Wieder ein starkes Wochenende mit gleich sechs Volltreffern
In Hoppegarten fand am Sonntag, 9. August, der nächste Premium-Renntag mit neun Prüfungen statt. Auf dem Watt wurden an diesem Tag zudem vier Galopprennen in Cuxhaven-Duhnen ausgetragen. In Hoppegarten gab es für die in Deutschland lizenzierten Besitzertrainer zwei Treffer und in Cuxhaven wurde sogar dreimal gewonnen. Bereits am Samstag, 8. August, gab es in Krefeld sieben Rennen. Dort gelang den Besitzertrainern ein Sieg.
In Hoppegarten begeisterte am 9. August zuerst wieder einmal das Kultpferd Nastaria. Der Schützling von Anna Schleusner-Fruhriep schnappte sich ein Listenrennen über 2.800 Meter. Die 7-jährige Stute holte sich die Prüfung sicher und bescherte Anna Schleusner-Fruhriep damit den siebten Saisonerfolg. Im Sattel von Nastaria saß wieder Jozef Bojko. Die Wetter der Stute durften sich über 4,70:1 freuen.
Der zweite Tagessieg in Hoppegarten ging nach Hannover. Für Alicia Baum siegte in einem Ausgleich I über 1.600 Meter die 4-jährige Stute Bowerchalke leicht. Für Alicia Baum war es wie für Anna Schleusner-Fruhriep der siebte Erfolg in diesem Jahr. Geritten wurde Bowerchalke von Wladimir Panov. Am Toto gab es für diesen Favoritentreffer 3,20:1.
In Cuxhaven-Duhnen kam am 9. August zuerst Ulrike Timmermann zu ihrem Jahrestreffer Nummer drei. Ulrike Timmermann ritt bei dem knappen Erfolg ihren 5-jährigen Zein in einem Ausgleich IV über 1.400 Meter selbst. Die Siegqoute des Wallachs betrug 2,70:1. Die Besitzertrainer-Zweierwette (5,70:1) machte Marc Timpelans Olga Gold (Melina Ehm) perfekt.
Schon ihren vierten Erfolg in 2026 schaffte im dritten Rennen des Tages, einem Ausgleich IV über 2.500 Meter, auf dem Duhner Watt Alina Schubert durch Tabularasa. Der 11-jährige Wallach setzte sich mit Alina Schubert im Sattel hochüberlegen durch und wiederholte damit seinen Vorjahressieg. Die Siegquote für den Favoriten betrug 1,40:1.
Und Alina Schubert setzte noch ihren fünften Sieg in diesem Jahr oben drauf. Im letzten Rennen in Cuxhaven-Duhnen siegte sie in einem Ausgleich IV über 1.900 Meter mit Comedy La Vega ebenfalls hochüberlegen. Natürlich war auch diesmal die Besitzertrainerin selbst die Reiterin. Am Toto zahlte der 8-jährige Wallach 2,20:1.
Janine Beckmann durfte sich in Krefeld am 8. August über ihren vierten Jahrestreffer freuen. Für sie gewann der 7-jährige Open Skies in einem Ausgleich IV über 2.050 Meter sicher. Im Sattel des Wallachs saß Janine Beckmann selbst. Der Wettanhang von Open Skies erhielt die satte Siegquote von 11,60:1. Für eine Besitzertrainer-Zweierwette, die 60,60:1 zahlte, sorgte Erwin Hinzmanns Hokusai (Andrea Ricupa).
Die nächsten Renntage in Deutschland finden am Samstag, 15. August, in Halle und in Saarbrücken statt. Weiter geht es am Sonntag, 16. August, in Hannover, am Samstag, 22. August, in München und in Leipzig (mit "Trostpflaster-Aktion"), am Sonntag, 23. August, in Düsseldorf, am Freitag, 28. August, in Dresden, am Samstag, 29. August, in Baden-Baden, am Sonntag, 30. August, in Baden-Baden, am Dienstag, 1. September, in Baden-Baden, am Samstag, 5. September, in Baden-Baden, am Sonntag, 6. September, in Baden-Baden und in Quakenbrück (mit "Trostpflaster-Aktion"), am Freitag, 11. September, in Köln, am Samstag, 12. September, in Magdeburg (mit "Trostpflaster-Aktion"), am Sonntag, 13. September, in Düsseldorf, am Montag, 14. September, in München, am Samstag, 19. September, in Hoppegarten sowie am Sonntag, 20. September, in Dortmund, in Hannover und in Billigheim.
Alle In- und Auslandssiege der in Deutschland lizenzierten Besitzertrainer im August, Juli, Juni, Mai, April, März, Februar und Januar 2026 hier. Alle Treffer in den Jahren 2025, 2024, 2023, 2022, 2021, 2020, 2019 und 2018 sind im Archiv (hier) nachzulesen.
Alle Ergebnisse sind unter www.deutscher-galopp.de zu finden. Dort sind auch alle Renntermine eingestellt.
Tiffany krönt ihre Karriere im Westminster 136. Großer Preis von Berlin
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 9. August 2026
Die Wetter des von Hongkong aus geführten World Pool haben sie - vielleicht etwas überraschend - zur Favoritin gemacht und sollten recht behalten: Die sechsjährige Stute Tiffany hat am Sonntag, 9. August, auf der Galopprennbahn Berlin-Hoppegarten den Westminister 136. Großer Preis von Berlin gewonnen und krönt damit ihre eindrucksvolle Laufbahn.
Nach drei zweiten Plätzen in deutschen Gruppe I-Rennen hat sie nun auf der Hauptstadtrennbahn vor tausenden Berlin-Fahnen schwenkenden Zuschauern auf höchstem Niveau triumphiert – im mit 155.000 Euro Preisgeld dotierten Berliner Grand Prix über die klassische Derbydistanz von 2.400 m. „Sie ist so tapfer, hatte oft Pech. Heute hat sie wieder ihr großes Herz gezeigt“, so Siegreiter Luke Morris. Der 37-jährige englische Jockey servierte der Stute aber auch das perfekte Rennen. Innen an fünfter Stelle gehend im Zehnerfeld, wartete er geduldig mit seinem Angriff, bis in der Zielgeraden die Lücke aufging. Tiffany beschleunigte entscheidend und wehrte die Attacken des stark laufenden dreijährigen Bright Light, den Andreas Suborics in Köln trainiert, sowie der beiden Godolphin-Pferde von Trainer Saaed bin Suroor, Dubai Future und Tornado Alert, ab. Der Richterspruch lautete „Kampf Hals-Vorsprung, halbe Länge und Kopf“.
Trainiert wird Tiffany im englischen Newmarket von Sir Marc Prescott, für den Morris hauptamtlich reitet. Mit der Ausnahmestute Alpinista gewannen die beiden 2021 nicht nur drei Gruppe I-Rennen in Deutschland - Großer Preis von Berlin, Preis von Europa und Großer Preis von Bayern -, sondern im folgenden Jahr auch das wichtigste Galopprennen Europas, den Prix de l’Arc de Triomphe (Gr. I). „Unser Plan war es immer, mit Tiffany ein Gruppe I-Rennen zu gewinnen, jetzt müssen wir schauen, wie es weitergeht“, sagte William Butler, der Assistenztrainer von Sir Marc. „Wir sind sehr stolz auf sie, sie hat jeden Tanz getanzt und gibt so vielen Menschen Spaß.“ Hinter Tiffany steht eine große Besitzergemeinschaft in Großbritannien, Elite Racing 004.
Enttäuschend verlief der Berliner Grand Prix für den nachgenannten Derbysieger Dardanos. Der dreijährige Schützling von Andreas Wöhler wirkte bis in die Gegengerade hinein sehr eifrig, trotz des hohen Tempos, das die vierjährige Stute Innora unter Leon Wolff angeschlagen hatte. Am Ende konnte Dardanos nichts ausrichten und wurde Letzter. Nur einen Platz vor ihm landete der Derbysieger des Vorjahres, Hochkönig, der in der Zielgeraden aber zumindest einen kurzen Moment hatte. Der fünfjährige Global Health, Überraschungssieger im Großen Hansa Preis (Gr. II) Anfang Juli, bestätigte als Fünfter sein Hamburger Laufen, auch wenn er sich das letzte Preisgeld mit einigem Abstand hinter dem Führungsquartett holte.
Die nächste Gruppe I-Prüfung in Deutschland ist am ersten September-Sonntag der 156. Große Preis von Baden. Das Rennen mit dem hohen internationalen Renommee soll auch das Ziel von Bright Light werden. Trainer Suborics hofft dabei allerdings auf Regen. „Er hat gezeigt, dass er in diese Klasse gehört“, sagte Suborics. „Auf weichem Boden ist er noch besser, zuletzt hatte er einfach etwas Pech gehabt.
Listenrennen in Hoppegarten an Pershing, Full of Hope und Nastaria
Quelle: Pressemitteilung der Rennbahn Hoppegarten vom 9. August 2026
Lange mussten die Besitzer von Tiffany auf den lange anvisierten Gruppe I-Sieg warten. Immer wieder war man knapp und unglücklich geschlagener Zweiter. Und auch diesmal fehlten nur wenige Meter und der Sieg im Großen Preis von Berlin wäre der Stute trotz einer famosen Leistung wieder aus den Händen geglitten. Denn ein großartig laufender Bright Light (Benjamin Marie) wäre wohl wenig weiter noch vorbei gekommen. Doch so blieb der Sieg verdientermaßen nach einem perfekt getimten Ritt von Luke Morris bei der 6-jährigen Stute. Im genau richtigen Moment stieß er an der Innenkante durch und holte damit den entscheidenden Vorteil heraus, der genau bis zur Linie für die Engländerin reichte.
Auch die beiden Godolphin-Vertreter zeigten dahinter erstklassige Leistungen und kamen bis wenige Meter vor dem Ziel noch für den Sieg in Frage. Letzlich wies Dubai Future im stallinternen Duell Tornado Alert für Platz 3 knapp in die Schranken. Als Fünfter und zweitbester Deutscher zeigte der im Führring herausragend aussehende Global Health ebenfalls eine bärenstarke Leistung. Die beiden Derbysieger der letzten beiden Jahre, Hochkönig und Dardanos, enttäuschten dagegen, spielten keine Rolle und landeten auf den letzten beiden Plätzen.
Gerhard Schöningh, Inhaber der Rennbahn Hoppegarten: „Wir haben ein sportlich hervorragendes Ergebnis gesehen und mit Tiffany hat eine sehr profilierte Stute auf höchstem internationalen Niveau gewonnen. Auf dem zweiten Platz hat ein Dreijähriger hohe Ehre für den deutschen Jahrgang eingelegt und auch die Dritt- und Viertplatzierten waren top-internationale Pferde. Sportlich war das daher ein sehr gutes Resultat. Und das mit Beteiligung führender Vertreter von Berlin, Brandenburg und aus der Wirtschaft, die den Renntag zu einer runden Sache gemacht haben.“
Das erste Listenrennen des Tages wurde eine sehr leichte Beute von Pershing. Unter Sibylle Vogt löste sich die vierjährige Stute im Hoppegartener Fliegerpreis schon weit vor dem Ziel von ihren Gegnern. Der im Vorfeld als Hauptgegner angesehene War Bride hatte, wie vor vier Wochen in Hamburg, keine Chance und endete nur auf dem enttäuschenden vierten Platz. Davor bestätigte Perfect Pic ihren feinen Sieg in Hoppegarten von Mitte Juni auf Rang zwei und auch die französische Gaststute Time Goes On kam noch vor War Bride ins Ziel.
Man konnte es im Vorfeld schon für möglich halten, als sich Trainer Christian Sprengel sehr optimistisch äußerte. Doch das dann seine Full of Hope unter Benjamin Marie als 33,10-Außenseiterin das Rennen Start-Ziel nach Belieben dominierte, hatten dann doch nur die wenigsten geglaubt. Hinter der 5-jährigen Stute sicherten sich Soft Winds und Anatara die weiteren Plätze. Die beiden englischen Gäste enttäuschten auf der ganzen Linie und spielten keine Rolle.
Vor drei Wochen hatte man ihr den Sieg im Fürstenberg-Rennen (Gruppe III) eher nicht zugetraut und auch diesmal, eine Etage niedriger, im als Listenrennen ausgetragenen Hoppegartener Steherpreis, gab es einige Zweifler. Doch die 7-jährige Stute lieferte erneut im großartiger Manier ab. Kurzfristig nach dem Start an der Spitze und dann von ihrem kongenialen Partner Jozef Bojko perfekt an dritter Stelle platziert, zog die Stute Mitte der Geraden in Front und ließ den Gegnern keine Chance. Nach 2.800 Metern eroberte der Vorjahressieger Waldadler einige Längen zurück den zweiten Platz vor der englischen Gaststute Finalise.
Nach dem Florida Eis-Rennen wurde der siegende Jockey traditionell in Eis aufgewogen. Das Gewicht von 74 Kilogramm (mit kleinem Augenzwinkern und Zusatzgewichten) wurde dann in fast 400 Portionen Florida Eis an die anwesenden Kinder ausgegeben.
Der Renntag der Wirtschaft ist am Samstag, 19. September, Einlass: 13 Uhr, erster Start: 14:30 Uhr - Großes Familienfest – Neben spannenden Pferderennen warten Kinderschminken, Hüpfburg, Ponyreiten, Kinderwette, vielfältiges Streetfood sowie ein großer Picknickrasen und Biergarten auf die ganze Familie. Kinder-Grand-Prix – Hier werden die kleinen Besucher selbst zu Stars: Mit Steckenpferden geht es zum Wettrennen direkt auf das Geläuf. Alle Kinder sind herzlich eingeladen, ihr eigenes Steckenpferd mitzubringen und gemeinsam mit unserem Maskottchen Hoppi den Nervenkitzel am Zieleinlauf hautnah zu erleben. Für noch mehr Spaß gibt es außerdem die Möglichkeit, Steckenpferde selber zu basteln oder direkt am Infostand zu erwerben. Sommerausflug & Rahmenprogramm – Vollblüter hautnah, rasante Zieleinläufe, Mitmach-Aktionen für Kinder und Live-Musik von der Bigband Köpenick sorgen für beste Stimmung den ganzen Tag. Kulinarisches Angebot – Von Klassikern wie Currywurst, Burger und Pommes über internationale und vegetarische Spezialitäten bis hin zu süßen Leckereien wie Donuts, Waffeln und Eis ist für jeden Geschmack etwas dabei. Tickets gibt es online unter www.hoppegarten.com.
Gries-Treffer am 6. August im französischen Vichy
Im französischen Vichy kam Thomas Gries am Donnerstag, 6. August, zu seinem ersten Jahrestreffer. Der Besitzertrainer aus Waldmohr gewann durch seine Neuerwerbung Fireman einen Ausgleich über 1.600 Meter. Der 4-jährige Wallach setzte sich unter Martin Protti mit einem kurzen Kopf durch und zahlte am Toto 10,50:1.
Absage aus Dortmund: Verbände bedauern die Entscheidung
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 5. August 2026
Deutscher Galopp, die Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen, der Deutsche Trainer- und Jockeyverband sowie der Verein Deutscher Besitzertrainer bedauern die Absage des für den 16. August 2026 geplanten Renntages in Dortmund außerordentlich. Die Absage ist insbesondere für die Besitzer, Trainer, Jockeys und alle weiteren Beteiligten sehr enttäuschend, die ihre Planungen auf diesen Termin ausgerichtet und ihre Pferde gezielt auf die ausgeschriebenen Rennen vorbereitet hatten.
Andreas Suborics, Präsident des Deutschen Trainer- und Jockeyverbandes
„Einen Renntag auf einer A-Bahn mitten in der Saison ohne vorherige Abstimmung und ohne gemeinsame Rettungsbemühungen abzusagen, sendet ein falsches Signal an alle Besitzer, die trotz der schwierigen Rahmenbedingungen weiterhin bereit sind, in den deutschen Galopprennsport zu investieren.
Für uns stellt sich außerdem die Frage, weshalb weder der Deutsche Trainer- und Jockeyverband noch die Trainer im Vorfeld kontaktiert wurden, um gemeinsam zu versuchen, weitere Starter für den Renntag zu gewinnen. Ein solcher Austausch wäre aus unserer Sicht selbstverständlich gewesen und hätte möglicherweise dazu beitragen können, die Veranstaltung doch noch stattfinden zu lassen.
Diese Absage ist ein schwerer Rückschlag für alle, die an die Zukunft des deutschen Galopprennsports glauben und sich täglich mit großem Engagement für ihn einsetzen.“
Gregor Baum, Präsident der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen
„Auch der Vorstand der Besitzervereinigung empfindet den Zeitpunkt der Absage als äußerst unglücklich. Nach unserer Einschätzung bestand durchaus die Möglichkeit, zumindest fünf oder sechs Rennen mit durchschnittlich sechs bis acht Startern durchzuführen.
Die deutschen Besitzer benötigen verlässliche Renntermine und Planungssicherheit. Deshalb müssen alle Beteiligten gemeinsam daran arbeiten, Absagen von Rennveranstaltungen nach Möglichkeit zu vermeiden und tragfähige Lösungen zu finden. Das liegt im Interesse des gesamten Galopprennsports.“
Detlef Kaczmarek, Geschäftsführer des Vereins Deutscher Besitzertrainer
„Von der Absage sind auch fünf in Deutschland lizenzierte Besitzertrainer mit insgesamt sechs Pferden unmittelbar betroffen. Der Verein Deutscher Besitzertrainer hätte sich deshalb eine frühzeitige Einbindung der Trainer und Besitzertrainer in die gemeinsame Suche nach zusätzlichen Startern und einer möglichen Lösung gewünscht.“
Daniel Krüger, Geschäftsführer von Deutscher Galopp
„Deutscher Galopp bedauert die Absage des Dortmunder Renntages außerordentlich. Wir sind daher froh, dass es in enger Abstimmung mit dem Hannoverschen Rennverein gelungen ist, zumindest den ausgeschriebenen Ausgleich II kurzfristig in das Rennprogramm in Hannover zu übernehmen.“
Dortmunder Rennverein sagt Renntag am 16. August ab
Quelle: Pressemitteilung des Dortmunder Rennvereins vom 4. August 2026
Der Dortmunder Rennverein sieht sich gezwungen, den für den 16. August 2026 geplanten Renntag abzusagen. Ausschlaggebend hierfür ist das Nennungsergebnis, das trotz intensiver Bemühungen keine wirtschaftlich tragfähige Durchführung der Veranstaltung ermöglicht. Nach Auswertung der Nennungen zeichnet sich ab, dass lediglich vier Rennen mit einer vertretbaren Starterzahl zustande kommen würden. Unter diesen Voraussetzungen wäre die Durchführung des Renntages weder aus sportlicher noch aus wirtschaftlicher Sicht verantwortbar.
Diese Entscheidung fällt uns außerordentlich schwer“, erklärt Manfred Ostermann, Präsident des Dortmunder Rennvereins. „Jeder abgesagte Renntag ist ein herber Rückschlag – für unsere Besitzer, Trainer, Jockeys, Besucher, Sponsoren und alle Menschen, die den Galopprennsport in Dortmund mit großer Leidenschaft unterstützen. Gleichzeitig tragen wir als Verein die Verantwortung, wirtschaftlich nachhaltig zu handeln.“ Der Dortmunder Rennverein sieht sich dabei auch seinen Partnern und Sponsoren verpflichtet. Ziel eines jeden Renntages ist es, attraktiven Sport mit gut besetzten und spannenden Rennen zu bieten. Dieses Qualitätsversprechen lässt sich unter den gegebenen Voraussetzungen leider
nicht erfüllen. „Unsere Sponsoren investieren in den Galopprennsport, weil sie ihren Gästen ein hochwertiges Sport- und Veranstaltungserlebnis bieten möchten“, so Ostermann. „Diesem Anspruch fühlen wir uns uneingeschränkt verpflichtet. Mit lediglich vier Rennen könnten wir diesem Anspruch nicht gerecht werden.“
„Die Premium-Renntage zeigen eindrucksvoll, welches Potenzial der Galopprennsport besitzt“, erklärt Ostermann. „Die Häufung dieser hochdotierten Veranstaltungen im Juli und August erschwert es allerdings zunehmend, mit einem regulären Rennprogramm ausreichend Starterfelder zu erreichen. Diese Entwicklung stellt viele Rennvereine vor große Herausforderungen und muss im Sinne eines ausgewogenen und wirtschaftlich tragfähigen Rennkalenders gemeinsam betrachtet werden.“
Der Dortmunder Rennverein bedankt sich ausdrücklich bei allen Besitzern und Trainern, die ihre Pferde für den Renntag genannt haben. Die Absage richtet sich ausdrücklich nicht gegen die Aktiven, sondern ist ausschließlich eine Konsequenz des vorliegenden Nennungsergebnisses und der daraus resultierenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Der Verein blickt trotz dieser Enttäuschung mit Zuversicht auf die kommenden Veranstaltungen und wird alles daransetzen, den Besucherinnen und Besuchern auch künftig Galopprennsport auf höchstem Niveau in Dortmund zu bieten. Gleichzeitig prüft der Dortmunder Rennverein gemeinsam mit den zuständigen Gremien intensiv, ob im laufenden Jahr ein alternativer Ersatztermin realisiert werden kann. Ziel ist es, den Aktiven, Partnern, Sponsoren und Rennsportfans nach Möglichkeit noch in dieser Saison einen zusätzlichen Renntag in Dortmund anbieten zu können.
Kühlventilatoren auf den Rennbahnen
Quelle: Pressemitteilung der Wettstar GmbH & BGG - Betriebsgesellschaft der Galopprennvereine mbH vom 6. August 2026
Wettstar und die BGG – Betriebsgesellschaft der Galopprennvereine – fördern die Anschaffung von Kühlventilatoren auf den Rennbahnen in Köln, Düsseldorf, Hannover, Berlin-Hoppegarten, Baden-Baden, Hamburg und München. Aufgrund der zunehmend warmen Witterungsbedingungen ist der Einsatz von Kühlvorrichtungen für die Pferde nach dem Einsatz im sportlichen Wettkampf sehr wichtig geworden, um den Tieren auch künftig akzeptable Bedingungen für die Teilnahme am Renngeschehen zu bieten. Ein wesentlicher Bestandteil des vom Verband Deutscher Galopp eingeführten Standards für den Umgang mit großer Hitze ist neben der Verschiebung oder Absage von Veranstaltungen auch die Einrichtung von Kühlquellen für die Tiere.
Die BGG und Wettstar haben sich daher entschieden, für die größten Rennveranstalter des Landes – die zusammen etwas mehr als 50 % der deutschen Rennveranstaltungen ausrichten – Wasserventilatoren der Firma Duralock zu beschaffen. Jedem der sieben Rennvereine werden zwei Geräte zur Verfügung gestellt. Die Ventilatoren arbeiten sehr effizient und kühlen dank ihres großen Wirkradius Flächen zwischen 50 und 100 m².
Die Rennvereine sind angehalten, die Ventilatoren bei Bedarf auch Veranstaltern in der Nachbarschaft zur Verfügung zu stellen, damit im Falle von hohen Temperaturen, alle Veranstalter guten Bedingungen für Mensch und Tier gewährleisten können.
Katalog online - August Online-Auktion 2026
Quelle: Pressemitteilung der Baden-Badener Auktionsgesellschaft (BBAG) vom 5. August 2026
Der Katalog zur August Online-Auktion 2026 ist online und kann ab sofort auf unserer Homepage (https://bbag.auction/de/bbag-sales/3forONE/online-pferdeauktionen/bbag-august-online-auktion-2026) eingesehen werden. Das Bieteverfahren beginnt am Mittwoch, 12. August, um 12 Uhr und endet am Freitag, 14. August, ab 16 Uhr im bekannten Bid-Up-Verfahren.
Aktuell umfasst der Katalog 15 Angebote, darunter mit Aktivist und Duchessa den Dritten und die Vierte aus dem Auktionsrennen in Bad Harzburg, sowie mit Sonic Boom ein mehrfacher Gruppe-Starter, der aktuell bei einem GAG von 81 steht. Noch bis Montag, 10. August, können weitere Pferde angemeldet werden. Für Rückfragen steht Ihnen unsere Geschäftsstelle jederzeit zur Verfügung.
Soreanga triumphiert im 168. Henkel-Preis der Diana
Quelle: Pressemitteilung des Düsseldorfer Reiter- und Rennvereins vom 2. August 2026
Knapp 20.000 Besucher erleben den Höhepunkt der Düsseldorfer Turfsaison. Die neue Stutenkönigin und Siegerin im 168. Henkel-Preis der Diana – German Oaks heißt Soreanga. Vor vollem Haus auf der Düsseldorfer Galopprennbahn gewann die Siyouni Tochter aus dem Besitz und der Zucht des Gestüt Fährhof in Sottrum Deutschlands bedeutendstes Stutenrennen (Gruppe 1, 500.000 Euro, 2.200 m). Im Sattel von Soreanga saß Jockey Eduardo Pedroza. Er gewann das Stutenderby in diesem Jahr zum fünften Mal. Siegtrainer Andreas Wöhler gelang darüber hinaus das klassische Doppel aus Deutschem Derby und German Oaks in 2026. Gleichzeitig gewann Wöhler das Stutenderby zum siebten Mal.
Dreieinhalb Längen hinter der Siegerin Soreanga endete die französische Favoritin Lapotheose mit Jockey Alexis Pouchin vor der Außenseiterin Noble Lips mit Benjamin Marie. Siegjockey Eduardo Pedroza resümiert: „Es ist fantastisch, hier in Düsseldorf meine fünfte Diana gewonnen zu haben. Ich wusste, dass wir eine gute Chance haben mussten. Ich hatte immer ein gutes Gefühl und einen Toprennverlauf. Sie hatte sich in der Schlussarbeit noch einmal verbessert und ist eine großartige Galoppiererin.“ Soreanga hatte immer eine gute Lage im Vordertreffen, fand zu Beginn der Zielgeraden die entscheidende Lücke und entfernte sich vom restlichen Feld. Ebenfalls begeistert zeigte sich Siegtrainer Andreas Wöhler: „Soreanga kam heute auch sehr gut mit dem Boden klar.“
Wer zehn Euro auf den Sieg der Fährhoferin gewettet hatte, erhielt 84 Euro zurück. Gleichzeitig lief die Siegerin des Henkel-Preis der Diana 2026 mit 2:12,42 Minuten die drittschnellste Zeit seit der Düsseldorfer Erstausgabe in 2006.
Eine weitere Topleistung feierte das Siegerteam aus dem Henkel-Preis der Diana mit Trainer Andreas Wöhler und Jockey Eduardo Pedroza auch im Fritz Henkel-Preis. Hier gewann der sechsjährige Wallach Sommersby für den Stall Chronos mit einer sicheren Start-Ziel-Darbietung das mit 55.000 Euro dotierte Gruppe 3-Rennen über 1.600 Meter. Zweiter wurde Aster mit Leon Wolff vor Montanus mit Bauyrzhan Murzabayev. Das Grafenberger BBAG-Auktionsrennen (52.000 Euro, 1.600 Meter) ging an den dreijährigen Hengst Nardos (7,30:1) aus der Kölner Trainingszentrale von Henk Grewe. Im Sattel saß Thore Hammer-Hansen. Ihm gelang damit sein zweiter Tagessieg. Der Däne baute mit 42 Jahreserfolgen seine führende Rolle in der deutschen Jockeyrangliste weiter aus.
Bestens besucht präsentierte sich die Galopprennbahn an diesem Feiertag des Düsseldorfer Turfs. Knapp 20.000 Besucher strömten auf den Grafenberg und genossen die Mischung aus Galopprennen und Familienevent. Die Veranstaltung stand zum 21. Mal unter dem Patronat von Henkel. Das Düsseldorfer Unternehmen feiert darüber hinaus in diesem Jahr seinen 150. Geburtstag. Die Schirmherrschaft des wichtigsten Düsseldorfer Renntages des Jahres übernahm Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller.
Ausblick: Die nächste Galoppveranstaltung auf dem Grafenberg findet am Sonntag, 23. August, mit dem Großen Sparkassen-Familientag statt. Im sportlichen Mittelpunkt steht dann der Sparkassen-Familien-Cup, ein Listenrennen, dotiert mit
40.000 Euro Preisgeld.
Alles über die Stute Nastaria in der Turf-Times
In der aktuellen Ausgabe von Turf-Times gibt es ab Seite 6 eine lesenswerte Story über die Kultstute von Besitzertrainerin Anna Schleusner-Fruhriep. Hier klicken: https://www.turf-times.de/newsletter/ausgabe-925-2026-07-24
Deutscher Galopp zu Gast bei „Zügel in der Hand - Verantwortung im Kopf“
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 24. Juli 2026
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag Nordrhein-Westfalen lud zu einer Veranstaltung zum Thema „Zügel in der Hand - Verantwortung im Kopf“ ein, bei der Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Veterinärbehörden sowie den unterschiedlichen Pferdesportverbänden zusammenkamen, um über bestehende Herausforderungen und mögliche Weiterentwicklungen im Tierschutz zu diskutieren. Neben Dr. Henrike Lagershausen und Daniel Stegemann von Pferdesport Deutschland sowie Dr. Gerlinde von Dehn (Landestierschutzbeauftragte NRW) nahmen auch Verbandspräsident Dr. Michael Vesper und Trainerin Yasmin Almenräder für Deutscher Galopp e.V. teil.
Im Mittelpunkt der Gesprächsrunde stand die Frage, welche Maßnahmen die verschiedenen Verbände bereits zum Schutz ihrer Pferde umgesetzt haben und welche Herausforderungen die jeweiligen Disziplinen mit sich bringen. Dabei ging es nicht um die Bewertung von Einzelfällen, sondern um einen fachlichen Austausch über strukturelle Maßnahmen und mögliche Weiterentwicklungen im Pferdesport, was Vesper und Almenräder nutzten, um die Bemühungen von Deutscher Galopp in den letzten Jahren im Einzelnen vorzustellen. In der regen Diskussion ging es um wünschenswerte und machbare Optimierungen im Sinne des Tierwohls unserer Pferde, ohne die Berechtigung des Pferdesports in Zweifel zu ziehen. So gab es in der Versammlung eine klare Tendenz dafür, die Zahl von derzeit noch drei erlaubten Peitscheneinsätzen auf null zu reduzieren.
Bei der Veranstaltung wurde deutlich, dass der regelmäßige Austausch zwischen Politik, Veterinärbehörden und den Verbänden eine wichtige Grundlage für die kontinuierliche Weiterentwicklung des Tierschutzes ist. „Ich begrüße, dass die Grünen das Thema Tierschutz im Pferdesport aufgegriffen haben, um zum einen eine Bestandsaufnahme in den unterschiedlichen Sportarten zu erheben und zum anderen über mögliche Verbesserungen zu diskutieren. Wir haben uns dieser Diskussion gern gestellt“, so Dr. Michael Vesper.
Pferdeverbände drängen auf schnelle Entlastung bei der GOT
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 15. Juli 2026
Pferdesport Deutschland, Deutscher Galopp e.V. und der Hauptverband für Traberzucht e. V. (HVT) haben bei einem gemeinsamen Gespräch mit Bundesminister Alois Rainer ihre Forderung nach einer kurzfristigen Entlastung von Pferdehaltern, Züchtern und Betrieben bekräftigt. Die drei Verbände traten dabei geschlossen auf und machten deutlich, dass die Auswirkungen der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) die gesamte Pferdebranche zunehmend belasten.
Für die drei Verbände nahmen u.a. die Präsidenten Dr. Michael Vesper (Deutscher Galopp e.V.), Prof. Dr. h.c. Martin H. Richenhagen (Pferdesport Deutschland) und Peter Weihermüller (HVT) sowie der Geschäftsführer von Deutscher Galopp, Daniel Krüger, an dem Gespräch teil. Auf Seiten des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) waren neben Bundesminister Alois Rainer auch Silvia Breher, Parlamentarische Staatssekretärin und Beauftragte der Bundesregierung für Tierschutz, sowie weitere leitende Mitarbeiter des Hauses vertreten.
Die Verbände schilderten in dem Austausch die aktuelle Situation in ihren Bereichen und verwiesen auf die deutlichen Rückgänge hin. Sowohl die Anzahl der Pferde als auch die der pferdesportlichen Veranstaltungen ist stark zurückgegangen. Ebenso die Zahl der registrierten Züchter und Bedeckungen. Die Rückmeldungen der Zuchtverbände aus der laufenden Zuchtsaison fallen deutlich dramatischer als bisher aus. Die Verbände sehen die teilweise extrem angestiegenen Tierarztkosten als wesentlichen Belastungsfaktor für Pferdehalter und Zuchtbetriebe an.
Sofortige Entlastung der Pferdehalter gefordert
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die gemeinsamen Forderungen der drei Verbände. Herr Dr. Vesper erinnerte daran, dass die GOT 2022 entgegen § 12 der Bundes-Tierärzteverordnung ohne Beteiligung der Pferdehalter beschlossen wurde; das dürfe sich nicht wiederholen. Daher nahm er positiv die Bereitschaft von Minister Rainer und der parlamentarischen Staatssekretärin Breher auf, die Seite der Tierhalter zu hören, die von den teilweise dramatisch gestiegenen Gebühren erdrückt werden.
Herr Krüger ergänzt: „Eine vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Tierärztinnen und Tierärzten ist für uns von zentraler Bedeutung. Uns verbindet das gemeinsame Ziel, die bestmögliche Versorgung und das Wohlergehen unserer Pferde sicherzustellen. Deshalb müssen wir die bestehenden Probleme offen ansprechen und gemeinsam eine tragfähige Lösung finden, die sowohl eine verlässliche tierärztliche Versorgung als auch die wirtschaftliche Zukunft der Pferdehaltung gewährleistet. Ich bin froh, dass sich das Bundesministerium dieser wichtigen Fragen nun angenommen hat, und hoffe auf einen konstruktiven Prozess mit zeitnahen Ergebnissen.“
Gemeinsames Mindestziel der drei Pferdeverbände ist die Aufhebung der Verbindlichkeit der GOT 2022. Dies sei kurzfristig umzusetzen, sagte Richenhagen, um eine direkte Entlastung der Pferdehalter schnell zu erreichen. In einem gemeinsamen Schreiben an Bundeslandwirtschaftsminister Rainer hatten die drei Pferdeverbände bereits im April 2026 darauf hingewiesen, dass sich in anderen Branchen Modelle längst bewährt haben, die der Orientierung dienen, ohne dabei verbindlich zu wirken (u.a. bei Architekten, Ingenieuren und Steuerberatern).
Nachdrücklich haben die drei Verbände darauf hingewiesen, dass die laufende Evaluierung nach ihrer Auffassung nicht die Anforderungen an eine ergebnisoffene Überprüfung erfüllt. Denn: Eine wissenschaftlich belastbare Evaluation muss ergebnisoffen prüfen, ob die Ziele der GOT 2022 überhaupt erreicht wurden. In der jetzigen Evaluation fehlen die konkreten Auswirkungen auf Tierhalter und Tierwohl, die aktuell negative Entwicklung der Tierzahlen, die Entwicklung von Behandlungen und Euthanasien, die allgemeine Marktentwicklung sowie die Bedeutung von Arzneimittelumsätzen und Rabattstrukturen. Zu prüfen sind auch kartellrechtliche Fragestellungen aufgrund der zunehmenden Bildung großer Gruppen- bzw. Unternehmensverbünde von Tierarztpraxen und -kliniken.
Darüber hinaus fordern die Verbände:
- die Abschaffung der Hausbesuchsgebühr für Pferde sowie ein Bekenntnis zum Pferd als landwirtschaftliches Nutztier,
- eine transparente Begründungspflicht bei der Anwendung von Mehrfachsätzen,
- größere Gestaltungsspielräume bei der Rechnungsstellung, beispielsweise durch Pauschalen, Rabatte oder Paketpreise
- sowie die gleichwertige Berücksichtigung der Perspektive der Tierhalter im Evaluationsprozess.
Erstmals vertraten Pferdesport Deutschland, Deutscher Galopp und HVT ihre Positionen zur GOT gemeinsam gegenüber dem Bundesminister. Die Verbände machten dabei deutlich, dass Pferdesport, Pferdezucht und Pferderennsport in dieser Frage mit einer Stimme sprechen. Trotz unterschiedlicher Aufgaben und Strukturen vertreten sie gemeinsam die Interessen von Pferdesport, Pferdezucht und Pferderennsport in Deutschland. Ihr gemeinsames Ziel ist eine schnelle, tragfähige Lösung, die sowohl die Zukunft der Pferdehaltung und Pferdezucht als auch eine verlässliche tierärztliche Versorgung sichert.
Die Verbände sehen kurzfristigen Handlungsbedarf, um weitere Rückgänge in Pferdehaltung und Pferdezucht zu verhindern. „Tierärzteschaft und Pferdesektor sind aufeinander angewiesen. Unser Ziel ist eine schnelle Rückkehr zu einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit im Interesse aller Beteiligten, insbesondere aber der Pferde“, betonten Pferdesport Deutschland, Deutscher Galopp und HVT gemeinsam. Bundeslandwirtschaftsminister Rainer teilte gegenüber den Verbänden mit, dass zunächst die Ergebnisse aus der laufenden Evaluierung abgewartet werden müssen, bevor das BMLEH weitere Schritte in Angriff nehmen wird. Das Ministerium rechnet mit den Ergebnissen im Oktober 2026.
TurfMatch startete in Iffezheim: Impuls für Rennpferdebesitz in Deutschland
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 5. Juni 2026
Der deutsche Galopprennsport setzt ein starkes Zeichen für die Zukunft: Am Samstag, 6. Juni, fällt in Iffezheim der offizielle Startschuss für TurfMatch – ein neues, gemeinschaftlich getragenes Besitzerprojekt, das den Zugang zum Rennpferdebesitz deutlich vereinfachen und neue Zielgruppen für den Sport begeistern soll. Mit TurfMatch entsteht erstmals eine zentrale Anlaufstelle für Menschen, die sich für den Besitz oder die Beteiligung an Rennpferden interessieren – ganz gleich, ob sie erste Erfahrungen in einem Galoppclub sammeln, sich an einem Syndikat beteiligen oder direkt ein eigenes Rennpferd erwerben möchten.
Der Besitz eines Rennpferdes gehört zu den emotionalsten Formen, den Galopprennsport zu erleben. Der Moment, wenn das eigene Pferd in den Führring kommt, die Spannung vor dem Start, die Atmosphäre auf der Rennbahn und die besondere Verbindung zu Trainer, Jockey und Pferd – all das macht Rennpferdebesitz einzigartig. Gleichzeitig war der Einstieg für Interessierte bislang nicht immer leicht zugänglich. Genau hier setzt TurfMatch an: Das Projekt soll informieren, Orientierung geben, Kontakte herstellen und Hemmschwellen abbauen. Im Mittelpunkt steht die neue digitale Plattform TurfMatch.de, die von der Figge+Schuster AG entwickelt wurde. Sie dient als moderner Marktplatz und Vermittlungsportal für unterschiedliche Formen des Rennpferdebesitzes – von Beteiligungsmodellen über Syndikate bis hin zum direkten Kauf eines Rennpferdes.
Digitaler Marktplatz trifft persönliche Ansprache
TurfMatch verbindet die Möglichkeiten einer digitalen Plattform mit persönlicher Beratung vor Ort. Interessierte sollen nicht allein durch Angebote klicken, sondern aktiv begleitet werden – verständlich, transparent und nah am Sport. Künftig werden Promotion-Teams an ausgewählten Renntagen auf den Rennbahnen präsent sein. Sie stehen Besuchern als persönliche Ansprechpartner zur Verfügung, erklären die verschiedenen Wege in den Rennpferdebesitz und vermitteln den Kontakt zu passenden Angeboten, Trainern, Clubs oder Syndikaten. Damit wird TurfMatch nicht nur zu einer Website, sondern zu einer echten Brücke zwischen Rennbahnbesuchern, Pferdebegeisterten, Neueinsteigern und den Aktiven des Sports.
Getragen wird TurfMatch von einer breiten Kooperation zentraler Institutionen des deutschen Galopprennsports: Deutscher Galopp e.V., Baden-Badener Auktionsgesellschaft (BBAG) e.V., Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e.V. und der Betriebsgesellschaft der Galopp-Rennvereine mbH (BGG). Die Federführung liegt bei der Baden-Badener Auktionsgesellschaft (BBAG) e.V.. Gemeinsam verfolgen die Partner das Ziel, die Basis des Rennpferdebesitzes in Deutschland zu verbreitern und den Sport für neue Zielgruppen sichtbarer, verständlicher und attraktiver zu machen. „Rennpferdebesitz ist eine der faszinierendsten Möglichkeiten, unseren Sport wirklich zu erleben. Mit TurfMatch wollen wir den Einstieg erleichtern, neue Menschen für den Galopprennsport gewinnen und zeigen, dass es heute viele unterschiedliche Wege gibt, Teil dieser besonderen Welt zu werden“, heißt es aus dem Kreis der Projektpartner.
Der Start in Iffezheim ist bewusst gewählt. Die Rennbahn Baden-Baden/Iffezheim zählt zu den traditionsreichsten und bedeutendsten Standorten des deutschen Galopprennsports. Hier treffen sportliche Klasse, internationale Strahlkraft, Auktionen, Besitzer, Züchter, Trainer und Publikum in besonderer Weise zusammen. Damit bietet Iffezheim den idealen Rahmen, um ein Projekt vorzustellen, das Tradition und Zukunft miteinander verbinden soll. TurfMatch versteht sich als langfristige Initiative. Ziel ist es, den Rennpferdebesitz in Deutschland moderner zu kommunizieren, neue Beteiligungsformen sichtbarer zu machen und Menschen einzuladen, den Galopprennsport nicht nur als Zuschauer, sondern als aktive Mitgestalter zu erleben. Denn der Besitz eines Rennpferdes muss nicht unerreichbar sein. Ob als Teil einer Gemeinschaft, in einem Syndikat oder als eigener Besitzer: TurfMatch soll zeigen, wie vielfältig und zugänglich der Weg in diesen Sport sein kann. Mit dem Start am Samstag in Iffezheim beginnt damit ein neues Kapitel für die Besitzergewinnung im deutschen Galopprennsport.
Weitere Informationen unter www.TurfMatch.de
Noch anstehende Termine der Pre-Race Vet Checks 2026
Im Wochenrennkalender von Deutscher Galopp vom 24. Februar wurden die Pre-Race Vet Check-Termine für die Saison 2026 veröffentlicht. Alle Starter haben sich rechtzeitig an diesen Renntagen vor dem jeweiligen Start beim Pre-Race Vet Check einzufinden. Die Stationen sind während des gesamten Renntags besetzt, sodass eine rechtzeitige Untersuchung aller Teilnehmer gewährleistet ist.
Medizinische Vorbefunde oder Besonderheiten, die für die Untersuchungen wichtig sind, sowie allgemeine Rückfragen können vorab per E-Mail an den Sprecher der Rennleitung, Dr. Philipp Biermann (biermann@deutscher-galopp.de), übermittelt werden.
Die noch stattfindenen Termine:
9. August - Berlin-Hoppegarten - Dr. Rüdiger Beier
15. August - Saarbrücken - Dr. Jan Carlos Merkt
16. August - Hannover - Dr. Rüdiger Beier
29. August - Baden-Baden - Dr. Jan Carlos Merkt
30. August - Baden-Baden - Dr. Rüdiger Beier
12. September - Magdeburg - Dr. Michael Köhler
20. September - Dortmund - Dr. Gerd Apel
27. September - Köln - Dr. Gerd Apel
4. Oktober - Düsseldorf - Dr. Gerd Apel
25. Oktober - Hannover - Dr. Rüdiger Beier
7. November - München - Dr. Michael Zeitelhack
14. November - Krefeld - Dr. Jan Carlos Merkt
6. Dezember - Dresden - Dr. Rüdiger Beier
Reitanlage M+M von Michelle Carolin Barthel in Bebra
Michelle Carolin Barthel, seit 2023 nach bestandener Prüfung zur Besitzertrainerin Mitglied im Verein Deutscher Besitzertrainer, hat sich mit einer Reitanlage (M+M) in nordhessischen Bebra selbstständig gemacht. Dort bietet sie für Rennpferde folgendes an:
- Einreiten und Grundausbilden als Vorbereitung auf den Rennstall
- nach der Karriere auf der Rennbahn je nach Talent zu Spring-, Dressur-, Freizeit- und/oder Vielseitigkeitspfer umtrainieren
- Unterstützung beim Verkauf dieser Pferde und die neuen Besitzer ausführlich über die Pferde beraten
- als Winterquartier mit dressurmäßiger Arbeit
- zum Auskurieren von Verletzungen mit Wiederaufbau
- Einspringen von Rennpferden für Hindernisrennen
Michelle Carolin Barthel: "Unsere Anlage bietet eine Reithalle, wo wir witterungsunabhängig reiten können, einen Außenreitplatz, welcher auch im Winter bereitbar ist, ein Roundpen zum Longieren, eine Führmaschine mit neuem Sand. Im Sommer stehen den Pferden Koppeln und im Winter Paddocks zum Ausgleich zur Verfügung."
Michelle Carolin Barthel hat mit sechs Jahren mit dem Reiten angefangen und mit zehn Jahren ihr erstes Pony selber eingeritten. Im Springreiten war sie bei Turnieren bis Klasse M aktiv und ist auch in Italien und Österreich an den Start gegangen. "Mit 23 Jahren habe ich meinen Bachelor in Betriebswirtschaftslehre gemacht und bin danach im Rennstall als angestellte Arbeitsreiterin bei Markus Klug, Andreas Suborics, Marco Angermann, Pavel Vovcenko sowie Marco Klein in Mannheim aktiv gewesen. Zwischenzeitlich habe ich zudem bei Lehrgänge bei Peter Schiergen, Henk Grewe, Carmen Bocskai und Fabian Xaver Weißmeier geritten", so Michelle Carolin Barthel,
Weitere Informationen sind auf ihrer Internetseite https://www.reitanlagemm.de oder hier zu finden. Persönlich kann Michelle Carolin Barthel unter der Telefonnummer +491755704505 oder per E-Mail michelle_carolin@t-online.de kontaktiert werden.
Haftpflichtversicherung der Startpferde wird überprüft
Quelle: Wochenrennkalender von Deutscher Galopp vom 2. September 2025
Aufbauend auf die Mail vom 15. April 2025, kontrolliert Deutscher Galopp ab sofort stichprobenartig das Vorliegen einer gültigen Haftpflichtversicherung der startenden Pferde. Die Trainer werden gebeten, einen entsprechenden Nachweis der Besitzer auf Abruf zügig vorlegen zu können.
Formular für Ständestartprüfung vor dem 1. Lebensstart
Die Renntechnik von Deutscher Galopp teilt mit:
Gemäß Änderung der RO-Nr. 421 sowie Nr. 25 der Besonderen Bestimmungen ist es jedem Trainer gestattet, die Ständestartprüfung vor dem 1. Lebensstart eines jeden Pferdes nunmehr selbst abzunehmen und mithilfe eines Protokolls im Original im Pferdepass zu hinterlegen sowie in Kopie an Deutscher Galopp zu senden. Das Protokoll muss zum Start des Pferdes vorliegen.
Der Vordruck kann auf der Website von Deutscher Galopp unter „Formulare“ heruntergeladen werden oder ist auch hier zu finden. Sollten noch Rückfragen auftreten, ist Anne Horny (horny@deutscher-galopp) gern jederzeit erreichbar.
Auf der Homepage von Deutscher Galopp: Galoppsport-Transparent
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 29. Oktober 2024
Der Galopprennsport ist faszinierend und zieht jedes Jahr hunderttausende Fans auf die Rennbahnen in Deutschland. Trotzdem kursieren häufig Missverständnisse und unbegründete Vorurteile, die ein verzerrtes Bild des Sports zeichnen. Dabei steht das Wohl der Pferde – ob auf der Rennbahn, im Trainingsstall oder auf dem Gestüt – immer an erster Stelle. Mit der neuen, vom Dachverband des deutschen Galopprennsports ins Leben gerufenen Website „Galoppsport-Transparent.de“ (Galopprennsport: Fakten statt Bedenken) gibt es jetzt eine Anlaufstelle, die sich gezielt mit Vorwürfen und Kritikpunkten auseinandersetzt. Die Plattform soll Diskussionen auf eine fundierte Basis stellen und setzt dabei auf wissenschaftliche Fakten und klar belegbare Zahlen.
Zu einigen der häufigsten Kritikpunkte im Galoppsport gibt die Website detaillierte Antworten: Welche Rolle spielt die Peitsche bei Pferderennen? Ist Galoppsport ein Privileg für wenige? Was passiert mit den Pferden nach ihrer Rennkarriere, und wie finden Vollblüter auch in anderen Reitsportarten Verwendung? Zusätzlich werden Themen wie Unfallrisiken, Haltungsbedingungen und weitere Fragestellungen beleuchtet.
„Mit Galoppsport-Transparent.de setzen wir ein klares Zeichen für Offenheit und Transparenz und schaffen eine fundierte Basis für sachliche Auseinandersetzungen. Als Dachverband engagieren wir uns seit jeher dafür, dass Pferderennen in Deutschland so sicher wie möglich für Pferde und Reiterinnen und Reiter ablaufen. Wir laden alle Interessierten ein, sich anhand wissenschaftlicher Fakten ein eigenes Bild des Galopprennsports zu machen“, so Daniel Krüger, Geschäftsführer von Deutscher Galopp e.V, und ergänzt: „Ein besonderer Dank gilt Frau Dr. Monica Venner, unsere unabhängige Beauftragte für Tierschutzfragen. Durch ihre Expertise konnten die behandelten Themen auch aus veterinärmedizinischer Perspektive eingeordnet werden.“
Weitere Anliegen oder Anmerkungen, die bisher nicht thematisiert wurden, können über Galoppsport-Transparent.de per Video, Audio oder Text direkt an Deutscher Galopp gesendet werden. Ziel ist es, mit Vorurteilen gegenüber dem Galopprennsport aufzuräumen und den Sport verständlicher und transparenter zu machen.
Schutz und Förderung des Kulturguts Vollblut
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 23. Oktober 2023
Der Dachverband Deutscher Galopp e.V. hat eine Stiftung ins Leben gerufen. Die neugegründete Stiftung Deutscher Galopp soll mithilfe finanzieller Zuwendungen die wirtschaftliche Zukunft der Vollblutzucht und des Galopprennsports garantieren. Alle in die Stiftung eingebrachten Investitionen kommen in voller Höhe der Förderung und Weiterentwicklung des deutschen Galopprennsports zugute.
Die Stiftung Deutscher Galopp fokussiert sich auf fünf Förderschwerpunkte und Tätigkeitsfelder:
Förderung des Kulturguts Vollblut und seiner wirtschaftlichen Grundlagen
Erhalt und Förderung von Zucht- und Leistungsprüfungen
Tierwohl sowie Sicherheit für Mensch und Pferd
Veterinärmedizinische Forschung
Nachwuchsförderung und Weiterbildung
Durch verschiedenen Stiftungs- und Spendenmodelle können alle finanziellen Unterstützungen, unabhängig vom Umfang der Spende, aktiv zur Verwirklichung der Stiftungsziele und somit in den deutschen Galopprennsport eingebracht werden. „Wir freuen uns über jeden Einzelnen, der unser Engagement hinsichtlich Integrität, Tierwohl und nachhaltiger Werte unterstützt“, sagt Daniel Krüger, Geschäftsführer Deutscher Galopp. „Gleichzeitig bedanken wir uns für das uns erwiesene Vertrauen, die eingebrachten Vermögen sicher und gewinnbringend für den gemeinnützigen Zweck zu verwalten.“
Die deutsche Vollblutzucht genießt durch große Erfolge in den bedeutendsten Rennen der Welt – wie dem Prix de l‘ Arc de Triomphe in Frankreich, den King George VI and Queen Elizabeth Stakes in England, dem Melbourne Cup in Australien oder dem Breeders‘ Cup in den USA – international eine große Anerkennung. Ziel der Stiftung ist es, Erfolgsgeschichten wie die von Acatenango, Lando, Danedream, Torquator Tasso, Shirocco, Novellist oder Protectionist mit vereinten Kräften noch lange fortzuschreiben.
Weitere Informationen oder Rückfragen zur Stiftung Deutscher Galopp unter: Tel. 0221–749816, E-Mail: stiftung@deutscher-galopp.de
Formular "Beanstandungen im Gastboxenbereich"
Aus gegebenen Anlass rät der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer seinen aktiven Mitgliedern, zu jedem Renntag das Formular "Beanstandungen im Gastboxenbereich" (hier herunterladen) mitzuführen. Alle Beanstandungen sollten mit diesem Formular unverzüglich der Rennleitung mitgeteilt werden.