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Das Turf ABC

Sie wollten immer schon einmal wissen, was sich hinter einem Richterspruch, einem Handicap oder vielleicht hinter dem Wort After oder Sumpfhuhn verbirgt?

In unserem Turf ABC finden Sie viele nützliche Informationen rund um den Pferdesport.

Sollten Sie schon einen Begriff wissen, können Sie durch klicken auf den Buchstaben in der Schnellnavigation zu dem Bereich gelangen.

Schnellnavigation

 

A

After (Pferdealter)

Im Rennsport werden alle Pferde eines Jahrganges zum 1. Januar ein Jahr älter, unabhängig davon, in welchem Monat sie auf die Wall gekommen sind.

Altersgewichtsrennen

Altersgewichtsrennen sind Zuchtrennen oder Aufgewichtsrennen. Die Pferde haben ein auf ihr Alter und/oder ihre Erfolge abgestimmtes Gewicht zu tragen.

Amateur - Amateurrennreiter

Ein Amateur ist ein Reiter, der Rennen bestreiten darf, eine Amateurrennreiterlizenz besitzt und den Pferderennsport nicht gewerbsmäßig ausübt. Amateure dürfen an Jockey-Rennen teilnehmen, erhalten aber im Unterschied zum Jockey kein Geld für den ausgeführten Ritt und sind auch am Sieg- oder Platzgewinn nicht beteiligt. Die errittenen Gelder fließen an den Verband Deutscher Amateurrennreiter, der damit den Amateurrennsport in Deutschland unterstützt.

Amateurrennen

Amateurrennen sind Galopprennen, bei denen ausschließlich Amateure als Reiter zugelassen sind.

Amazone

Rennreiterinnen werden als Amazone bezeichnet.

Arbeit

Ein anderer Begriff für das Training eines Rennpferdes.

Aufgalopp (Aufkantern)

Der Aufgalopp vor dem Start eines Rennens ist ein halbschneller Galopp zum Aufwärmen des Pferdes.

Ausgleichsrennen

Bei einem Ausgleichsrennen bekommen die Rennpferde, basierend auf ihren bisherigen Leistungen, vom Ausgleicher ein bestimmtes Gewicht zugeordnet, das sie während des Rennens zu tragen haben. Auf diese Weise will man das Aufeinandertreffen von sehr guten und sehr schlechten Pferden verhindern, indem man die guten Pferde mit zusätzlichem Gewicht belastet.

Außenseiter

Ein Pferd, das nach der Meinung der Experten wenige Chancen auf den Sieg oder einen Platz haben. Die Wettquoten sind deshalb bei Außenseitersiegen entsprechend hoch.

B

Berufsrennreiter

Berufsrennreiter sind Rennreiter, die eine dreijährige Lehrzeit als Pferdewirt erfolgreich abgeschlossen haben. Dies gilt analog für Rennreiterrinnen.

Blacktype

Blacktype erhält ein Pferd, welches ein Listen- oder Gruppenrennen gewonnen hat oder an 1. bis 3. Stelle platziert war. In Ausstellungen und Auktionskatalogen werden diese Pferde mit fetten Buchstaben gedruckt, damit man sie sofort als erfolgreiche Pferde erkennen kann.

Boden (Bodenzustand, Bodentiefe)

Der Zustand der Rennbahn wird vor dem Rennen mit einem Bodenprüfgerät (Penetrometer) gemessen. Je tiefer die Spitze eindringt, desto tiefer das Geläuf.
Der Bodenwert wird in Worten angegeben.

Eindringtiefe Bodenzustand
0,0 – 1,4 cm hart
1,5 – 2,9 cm fest
3,0 – 4,4 cm gut
4,5 – 5,9 cm weich
6,0 – 7,4 cm schwer
>7,4 cm tief

Der Zustand des Geläufs ist für die Wette wichtig, denn es gibt Pferde, die lieber weichen Boden mögen oder ihre beste Form nur bei festem Biden zeigen.

Buchmacher

Buchmacher sind private, behördlich konzessionierte Wettunternehmer. Im Unterschied zum Rennveranstalter mit dem Bahntotalisator hält der Buchmacher die bei ihm angelegten Wetten auf eigene Rechnung und eigenes Risiko. Seit 1989 kann bei vielen Buchmachern aber auch zu Rennbahnbedingungen gewettet werden.

C

Canter

Ein ruhiger, verhaltener Galopp

Champion - Jockey

Champion-Jockey wird die Reiterin oder der Reiter mit den meisten Siegen im Rennjahr ( 1. Januar bis 31. Dezember) auf deutschen Rennbahnen. Die Gewinnsumme spielt hierfür keine Rolle.

Champion - Trainer

Champion-Trainer eines Jahres wird der Trainer, der im Inland die höchste errungene Gewinnsumme der von dem Trainer trainierten Pferde erreicht.

Classics

Englische Bezeichnung für die fünf bedeutendsten Dreijährigen-Rennen. In England sind es die 1 000 und die 2 000 Guineas, die Oaks, das Derby und das St.Leger.
In Deutschland ist die Bezeichnung „Klassische Rennen“.

Crack

Spitzenpferd mit überdurchschnittlichem Können, Sieger großer Rennen.

D

Derby

Klassisches Rennen über 2.400 Meter, an dem ein Pferd nur einmal in seinem Leben als Dreijähriger teilnehmen darf. Die besten dreijährigen Pferde eines Landes treffen zum Leistungsvergleich aufeinander.

Distanz

Die Distanz ist die Entfernung vom Start bis zum Ziel eines Rennens. Die gängigen Distanzen im Galoppsport liegen zwischen 1.000 m und 2.400 m.

E

Einlauf

Der Einlauf ist die Zielgerade, wo die Letzte entscheidende Phase des Rennens stattfindet. Zudem ist der Einlauf die Reihenfolge, in der die Pferde die Ziellinie passieren.

Einlaufbogen

Der letzte Bogen der Rennbahn vor der Zielgeraden

Erlaubnis (Gewichtserlaubnis)

Mit Erlaubnis (Gewichtserlaubnis) bezeichnet man den Nachlass auf das zu tragende Gewicht. Erlaubnis gibt es für Pferde, die schon länger nichts mehr oder nicht viel gewonnen haben. Auch Reiter, vor allem Auszubildende, bekommen gegenüber den erfahreneren Kollegen "Erlaubnis“, wenn sie noch keine 50 Siege errungen haben. Die Gewichtserlaubnisse staffeln sich von 5 kg bis zu 1 kg, je nach der Anzahl der schon errungenen Siege.

F

Fegentri

Die Fegentri (Fédération Internationale des Gentlemen-Riders et des Cavalières) ist eine Vereinigung europäischer Amateurrennreiterverbände. Die Fegentri ermittelt nach einem speziellen Punktesystem den besten Nicht-Profi (Amateur) Europas.

Fegentri-Rennen

In Amateurrennen. die als Fegentri -Rennen gelaufen werden, müssen mindestens Reiter aus 3 verschiedenen Nationen teilnehmen, um für das Championat der Fegentri gewertet zu werden.

Feld

Alle Teilnehmer eines Rennens werden als das Feld bezeichnet.

Flachrennen

Rennen, bei denen die Pferde auf der Rennbahn keinerlei Hindernisse überwinden müssen, werden als Flachrennen bezeichnet. Flachrennen können über unterschiedliche Distanzen absolviert werden. Die geringste Distanz beträgt 1.000 Meter (Fliegerrennen) und die längste Distanz 4.000 Meter (Steherrennen).

Flieger

Flieger sind Rennpferde, die sich auf kurzen Distanzen (1000 bis 1400 m) besonders wohl fühlen und hier ihre besten Leistungen erbringen.

Form

Unter der Form eines Rennpferdes wird nicht nur die aktuelle Verfassung verstanden. Mit der Form eines Pferdes sind auch seine vorhergehenden Resultate gemeint. Die Platzierungen sowie der Vergleich zu den dort angetroffenen Gegnern lassen in der Regel klare Rückschlüsse auf das Abschneiden in der bevorstehenden Prüfung zu.

Führring

Im Führring werden die Pferde vor dem Rennen dem Publikum vorgestellt und man kann sich aus nächster Nähe eine Meinung über die Verfassung der Pferde bilden. Im Innenbereich des Führrings befinden sich die unmittelbar am Rennen beteiligten Personen, wie Besitzer, Trainer, Jockeys und die Rennleitung. Die Jockeys erhalten hier ihre letzte Order, ehe sie nach einnem Kommando aufsitzen und den Weg zur Rennbahn antreten.

G

GAG (Generalausgleich)

Der Generalausgleich GAG ist der Maßstab der Jahresleistung eines Pferdes. Dieses theoretische Gewicht wird am Ende eines Rennjahres von den Ausgleichern errechnet. Der GAG ist wie eine Rangliste aller Rennpferde eines Landes, wobei die Leistung eines Pferdes in Kilogramm gemessen bzw. ausgedrückt wird. Die Skala reicht dabei von 44 kg für sehr schlechte Pferde bis zu 110 kg für die Spitzengalopper. Bezogen auf die Distanz von 1.600 m bis 2.000 m im Flachrennen und 3.600 m in Hindernisrennen ist 1 kg GAG theoretisch etwa mit einer Pferdelänge Abstand gleichzusetzen.
Je besser die Leistung eines Pferdes umso höher ist somit das Gewicht im GAG. Ziel der Errechnung ist es, durch unterschiedliche Gewichte allen Pferden in einem Ausgleichsrennen theoretisch gleiche Chancen zu geben.
In einem Altersgewichtsrennen spielt das Alter des Pferdes eine Rolfe bei der Ermittlung des zu tragenden Gewichts. Damit wird der Entwicklungsstand von jüngeren Pferden gegenüber älteren und ausgewachsenen Pferden ausgeglichen.

Geläuf

Das Geläuf ist der Boden einer Rennbahn. Traditionell besteht das Geläuf für Galopper aus Rasen, der besonders gepflegt wird. Die Sandbahnen (Allwettergeläuf) gewinnen langsam auch an Beliebtheit, da sie sich auch im Winter für Training und Rennen intensiv nutzen lassen. Einige Pferde gelten als so genannte Sandbahnspezialisten, die auf dem Allwettergeläuf wesentlich bessere Leistungen zeigen als auf der Grasbahn. In Deutschland gibt es derzeit in Dortmund und in Neuss Sandbahnen, auf denen im Winter Rennen abgehalten werden.

Gewicht

Das Gewicht ist die von den Pferden im Rennen zu tragende Last. Das Gewicht setzt sich aus dem Eigengewicht des Reiters, seiner Kleidung, dem Sattelzeug und bei Bedarf auch aus der Gewichtsdecke zusammen. Das im Rennprogramm angegebene Gewicht berücksichtigt stets die etwaige Gewichtserlaubnis.
Die Einhaltung des zu tragenden Gewichts wird vor und nach dem Rennen kontrolliert, indem die Reiter mit ihrer Ausrüstung gewogen werden. Zu wenig Gewicht ist unzulässig, zu viel Gewicht ist möglich muss aber dem Publikum bekannt gegeben werden und kann auch zum Ausschluss vom Wettbetrieb führen.

Gewichtserlaubnis (Erlaubnis)

Mir der Gewichtserlaubnis (Erlaubnis) bezeichnet man den Nachlass auf das zu tragende Gewicht. Erlaubnis gibt es für Pferde, die schon länger nichts mehr oder nicht viel gewonnen haben. Auch Reiter, vor allem Auszubildende, bekommen gegenüber den erfahreneren Kollegen „Erlaubnis“ wenn sie noch keine 50 Siege errungen haben. Die Gewichtserlaubnisse staffeln sich von 5 kg bis zu 1 kg, je nach der Anzahl der schon errungenen Siege.

Gruppe-Rennen

Gruppe-Rennen sind die Highlights des Rennsportes und international abgestimmt Je nach ihrer Bedeutung handelt es sich um ein Gruppe I-, Gruppe II- oder Gruppe III-Rennen.

H

Handicap (Ausgleich)

Handicap bezeichnet den Gewichtsausgleich (Ausgleich) bei Galoppern anhand von Gewichtsverminderungen oder -belastungen. Ausgehend von vorherigen Leistungen wird es den guten Galoppern durch Zusatzgewichte „schwer gemacht“. Dadurch bekommen auch die Schwächeren eine Chance. Ein Kilo Gewichtsunterschied bedeutet auf ca. 2.000 Meter eine Pferdelänge Vorsprung.

Hindernisrennen

Hindernisrennen sind Galopprennen, die als Jagdrennen oder als Hürdenrennen gelaufen werden.

Hürdenrennen

Hürdenrennen sind Galopprennen über Reisighürden, die in der Regel auf der Flachbahn aufgestellt werden.

J

Jagdrennen

Jagdrennen werden über eine Mindestdistanz van 3.000 m ausgetragen und gehen über feste Hindernisse, z.B. Hecken, Mauem oder Gräben.Sie finden im Innenraum der Rennbahn statt. Jagdrennen werden auch Steeplechase genannt.

Jahrgangsrennen

In diesem Rennen werden die besten Pferde eines Geburtsjahrgangs ermittelt.

Jockey

Jockey darf sich ein Berufsrennreiter nennen, der mindestens 50 Siege errungen hat.

K

Klassische Rennen

Zuchtrennen ausschließlich für dreijährige Pferde, die alle das gleiche Gewicht tragen. Lediglich Stuten tragen 1,5 kg weniger (Stutenerlaubnis).
Die vier deutschen klassischen Rennen sind in der Reihenfolge ihrer Austragung:

  • Mehl-Mühlens-Rennen (Gruppe II, Köln)
  • Henkel-Rennen. nur für Stuten (Gruppe II, Düsseldorf)
  • Deutsche Derby (Gruppe I, Hamburg)
  • St. Leger (Gruppe II, Dortmund)

 

L

Länge

Länge ist die Pferdelänge, die bei Bekanntgabe des Richterspruches als Maßeinheit dient.

Leistungsprüfung

Die offizielle Bezeichnung für ein Pferderennen. Mit der Durchführung von Pferderennen als Leistungsprüfung erfüllen die Rennvereine staatliche Aufgaben nach dem Tierzuchtgesetz.

Listenrennen

Ein Listenrennen (Listed Race) ist ein international offenes Rennen, welches vom Niveau her unterhalb der Gruppe-Rennen angesiedelt ist.Je nach Ausschreibung und Dotierung kommt ihnen besondere Bedeutung zu.

M

Maiden

Eine Stute, die erstmalsgedeckt wird.

Meile

Meile ist ein englisches Längenmaß, 1 Meile = 1609 m. Meilenrennen finden in England und den USA statt.

N

Nachwuchsrennen

Nachwuchsrennen sind Galopprennen in denen Auszubildende sowie Berufsrennreiter, die im laufenden oder vergangenen Kalenderjahr ihre Ausbildung erfolgreich beendet haben, startberechtigt sind.

Nennung

Eine Nennung ist die Anmeldung eines Pferdes zur Teilnahme an einem ausgeschriebenen Rennen.

P

Pace

Als Pace bezeichnet man das Tempo des Rennens. Das führende Pferd agiert als Pacemaker (Tempomacher). Er kann aber auch taktisch von vorne das Tempo herausnehmen.

Pedigree

Stammbaum eines Vollblutpferdes. Die Abstammung kann lückenlos bis auf die Stammväter und Mütter verfolgt werden.

Puller, pullen

Bezeichnung für ein ungestüm vorwärtsdrängendes Pferd, das sich gleichzeitig gegen die bremsende Hand des Reiters wehrt und so seine Kraft verpufft.

R

Rennfarbe

Die Rennfarbe besteht bei Galopprennen aus der Seidenbluse und der Kappe. Jeder Besitzer hat ein eigenes Dress, das meistens im Rennprogramm abgebildet und beschrieben ist, um den Zuschauern eine Orientierungshilfe während des Rennens zu geben.

Rennleitung

Die Rennleitung besteht aus einem mindestens dreiköpfigen Gremium. Sie sorgt für den korrekten Ablauf der Rennveranstaltung, kann Strafen und auch Disqualifikationen verhängen. Die Rennleitung beobachtet zunächst vom Richterturm am Geläuf das Rennen und überprüft es gegebenenfalls mit Hilfe der Rennverfilmung.

Rennordnung

Die Rennordnung ist das verbindliche Regelwerk für den Rennbetrieb in Deutschland. Sie wird vom Direktorium für Vollblutzucht und Rennen herausgegeben.

Rennverein

Ein Rennverein ist der Veranstalter der Rennen und Hausherr der jeweiligen Rennbahn. Er betreibt den Totalisator und erwirtschaftet damit Einnahmen für Rennpreise und sonstige Betriebskosten der Bahn.

Richterspruch

Im Richterspruch wird der Ausgang eines Rennens dokumentiert. Er enthält folgende Informationen:

  • Die Reihenfolge, in der die Pferde eingekommen sind.
  • Die Abstände zwischen den Pferden.
  • Die Zeit des Rennens.
  • Die Art, wie der Sieger gewonnen hat.

Bei der Siegesart wird dabei folgendermaßen unterschieden:

  • Kampf (Ka):
    Der Ausgang des Rennens war bis zum Ziel umstritten. Der Sieger hat nur knapp gewonnen.
  • Sicher (Si):
    Das Rennen war für den Sieger eine sichere Angelegenheit, aber er hat die Gegner auch nicht dominiert.
  • Leicht (Le):
    Der Sieger braucht sich für den Sieg nicht wirklich anstrengen, er war merklich besser, als die anderen Teilnehmer.
  • Überlegen (Üb):
    Der Sieger war seinen Gegnern überlegen und gewann fast nach Belieben.
  • Hochüberlegen (Hüb):
    Der Sieger stand Klasse über der Konkurrenz.

Der Abstand zwischen den Pferden wird wie folgt ausgedrückt:

  • tR: Totes Rennen, die Pferde waren auch durch die Technik (Zielfoto) nicht zu trennen.
  • N: Nase, eine Nüstern Breite vor dem Gegner.
  • kK: Kurzer Kopf, der Abstand zwischen den Pferden beträgt ca. einen halben Pferdekopf.
  • K: Kopf, der Abstand beträgt einen Pferdekopf.
  • H: Hals, der Abstand beträgt eine Halslänge.
  • 1/2: Eine halbe Pferdelänge, der Gegner ist mit seinem Kopf etwa in Höhe des Sattelgurts.
  • 1: Eine Pferdelänge, der Gegner ist am Schweif, also hinter dem Pferd.

So wird weiter unterschieden, z.B. 1 1/2 Pferdelängen, 1 3/4 Pferdelängen, 2 Pferdelängen. Eine Pferdelänge ist dabei nach der Rennordnung mit 2,50m definiert.

S

Sandbahn

Geläuf auf Sand. Sandbahnrennen finden meistens im Winter, in Deutschland in Dortmund und Neuss, statt.

Scheuklappen - Skl

Wenn Pferde mit Scheuklappen (Blinkers) antreten, wird dies sowohl im Programm als auch im Rennbericht vermerkt (Skl). Sie verhindern das Seitwärts- und Rückwärtsblicken des Pferdes. Es ist eine Hilfe für ängstliche und unsichere Pferde und auch solche, die sich leicht ablenken lassen.

Seitenblender

Werden an der Trense seitlich befestigt und erschweren dem Pferd den seitlichen Blick.

Speed

Mit Speed bezeichnet man die Endgeschwindigkeit eines Rennpferdes vor dem Erreichen des Ziels.

Steepler

Ein Galopper, der in Hindernisrennen mitläuft, wird Steepler genannt.

Steher

Ein Steher bringt auf längeren Distanzen (2.200 m und mehr) seine besten Leistungen.

Stutenerlaubnis

Jede Stute in allen Altersgewichtsrennen beim Galopp auf der Flachbahn kann im direkten Vergleich zwischen 1,5 und 2 kg weniger tragen als ein Hengst.

Sumpfhuhn

Unter den Galoppern gibt es Bodenspezialisten, die ihre Höchstform nur bei bestimmter Bodenbeschaffenheit zeigen. Pferde, die bei weichem bis tiefen Geläuf am schnellsten sind, werden im Turf-Jargon als Sumpfhuhn bezeichnet.

T

Totalisator

Der Totalisator ist die Institution des Wettgeschäfts auf der Rennbahn und bildet in Deutschland die wesentliche Finanzierungsgrundlage des Galoppsports. Der Veranstalter benötigt für den Betrieb des Totalisators eine behördliche Erlaubnis. In jedem Rennen und in jeder Wettart wandern alle Einsätze in einen Topf und werden nach Abzug von ca. 25 % an die Gewinner anteilsmäßig, je nach Höhe ihrer Einsätze, ausgeschüttet.

Totes Rennen

Einlauf von zwei oder mehreren Pferden als Sieger bzw. Platzierte, ohne dass zwischen ihnen ein Abstand (auch durch das Zielfoto nicht!) festzustellen ist.
Die Pferde teilen sich entsprechend den Sieg bzw. die Platzierung.

Turf

Sammelbegriff den Pferderennsports, vom englischen Turf = Gras.

U

Überprüfung

Manchmal kündigt die Rennleitung unmittelbar nach einem Rennen per Lautsprecher und Sirene eine „Überprüfung“ an. Meist besteht hierfür ein konkreter Anlass. Es wird zunächst überprüft, ob ein Protestverfahren eingeleitet werden muss.

V

Verkaufsrennen

Nach einem Verkaufsrennen kann jedes gestartete Pferd nach besonderen Bestimmungen erworben werden.

Vollblüter

Ein Vollblüter ist ein Pferd, dessen Geburt in dem Gestütbuch für Vollblut seines Geburtslandes registriert wurde.

W

Waageschluss

Das Ende des Zurückwiegens nach jedem Galopprennen und wird durch ein Klingelzeichen bekannt gegeben. Die Jockeys werden kontrolliert ob sie mit dem festgelegten Gewicht aus dem Rennen kommen. Wird es unterschritten, kommt es zur Disqualifikation. Mit dem Waageschluss endet die Protestfrist und der vorläufige Richterspruch wird endgültig.

Weile

Mit Weile bezeichnet man einen Abstand von 10 Pferdelängen.

Z

Zeit (Rennzeit)

Für jedes Rennen wird die Zeit gemessen. Generell ist die Zeit des Siegers beim Galopprennsport aber nicht von so großer Bedeutung.

Zuchtrennen

Zuchtrennen sind Flachrennen, in denen nur Hengste und Stuten des gleichen Jahrgangs miteinander laufen. Abgesehen von der Stutenerlaubnis (2 kg) tragen alle Pferde das gleiche Gewicht.