wellness- und Genuss-Paket von Hapag Lloyd-Cruises. Diese setzen sogar noch einen drauf und verlosen bei einem Gewinnspiel sogar eine ganze Kreuzfahrt für zwei!
Auch die anderen Partner des Renntags bieten einiges: Die Mercedes Benz-Niederlassung Düsseldorf präsentiert ausgewählte Fahrzeuge und einen knapp fünf Meter hohen Promotion-Cube. Sollazzo & Wetzel aus Ratingen wird einen Pool vor Ort aufbauen und Merkur Spielbanken ist mit dem beliebten Pop Up-Casino vor Ort. Ein besonderes Highlight für Hundefreunde ist die Hunde-Boutique von DuSaMe. Kinderland und Ponyreiten dürfen natürlich nicht fehlen. Das kulinarische Angebot bewegt sich neben der beliebten Rennbahn-Gastronomie mit Sektbar und Biergarten von israelischem Street Food bis zu Wilmerings Currywurst DeLuxe in Champagner-Sauce. DJ AXLNT legt nach dem letzten
Rennen ab 16 Uhr auf und verbreitet „GOOD VIBRATIONS“ bei der After Race Party!
Pferdesport Deutschland fordert sofortige Entlastung der Pferdehalter
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 15. April 2026
Mit einer gemeinsamen Pressemeldung haben Pferdesport Deutschland, Deutscher Galopp und der Hauptverband für Traberzucht in diesen Tagen auf die zunehmend kritische Entwicklung infolge der Novelle der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) aufmerksam gemacht. In dem gemeinsamen Schreiben an Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer fordern die Verbände eine rasche politische Reaktion und eine spürbare Entlastung der Pferdehalter. Deutscher Galopp unterstützt diese Initiative ausdrücklich und sieht in der veröffentlichten Erklärung ein wichtiges und notwendiges Signal für den gesamten Pferdesektor. Denn auch im Galopprennsport sind die Auswirkungen der seit 2022 deutlich gestiegenen tierärztlichen Kosten in vielen Bereichen spürbar. Die wirtschaftliche Belastung trifft Besitzer, Züchter und Betriebe zunehmend und berührt damit nicht nur einzelne Strukturen, sondern die Zukunftsfähigkeit der gesamten Branche.
Die gemeinsame Pressemeldung (s. u.) macht deutlich, dass die derzeit laufende Evaluierung der GOT aus Sicht der Verbände zu kurz greift. Insbesondere die Perspektive der Tierhalter und die praktischen wirtschaftlichen Folgen der aktuellen Gebührenstruktur werden bislang nicht ausreichend erfasst. Genau darauf weist Deutscher Galopp mit Nachdruck hin. „Die gemeinsame Erklärung von Pferdesport Deutschland, dem Hauptverband für Traberzucht und Deutscher Galopp bringt die Lage sehr klar auf den Punkt. Die Belastungen durch die GOT sind in der Praxis längst Realität und treffen auch zahlreiche Akteure im deutschen Galopprennsport mit voller Wucht. Deshalb war es richtig und wichtig, dieses Thema gemeinsam und mit einer starken Stimme an die Politik heranzutragen“, sagt Daniel Krüger, Geschäftsführer von Deutscher Galopp.
Aus Sicht von Deutscher Galopp geht es dabei ausdrücklich nicht um ein Gegeneinander von Pferdehaltern und Tierärzteschaft. Im Gegenteil: Eine qualitativ hochwertige tierärztliche Versorgung bleibt für den Rennsport wie für die gesamte Pferdebranche unverzichtbar. Notwendig ist jedoch ein belastbarer und ausgewogener Rahmen, der sowohl eine angemessene Vergütung tierärztlicher Leistungen als auch die wirtschaftliche Tragfähigkeit für die Tierhalter sichert. „Wir brauchen jetzt eine ehrliche, umfassende und praxisnahe Betrachtung der tatsächlichen Folgen. Wenn notwendige Behandlungen aus Kostendruck verschoben oder unterlassen werden, ist niemandem geholfen – weder den Menschen noch den Tieren. Gerade deshalb ist das Thema nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine tierschutzrelevante Frage“, so Krüger weiter.
Mit der gemeinsamen Pressemeldung und dem Schreiben an den Bundeslandwirtschaftsminister haben die beteiligten Verbände ihre Erwartung klar formuliert: Die laufende Evaluierung muss inhaltlich erweitert und um die tatsächlichen Auswirkungen auf Pferdehalter, Zucht, Ausbildung, Sport und Versorgungspraxis ergänzt werden. Nur so kann eine tragfähige Grundlage für politische Entscheidungen geschaffen werden. Deutscher Galopp wird sich auch weiterhin gemeinsam mit den Partnerverbänden dafür einsetzen, dass die Interessen des Pferdesektors in dieser für viele Betriebe und Halter existenziellen Frage klar und geschlossen vertreten werden.
Die Pressemitteilung im Wortlaut:
Die Lage im deutschen Pferdesektor spitzt sich dramatisch zu – die Folgen der gestiegenen Tierarztkosten durch die Novelle der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) im Jahr 2022 sind inzwischen überall spürbar. Pferdesport Deutschland, Deutscher Galopp und der Hauptverband für Traberzucht haben Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer daher gemeinsam einen Brief übermittelt, der den sofortigen Handlungsbedarf herausstellt. Hintergrund ist die laufende Evaluierung der GOT, die aus Sicht der Branche weder umfassend noch realitätsnah angelegt ist und die Pferdebranche vor erhebliche Probleme stellt.
„Deutschland ist als Pferdeland in eine nie dagewesene Krise geraten. Weitere Anstiege bei den tierärztlichen Gebühren sind nicht verkraftbar. Ein Abwarten auf die Ergebnisse der nicht allumfassenden Evaluierung ist nicht hinnehmbar“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. „Eines möchten wir vorwegschicken. Tierärztliche Leistungen müssen angemessen vergütet werden. Jedoch ist an vielen Stellen die Grenze der Belastbarkeit erreicht und überschritten“, betonen die drei Präsidenten Prof. Dr. h.c. Martin Richenhagen (Pferdesport Deutschland), Dr. Michael Vesper (Deutscher Galopp) und Peter Weihermüller (Hauptverband für Traberzucht) gemeinsam.
Auslöser für das gemeinsame Vorgehen ist ein Gruppeninterview im Rahmen der Evaluation, das deutlich machte, wie gravierend die negativen Auswirkungen der GOT-Novelle 2022 auf den Pferdesektor sind. Die Vertreter der AFC Public Services, die die Evaluierung im Auftrag des Bundesministeriums durchführen, zeigten sich im Gespräch sichtbar überrascht von Ausmaß und Tiefe der Problematik. Für die Verbände wurde damit unmissverständlich klar: Die derzeitige Evaluierung greift zu kurz, sie untersucht die Folgen für Tierhalterinnen und Tierhalter nicht und sie beantwortet nicht die zentrale Frage, wie eine wirtschaftlich tragfähige tierärztliche Versorgung für alle Beteiligten langfristig gesichert werden kann.
Die Präsidenten der drei Verbände machen deutlich, dass die Probleme weit über steigende Behandlungskosten hinausgehen. Die Pferdezucht verzeichnet dramatische Rückgänge bei den Bedeckungszahlen, Reitschulen schließen in alarmierender Häufigkeit, und immer mehr Pferdehalter stehen vor der Existenzfrage, ob sie sich ihr Pferd überhaupt noch leisten können. Fachleute berichten von zunehmenden wirtschaftlich bedingten Einschläferungen und Schlachtungen sowie einer wachsenden Zahl von Tieren, die verzweifelt an Hilfsorganisationen abgegeben werden. Gleichzeitig werden notwendige tierärztliche Behandlungen häufiger aufgeschoben – ein klarer Rückschritt für den Tierschutz. Zudem sehen die Verbände den Umstand, dass die Tierärzteschaft selbst zunehmend die Folgen bemerkt. Viele Pferdehalter wenden sich aus Kostengründen ab, Praxen verlieren Kundschaft.
Die Präsidenten beschreiben noch eine weitere Entwicklung: Der steigende Anteil von Praxen in Fremdbesitz führt dazu, dass ein großer Teil der finanziellen Last nicht der veterinärmedizinischen Versorgung, sondern Kapitalgesellschaften zugutekommt. Die Folgen dieser Entwicklung werden in der laufenden Evaluierung jedoch bislang nicht untersucht. Die drei Verbände fordern deshalb eine Erweiterung des Evaluationsauftrags. Nur eine umfassende Analyse könne gewährleisten, dass sowohl die Interessen der Tierärzteschaft als auch die derjenigen, die die Gebühren bezahlen müssen, berücksichtigt werden – so wie es § 12 der Bundes-Tierärzteordnung auch vorschreibt. Diese Interessen wurden bereits 2022 nicht erhoben; ein erneutes Versäumnis wäre aus Sicht der Branche nicht nur sachlich falsch, sondern politisch unverantwortlich.
Deutschland ist das einzige Land in der Europäischen Union, das eine bindende Gebührenordnung für tierärztliche Leistungen vorschreibt. In anderen Branchen – etwa bei Architekten und Ingenieuren – haben sich in Deutschland unverbindliche Honorarstrukturen längst bewährt. „Wir fordern die umgehende Aufhebung der Verbindlichkeit der Gebührenordnung, um eine sofortige Entlastung der Verbraucher zu erreichen. Unserer Auffassung nach sollte die Vergütung tierärztlicher Leistungen Abstimmungssache zwischen Pferdehalter und Tierarzt sein“, erklären die Präsidenten und fahren fort: „Die GOT kann bei dabei einen orientierenden, aber nicht verbindlichen Rahmen bieten. So ist es beispielsweise in Österreich geregelt.“
Die Präsidenten betonen in ihrem Schreiben die enge Verbundenheit der Pferdebranche mit der Tierärzteschaft. Das Ziel sei kein Gegeneinander, sondern ein verlässlicher Rahmen, der es beiden Seiten ermöglicht, ihrer Verantwortung gegenüber Tier und Mensch gerecht zu werden. Die Verbände bieten dem Minister deshalb ein kurzfristiges persönliches Gespräch an, um die Lage umfassend darzustellen und Lösungsschritte gemeinsam zu erarbeiten.
25 Renntage in der Saison 2026 mit Pre-Race Vet Checks
Im Wochenrennkalender von Deutscher Galopp vom 24. Februar wurden die Pre-Race Vet Check-Termine für die Saison 2026 veröffentlicht. An 24 Renntagen finden sie statt und werden von erfahrenen Tierärzten durchgeführt. Alle Starter haben sich rechtzeitig an diesen Renntagen vor dem jeweiligen Start beim Pre-Race Vet Check einzufinden. Die Stationen sind während des gesamten Renntags besetzt, sodass eine rechtzeitige Untersuchung aller Teilnehmer gewährleistet ist.
Medizinische Vorbefunde oder Besonderheiten, die für die Untersuchungen wichtig sind, sowie allgemeine Rückfragen können vorab per E-Mail an den Sprecher der Rennleitung, Dr. Philipp Biermann (biermann@deutscher-galopp.de), übermittelt werden.
Alle Termine:
8. März - Dortmund - Dr. Jan Carlos Merkt
5. April - Berlin-Hoppegarten - Dr. Michael Köhler
1. Mai - München - Dr. Michael Zeitelhack
3. Mai - Köln - Dr. Jan Carlos Merkt
10. Mai - Berlin-Hoppegarten - Dr. Michael Köhler
31. Mai - Düsseldorf - Dr. Gerd Apel
19. Juni - Mannheim - Dr. Michael Zeitelhack
28. Juni - Hamburg - Dr. Michael Köhler
5. Juli - Hamburg - Dr. Michael Köhler
12. Juli - Mülheim - Dr. Jan Carlos Merkt
18. Juli - Bad Harzburg - Dr. Rüdiger Beier
19. Juli - Bad Harzburg - Dr. Rüdiger Beier
9. August - Berlin-Hoppegarten - Dr. Rüdiger Beier
15. August - Saarbrücken - Dr. Jan Carlos Merkt
16. August - Hannover - Dr. Rüdiger Beier
29. August - Baden-Baden - Dr. Jan Carlos Merkt
30. August - Baden-Baden - Dr. Rüdiger Beier
12. September - Magdeburg - Dr. Michael Köhler
20. September - Dortmund - Dr. Gerd Apel
27. September - Köln - Dr. Gerd Apel
4. Oktober - Düsseldorf - Dr. Gerd Apel
25. Oktober - Hannover - Dr. Rüdiger Beier
7. November - München - Dr. Michael Zeitelhack
14. November - Krefeld - Dr. Jan Carlos Merkt
6. Dezember - Dresden - Dr. Rüdiger Beier
Reitanlage M+M von Michelle Carolin Barthel in Bebra
Michelle Carolin Barthel, seit 2023 nach bestandener Prüfung zur Besitzertrainerin Mitglied im Verein Deutscher Besitzertrainer, hat sich mit einer Reitanlage (M+M) in nordhessischen Bebra selbstständig gemacht. Dort bietet sie für Rennpferde folgendes an:
- Einreiten und Grundausbilden als Vorbereitung auf den Rennstall
- nach der Karriere auf der Rennbahn je nach Talent zu Spring-, Dressur-, Freizeit- und/oder Vielseitigkeitspfer umtrainieren
- Unterstützung beim Verkauf dieser Pferde und die neuen Besitzer ausführlich über die Pferde beraten
- als Winterquartier mit dressurmäßiger Arbeit
- zum Auskurieren von Verletzungen mit Wiederaufbau
- Einspringen von Rennpferden für Hindernisrennen
Michelle Carolin Barthel: "Unsere Anlage bietet eine Reithalle, wo wir witterungsunabhängig reiten können, einen Außenreitplatz, welcher auch im Winter bereitbar ist, ein Roundpen zum Longieren, eine Führmaschine mit neuem Sand. Im Sommer stehen den Pferden Koppeln und im Winter Paddocks zum Ausgleich zur Verfügung."
Michelle Carolin Barthel hat mit sechs Jahren mit dem Reiten angefangen und mit zehn Jahren ihr erstes Pony selber eingeritten. Im Springreiten war sie bei Turnieren bis Klasse M aktiv und ist auch in Italien und Österreich an den Start gegangen. "Mit 23 Jahren habe ich meinen Bachelor in Betriebswirtschaftslehre gemacht und bin danach im Rennstall als angestellte Arbeitsreiterin bei Markus Klug, Andreas Suborics, Marco Angermann, Pavel Vovcenko sowie Marco Klein in Mannheim aktiv gewesen. Zwischenzeitlich habe ich zudem bei Lehrgänge bei Peter Schiergen, Henk Grewe, Carmen Bocskai und Fabian Xaver Weißmeier geritten", so Michelle Carolin Barthel,
Weitere Informationen sind auf ihrer Internetseite https://www.reitanlagemm.de zu finden. Persönlich kann Michelle Carolin Barthel unter der Telefonnummer +491755704505 oder per E-Mail michelle_carolin@t-online.de kontaktiert werden.
Haftpflichtversicherung der Startpferde wird überprüft
Quelle: Wochenrennkalender von Deutscher Galopp vom 2. September 2025
Aufbauend auf die Mail vom 15. April 2025, kontrolliert Deutscher Galopp ab sofort stichprobenartig das Vorliegen einer gültigen Haftpflichtversicherung der startenden Pferde. Die Trainer werden gebeten, einen entsprechenden Nachweis der Besitzer auf Abruf zügig vorlegen zu können.
Formular für Ständestartprüfung vor dem 1. Lebensstart
Die Renntechnik von Deutscher Galopp teilt mit:
Gemäß Änderung der RO-Nr. 421 sowie Nr. 25 der Besonderen Bestimmungen ist es jedem Trainer gestattet, die Ständestartprüfung vor dem 1. Lebensstart eines jeden Pferdes nunmehr selbst abzunehmen und mithilfe eines Protokolls im Original im Pferdepass zu hinterlegen sowie in Kopie an Deutscher Galopp zu senden. Das Protokoll muss zum Start des Pferdes vorliegen.
Der Vordruck kann auf der Website von Deutscher Galopp unter „Formulare“ heruntergeladen werden oder ist auch hier zu finden. Sollten noch Rückfragen auftreten, ist Anne Horny (horny@deutscher-galopp) gern jederzeit erreichbar.
Auf der Homepage von Deutscher Galopp: Galoppsport-Transparent
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 29. Oktober 2024
Der Galopprennsport ist faszinierend und zieht jedes Jahr hunderttausende Fans auf die Rennbahnen in Deutschland. Trotzdem kursieren häufig Missverständnisse und unbegründete Vorurteile, die ein verzerrtes Bild des Sports zeichnen. Dabei steht das Wohl der Pferde – ob auf der Rennbahn, im Trainingsstall oder auf dem Gestüt – immer an erster Stelle. Mit der neuen, vom Dachverband des deutschen Galopprennsports ins Leben gerufenen Website „Galoppsport-Transparent.de“ (Galopprennsport: Fakten statt Bedenken) gibt es jetzt eine Anlaufstelle, die sich gezielt mit Vorwürfen und Kritikpunkten auseinandersetzt. Die Plattform soll Diskussionen auf eine fundierte Basis stellen und setzt dabei auf wissenschaftliche Fakten und klar belegbare Zahlen.
Zu einigen der häufigsten Kritikpunkte im Galoppsport gibt die Website detaillierte Antworten: Welche Rolle spielt die Peitsche bei Pferderennen? Ist Galoppsport ein Privileg für wenige? Was passiert mit den Pferden nach ihrer Rennkarriere, und wie finden Vollblüter auch in anderen Reitsportarten Verwendung? Zusätzlich werden Themen wie Unfallrisiken, Haltungsbedingungen und weitere Fragestellungen beleuchtet.
„Mit Galoppsport-Transparent.de setzen wir ein klares Zeichen für Offenheit und Transparenz und schaffen eine fundierte Basis für sachliche Auseinandersetzungen. Als Dachverband engagieren wir uns seit jeher dafür, dass Pferderennen in Deutschland so sicher wie möglich für Pferde und Reiterinnen und Reiter ablaufen. Wir laden alle Interessierten ein, sich anhand wissenschaftlicher Fakten ein eigenes Bild des Galopprennsports zu machen“, so Daniel Krüger, Geschäftsführer von Deutscher Galopp e.V, und ergänzt: „Ein besonderer Dank gilt Frau Dr. Monica Venner, unsere unabhängige Beauftragte für Tierschutzfragen. Durch ihre Expertise konnten die behandelten Themen auch aus veterinärmedizinischer Perspektive eingeordnet werden.“
Weitere Anliegen oder Anmerkungen, die bisher nicht thematisiert wurden, können über Galoppsport-Transparent.de per Video, Audio oder Text direkt an Deutscher Galopp gesendet werden. Ziel ist es, mit Vorurteilen gegenüber dem Galopprennsport aufzuräumen und den Sport verständlicher und transparenter zu machen.
Schutz und Förderung des Kulturguts Vollblut
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 23. Oktober 2023
Der Dachverband Deutscher Galopp e.V. hat eine Stiftung ins Leben gerufen. Die neugegründete Stiftung Deutscher Galopp soll mithilfe finanzieller Zuwendungen die wirtschaftliche Zukunft der Vollblutzucht und des Galopprennsports garantieren. Alle in die Stiftung eingebrachten Investitionen kommen in voller Höhe der Förderung und Weiterentwicklung des deutschen Galopprennsports zugute.
Die Stiftung Deutscher Galopp fokussiert sich auf fünf Förderschwerpunkte und Tätigkeitsfelder:
Förderung des Kulturguts Vollblut und seiner wirtschaftlichen Grundlagen
Erhalt und Förderung von Zucht- und Leistungsprüfungen
Tierwohl sowie Sicherheit für Mensch und Pferd
Veterinärmedizinische Forschung
Nachwuchsförderung und Weiterbildung
Durch verschiedenen Stiftungs- und Spendenmodelle können alle finanziellen Unterstützungen, unabhängig vom Umfang der Spende, aktiv zur Verwirklichung der Stiftungsziele und somit in den deutschen Galopprennsport eingebracht werden. „Wir freuen uns über jeden Einzelnen, der unser Engagement hinsichtlich Integrität, Tierwohl und nachhaltiger Werte unterstützt“, sagt Daniel Krüger, Geschäftsführer Deutscher Galopp. „Gleichzeitig bedanken wir uns für das uns erwiesene Vertrauen, die eingebrachten Vermögen sicher und gewinnbringend für den gemeinnützigen Zweck zu verwalten.“
Die deutsche Vollblutzucht genießt durch große Erfolge in den bedeutendsten Rennen der Welt – wie dem Prix de l‘ Arc de Triomphe in Frankreich, den King George VI and Queen Elizabeth Stakes in England, dem Melbourne Cup in Australien oder dem Breeders‘ Cup in den USA – international eine große Anerkennung. Ziel der Stiftung ist es, Erfolgsgeschichten wie die von Acatenango, Lando, Danedream, Torquator Tasso, Shirocco, Novellist oder Protectionist mit vereinten Kräften noch lange fortzuschreiben.
Weitere Informationen oder Rückfragen zur Stiftung Deutscher Galopp unter: Tel. 0221–749816, E-Mail: stiftung@deutscher-galopp.de
Formular "Beanstandungen im Gastboxenbereich"
Aus gegebenen Anlass rät der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer seinen aktiven Mitgliedern, zu jedem Renntag das Formular "Beanstandungen im Gastboxenbereich" (hier herunterladen) mitzuführen. Alle Beanstandungen sollten mit diesem Formular unverzüglich der Rennleitung mitgeteilt werden.