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Verein Deutscher
Besitzertrainer e.V.

Ein Treffer in Köln und ein Sieg in Dresden als Ausbeute

Vier Veranstaltungen umfasste das Wochenend-Programm im deutschen Galopprennsport. Start war am Freitag, 31. Juli, in Zweibrücken mit sechs Prüfungen. Es folgten acht Rennen am Samstag, 1. August, in Köln. Der Abschluss fand am Sonntag, 2. August, in Dresden (sechs Prüfungen) und in Düsseldorf (neun Rennen) statt. Die in Deutschland lizenzierten Besitzertrainer kamen am Samstag, 1. August, in Köln und am Sonntag, 2. August, in Dresden jeweils zu einem Treffer. 

 

In Dresden dauerte es am 2. August bis zur letzten Prüfung, dann war dort der einzige Besitzertrainer-Sieg des Tages perfekt. Errungen hat ihn für Daniel Paulick die 7-jährige Paige. Die Stute setzte sich unter Jozef Bojko überlegen durch. Für Daniel Paulick war es der zweite Saisonerfolg. Die Siegquote für Paige betrug 3,10:1.

 

Der Erfolg am 1. August in Köln wird Pavel Bradik gutgeschrieben. Für und mit ihm holte der 5-jährige Wallach Anton der Guetige diesen Treffer in einem Ausgleich IV - Amateurrennen - über 2.200 Meter. Für Pavel Bradik war es der erste Saisonerfolg. Am Toto zahlte Anton der Guetige, der sicher gewann, 3,60:1. Wenn die öffentliche Datenbank von Deutscher Galopp stimmt, war es der 50. Sieg für Pavel Bradik als Besitzertrainer. 44 wurden davon auf der Flachbahn und sechs über die Sprünge erzielt.

 

Der nächste Renntag in Deutschland findet am Samstag, 8. August, in Krefeld statt. Weiter geht es am Sonntag, 9. August, in Hoppegarten und Cuxhaven (mit "Trostpflaster-Aktion"), am Samstag, 15. August, in Halle und in Saarbrücken, am Sonntag, 16. August, in Hannover und in Dortmund (mit "Trostpflaster-Aktion"), am Samstag, 22. August, in München und in Leipzig (mit "Trostpflaster-Aktion"), am Sonntag, 23. August, in Düsseldorf, am Freitag, 28. August, in Dresden, am Samstag, 29. August, in Baden-Baden, am Sonntag, 30. August, in Baden-Baden, am Dienstag, 1. September, in Baden-Baden, am Samstag, 5. September, in Baden-Baden, am Sonntag, 6. September, in Baden-Baden und in Quakenbrück (mit "Trostpflaster-Aktion"), am Freitag, 11. September, in Köln, am Samstag, 12. September, in Magdeburg (mit "Trostpflaster-Aktion"), am Sonntag, 13. September, in Düsseldorf, am Montag, 14. September, in München, am Samstag, 19. September, in Hoppegarten sowie am Sonntag, 20. September, in Dortmund, in Hannover und in Billigheim.

 

Alle In- und Auslandssiege der in Deutschland lizenzierten Besitzertrainer im August, Juli, Juni, Mai, April, März, Februar und Januar 2026 hier. Alle Treffer in den Jahren 2025, 2024, 2023, 2022, 2021, 2020, 2019 und 2018 sind im Archiv (hier) nachzulesen.

 

Alle Ergebnisse sind unter www.deutscher-galopp.de zu finden. Dort sind auch alle Renntermine eingestellt.

Derby-Diana-Doppel für Wöhler durch die Fährhoferin Soreanga

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 2. August 2026

 

Andreas Wöhler und sein Team können schon wieder feiern: Gut einen Monat nach dem Erfolg im Deutschen Derby (Gr. I) mit Dardanos hat die von ihm trainierte Soreanga das wichtigste Rennen für Stuten in Deutschland gewonnen - den 168. Henkel Preis der Diana - German Oaks. Die Gruppe I-Prüfung über 2.200 m in Düsseldorf, die nur dreijährigen Stuten offensteht, ist mit einer halben Million Euro dotiert.

 

„Soreanga hat schon im letzten Jahr Topformen gezeigt“, so Wöhler, für den es bereits der siebte Erfolg im „Stutenderby“ war. Das Derby-Diana Doppel in einem Jahr hat der auf dem Gestüt Ravensberg bei Gütersloh aktive Trainer bereits einmal 2016 mit Isfahan und Serienholde geschafft. „In diesem Jahr hat sie etwas gebraucht, aber wir hatten schon viel Mumm auf sie.“

 

Soreanga kam gut aus der Startmaschine, lag während des Rennens innen immer im Vorderfeld. Eingangs der Zielgerade fiel sie kurz etwas zurück, doch dann drehte sie voll auf. „Sie gibt immer alles, was sie kann. Sobald die Lücke kam, war sie weg“, beschrieb Siegreiter Eduardo Pedroza seinen fünften Diana-Erfolg. Soreanga stammt von dem französischen Spitzenhengst Siyouni ab, die Mutter ist Saltita, eine Tochter von Galileo, der zu den erfolgreichsten Deckhengsten der Welt zählt.

 

Gezüchtet wurde sie von der Stiftung Gestüt Fährhof, in deren Rennfarben sie auch läuft. „Ich freue mich riesig“, sagte Besitzer und Züchter Dr. Andreas Jacobs. „Es ist das großartigste Rennen für Stuten in Deutschland, und wir haben es lange nicht mehr gewonnen.“ Der letzte Fährhofer Erfolg geht auf das Jahr 1994 zurück, als Risen Raven triumphierte. Soreanga sorgte nun für den sechsten Erfolg der gelb-schwarzen Rennfarben in der Diana.

 

Ihren Nimbus als ungeschlagenes Pferd hat die aus Frankreich angereiste Favoritin Lapotheose eingebüßt. Die von Yann Barberot trainierte Gr.II-Siegerin blieb dreieinhalb Längen hinter der Siegerin, aber war selbst drei Längen vor der Drittplatzierten Noble Lips und noch einmal eine halbe Länge vor Gua Lipa, die beide von Andreas Suborics in Köln trainiert werden. Die zweite Wöhler-Starterin Lady Evi wurde Fünfte, während die von Marcel Weiß vorbereitete Night Breath den letzten Geldpreis in Höhe von 10.000 Euro errang. Für das Siegerteam gab es 300.000 Euro.

 

Der Preis der Diana wird seit 1857 ausgetragen und ist damit älter als das Deutsche Derby. Der Austragungsort und die Distanz haben über die Zeit immer wieder gewechselt. Ursprünglich in Berlin-Tempelhof, nach dem Zweiten Weltkrieg dann viele Jahre in Mülheim an der Ruhr, hat das „Stutenderby“ seit 2006 seinen festen Platz am Düsseldorfer Grafenberg - seit 20 Jahren in Partnerschaft mit dem Unternehmen Henkel.


Am kommenden Sonntag, 9. August, geht das Sommerfestival des deutschen Galopps weiter: Der Westminster 136. Großer Preis von Berlin ist nach dem Großen Dallmayr-Preis und der Diana die dritte Prüfung der höchsten Kategorie innerhalb von zwei Wochen. Möglicherweise kommt es in Berlin zum Aufeinandertreffen zweier Derbysieger: Dardanos und sein Vorgänger Hochkönig sind für Hoppegarten im Gespräch.

Soreanga triumphiert im 168. Henkel-Preis der Diana  

Quelle: Pressemitteilung des Düsseldorfer Reiter- und Rennvereins vom 2. August 2026

 

Knapp 20.000 Besucher erleben den Höhepunkt der Düsseldorfer Turfsaison. Die neue Stutenkönigin und Siegerin im 168. Henkel-Preis der Diana – German Oaks heißt Soreanga. Vor vollem Haus auf der Düsseldorfer Galopprennbahn gewann die Siyouni Tochter aus dem Besitz und der Zucht des Gestüt Fährhof in Sottrum Deutschlands bedeutendstes Stutenrennen (Gruppe 1, 500.000 Euro, 2.200 m). Im Sattel von Soreanga saß Jockey Eduardo Pedroza. Er gewann das Stutenderby in diesem Jahr zum fünften Mal. Siegtrainer Andreas Wöhler gelang darüber hinaus das klassische Doppel aus Deutschem Derby und German Oaks in 2026. Gleichzeitig gewann Wöhler das Stutenderby zum siebten Mal.

 

Dreieinhalb Längen hinter der Siegerin Soreanga endete die französische Favoritin Lapotheose mit Jockey Alexis Pouchin vor der Außenseiterin Noble Lips mit Benjamin Marie. Siegjockey Eduardo Pedroza resümiert: „Es ist fantastisch, hier in Düsseldorf meine fünfte Diana gewonnen zu haben. Ich wusste, dass wir eine gute Chance haben mussten. Ich hatte immer ein gutes Gefühl und einen Toprennverlauf. Sie hatte sich in der Schlussarbeit noch einmal verbessert und ist eine großartige Galoppiererin.“ Soreanga hatte immer eine gute Lage im Vordertreffen, fand zu Beginn der Zielgeraden die entscheidende Lücke und entfernte sich vom restlichen Feld. Ebenfalls begeistert zeigte sich Siegtrainer Andreas Wöhler: „Soreanga kam heute auch sehr gut mit dem Boden klar.“

 

Wer zehn Euro auf den Sieg der Fährhoferin gewettet hatte, erhielt 84 Euro zurück. Gleichzeitig lief die Siegerin des Henkel-Preis der Diana 2026 mit 2:12,42 Minuten die drittschnellste Zeit seit der Düsseldorfer Erstausgabe in 2006.

 
Eine weitere Topleistung feierte das Siegerteam aus dem Henkel-Preis der Diana mit Trainer Andreas Wöhler und Jockey Eduardo Pedroza auch im Fritz Henkel-Preis. Hier gewann der sechsjährige Wallach Sommersby für den Stall Chronos mit einer sicheren Start-Ziel-Darbietung das mit 55.000 Euro dotierte Gruppe 3-Rennen über 1.600 Meter. Zweiter wurde Aster mit Leon Wolff vor Montanus mit Bauyrzhan Murzabayev. Das Grafenberger BBAG-Auktionsrennen (52.000 Euro, 1.600 Meter) ging an den dreijährigen Hengst Nardos (7,30:1) aus der Kölner Trainingszentrale von Henk Grewe. Im Sattel saß Thore Hammer-Hansen. Ihm gelang damit sein zweiter Tagessieg. Der Däne baute mit 42 Jahreserfolgen seine führende Rolle in der deutschen Jockeyrangliste weiter aus.

 
Bestens besucht präsentierte sich die Galopprennbahn an diesem Feiertag des Düsseldorfer Turfs. Knapp 20.000 Besucher strömten auf den Grafenberg und genossen die Mischung aus Galopprennen und Familienevent. Die Veranstaltung stand zum 21. Mal unter dem Patronat von Henkel. Das Düsseldorfer Unternehmen feiert darüber hinaus in diesem Jahr seinen 150. Geburtstag. Die Schirmherrschaft des wichtigsten Düsseldorfer Renntages des Jahres übernahm Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller. 


Ausblick: Die nächste Galoppveranstaltung auf dem Grafenberg findet am Sonntag, 23. August, mit dem Großen Sparkassen-Familientag statt. Im sportlichen Mittelpunkt steht dann der Sparkassen-Familien-Cup, ein Listenrennen, dotiert mit 
40.000 Euro Preisgeld.

Nardos sorgt für Auktionsdoppel von Eckhard Sauren

Quelle: Pressemitteilung der Baden-Badener Auktionsgesellschaft (BBAG) vom 2. August 2026

 

Nur 24 Stunden nach dem Erfolg des zweijährigen Dimitri im Kölner BBAG Auktionsrennen hat Trainer Henk Grewe für Besitzer Eckhard Sauren auch das Grafenberger BBAG Auktionsrennen in Düsseldorf eingefahren. Championjockey Thore Hammer-Hansen, der in Köln auf Dimitri saß, steuerte den dreijährigen Kodiac-Sohn Nardos zu einem ungefährdeten Sieg über die Meile.


"Zu Hause ist er nicht immer der Einfachste", sagte Hammer-Hansen über Nardos. "Aber im Rennen ist er ein absoluter Vollprofi." Für Nardos war es im siebten Start bereits der dritte Sieg. Gezüchtet wurde der Hengst aus der Namera (Areion) vom Gestüt Brümmerhof. Sauren hat ihn für 105.000 Euro ersteigert. "Ein guter Kauf", sagte der Kölner Renn-Vereins-Präsident und sein Trainer Grewe betonte: "Endlich hat er auch mal gute Trainingsleistungen gezeigt. Jetzt gehen wir vielleicht in ein Gruppe-Rennen mit ihm." 


Der hochfavorisierte Askalon (Alson), der zuletzt in Hamburg und Dresden die Auktionsrennen gewonnen hatte, enttäuschte dagegen ein wenig. Er kam in der Zielgeraden nicht richtig in Schwung und musste auch Bapp (Millowitsch) noch vor sich dulden. Vierter wurde Avyaan (Expert Eye) vor Zuender (Amaron) und Rakigiana (Guiliani). 


"Der Erfolg der BBAG ist der Erfolg der deutschen Züchter", betonte BBAG-Geschäftsführer Klaus Eulenberger. Er verwies auf die drei Erstplatzierten aus dem Deutschen Derby, die allesamt in Iffezheim verkauft wurde - der Sieger Dardanos für lediglich 10.000 Euro. Am 4. September bietet sich auf der Jährlings-Auktion wieder die Chance, eine Derby-Chance zu ersteigern. Weitere Infos gibt es auf der Website der BBAG.

Timpelans Neu-Rentner Torqueville noch einmal auf Platz sechs

Quelle: GaloppOnline vom 1. August 2026

 

Im Amateurrennen in Köln, dem Ausgleich IV über 2200 Meter, belegte Marc Timpelans Torqueville den sechsten Platz. Es war der 88. Start des 15jährigen Wallachs, der Deutschlands ältestes Rennpferd ist.

 

Doch mit diesem Rennen verabschiedete sich der Wallach von der Rennbahn, denn wie sein Trainer Marc Timpelan bekanntgab, wird Deutschlands ältester Galopper in Rente gehen.

 

Torqueville gewann zwölf Rennen, war 24 Mal platziert und verdiente 63.902 Euro. Auch wenn der Halling-Sohn nicht in der Champions League der Galopper mitmischte, war er ein Beweis für die Härte und Treue von Vollblütern. Tschüss Torqueville.

Trauer um eine Legende – Der große Monty Roberts ist gestorben

Quelle: GaloppOnline vom 2. August 2026

 

Die internationale Pferdewelt trauert um eine große Persönlichkeit. Monty Roberts, der Pferdeflüsterer, lebt nicht mehr. Er starb in der vergangenen Nacht im Alter von 91 Jahren.

 

Dr. Andreas Jacobs und Simon Stokes vom Gestüt Fährhof hatten eine ganz besondere, enge Beziehung zu Monty Roberts. Nachfolgend der persönliche Nachruf der beiden auf einen großen Pferdemann:

 

„Mit großer Trauer haben wir vom Tod unseres Freundes Monty Roberts erfahren, der am 1. August auf seiner geliebten Flag Is Up Farms in Solvang, Kalifornien, an der Seite seiner Frau Patricia verstorben ist.

 

Monty wurde am 14. Mai 1935 in Salinas, Kalifornien, geboren. Schon als Kind wuchs er mit Pferden auf und entwickelte eine außergewöhnliche Gabe, ihr Verhalten zu beobachten, zu verstehen und ihr Vertrauen zu gewinnen. Aus dieser einzigartigen Fähigkeit entstand seine weltbekannte Join-Up®-Methode, mit der er den Umgang mit Pferden nachhaltig verändert und Generationen von Reitern, Trainern und Pferdemenschen geprägt hat.

 

Viele Menschen verbinden Monty mit seiner engen Beziehung zu Königin Elisabeth II., die seine Arbeit über Jahrzehnte schätzte und förderte. Für uns jedoch war Monty weit mehr als eine weltbekannte Persönlichkeit – er war ein Freund unseres Gestüts und unserer Familie. Walther Jacobs erkannte früh das außergewöhnliche Talent dieses damals in Europa noch weitgehend unbekannten Horseman. Er holte Monty nach Deutschland, als unser hochbegabter Hengst Lomitas aufgrund seiner Probleme mit der Startmaschine vor einer ungewissen Zukunft stand.

 

Mit unendlicher Geduld, großem Einfühlungsvermögen und seiner besonderen Art, mit Pferden zu kommunizieren, gewann Monty das Vertrauen von Lomitas. Was viele für unmöglich hielten, gelang ihm: Lomitas kehrte auf die Rennbahn zurück, gewann wieder Rennen und entwickelte sich zu einem der herausragenden Rennpferde der deutschen Turfgeschichte. Später wurde er zu einem international bedeutenden Deckhengst und begründete eine Blutlinie, die bis heute weltweit geschätzt wird.

 

Dieses gemeinsame Erlebnis hat eine enge und langjährige Freundschaft begründet. Monty blieb unserem Gestüt über Jahrzehnte verbunden. Seine jährlichen Besuche auf Fährhof waren für uns immer etwas Besonderes. Er hat über 30 Jahre auf dem Gestüt Fährhof zusammen mit Simon Stokes alle Jährlinge von der Weide auf den Rennstall vorbereitet. Darunter großartige Pferde wie Silvano, Sabiango und Quijano. Er beeindruckte nicht nur durch sein außergewöhnliches Wissen, sondern vor allem durch seine Herzlichkeit und seine tiefe Überzeugung, dass Vertrauen und Respekt die Grundlage jeder Beziehung zwischen Mensch und Pferd sein müssen.

 

Sein Einfluss reicht weit über den Rennsport hinaus. Er hat unzähligen Menschen eine neue Sicht auf das Pferd vermittelt und gezeigt, dass wahre Stärke nicht aus Zwang, sondern aus Verständnis entsteht. Sein Vermächtnis wird deshalb in den Pferden, den Menschen und den Geschichten weiterleben, die er auf der ganzen Welt berührt hat.

 

Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Freunden und allen, die ihm nahestanden. Lieber Monty – wir werden Dich als außergewöhnlichen Horseman, als inspirierenden Lehrer und vor allem als treuen Freund in dankbarer Erinnerung behalten.

 

Dr. Andreas Jacobs, Simon Stokes”

Werner Krüger im Alter von 82 Jahren verstorben

Quelle: GaloppOnline vom 2. August 2026

 

Werner Krüger, ehemaliger Präsident des Mülheimer Rennclubs, ist im Alter von 82 Jahren verstorben. Diese Nachricht erreichte uns am Sonntag. Krüger, dessen Pferde unter dem Decknamen UNIA Racing liefen, stand dem Rennclub auf dem Raffelberg von 2011 an elf Monate vor. Zu einer weiteren Amtszeit trat der Mineralöl-Unternehmer (UNIA) damals aus beruflichen Gründen nicht mehr an.

 

Werner Krüger war zudem 2017 maßgeblich an der Neugründung des Rennclubs Mülheim an der Ruhr e.V. beteiligt und sorgte mit dafür, dass der Raffelberg heute wieder zu den erfolgreichsten Trainingszentralen Deutschlands gehört.

 

Als Besitzer war Krüger viele Jahre Teil des deutschen Rennsports. Erst mit seinen Stall UNIA, später dann mit UNIA Racing. Zu seinen erfolgreichsten Pferden der jüngeren Vergangenheit zählten der Gruppesieger Soul Train, der Listensieger Shining Emerald sowie die Ausgleich I-Sieger Northern Olympian, Vaisseau Fantome und Szoff.

Köln: Sauren-Galopper Dimitri bleibt ungeschlagen

Quelle: Pressemitteilung des Kölner Renn-Vereins vom 1. August 2026

 

Im sportlichen Hauptereignis beim Kölner Familien-Renntag gab es am Samstag, 1. August, einen Doppelerfolg für die Kölner Trainingszentrale in Weidenpesch. Dabei ging der nicht unerwartete Erfolg im mit 52.000 Euro dotierten BBAG Auktionsrennen an den von Henk Grewe trainierten Hengst Dimitri. Der 1,40:1-Favorit gewann mit Jockey Thore Hammer-Hansen im Sattel mit einem Kopf gegen Indigo Sun (Trainer Andreas Suborics / Jockey Benjamin Marie). Der Sieger Dimitri war auf der 1.300 Meter-Strecke locker in Front gezogen, musste aber in der Endphase noch einmal um den Sieg kämpfen. Am Ende hatte es der für Besitzer Eckhard Sauren angetretene Millowitsch-Sohn seinem Vater gleich getan. Denn auch Millowitsch war in diesem hochdotierten Rennen vor elf Jahren erfolgreich. 20.000 Euro hatte der Sieger Dimitri auf der BBAG-Auktion als Jährling im badischen Iffezheim gekostet, offensichtlich eine lohnende Investition für den Kölner Renn-Vereins-Präsidenten Eckhard Sauren. Der Sieger stammt aus dem Gestüt Röttgen in Köln Rath-Heumar.

 

Stimmen nach dem BBAG-Auktionsrennen: Henk Grewe (Trainer Dimitri): „Wir hatten eigentlich auf einen deutlicheren Sieg gehofft und gedacht es geht einfacher. Er war vielleicht ein bisschen zu früh vorn, aber Sieg ist Sieg.“ Thore Hammer-Hansen (Jockey Dimitri): „Ich kenne ihn ja aus der Arbeit bestens und wusste, was ich in der Hand hatte.“

 

Einen sehenswerten Erfolg mit Prümmche im Preis der AXA Agentur Christian May (Ausgleich II) feierte auch der Kölner Trainer Andreas Helfenbein. Esentur Turganaaly Uulu saß im Sattel und landete gleichzeitig seinen zweiten Tagestreffer. Mit einem sehenswerten Erfolg im Dreijährigen-Rennen hat sich Darius Racings´s Nariman unter Alexander Pietsch eindrucksvoll aus der Sieglosenklasse verabschiedet. Und das mit jeder Menge Überlegenheit von der Spitze aus. Für den Sieger, der erstmals als Wallach antrat, könnte es nun in einem hoch dotierten Auktionsrennen weitergehen.

 

Eine souveräne Gala lieferte auch Thomas Janders´ Zweijährigendebütantin Nyela mit Jockey Martin Seidl im Sattel. Maxim Pecheur trainiert die Debütantin im Gestüt Röttgen in Rath-Heumar. Gleichzeitig war es der erste Tagessieg von insgesamt vier Kölner Erfolgen. Im VERO Amateur-Pokal-Lauf über 2.200 m sahen die Besucher auf der schnellen Kölner Bahn einen sehenswerten Ritt von Pavel Bradik, der mit seinem Pferd Anton der Guetige schon überlaufen schien, um dann noch einmal gegen Ohcorona zurückkam und gewann. Trainer, Besitzer und Reiter Pavel Bradik: „Er mag diesen Boden. Deshalb hat das heute sehr gut geklappt.“

 

Rennbahn-Geschäftsführer Phlipp Hein zog ein positives Resümee der Veranstaltung, bei der besonders viele Kinder mit ihren Eltern ihren Spaß hatten: „Wir sind sehr zufrieden mit unserem Familien-Renntag heute, besser hätten die Bedingungen heute auch nicht sein können. Das Kölner Publikum sorgt ja stets für eine Topstimmung.“

 

AUSBLICK: Die nächste Veranstaltung in Köln-Weidenpesch findet am 11. September mit dem After-Work-Renntag statt. Im Anschluss kommt auch die beliebte After Race Open Air-Party zur Austragung.

Bad Harzburg Meeting bereits komplett abgerechnet

Quelle: GaloppOnline vom 30. Juli 2026

 

Am vergangenen Sonntag ging in Bad Harzburg die Rennwoche zu Ende. Nach einer ersten positiven Bilanz, zog der Rennverein am Donnerstag ein ausführlicheres Fazit nach den fünf Renntagen. „Die Gesamtbilanz und die beeindruckenden Zahlen anlässlich der 146. Bad Harzburger Galopprennwoche unterstreichen einmal mehr die große Strahlkraft der traditionsreichen Veranstaltung und ihren hohen Stellenwert im deutschen Galopprennsport“, heißt es in einer Pressemitteilung.


„Der Harzburger Rennverein möchte dieses positive Ergebnis auch an alle Aktiven weitergeben: Sämtliche Renntage der diesjährigen Rennwoche wurden bereits vollständig abgerechnet und die Preisgelder ausgezahlt. Damit konnten alle finanziellen Verpflichtungen innerhalb kürzester Zeit erfüllt werden. Ein besonderer Dank gilt in diesem Zusammenhang auch Deutscher Galopp sowie insbesondere Frau Schmitz für die jederzeit vertrauensvolle, unkomplizierte und sehr gute Zusammenarbeit. Diese hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Abrechnung reibungslos und zügig erfolgen konnte.

 

Ein Blick über die Landesgrenzen zeigt, dass eine so schnelle Auszahlung keineswegs selbstverständlich ist. Während in einigen Nachbarländern zwischen Rennveranstaltung und Abrechnung häufig sechs Wochen bis zu drei Monate vergehen, konnte der Harzburger Rennverein sämtliche Abrechnungen bereits innerhalb einer Woche abschließen. Dies ist ein starkes Signal für Verlässlichkeit, Professionalität und Wertschätzung gegenüber den Aktiven.

 

Mit dieser zügigen Abwicklung möchte der Rennverein das Vertrauen von Besitzern, Trainern, Jockeys und allen Beteiligten weiter stärken. Die erfolgreiche 146. Bad Harzburger Galopprennwoche endet damit nicht nur sportlich und wirtschaftlich äußerst erfreulich, sondern setzt auch organisatorisch ein positives Zeichen für den deutschen Galopprennsport. Der Rennverein blickt mit großer Zuversicht auf die kommenden Aufgaben und freut sich darauf, auch in Zukunft ein verlässlicher und attraktiver Partner für den Galopprennsport zu sein.“

Stellungnahme Hamburger Renn-Club zu Ostermanns Kritik am Geläuf

Quelle: GaloppOnline vom 28. Juli 2026


Der Hamburger Renn-Club nimmt Stellung zu der Kritik von Manfred Ostermann am Geläuf bei der Derbywoche. Diese Stellungnahme lautet wie folgt: „Mit großer Betroffenheit haben wir vom Karriereende von Alleno erfahren. Wir bedauern diesen Verlust für den deutschen Galopprennsport außerordentlich und sprechen Herrn Ostermann, dem Gestüt Ittlingen sowie dem gesamten Team unser aufrichtiges Mitgefühl aus. Für seine nun bevorstehende Zuchtkarriere wünschen wir Alleno nur das Beste.


Mit Verwunderung nehmen wir jedoch die öffentlichen Aussagen zur Kenntnis. Der Hamburger Renn-Club investiert mit großem personellen und finanziellen Aufwand täglich in die Vorbereitung und Pflege seiner Rennbahn. Unser oberstes Ziel ist es, für Pferde, Jockeys und alle Aktiven bestmögliche Bedingungen zu schaffen. Vor dem Hansa-Preis am 04. Juli wurden auf der Außenbahn insgesamt nur elf Rennen durchgeführt. Darüber hinaus hat die unabhängige Rennbahnprüfungskommission dem Hamburger Renn-Club ein gutes bis sehr gutes Geläuf attestiert. Aus dem Bericht der Rennbahnprüfungskommission: „Die Grasnarbe befindet sich, wie auch im vergangenen Jahr, in einem guten bis sehr guten Zustand. Der Bewuchs ist überall sehr dicht und kräftig, von sattgrüner Farbe, es gibt keine kahlen Stellen. Die Verwurzelung ist sehr gut, die Wurzeln reichen bis in 13 cm, Scherfestigkeit aktuell gut. Die Bahn ist sehr eben, keine Löcher oder Vertiefungen. Zum Zeitpunkt der Begehung war die Bahn gut bis weich und von guter Elastizität.“

 

Auch die offiziellen Boden- und Streckeninformationen des Renntages dokumentieren die sorgfältige Vorbereitung der Bahn.

Going Report

 

Der Hamburger Renn-Club wird auch künftig alles daransetzen, den höchsten Ansprüchen an Sicherheit, Qualität und Fairness gerecht zu werden. Dafür stehen unsere intensive Bahnpflege, die unabhängigen Kontrollen und unser täglicher Einsatz für den Galopprennsport und das Derby in Hamburg.“

„Extrem getroffen“ – Ittlingen-Crack Alleno muss Karriere beenden

Quelle: GaloppOnline vom 27. Juli 2026


Eine ganz bittere Nachricht kommt aus dem Gestüt Ittlingen! Alleno, neben Hochkönig der aktuell beste deutsche Galopper, musste seine Karriere beenden, nachdem der Nathaniel-Sohn, der bei einem GAG von derzeit 97 Kilo steht, zuletzt Dritter im Großen Hansa-Preis von Hamburg geworden war. Davor hatte er den Großen Preis von Tattersalls und den Sauren Dachfonds Preis für sich entscheiden können. Nun das jähe Karriereende für den Hengst, der im Alter von fünf Jahren zur absoluten Top-Form gefunden hatte.

 

„Er hat durch das Laufen im Hansa-Preis eine Veränderung im Sehnengewebe erlitten. Aus diesem Grund mussten wir ihn aus dem Rennstall nehmen“, sagte Ittlingen-Boss Manfred Ostermann am Montag gegenüber GaloppOnline.de. „Es hat mich extrem getroffen, als ich die Nachricht aus dem Rennstall erhalten habe. Jetzt suchen wir einen Platz als Deckhengst für ihn und hoffen, dass wir das in den nächsten zwei, drei Wochen realisieren können.“


Weiter sagte Ostermann: „Ich war massiv beeindruckt von den Bodenverhältnissen in Hamburg und ich mache mir im Nachhinein große Vorwürfe, dass ich drei meiner besten Pferde, nämlich Alleno, Englishman und Loucas, in Hamburg habe laufen lassen.“ Ostermann fügt an: „Der gesamte deutsche Rennsport muss sich nun Gedanken machen, ob solche Bedingungen zu verantworten sind, zumal auch derart viele Rennen auf der Außenbahn entschieden wurden. Ich erkenne das Engagement des Hamburger Vorstands an, aber die Rahmenbedingungen sind für Pferde, Trainer und Reiter nicht akzeptabel. Das Horner Moor bietet Konstellationen, die wir alle nicht beherrschen.“ Ostermann sieht zudem auch das internationale Standing des Deutschen Derbys gefährdet. „So kann es nicht weitergehen, es schadet uns mehr als es uns hilft“, schließt er ab.

Dresdener Rennverein trauert um Ehrenpräsident Christoph Winkler

Quelle: Pressemitteilung des Dresdener Rennvereins vom 28. Juli 2026

 

Unser überaus geachteter und geschätzter Ehrenpräsident Christoph Winkler ist am 18. Juli 2026 nach langer Krankheit verstorben. Sein jahrzehntelanges hingebungsvolles Engagement für den Dresdener Rennverein 1890 e. V. und das Flächendenkmal der Galopprennbahn Dresden-Seidnitz sowie den Galoppsport in Deutschland wird jedoch unvergessen bleiben. Die Trauer um unseren langjährigen Präsidenten und Ehrenpräsidenten ist im Umfeld unseres Vereins überall spürbar.

 

Holger Scholze, amtierender Präsident des Dresdener Rennvereins 1890 e. V., sagte zum Ableben von Christoph Winkler im Namen des Vorstands: „Der Gedanke, dass Christoph nicht mehr unter uns sein soll, ist sehr schmerzhaft und für uns nur schwer zu ertragen. Durch sein charismatisches Wesen, seine große Schaffens- und Strahlkraft sowie seine große Leidenschaft und seine einzigartig charmante Überzeugungsstärke hat er sich enorme Verdienste um unseren Verein erworben. Der DRV 1890 hat Christoph Winkler sehr viel zu verdanken. Bereits zu Lebzeiten konnte er sich mit seinem Wirken einen besonderen Platz in der Geschichte des Dresdener Galoppsports erwerben. Seine Hingabe und sein Rat werden uns fehlen. Als herausragende Persönlichkeit mit Empathie und Weitsicht, aber auch durch seine bescheidene Art und sein zutiefst menschliches Auftreten, wird er in unseren Herzen weiterleben. Unser tief empfundenes Mitgefühl sowie unsere aufrichtige Anteilnahme gelten seiner Familie und seinen Angehörigen.“

 

Während seiner langen Zeit als Präsident führte er den Dresdener Rennvereins mit viel Herzblut durch erfolgreiche, aber auch herausfordernde Jahre. Sein unermüdliches Engagement trug maßgeblich dazu bei, die traditionsreiche Rennbahn als sportlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Treffpunkt in Dresden zu erhalten und weiterzuentwickeln. Dabei lag ihm insbesondere die Förderung des Galopprennsports durch die Bewahrung und Fortführung der mehr als 130-jährigen Tradition in Dresden-Seidnitz am Herzen. Christoph Winkler verstand es, Menschen für den Galopprennsport und die besondere Atmosphäre der Renntage in Dresden zu begeistern, Partner und Unterstützer zu gewinnen sowie Brücken zwischen Tradition und Zukunft zu bauen.

 

„Seine Expertise, seine Verlässlichkeit und seine Verbundenheit mit dem Dresdener Rennverein blieben uns bis zuletzt erhalten. Künftig werden wir all dies und vor allem ihn als Menschen sehr vermissen. Gleichwohl sind wir dankbar für alles, was er für unseren Verein, unsere Rennbahn und den Galopprennsport geleistet hat. Der Dresdener Rennverein wird Christoph Winkler ein ehrendes Andenken bewahren.“, ergänzte der amtierende DRV-Präsident Holger Scholze.

 

Zum kommenden Renntag am 2. August 2026 wird in einer Loge der altehrwürdigen Holztribüne ein Kondolenzbuch ausliegen. Trauernde sollen dadurch die Möglichkeit erhalten, ihre Anteilnahme am Tod von Christoph Winkler durch eine entsprechende Eintragung zum Ausdruck bringen zu können. Wie uns seine Familie mitteilte, wird die Trauerfeier für Christoph Winkler am 8. August 2026 um 10 Uhr in der Versöhnungskirche Fischbach stattfinden.

Alles über die Stute Nastaria in der Turf-Times

In der aktuellen Ausgabe von Turf-Times gibt es ab Seite 6 eine lesenswerte Story über die Kultstute von Besitzertrainerin Anna Schleusner-Fruhriep. Hier klicken: https://www.turf-times.de/newsletter/ausgabe-925-2026-07-24

Deutscher Galopp zu Gast bei „Zügel in der Hand - Verantwortung im Kopf“

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 24. Juli 2026

 

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag Nordrhein-Westfalen lud zu einer Veranstaltung zum Thema „Zügel in der Hand - Verantwortung im Kopf“ ein, bei der Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Veterinärbehörden sowie den unterschiedlichen Pferdesportverbänden zusammenkamen, um über bestehende Herausforderungen und mögliche Weiterentwicklungen im Tierschutz zu diskutieren. Neben Dr. Henrike Lagershausen und Daniel Stegemann von Pferdesport Deutschland sowie Dr. Gerlinde von Dehn (Landestierschutzbeauftragte NRW) nahmen auch Verbandspräsident Dr. Michael Vesper und Trainerin Yasmin Almenräder für Deutscher Galopp e.V. teil.

 

Im Mittelpunkt der Gesprächsrunde stand die Frage, welche Maßnahmen die verschiedenen Verbände bereits zum Schutz ihrer Pferde umgesetzt haben und welche Herausforderungen die jeweiligen Disziplinen mit sich bringen. Dabei ging es nicht um die Bewertung von Einzelfällen, sondern um einen fachlichen Austausch über strukturelle Maßnahmen und mögliche Weiterentwicklungen im Pferdesport, was Vesper und Almenräder nutzten, um die Bemühungen von Deutscher Galopp in den letzten Jahren im Einzelnen vorzustellen. In der regen Diskussion ging es um wünschenswerte und machbare Optimierungen im Sinne des Tierwohls unserer Pferde, ohne die Berechtigung des Pferdesports in Zweifel zu ziehen. So gab es in der Versammlung eine klare Tendenz dafür, die Zahl von derzeit noch drei erlaubten Peitscheneinsätzen auf null zu reduzieren.

 

Bei der Veranstaltung wurde deutlich, dass der regelmäßige Austausch zwischen Politik, Veterinärbehörden und den Verbänden eine wichtige Grundlage für die kontinuierliche Weiterentwicklung des Tierschutzes ist. „Ich begrüße, dass die Grünen das Thema Tierschutz im Pferdesport aufgegriffen haben, um zum einen eine Bestandsaufnahme in den unterschiedlichen Sportarten zu erheben und zum anderen über mögliche Verbesserungen zu diskutieren. Wir haben uns dieser Diskussion gern gestellt“, so Dr. Michael Vesper. 

Pferdeverbände drängen auf schnelle Entlastung bei der GOT

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 15. Juli 2026


Pferdesport Deutschland, Deutscher Galopp e.V. und der Hauptverband für Traberzucht e. V. (HVT) haben bei einem gemeinsamen Gespräch mit Bundesminister Alois Rainer ihre Forderung nach einer kurzfristigen Entlastung von Pferdehaltern, Züchtern und Betrieben bekräftigt. Die drei Verbände traten dabei geschlossen auf und machten deutlich, dass die Auswirkungen der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) die gesamte Pferdebranche zunehmend belasten.

 

Für die drei Verbände nahmen u.a. die Präsidenten Dr. Michael Vesper (Deutscher Galopp e.V.), Prof. Dr. h.c. Martin H. Richenhagen (Pferdesport Deutschland) und Peter Weihermüller (HVT) sowie der Geschäftsführer von Deutscher Galopp, Daniel Krüger, an dem Gespräch teil. Auf Seiten des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) waren neben Bundesminister Alois Rainer auch Silvia Breher, Parlamentarische Staatssekretärin und Beauftragte der Bundesregierung für Tierschutz, sowie weitere leitende Mitarbeiter des Hauses vertreten.

 

Die Verbände schilderten in dem Austausch die aktuelle Situation in ihren Bereichen und verwiesen auf die deutlichen Rückgänge hin. Sowohl die Anzahl der Pferde als auch die der pferdesportlichen Veranstaltungen ist stark zurückgegangen. Ebenso die Zahl der registrierten Züchter und Bedeckungen. Die Rückmeldungen der Zuchtverbände aus der laufenden Zuchtsaison fallen deutlich dramatischer als bisher aus. Die Verbände sehen die teilweise extrem angestiegenen Tierarztkosten als wesentlichen Belastungsfaktor für Pferdehalter und Zuchtbetriebe an.

 

Sofortige Entlastung der Pferdehalter gefordert

 

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die gemeinsamen Forderungen der drei Verbände. Herr Dr. Vesper erinnerte daran, dass die GOT 2022 entgegen § 12 der Bundes-Tierärzteverordnung ohne Beteiligung der Pferdehalter beschlossen wurde; das dürfe sich nicht wiederholen. Daher nahm er positiv die Bereitschaft von Minister Rainer und der parlamentarischen Staatssekretärin Breher auf, die Seite der Tierhalter zu hören, die von den teilweise dramatisch gestiegenen Gebühren erdrückt werden. 

 

Herr Krüger ergänzt: „Eine vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Tierärztinnen und Tierärzten ist für uns von zentraler Bedeutung. Uns verbindet das gemeinsame Ziel, die bestmögliche Versorgung und das Wohlergehen unserer Pferde sicherzustellen. Deshalb müssen wir die bestehenden Probleme offen ansprechen und gemeinsam eine tragfähige Lösung finden, die sowohl eine verlässliche tierärztliche Versorgung als auch die wirtschaftliche Zukunft der Pferdehaltung gewährleistet. Ich bin froh, dass sich das Bundesministerium dieser wichtigen Fragen nun angenommen hat, und hoffe auf einen konstruktiven Prozess mit zeitnahen Ergebnissen.“

 

Gemeinsames Mindestziel der drei Pferdeverbände ist die Aufhebung der Verbindlichkeit der GOT 2022. Dies sei kurzfristig umzusetzen, sagte Richenhagen, um eine direkte Entlastung der Pferdehalter schnell zu erreichen. In einem gemeinsamen Schreiben an Bundeslandwirtschaftsminister Rainer hatten die drei Pferdeverbände bereits im April 2026 darauf hingewiesen, dass sich in anderen Branchen Modelle längst bewährt haben, die der Orientierung dienen, ohne dabei verbindlich zu wirken (u.a. bei Architekten, Ingenieuren und Steuerberatern).

 

Nachdrücklich haben die drei Verbände darauf hingewiesen, dass die laufende Evaluierung nach ihrer Auffassung nicht die Anforderungen an eine ergebnisoffene Überprüfung erfüllt. Denn: Eine wissenschaftlich belastbare Evaluation muss ergebnisoffen prüfen, ob die Ziele der GOT 2022 überhaupt erreicht wurden. In der jetzigen Evaluation fehlen die konkreten Auswirkungen auf Tierhalter und Tierwohl, die aktuell negative Entwicklung der Tierzahlen, die Entwicklung von Behandlungen und Euthanasien, die allgemeine Marktentwicklung sowie die Bedeutung von Arzneimittelumsätzen und Rabattstrukturen. Zu prüfen sind auch kartellrechtliche Fragestellungen aufgrund der zunehmenden Bildung großer Gruppen- bzw. Unternehmensverbünde von Tierarztpraxen und -kliniken.

 

Darüber hinaus fordern die Verbände:

 

- die Abschaffung der Hausbesuchsgebühr für Pferde sowie ein Bekenntnis zum Pferd als landwirtschaftliches Nutztier,
- eine transparente Begründungspflicht bei der Anwendung von Mehrfachsätzen,
- größere Gestaltungsspielräume bei der Rechnungsstellung, beispielsweise durch Pauschalen, Rabatte oder Paketpreise

- sowie die gleichwertige Berücksichtigung der Perspektive der Tierhalter im Evaluationsprozess.


Erstmals vertraten Pferdesport Deutschland, Deutscher Galopp und HVT ihre Positionen zur GOT gemeinsam gegenüber dem Bundesminister. Die Verbände machten dabei deutlich, dass Pferdesport, Pferdezucht und Pferderennsport in dieser Frage mit einer Stimme sprechen. Trotz unterschiedlicher Aufgaben und Strukturen vertreten sie gemeinsam die Interessen von Pferdesport, Pferdezucht und Pferderennsport in Deutschland. Ihr gemeinsames Ziel ist eine schnelle, tragfähige Lösung, die sowohl die Zukunft der Pferdehaltung und Pferdezucht als auch eine verlässliche tierärztliche Versorgung sichert.

 

Die Verbände sehen kurzfristigen Handlungsbedarf, um weitere Rückgänge in Pferdehaltung und Pferdezucht zu verhindern. „Tierärzteschaft und Pferdesektor sind aufeinander angewiesen. Unser Ziel ist eine schnelle Rückkehr zu einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit im Interesse aller Beteiligten, insbesondere aber der Pferde“, betonten Pferdesport Deutschland, Deutscher Galopp und HVT gemeinsam. Bundeslandwirtschaftsminister Rainer teilte gegenüber den Verbänden mit, dass zunächst die Ergebnisse aus der laufenden Evaluierung abgewartet werden müssen, bevor das BMLEH weitere Schritte in Angriff nehmen wird. Das Ministerium rechnet mit den Ergebnissen im Oktober 2026.

TurfMatch startete in Iffezheim: Impuls für Rennpferdebesitz in Deutschland

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 5. Juni 2026

 

Der deutsche Galopprennsport setzt ein starkes Zeichen für die Zukunft: Am Samstag, 6. Juni, fällt in Iffezheim der offizielle Startschuss für TurfMatch – ein neues, gemeinschaftlich getragenes Besitzerprojekt, das den Zugang zum Rennpferdebesitz deutlich vereinfachen und neue Zielgruppen für den Sport begeistern soll. Mit TurfMatch entsteht erstmals eine zentrale Anlaufstelle für Menschen, die sich für den Besitz oder die Beteiligung an Rennpferden interessieren – ganz gleich, ob sie erste Erfahrungen in einem Galoppclub sammeln, sich an einem Syndikat beteiligen oder direkt ein eigenes Rennpferd erwerben möchten.

 

Der Besitz eines Rennpferdes gehört zu den emotionalsten Formen, den Galopprennsport zu erleben. Der Moment, wenn das eigene Pferd in den Führring kommt, die Spannung vor dem Start, die Atmosphäre auf der Rennbahn und die besondere Verbindung zu Trainer, Jockey und Pferd – all das macht Rennpferdebesitz einzigartig. Gleichzeitig war der Einstieg für Interessierte bislang nicht immer leicht zugänglich. Genau hier setzt TurfMatch an: Das Projekt soll informieren, Orientierung geben, Kontakte herstellen und Hemmschwellen abbauen. Im Mittelpunkt steht die neue digitale Plattform TurfMatch.de, die von der Figge+Schuster AG entwickelt wurde. Sie dient als moderner Marktplatz und Vermittlungsportal für unterschiedliche Formen des Rennpferdebesitzes – von Beteiligungsmodellen über Syndikate bis hin zum direkten Kauf eines Rennpferdes.

 

Digitaler Marktplatz trifft persönliche Ansprache

 

TurfMatch verbindet die Möglichkeiten einer digitalen Plattform mit persönlicher Beratung vor Ort. Interessierte sollen nicht allein durch Angebote klicken, sondern aktiv begleitet werden – verständlich, transparent und nah am Sport. Künftig werden Promotion-Teams an ausgewählten Renntagen auf den Rennbahnen präsent sein. Sie stehen Besuchern als persönliche Ansprechpartner zur Verfügung, erklären die verschiedenen Wege in den Rennpferdebesitz und vermitteln den Kontakt zu passenden Angeboten, Trainern, Clubs oder Syndikaten. Damit wird TurfMatch nicht nur zu einer Website, sondern zu einer echten Brücke zwischen Rennbahnbesuchern, Pferdebegeisterten, Neueinsteigern und den Aktiven des Sports.

 

Getragen wird TurfMatch von einer breiten Kooperation zentraler Institutionen des deutschen Galopprennsports: Deutscher Galopp e.V., Baden-Badener Auktionsgesellschaft (BBAG) e.V., Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e.V. und der Betriebsgesellschaft der Galopp-Rennvereine mbH (BGG). Die Federführung liegt bei der Baden-Badener Auktionsgesellschaft (BBAG) e.V.. Gemeinsam verfolgen die Partner das Ziel, die Basis des Rennpferdebesitzes in Deutschland zu verbreitern und den Sport für neue Zielgruppen sichtbarer, verständlicher und attraktiver zu machen. „Rennpferdebesitz ist eine der faszinierendsten Möglichkeiten, unseren Sport wirklich zu erleben. Mit TurfMatch wollen wir den Einstieg erleichtern, neue Menschen für den Galopprennsport gewinnen und zeigen, dass es heute viele unterschiedliche Wege gibt, Teil dieser besonderen Welt zu werden“, heißt es aus dem Kreis der Projektpartner.

 

Der Start in Iffezheim ist bewusst gewählt. Die Rennbahn Baden-Baden/Iffezheim zählt zu den traditionsreichsten und bedeutendsten Standorten des deutschen Galopprennsports. Hier treffen sportliche Klasse, internationale Strahlkraft, Auktionen, Besitzer, Züchter, Trainer und Publikum in besonderer Weise zusammen. Damit bietet Iffezheim den idealen Rahmen, um ein Projekt vorzustellen, das Tradition und Zukunft miteinander verbinden soll. TurfMatch versteht sich als langfristige Initiative. Ziel ist es, den Rennpferdebesitz in Deutschland moderner zu kommunizieren, neue Beteiligungsformen sichtbarer zu machen und Menschen einzuladen, den Galopprennsport nicht nur als Zuschauer, sondern als aktive Mitgestalter zu erleben. Denn der Besitz eines Rennpferdes muss nicht unerreichbar sein. Ob als Teil einer Gemeinschaft, in einem Syndikat oder als eigener Besitzer: TurfMatch soll zeigen, wie vielfältig und zugänglich der Weg in diesen Sport sein kann. Mit dem Start am Samstag in Iffezheim beginnt damit ein neues Kapitel für die Besitzergewinnung im deutschen Galopprennsport.

 

Weitere Informationen unter www.TurfMatch.de

Noch anstehende Termine der Pre-Race Vet Checks 2026

Im Wochenrennkalender von Deutscher Galopp vom 24. Februar wurden die Pre-Race Vet Check-Termine für die Saison 2026 veröffentlicht. Alle Starter haben sich rechtzeitig an diesen Renntagen vor dem jeweiligen Start beim Pre-Race Vet Check einzufinden. Die Stationen sind während des gesamten Renntags besetzt, sodass eine rechtzeitige Untersuchung aller Teilnehmer gewährleistet ist.

 

Medizinische Vorbefunde oder Besonderheiten, die für die Untersuchungen wichtig sind, sowie allgemeine Rückfragen können vorab per E-Mail an den Sprecher der Rennleitung, Dr. Philipp Biermann (biermann@deutscher-galopp.de), übermittelt werden.

 

Die noch stattfindenen Termine: 


9. August - Berlin-Hoppegarten - Dr. Rüdiger Beier
15. August - Saarbrücken - Dr. Jan Carlos Merkt
16. August - Hannover - Dr. Rüdiger Beier
29. August - Baden-Baden - Dr. Jan Carlos Merkt
30. August - Baden-Baden - Dr. Rüdiger Beier
12. September - Magdeburg - Dr. Michael Köhler
20. September - Dortmund - Dr. Gerd Apel
27. September - Köln - Dr. Gerd Apel
4. Oktober -  Düsseldorf - Dr. Gerd Apel
25. Oktober - Hannover - Dr. Rüdiger Beier
7. November - München - Dr. Michael Zeitelhack
14. November - Krefeld - Dr. Jan Carlos Merkt
6. Dezember - Dresden - Dr. Rüdiger Beier

Reitanlage M+M von Michelle Carolin Barthel in Bebra

Michelle Carolin Barthel, seit 2023 nach bestandener Prüfung zur Besitzertrainerin Mitglied im Verein Deutscher Besitzertrainer, hat sich mit einer Reitanlage (M+M) in nordhessischen Bebra selbstständig gemacht. Dort bietet sie für Rennpferde folgendes an: 


- Einreiten und Grundausbilden als Vorbereitung auf den Rennstall
- nach der Karriere auf der Rennbahn je nach Talent zu Spring-, Dressur-, Freizeit- und/oder Vielseitigkeitspfer umtrainieren
- Unterstützung beim Verkauf dieser Pferde und die neuen Besitzer ausführlich über die Pferde beraten
- als Winterquartier mit dressurmäßiger Arbeit
- zum Auskurieren von Verletzungen mit Wiederaufbau
- Einspringen von Rennpferden für Hindernisrennen

 

Michelle Carolin Barthel: "Unsere Anlage bietet eine Reithalle, wo wir witterungsunabhängig reiten können, einen Außenreitplatz, welcher auch im Winter bereitbar ist, ein Roundpen zum Longieren, eine Führmaschine mit neuem Sand. Im Sommer stehen den Pferden Koppeln und im Winter Paddocks zum Ausgleich zur Verfügung."

 

Michelle Carolin Barthel hat mit sechs Jahren mit dem Reiten angefangen und mit zehn Jahren ihr erstes Pony selber eingeritten. Im Springreiten war sie bei Turnieren bis Klasse M aktiv und ist auch in Italien und Österreich an den Start gegangen. "Mit 23 Jahren habe ich meinen Bachelor in Betriebswirtschaftslehre gemacht und bin danach im Rennstall als angestellte Arbeitsreiterin bei Markus Klug, Andreas Suborics, Marco Angermann, Pavel Vovcenko sowie Marco Klein in Mannheim aktiv gewesen. Zwischenzeitlich habe ich zudem bei Lehrgänge bei Peter Schiergen, Henk Grewe, Carmen Bocskai und Fabian Xaver Weißmeier geritten", so Michelle Carolin Barthel,

 

Weitere Informationen sind auf ihrer Internetseite https://www.reitanlagemm.de oder hier zu finden. Persönlich kann Michelle Carolin Barthel unter der Telefonnummer +491755704505 oder per E-Mail michelle_carolin@t-online.de kontaktiert werden.

Haftpflichtversicherung der Startpferde wird überprüft

Quelle: Wochenrennkalender von Deutscher Galopp vom 2. September 2025

 

Aufbauend auf die Mail vom 15. April 2025, kontrolliert Deutscher Galopp ab sofort stichprobenartig das Vorliegen einer gültigen Haftpflichtversicherung der startenden Pferde. Die Trainer werden gebeten, einen entsprechenden Nachweis der Besitzer auf Abruf zügig vorlegen zu können.

Formular für Ständestartprüfung vor dem 1. Lebensstart

Die Renntechnik von Deutscher Galopp teilt mit:

 

Gemäß Änderung der RO-Nr. 421 sowie Nr. 25 der Besonderen Bestimmungen ist es jedem Trainer gestattet, die Ständestartprüfung vor dem 1. Lebensstart eines jeden Pferdes nunmehr selbst abzunehmen und mithilfe eines Protokolls im Original im Pferdepass zu hinterlegen sowie in Kopie an Deutscher Galopp zu senden. Das Protokoll muss zum Start des Pferdes vorliegen.

 

Der Vordruck kann auf der Website von Deutscher Galopp unter „Formulare“ heruntergeladen werden oder ist auch hier zu finden. Sollten noch Rückfragen auftreten, ist Anne Horny (horny@deutscher-galopp) gern jederzeit erreichbar.

Auf der Homepage von Deutscher Galopp: Galoppsport-Transparent

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 29. Oktober 2024

 

Der Galopprennsport ist faszinierend und zieht jedes Jahr hunderttausende Fans auf die Rennbahnen in Deutschland. Trotzdem kursieren häufig Missverständnisse und unbegründete Vorurteile, die ein verzerrtes Bild des Sports zeichnen. Dabei steht das Wohl der Pferde – ob auf der Rennbahn, im Trainingsstall oder auf dem Gestüt – immer an erster Stelle. Mit der neuen, vom Dachverband des deutschen Galopprennsports ins Leben gerufenen Website  „Galoppsport-Transparent.de“ (Galopprennsport: Fakten statt Bedenken) gibt es jetzt eine Anlaufstelle, die sich gezielt mit Vorwürfen und Kritikpunkten auseinandersetzt. Die Plattform soll Diskussionen auf eine fundierte Basis stellen und setzt dabei auf wissenschaftliche Fakten und klar belegbare Zahlen.

 

Zu einigen der häufigsten Kritikpunkte im Galoppsport gibt die Website detaillierte Antworten: Welche Rolle spielt die Peitsche bei Pferderennen? Ist Galoppsport ein Privileg für wenige? Was passiert mit den Pferden nach ihrer Rennkarriere, und wie finden Vollblüter auch in anderen Reitsportarten Verwendung? Zusätzlich werden Themen wie Unfallrisiken, Haltungsbedingungen und weitere Fragestellungen beleuchtet.

 

„Mit Galoppsport-Transparent.de setzen wir ein klares Zeichen für Offenheit und Transparenz und schaffen eine fundierte Basis für sachliche Auseinandersetzungen. Als Dachverband engagieren wir uns seit jeher dafür, dass Pferderennen in Deutschland so sicher wie möglich für Pferde und Reiterinnen und Reiter ablaufen. Wir laden alle Interessierten ein, sich anhand wissenschaftlicher Fakten ein eigenes Bild des Galopprennsports zu machen“, so Daniel Krüger, Geschäftsführer von Deutscher Galopp e.V, und ergänzt: „Ein besonderer Dank gilt Frau Dr. Monica Venner, unsere unabhängige Beauftragte für Tierschutzfragen. Durch ihre Expertise konnten die behandelten Themen auch aus veterinärmedizinischer Perspektive eingeordnet werden.“


Weitere Anliegen oder Anmerkungen, die bisher nicht thematisiert wurden, können über Galoppsport-Transparent.de per Video, Audio oder Text direkt an Deutscher Galopp gesendet werden. Ziel ist es, mit Vorurteilen gegenüber dem Galopprennsport aufzuräumen und den Sport verständlicher und transparenter zu machen.

Schutz und Förderung des Kulturguts Vollblut

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 23. Oktober 2023

 

Der Dachverband Deutscher Galopp e.V. hat eine Stiftung ins Leben gerufen. Die neugegründete Stiftung Deutscher Galopp soll mithilfe finanzieller Zuwendungen die wirtschaftliche Zukunft der Vollblutzucht und des Galopprennsports garantieren. Alle in die Stiftung eingebrachten Investitionen kommen in voller Höhe der Förderung und Weiterentwicklung des deutschen Galopprennsports zugute.

 

Die Stiftung Deutscher Galopp fokussiert sich auf fünf Förderschwerpunkte und Tätigkeitsfelder:

 

    Förderung des Kulturguts Vollblut und seiner wirtschaftlichen Grundlagen
    Erhalt und Förderung von Zucht- und Leistungsprüfungen
    Tierwohl sowie Sicherheit für Mensch und Pferd
    Veterinärmedizinische Forschung
    Nachwuchsförderung und Weiterbildung

 

Durch verschiedenen Stiftungs- und Spendenmodelle können alle finanziellen Unterstützungen, unabhängig vom Umfang der Spende, aktiv zur Verwirklichung der Stiftungsziele und somit in den deutschen Galopprennsport eingebracht werden. „Wir freuen uns über jeden Einzelnen, der unser Engagement hinsichtlich Integrität, Tierwohl und nachhaltiger Werte unterstützt“, sagt Daniel Krüger, Geschäftsführer Deutscher Galopp. „Gleichzeitig bedanken wir uns für das uns erwiesene Vertrauen, die eingebrachten Vermögen sicher und gewinnbringend für den gemeinnützigen Zweck zu verwalten.“

 

Die deutsche Vollblutzucht genießt durch große Erfolge in den bedeutendsten Rennen der Welt – wie dem Prix de l‘ Arc de Triomphe in Frankreich, den King George VI and Queen Elizabeth Stakes in England, dem Melbourne Cup in Australien oder dem Breeders‘ Cup in den USA – international eine große Anerkennung. Ziel der Stiftung ist es, Erfolgsgeschichten wie die von Acatenango, Lando, Danedream, Torquator Tasso, Shirocco, Novellist oder Protectionist mit vereinten Kräften noch lange fortzuschreiben.

 

Weitere Informationen oder Rückfragen zur Stiftung Deutscher Galopp unter: Tel. 0221–749816, E-Mail: stiftung@deutscher-galopp.de 

Formular "Beanstandungen im Gastboxenbereich"

Aus gegebenen Anlass rät der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer seinen aktiven Mitgliedern, zu jedem Renntag das Formular "Beanstandungen im Gastboxenbereich" (hier herunterladen) mitzuführen. Alle Beanstandungen sollten mit diesem Formular unverzüglich der Rennleitung mitgeteilt werden.